Festivals 2017/18

Wiener Festwochen, © Wiener Festwochen GesmbH
Theater Augsburg, Bechtfestival 2018, © Oliver Kostecka

Theater Augsburg: Brechtfestival 2018

Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer
Nach dem Fragment von Bertolt Brecht

Im Winter 1917/18 desertieren Johann Fatzer und seine drei Kameraden Koch, Büsching und Kaumann von der Front des Ersten Weltkrieges und gehen nach Mülheim an der Ruhr. Sie verstecken sich bei der Frau von Kaumann, um auf die Revolution zu warten und hungern. Hier kehrt sich der äußere Kampf nach innen, gegeneinander, als Kampf ums Überleben und ums Dasein. Und Fatzer, der Ausgestoßene, muss am Ende sterben. Brecht, der seinen Text immer wieder überarbeitet hat und 1932 schließlich die Arbeit an ihm aufgab, nannte ihn »unaufführbar«. Heiner Müller nannte ihn einen »Jahrhunderttext« und bearbeitete die über 400 Seiten zu einer Bühnenfassung.

Zum Brechtfestival 2018, hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, bringt das Theater Augsburg Brechts »Fatzer« in einer eigenen Bühnenfassung zur Aufführung. Christian von Treskow führte bei über 60 Inszenierungen an Bühnen im In- und Ausland Regie und war von 2009 bis 2014 Schauspielintendant und künstlerischer Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen.

Inszenierung: Christian von Treskow - Bühne & Kostüme: Oliver Kostecka - Dramaturgie: Sabeth Braun - Musik: Girisha Fernando

Premiere 23.2.2018 19:30 | martini-Park
Weitere Termine im martini-Park:  27. Februar 19:30, 1. März 19:30, 7. März 19:30, 9. März 19:30, 17. März 19:30, 23. März 19:30,
4. April 19:30, 14. April 19:30, 29. April 18:00, 27. Mai 18:00

Weitere Veranstaltungen des Theater Augsburg im Rahmen des Brechtfestivals

Theater als Expedition 1: Sinnsuche
Workshop für Jugendliche und Erwachsene zu »Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer«
23.2.2018 16:00 | villa (ehemals k15)

Ein Wort zum Sonntag
Theaterpredigt zu »Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer«
Predigt: Dr. Gregor Gysi
25.2.2018 16:00 | St. Anna

5. Sinfoniekonzert: Verboten und verfolgt
26.& 27. 2.2018 20:00 | Kongress am Park
Konzerteinführung: 19:10

Weitere Programm - Informationen zum Brechtfestival Augsburg unter: https://brechtfestival.de/programm

 

 

Theater Oberhausen, Minifestival, © Katrin Ribbe

Theater Oberhausen: Minifestival am 8. März

Vor ziemlich genau 100 Jahren wurde in Deutschland die Einführung des Wahlrechts für Frauen beschlossen. Mit einem Minifestival zum Internationalen Frauentag 2018 feiern wir und blicken gleichzeitig nach vorne: auf die nächsten 100 Jahre. Denn wie steht es um die Verwirklichung der politischen Gleichberechtigung? Haben Frauen heute die gleichen Chancen wie Männer politische Ämter und Führungspositionen zu übernehmen?

Die kürzlich veröffentlichte Statistik erschreckt: Mit 30,7 Prozent ist der Anteil von Frauen im neuen Bundestag 2017 nach 36,5 Prozent im Jahr 2013 noch hinter den Stand von 1998 zurückgefallen. Dennoch: Frauen machen Politik – unabhängig von Parteizugehörigkeit und Präferenzen. In Oberhausen lenkte Luise Albertz zwischen 1946 und 1979 insgesamt 25 Jahre lang als Oberbürgermeisterin die Geschicke der Stadt – seit 2005 regiert in Deutschland erstmals eine Kanzlerin, von 2010 bis 2017 in NRW eine Ministerpräsidentin. Dies geschieht definitiv nicht unkommentiert: Rückständigen Zuweisungen wie der Mutterrolle, denen Albertz (Mutter der Bedrängten) und Merkel (Mutti der Nation) – beide kinderlos – ausgesetzt sind, gelingt es nach wie vor, Popularität und Spott gleichzeitig auszulösen.

