Theater Regensburg: Abschied von Chefchoreograph und künstlerischem Leiter Yuki Mori

Theater Regensburg, Chefchoreograph und künstlerischer Leiter der Sparte Tanz Yuki Mori; © Jochen Quast

Foto: Chefchoreograph u. künstl. Leiter Yuki Mori
© Jochen Quast

Nach sieben gemeinsamen Jahren wird Yuki Mori, Chefchoreograph und künstlerischer Leiter der Sparte Tanz, das Theater Regensburg aus privaten Gründen verlassen. Die Theaterleitung bedauert diesen Schritt und bedankt sich für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

Auf eigenen Wunsch wird Yuki Mori mit dem Ende der Spielzeit 2018/19 sein Engagement am Theater Regensburg beenden. Intendant Jens Neundorff von Enzberg bedauert diesen Verlust für das Theater und dankt Yuki Mori für eine sehr intensive und erfolgreiche gemeinsame Zeit.

Seit der Spielzeit 2012/13 entstanden unter Yuki Mori als Chefchoreograph und künstlerischem Leiter der Sparte Tanz u.a. Arbeiten wie „Ich, Wagner. Sehnsucht!“, „Am Rand der Stille“, „Intime Briefe“, „Le Sacre du Printemps“, „Incantations“ und „Schwarzer Regen“ im Rahmen des Tanzabends „Zeit.Raum!“, „Am Rand der Stille“, „Bernarda Alba“, „Don Quijote“, „Bolero“, „Loops“, die Tanzoper „Les enfants terrible“ von Philipp Glass, die Choreographie „Bacon“ in „Bilder.Rausch: Klimt.Bacon“ und „Allegoria“ im Rahmen des Tanzabends „Shakespeare Dreams“, sowie Choreographien für Musicals und Operetten.

Für seine Choreographie „The House“ war Yuki Mori im Jahr 2016 für den FAUST-Preis nominiert.

Die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Tanz.Fabrik“ wurde von ihm sehr erfolgreich weitergeführt und ausgebaut.

Theater Ulm: Kay Metzger erhält Ehrenpreis der INTHEGA

Theater Ulm, Intendant Kay Metzger, © Theater Ulm

Foto: Intendant Kay Metzger
© Theater Ulm

In Bielefeld wurde Kay Metzger bei einer Festveranstaltung am 15. Oktober der Ehrenpreis des Vorstands der INTHEGA überreicht.

Die INTHEGA, ein Verbund von in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansässigen Theaterspielstätten, kooperiert seit Jahrzehnten mit jenen Theatern, vor allem Landesbühnen, die für den umfangreichen länderübergreifenden Gastspielmarkt Theaterproduktionen anbieten. Kay Metzger hatte als Intendant zunächst in Halberstadt und Quedlinburg, dann in Detmold, jeweils große Mehrspartentheater geleitet, die aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Kinder- und Jugendtheater ein umfangreiches Spektrum an mobilen Produktionen bereithielten.

Mit diesem Angebot überzeugten die von Metzger geführten Theater sowohl von der logistischen als auch künstlerischen Qualität seit 1999 die Gastspielpartner. Mit der in Detmold inszenierten Operntetralogie "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner gelang Metzger zudem eine in diesem Umfang exzeptionelle Tourneeproduktion. Sowohl diese Leistungen als auch seine Arbeit als Vorsitzender der Landesbühnengruppe und Mitglied im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins in regem Austausch mit dem Vorstand der INTHEGA wurden nun durch den Preis gewürdigt.

Theater Plauen - Zwickau: GMD Leo Siberski verlängert seinen Vertrag bis 2022

Theater Plauen - Zwickau, GMD Leo Siberski, © Theater Plauen-Zwickau

Foto: GMD Leo Siberski
© Theater Plauen-Zwickau

Der Vertrag zwischen dem Theater Plauen-Zwickau und GMD Leo Siberski ist zum Saisonbeginn 2018/2019 für dann insgesamt fünf Spielzeiten bis zum Sommer 2022 verlängert worden. Erfreut betonen Generalintendant Roland May und Geschäftsführerin Sandra Kaiser den nun entstandenen Planungskorridor, der eine kontinuierliche Entwicklung von Philharmonischem Orchester und Musiktheater möglich machen wird.

