Theater des Monats Februar 2018

Theater Freiburg, Außenansicht, © Rainer Muranyi
Theater Freiburg, Außenansicht, © Rainer Muranyi

Theater Freiburg - Außenansichten

Fotos: © Rainer Muranyi


Theater Freiburg | interessante Links



Theater Freiburg

Geschichte

Das Theater Freiburg ist ein Mehrspartenhaus mit Oper, Schauspiel und Tanz. Hinzu kommt das Philharmonische Orchester, das neben dem Opernbetrieb vielbeachtete Konzerte im Großen Haus und im benachbarten Konzerthaus gibt, sowie das Junge Theater für Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene.

Der Anfang
Eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung des Spielbetriebs und das Interesse der Bevölkerung am Theaterleben ließ bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts den Wunsch nach einem neuen, größeren, schöneren Theatergebäude wachsen. Die Theaterkommission schlug den Entwurf des Architekten Seeling zur Realisierung vor.

Der prunkvolle Zuschauerraum verlor durch den Umbau 1939 seine Festlichkeit. Ein völlig neues Raumgefühl und Raumgefüge entstand. Die Dreiergliederung der seitlichen Proszenien wurde auf jeweils einen Balkon reduziert. Was blieb, war die grundlegende Struktur der drei Ränge mit dem Parkett und dem vorgelagerten Orchestergraben. Beim Luftangriff vom 27. November 1944 brannte das Theater aus.

Der Wiederaufbau 1949
Der Zuschauerraum hatte vor der Zerstörung ein Breiten-Tiefen-Verhältnis von annähernd 1:1. Beim Wiederaufbau wurde der Zuschauerraum um ca. 5 Meter nach hinten auf Kosten des Foyer-Umganges verlängert. Dadurch war es möglich, das Platzangebot trotz Wegfall des dritten Ranges und Vergrößerung der Reihenabstände zu halten. Die raumakustischen Bedingungen waren auf ein Drei-Sparten-Theater abgestimmt: für Musik etwas zu „trocken“, für Sprache zu „hallig“. Feine Nuancierungen kommen im Sprechbereich nicht über die Rampe. Diese spieltechnischen und räumlichen Mängel, soweit möglich, zu beseitigen war Hauptaufgabe der jetzigen Umgestaltung.

Der neue Zuschauerraum
Im Dezember 1996 wurde mit den Umbauarbeiten im Zuschauerraum und im Vorbühnenbereich des Theaters begonnen.

Durch das Versetzen der Proszeniumswände wurde der notwendige Platz für den Orchestergraben geschaffen. Durch das Anheben der Orchestergrabenpodien ist es nun möglich, den gesamten Vorbühnenbereich zu bespielen. Die starre Trennung zwischen Bühnenraum und Zuschauerraum wird durch die Wandgliederung aufgehoben. Ein völlig neu gestaffelter Fußboden im Parkettbereich führt zu besseren Sitzpositionen mit besserer Bühnensicht und zu einer gleichmäßigen, zugfreien Belüftung.