Mit vier künstlerischen Beiträgen in verschiedenen Räumen des Theaters sondieren wir die Lage. Der SAAL 2 wird ab 17:30 Uhr zum Festivalzentrum mit Empfang der Gleichstellungsstelle Oberhausen, Netzwerken und Wahlparty.

FESTIVALZENTRUM: EMPFANG, NETZWERKEN, WAHLPARTY
SAAL 2 ab 17:30 bis ca. 00:30 Uhr

MANIFEST FÜR EINEN FEMINISTISCHEN FÜHRUNGSSTIL
Workshop von und mit Frauen und Fiktion / STUDIO / 19 und 21 Uhr / ca. 90 Minuten

Arbeit oder Familie? Hierarchie oder Netzwerk? Pilot oder Pilotin? Quote oder Qualifikation? Oder oder Und? Was muss passieren, um die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt endlich umzusetzen? Gibt es weiblichen Führungsstil? Und was ist dann männlicher Führungsstil? In diesem Workshop werden Kräfte und Gedanken gebündelt. Die Teilnehmer*innen werden gemeinsam ein Manifest für einen feministischen Führungsstil entwickeln, angeleitet vom Performance-Kollektiv Frauen und Fiktion.

HEAL THE WORLD OR DIE TRYING
Performance von Alex Alvina Chamberland / MÖBELFUNDUS / 19 und 21 Uhr / ca. 45 Minuten + Gespräch mit der Künstlerin

Wenn diese Performance ein Buch wäre, dann hätte das Buch ein pinkes Cover und einen blutigen Inhalt. Alex Alvina hat ein Stück entwickelt, in dem sie mit ihrem eigenen Zugang zu (Trans-)Weiblichkeit startet, um dann universeller zu werden: Es geht um Verletzlichkeit, Schönheit und das Bedürfnis nach Liebe. Sie setzt Text, Stimm-Experimente und Tanz ein. Heal the world or die trying ist im Jahr 2016 entstanden und heißt mit vollem Titel “Heal the world or die trying/Witches decide/My (trans)femininity/Danse Sacrale/No title only tidal wave“. Die Performance wurde u.a. im Schwulen Museum Berlin und beim Athens & Epidaurus Festival gezeigt.

AUFSTAND AUS DER KÜCHE: TEIL I_NEU_OB
Ein Reenactment-Projekt von Mareike Hantschel, Lucie Ortmann und Katrin Ribbe / POOL 19 und 21 Uhr, ca. 90 Minuten

Mit Aufstand aus der Küche begeben wir uns in die 1970er Jahre und erklären Fundstücke aus der feministischen Performancekunst zu Handwerkszeug, um die aktuelle Brisanz der Debatte rund um die Frauenbewegung zu verstehen. Wie funktioniert die (Re-) Produktionsmaschine Küche und schreibt sich in unsere Leben ein? Gemeinsam mit unseren Gästen hinterfragen wir Rollenverteilungen und (Lohn-)Gerechtigkeit in unserer Leistungsgesellschaft. Wir erlernen eigene Posen neu und erobern uns fremde, um am Ende das Machtgefüge der Rollen aufzulösen und neu zu vermessen.

EMINE. FRAUEN AUS BOCHUM-STAHLHAUSEN ERZÄHLEN IHRE GESCHICHTEN
Audioinstallation von Emel Aydoğdu / FOYER SAAL 2 ab 19 Uhr durchgängig geöffnet und ohne Ticket zugängig

Emel Aydoğdu hat fünf Frauen mit türkischen Wurzeln gebeten, aus ihrem Leben zu erzählen. Manche sind in der Türkei geboren, andere in Deutschland – aber es vereint sie das Gefühl, zu zwei Nationen gleichzeitig zu gehören.

