Theater des Monats Januar 2019

Theater Regensburg, Außenansicht, © Jochen Quast
Theater Regensburg, Innenansicht, © Jochen Quast

Theater Regensburg / Theater am Bismarckplatz - Außen- und Innenansicht

Theater Regensburg / Velodrom, Außenansicht, © Jochen Quast
Theater Regensburg / Velodrom, Innenansicht, © Jochen Quast

Theater Regensburg / Velodrom - Außen- und Innenansicht

Fotos: © Jochen Quast


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Theater Regensburg

Das Theater Regensburg ist Bayerns zweitgrößtes kommunales Mehrspartenhaus mit eigenen Ensembles für Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Junges Theater sowie mit eigenem Philharmonischen Orchester und Opernchor. An die 700 Vorstellungen erreichen pro Jahr etwa 180.000 Zuschauer in den fünf Spielstätten, die regelmäßig durch ungewöhnliche Außenorte ergänzt werden. Seit der Spielzeit 2012/13 befindet sich das Theater unter der Leitung von Intendant Jens Neundorff von Enzberg.

Das fürstliche Hoftheater von Thurn und Taxis fungierte als Vorläufer des Theaters in Regensburg. Im Jahre 1803 ließ der damalige Kurfürst, Erzbischof und Reichskanzler Carl Theodor von Dalberg Pläne für ein neues Theater- und Gesellschaftshaus anfertigen. Durch die Finanzierung einer Aktiengesellschaft konnte der Bau nach nur kurzer Bauzeit abgeschlossen und das sogenannte Neue Haus im September 1804 eröffnet werden. 1812 ging das Theater als Königliches Nationaltheater in bayerischen Staatsbesitz über.

Nach einem Brand im Jahr 1849, bei dem das Gebäude komplett zerstört wurde, wurde ein provisorischer Spielbetrieb in den Räumlichkeiten eines Gastwirts aufgenommen. Bereits 1851 begann auf Initiative eines Bürgerkomitees der Neubau eines Theatergebäudes mit Redoutensaal auf den Grundmauern der niedergebrannten Ruine. Am 12. Oktober 1852 wurde das Haus unter dem Namen Stadttheater wiedereröffnet. In Erinnerung an den in der Stadt üblichen Namen für den ersten Theaterbau heißt der Gesellschaftssaal noch heute Neuhaussaal. Seit 1859 ist das Theater unter städtischer Trägerschaft.

Seit 1999 wird das Theater als selbständiges Kommunalunternehmen geführt und bespielt neben den zwei großen Spielstätten mit 500 bzw. 600 Sitzplätzen (Theater am Bismarckplatz sowie das von Simon Oberdorfer erbaute Velodrom am Arnulfsplatz) noch mehrere kleine Bühnen, wie das Theater am Haidplatz, den Neuhaussaal und die Freilichtbühne im Thon-Dittmer-Palais. Seit 2015 hat zudem das Junge Theater eine eigene Spielstätte. Darüber hinaus sucht sich das Theater regelmäßig neue, außergewöhnliche Spielorte, wie etwa die Walhalla, einen Steinbruch, ein Fußballstadion, den Regensburger Westhafen oder den Stadtpark. Diese eindrucksvollen Inszenierungen mit Event-Charakter stellen immer wieder aufs Neue ein Highlight dar.

Auf dem spartenübergreifend konzeptionierten Spielplan finden sich Uraufführungen, deutschsprachige Erstaufführungen und Wiederentdeckungen neben neu befragten Klassikern und Publikumslieblingen. So kann das Theater Regensburg ein spannendes Programm für die breite Öffentlichkeit liefern und gleichzeitig ein anspruchsvolles künstlerisches Profil pflegen, das vor allem in den letzten Jahren immer mehr überregionale Aufmerksamkeit erregte. DIE DEUTSCHE BÜHNE listete das Theater Regensburg wiederholt unter den drei besten Theatern in der Kategorie „Abseits der Zentren“. Das herausragende Niveau der KünstlerInnen wurde in den vergangenen Jahren wiederholt durch den Bayerischen Kunstförderpreis gewürdigt. In den Kinder- und Jugendclubs sowie im Bürgertheater können sich Menschen jeden Alters auf der Bühne versuchen. Ein besonderes Augenmerk legt das Theater darauf, auch die jüngsten Zuschauer an das Theater heranzuführen: An der Schul-Theater-Kooperation „DEIN:THEATER!“ beteiligen sich 28 Schulen aus Regensburg und dem Umland durch betreute Theaterbesuche. Eigens für diese Kooperationsform wurde der Berufsinformationstag entwickelt, an dem über 500 Schüler an einem Tag alle Berufe des Hauses kennenlernen können.

Außerdem ist das Theater Regensburg immer wieder Gastgeber für große Festivals oder Events. Mehrmals durfte es schon die Bayerischen Theatertage ausrichten, zuletzt 2016 unter dem Motto „Wildes Bayern“. Im November 2018 begrüßte es Vertreter der gesamten deutschen Theaterlandschaft bei sich, als der FAUST, der wichtigste deutsche Theaterpreis, im Velodrom verliehen wurde.