Theater des Monats April 2020

Theater Plauen-Zwickau, Außenansicht Vogtlandtheater, © Chris Gonz
Theater Plauen-Zwickau, Innenansicht Vogtlandtheater, © Peter Awtukowitsch

Theater Plauen-Zwickau / Außenansicht Vogtlandtheater / Innenansicht Vogtlandtheater

Theater Plauen-Zwickau, Außenansicht Gewandhaus, © Peter Awtukowitsch

Theater Plauen-Zwickau / Außenansicht Gewandhaus

Fotos: © Peter Awtukowitsch / © Chris Gonz / Theater Plauen-Zwickau


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Theater Plauen-Zwickau

Das Theater Plauen-Zwickau ist das viertgrößte Theater Sachsens und vereinigt drei Sparten und ein Orchester unter seinem Dach. Seit der Spielzeit 2009/10 leitet Roland May als Generalintendant das Haus. Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Orchester präsentieren einen breitgefächerten, vielseitigen Spielplan. So reicht das Repertoire von der klassischen Oper über Operette und Musical, über ein großes Schauspielangebot auf Haupt- und Studiobühnen, Ballett sowie Freilichtinszenierungen aller Sparten bis hin zu einer überaus regen Konzerttätigkeit. Besonderen Wert legt das Theater auch auf Spielplanangebote für Kinder und Jugendliche und eine umfangreiche theaterpädagogische Arbeit. Vogtlandtheater Plauen Anfang 1890 gründete sich in Plauen ein Theaterverein, der den Bau eines Theaters in der Stadt anstrebte und vorantrieb. Die Einweihung wurde am 1. Oktober 1898 mit Schillers Schauspiel „Die Jungfrau von Orleans“ gefeiert.

1944 schloss sich der Vorhang unter den Einwirkungen des Krieges zunächst endgültig. Am 10. April 1945 richtete ein alliierter Bombenangriff auf Plauen enorme Zerstörungen, auch am Theater, an. Anfang August 1945 wurde der Plauener Stadtarchitekt vom Stadtbauamt beauftragt, zu untersuchen, ob das Theater innerhalb von 3 Monaten wieder aufzubauen wäre. Die erste Besichtigung zeigte eine trostlose Lage, denn die Zerstörungen umfassten innerlich 80-90% der Bausubstanz, äußerlich bis zu 40%. Der sowjetische Stadtkommandant Oberstleutnant Komarow setzte jedoch den 15. Oktober als Fertigstellungstermin fest. Das Theater wurde am 15. Oktober 1945 wiedereröffnet. 1979 – 81 kam es zu einer umfassenden Rekonstruktion des Theaters, vor allem des Zuschauerraumes. In Anlehnung an die historischen Vorlagen wurden Stuck- und Vergoldungsarbeiten in großem Umfang durchgeführt und Ostern 1981 erstrahlte das Theater bei seiner Wiedereröffnung in neuem Glanz.

1999 brachten eine umfassende Sanierung der gesamten Bühne und der Einbau einer Drehscheibe die Bühnentechnik auf den modernsten Stand und schuf gleichzeitig die technischen Voraussetzungen für die anstehende Fusion mit dem Theater Zwickau. Seit 2000 ist das Vogtlandtheater Plauen aus Gründen der Finanzierung mit dem Theater Zwickau zum Theater Plauen-Zwickau vereint.

Seit 2016 befindet sich das Zwickauer Gewandhaus in der Sanierung und soll im Herbst 2020 wiedereröffnet werden. Das Haus ist von seiner ursprünglichen Bestimmung her kein Theaterbau. Als repräsentatives Zunfthaus der Tuchmacher wurde es 1522 bis 1525 während der Blütezeit der Zwickauer Tuchmacherei für ihre Tuchschauen an der Stelle eines abgebrochenen älteren Kauf- und Gewandhauses errichtet. 1812 wurde der große Saal durch Zwischenwände in zwei Säle und mehrere Nebenräume unterteilt. Im Größeren Vorderen wurde 1823 das „Theater auf dem Gewandhaus“ fertig. Nachdem Baupläne für ein völlig neues Theatergebäude am Geld scheiterten, wurde im Sommer 1855 schließlich ein Theater in die Längsachse des Gewandhauses gebaut, welches am 13. November die Gesellschaft des Hermann Meinhardt mit der Oper "Die weiße Dame" von Boieldieu eröffnete.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieser in vieler Hinsicht unzulängliche Theaterraum nun immer wieder renoviert und umgebaut. Zwickau überstand den 2. Weltkrieg ohne erhebliche Zerstörungen und auch das Gewandhaus blieb unbeschädigt. In den folgenden Jahrzehnten konnte mit vielfältigen Initiativen das Zwickauer Gewandhaus in einem vorher nicht für möglich gehaltenen Umfang erneuert und erweitert werden. So wurde 1953 das gänzlich veraltete Bühnenhaus abgerissen und wieder aufgebaut. Am 18.Oktober 1997 wurde das in seinem Inneren grundlegend umgestaltete Gewandhaus mit der zeitgenössischen Oper „Der Idiot“ von Karl Ottomar Treibmann zum bisher letzten Mal wiedereröffnet.

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