Kuratiert von Elena von Liebenstein und Lucie Ortmann Theater Oberhausen in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen und dem Blogger*innen-Kollektiv Feminismus im Pott

 

 

 

 

 

Kurt-Weill-Fest 2018, Anhaltisches Theater Dessau, © Kurt Weill Fest 2018 Dessau GmbH

Kurt Weill Fest 2018

Liebe Freunde des Kurt Weill Fests,

"Weill auf die Bühne!" – das Motto des Kurt Weill Fests 2018 folgt den Worten Theodor Fontanes: Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz. Mit "Weill auf die Bühne!" verbindet sich eine breite Programmpalette, welche sich mit dem Musiktheaterschaffen des Komponisten und mit der Person Kurt Weill und seiner außergewöhnlichen Geschichte auseinandersetzt.

Im 26. Festspieljahr wird der lebenslangen Leistung des Komponisten als Innovator des musikalischen Theaters und Schöpfers eines neuartigen Songstils Tribut gezollt. So wird der größte Erfolg des Komponisten zur Aufführung gebracht: das Stück mit Musik Die Dreigroschenoper in einer lange erwarteten Neuproduktion des Anhaltischen Theaters Dessau – ein Muss im Jahre 90 nach der Erstaufführung 1928. Und um den Bogen von der Vergangenheit und Gegenwart zur Zukunft zu schließen, als kleines Sahnehäubchen obenauf noch die Neufassung des Ur-Vorbilds der Dreigroschenoper, La BETTLEROPERa.

Aber was ist ein Werk ohne dessen Hintergründe zu kennen, den Schaffenden zu verstehen? "Weill auf die Bühne!" stellt auch den charismatischen und international renommierten Komponisten selbst ins Rampenlicht: als Sohn des Landes Sachsen-Anhalt, als Sohn jüdischer Eltern, als Mitglied der künstlerisch-politisch ambitionierten Novembergruppe und als weltoffenen Menschen. Ganz dem "Prinzip Weills" folgend, präsentiert das Festival mannigfaltige Programme, deren Ausgestaltung prominenten Künstlern, Newcomern und Experten obliegt. Allen voran ist Artist-in-Residence Till Brönner der Einladung nach Dessau gefolgt und prägt mit grenzenloser Virtuosität und Ideenreichtum das Festival.

Dankbar sind wir der Stadt Dessau-Roßlau und dem Land Sachsen-Anhalt, die das Kurt Weill Fest absichern und all den Förderern und Sponsoren, welche die Vielfalt an Veranstaltungen ermöglichen; dass sich unter ihnen auch die uns partnerschaftlich verbundene Kurt Weill Foundation aus New York befindet, erfüllt uns mit großer Freude. Wir freuen uns sehr, Sie als unsere Gäste beim 26. Kurt Weill Fest begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen wundervolle und unvergessliche Stunden!

http://www.kurt-weill-fest.de

 

 

