Theater des Monats Dezember 2017

Theater Konstanz, Außenansicht, © Theater Konstanz/Ilja Mess
Theater Konstanz, Außenansicht Spiegelhalle, © Ilja Mess

Theater Konstanz - Außenansicht Theater Konstanz und Spiegelhalle

Theater Konstanz, Innenansicht, © Ilja Mess
Theater Konstanz, Innenansicht, © Theater Konstanz/Ilja Mess

Theater Konstanz - Innenansichten des Stadtheaters Konstanz

Fotos: © Theater Konstanz / Ilja Mess


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Theater Konstanz

Die Geschichte des Theaters in Konstanz reicht bis ins Jahr 1607 zurück und damit ist es die älteste dauerhaft bespielte Bühne in Deutschland. Erbaut als Gymnasium des Konstanzer Jesuitenklosters, fanden hier bis zur Auflösung des Ordens 1773 regelmäßig Theateraufführungen statt. Danach ging das Haus in private Hand. Zum Theatersaal mit Logen und fester Bühne umgebaut, gastierten in der Folge kontinuierlich Wandertruppen. Die Stadt kaufte das Theater 1852 und verpachtete es jeweils für eine oder mehrere Spielzeiten an selbständige Theaterleiter. In den 1930er-Jahren erhielt das ehemalige Schulgebäude durch den Anbau von Bühnenturm und Zuschauerraum sein heutiges Aussehen.

Die Grenznähe bewahrte das Konstanzer Stadttheater im Zweiten Weltkrieg vor der Zerstörung und 1945 konnte der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden. Bereits 1946 wurde Bertolt Brechts Mutter Courage, das 1941 in Zürich erstaufgeführt worden war, in Konstanz das erste Mal in Deutschland aufgeführt. 1952 übernahm die Stadt Konstanz die Verwaltung. Christoph Nix ist der seither neunte Intendant. Zu seinen Vorgängern zählen bekannte Theaterleiter wie Ulrich Khuon, Dagmar Schlingmann, Rainer Mennicken und Hans J. Ammann.

Heute unterhält das Theater Konstanz drei Spielstätten. Da ist zum einen das Stadttheater mit fast 400 Plätzen, in dem vor allem die Klassiker gespielt werden. Die Spiegelhalle ist der Spielort mit maximal 240 Plätzen für junges und experimentelles Theater. Dazu bespielt das Theater Konstanz noch die Werkstattbühne mit max. 90 Plätzen unter dem Dach seines Verwaltungs- und Werkstattgebäudes.

Seit Beginn der Intendanz von Prof. Dr. Dr. Nix arbeitet das Theater Konstanz konsequent auf internationaler Ebene und operiert damit an einem Schnittpunkt von Kunst, Interkultur, Entwicklungszusammenarbeit und auswärtiger Kulturpolitik. So zeigte das Konstanzer Theater 2012 beim Internationalen Theaterfestival in Erbil (Irak) „Mutter Courage“ und war im Oktober 2015 mit „Gestern habe ich aufgehört mich zu töten. Dank dir, Heiner Müller“ von Rogelio Orizondo Goméz“ beim 16. Festival del Teatro de la Habana in Kuba.

Seit 9 Jahren verbindet das Theater Konstanz eine intensive Partnerschaft mit Malawi und Togo und seit 4 Jahren mit Burundi. Gemeinsame Projekte waren u.a. in der Spielzeit 16/17 die Inszenierung „One Coup for Kaiser, unter der Regie des togoische Direktor der Louxor Company Ramsès Alfa, die sich mit dem kulturellen Erbe Deutschlands auseinandersetzt. Bei der Konstanzer Inszenierung „Angst essen Seele auf“ übernahm der aus Malawi stammende Schauspieler Mphundu Brian Mjumira von Nanzikambe Arts die Hauptrolle und das Theater Konstanz war damit im Sommer 2017 in Malawi auf Gastspielreise. Im zweijährigen Projekt „comedie?humaine 21st“ erarbeiteten deutsche und burundische Theatermavher gemeinsam die Inszenierung „Die Farbe des Lachens“, die am 21.10.17 in Konstanz zur Uraufführung gelang und 2018 auch in Burundi gezeigt werden soll.

Theaterkasse: Stadttheater Konstanz, Konzilstr. 11, D-78462 Konstanz, Tel. 07531-900150

theaterkasse@konstanz.de, www.theaterkonstanz.de