Theater des Monats März 2018

Theater Hof, Außenansicht, © H. Dietz - Fotografie
Theater Hof, Innenansicht, © Thomann

Theater Hof - Außenansicht und Innenansicht

Theater Hof, Foyer, © Thomann
Theater Hof, Foyer, © Theater Hof

Theater Hof - Foyer

Fotos: © H. Dietz - Fotografie, Thomann, Theater Hof


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Theater Hof

1949 wurde das Theater Hof als Städtebundtheater neugegründet. Während in der Anfangszeit der Fokus auf dem klassischen Schauspiel lag, entwickelte sich der Spielplan im Verlauf der Jahre immer weiter in Richtung zeitgenössischer Autoren und Musiktheater. Ein Erfolgskurs, denn zum Ende der 50er Jahre war das Theater Hof die zweitgrößte Landesbühne der Bundesrepublik.

Da in den 80er Jahren die bisherige Spielstätte des Hofer Theaters zunehmend baufällig wurde, entschied man sich für einen Neubau an der Kulmbacher Straße, der 1994 bezogen wurde. Der heutige Theaterbau verfügt über 2 Bühnen; das große Haus mit 567 Plätzen und die Studiobühne mit 99 Sitzplätzen. In der Spielzeit 2019/20 wird die Bühnentechnik einer Sanierung unterzogen. Daher soll direkt vor dem Theatergebäude eine Interimsspielstätte die Vorstellungen mit der gewohnt hohen Qualität und zu den bisherigen für den Zuschauer komfortablen Bedingungen ermöglichen.

Seit 2012 ist Reinhardt Friese Intendant des Hauses. Regelmäßig holt er Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen ans Theater Hof, wie beispielsweise „Hungerleider“ von Roland Spranger, den Broadway-Erfolg „The Drowsy Chaperone“ oder den Londoner West End Hit „The Play That Goes Wrong“. Einen besonderen Schwerpunkt setzt Friese bei Musicals. Neben Klassikern wie „Annie get your Gun“ und „Sweet Charity“ steht für ihn vor allem die Weiterentwicklung dieses Genres im Focus, die er immer wieder durch Auftragskompositionen („Einstein – Das Musical“, „Der große Houdini“ oder „Rasputin“) fördert.

Einen besonderen Stellenwert nehmen für Friese auch Wiederentdeckungen vergessener oder kaum gespielter Werke ein: So wurde während seiner Intendanz zum Beispiel „Schlusschor“ von Botho Strauß oder „Wenn Rosenblätter fallen“ von Rory Six mit großer überregionaler Beachtung aufgeführt.

Das Theater unterhält eigene Ensembles im Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Als vierte Sparte wurde von Friese seit der Spielzeit 2014/15 das Junge Theater Hof durch eine eigene künstlerische Leitung und (seit dieser Spielzeit) durch die Einstellung einer Tanzpädagogin aufgewertet.

Mit regionalen und überregionalen Events wie den Bayerischen Theatertagen 1995, 2003 und 2017, den 13. Deutschen Landesbühnentage 2009 und der Hofer Kulturnacht lockt das Theater auch über seinen Spielplan hinaus tausende Besucher in seine Mauern.

Das Theater Hof fungiert zudem als "Talentschmiede": Viele junge Künstler haben in Hof ihre Karrieren begonnen, erste Schritte im Berufsleben gelernt und arbeiten nun an renommierten, größeren Häusern. Eine wertvolle Schule waren für sie dabei die Gastspiele des Theaters Hof auf vielen anderen Bühnen: ob in Bayern, zum Beispiel Bayreuth, Selb, Marktredwitz, Aschaffenburg, Bad Kissingen, Fulda, Bamberg, Schweinfurt, Ingolstadt, ob überregional innerhalb Deutschlands (NRW, Hessen, Rheinland Pfalz) oder auch im Ausland (Frankreich, Tschechische Republik).