Nordischer Tehterfrühling, V. Lübecker Kindertheaterfestival

Nordischer Theaterfrühling - V. Lübecker Kindertheaterfestival

Veranstalter und Ziele des Festivals

Zum fünften Mal veranstaltet das tribüHne Theater Lübeck ein Festival, das die Vielfalt und Qualität des professionellen mobilen Kindertheaters im Norden präsentiert. Wieder haben wir Freie Kindertheaterensembles aus ganz Schleswig-Holstein und Gäste aus Niedersachsen und Aarhus/ Dänemark zu uns nach Lübeck eingeladen. Wir wollen damit die kulturelle Infrastruktur des Landes und die Kindertheaterszene in Lübeck stärken. Ziel des Festivals ist es darüber hinaus, Kindertheater als eigenständige Kunstform in der Öffentlichkeit bewusster und präsenter zu machen und Kindertheater als Teil kultureller Bildung und ästhetischer Erziehung gegenüber Eltern, pädagogischen Fachkräften und Medien ins Bewusstsein zu rücken. Mit dem Lübecker Kindertheaterfestival wollen wir Kinder ernst nehmen in ihrem Blick auf die Welt, mit ihren Fragen, Sorgen und Wünschen und gerade auch in ihrem Recht auf Kultur und gutes Theater! Wir zeigen Theater, das Geschichten erzählt und Theater, das alle Sinne anregt. Theater ist ein Ort Begegnungen von Angesicht zu Angesicht und ein Ort, an dem alle Generationen miteinander ins Gespräch kommen können.

Gastspiel aus Dänemark und Vortrag von Wolfgang Schneider

Wir konnten das Gastspiel des „Teatret Gruppe38“ aus Aarhus für die diesjährige Eröffnung gewinnen. Eine besondere Ehre ist es für uns in diesem Jahr, dass Herr Professor Wolfgang Schneider als Gastreferent zum Festival kommt. Er ist Vorsitzender der ASSITEJ Deutschland, der Internationalen Vereinigung des Kinder- und Jugendtheaters und Professor an der Universität Hildesheim. Am Dienstag, den 20.3. spricht er aus kulturpolitischer Sicht über Dänisches und Deutsches Kindertheater. Noch ein Novum, über das wir uns sehr freuen: Wir kooperieren mit dem Freundeskreis der Nordischen Filmtage Lübeck.

Veranstaltungsort

ist das Theater Combinale – Hüxstr 115 in Lübeck. Dort wird es acht Tage lang täglich Kindertheater für alle Kinder zwischen 3 und 13 Jahren geben.

Im Rahmenprogramm

finden Workshops für Kinder, Vor- und Nachbereitungen von Stücken sowie Fortbildungen für Fachleute und der genannte Vortrag für die interessierte Öffentlichkeit statt. Wir wollen Kinder als Theaterpublikum für heute und für morgen gewinnen und ihnen zugleich Möglichkeiten bieten, selbst Theater zu spielen: Das theaterpädagogische Rahmenprogramm soll die Theatererlebnisse vertiefen. Außerdem sind wieder zwei impulsgebende Fortbildungen für Fachleute aus pädagogischen und künstlerischen Berufsfeldern im Angebot. Denn es geht uns als Veranstalterinnen auch um den Austausch zwischen den Kindertheaterschaffenden aus Schleswig Holstein sowie den pädagogischen Fachkräften aus Kita und Schule.

Die Eröffnungsveranstaltung

findet am Sonntag, 18. März um 14 Uhr im Theater Combinale statt (Anmeldung erforderlich). Brigitte Hohmann, (Referatsleiterin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein), Lübecks Kultursenatorin Kathrin Weiher und Festival-Schirmherr Björn Engholm, Ministerpräsident a.D., sowie die Festivalorganisatorinnen Dr. Kirstin Hartung und Cornelia Koch begrüßen die Gäste und geben dann die Bühne frei für das dänische Eröffnungsstück, das in deutscher Sprache um 15 Uhr gezeigt wird: „Das Dunkel liegt unterm Bett“.

Eintrittspreise:

Schulen und Kindertagesstätten: 5,- Euro pro Kind (Gruppenbuchungen ab 10 Personen); Eintrittskarten im freien Verkauf kosten 8,- Euro, die Karten für den Eröffnungstag kosten 10,- Euro. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel, Königstr. 67 A, 23552 Lübeck.

Festival-Info-Telefon und Buchungen für die Vormittagsvorstellungen Montag bis Freitag:
tribüHne Theater: 0451/ 790 77 97
E-Mail: kontakt(at)tribuehne-theater.de
Homepage: www.nordischer-theaterfruehling.de

Kartenreservierung für alle Wochenendvorstellungen:
Theater Combinale, Tel. 788 17.