In den kommenden Jahren stehen die Öffnung des Orchesterspielplanes für breitere Bevölkerungsschichten und neue Aufführungsformate auf der Agenda. Die zweite Auflage der Mondschein-Serenade auf der Bahnhofstraße vor 2000 Besuchern am 1. September in Plauen steht für diese Entwicklung ebenso wie das Baustellenkonzert zum Tag des offenen Denkmals am 9. September in Zwickau, das dem Besucheransturm kaum gewachsen war.

Leo Siberski zur Vertragsverlängerung und zur Zukunft der musikalischen Angebote am Theater Plauen-Zwickau: "Nach der überaus erfüllenden letzten Saison sowohl im Musiktheater als auch im Konzert freue ich mich auf vier weitere Jahre im Dienst von Kultur und Bildung in Südwestsachsen! Ich weiß einen Klangkörper hinter mir, dem das inspirierte Musizieren eine Herzensangelegenheit ist, ebenso wie die Bereitschaft, künstlerisch und in der Vermittlung von Musik auch neue Wege zu gehen. Mit positiver Energie und weitem Blick darauf zu achten, dass der atmende Geist dieser großen Künstlergemeinschaft auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt und dass Lösungen gefunden werden, die Folgen von Einsparungen einzudämmen, sehe ich als meine Verpflichtung."

TfN Hildesheim: Neuer Intendant steht fest

TfN Hildesheim, Pressekonferenz 12. September 2018, © Clemens Heidrich

Foto: v. l.: Olaf Levonen, Oliver Graf, Jasmina Hadžiahmetović, Dr. Ingo Meyer
© Clemens Heidrich

Der im niedersächsischen Gifhorn geborene Oliver Graf ist derzeit Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter der Intendantin im künstlerischen Bereich am Stadttheater Gießen. Zuvor war er Mitglied der Operndirektion / Leiter Casting, Disponent und künstlerischer Produktionsleiter am Staatstheater Darmstadt, nachdem er u.a bei den Bayreuther Festspielen engagiert war. Jasmina Hadžiahmetović, die momentan am Meininger Staatstheater Bizets „Carmen“ inszeniert, war bereits am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, an der Komischen Oper Berlin, am Théâtres de la Ville de Luxembourg sowie am Opernhaus Zürich beschäftigt.

Oliver Graf übertitelt sein Konzept für das Theater für Niedersachsen mit der Devise „Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum“ mit den Maximen „Traditionsbewusst, fortschrittlich, Neugierig“.
„Ein pluralistischer kontrapunktischer Spielplan mit verschiedensten Ästhetiken – der auch einen publikumszugänglichen Einsatz von elektronischen und neuen medialen Entwicklungen beinhaltet – sowie eine Kombination aus klassischen Stoffen und zeitgenössischen Themen“ stellen die Grundlagen seiner Arbeit dar, wie Graf in seinem Konzept erklärt. „So werden wir neben den bisher üblichen Sparten ab der Spielzeit 2020/21 auch wieder Stücke im Tanztheater zeigen und neue Spielorte und Theaterräume in der Stadt erschließen."

Nicht nur in der Programmatik, sondern auch in der Führung des Hauses will Graf auf das Motto „inklusiv statt exklusiv“ setzen. So gälte es, Inklusion und Barrierefreiheit, Geschlechtergleichheit, Gleichberechtigung und Toleranz etc. nicht nur zu fordern, sondern im Theateralltag umzusetzen und zu leben.

Biografie Oliver Graf, designierter Intendant und Geschäftsführer

Oliver Graf wurde 1981 im niedersächsischen Gifhorn geboren und ist aktuell Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter der Intendantin im künstlerischen Bereich am Stadttheater Gießen.
Zuvor war er Mitglied der Operndirektion / Leiter Casting, Disponent und künstlerischer Produktionsleiter am Staatstheater Darmstadt, nachdem er als Disponent und Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro bei den Bayreuther Festspielen, als Assistent der Intendantin und Referent für Marketing am Stadttheater Gießen, als Assistent der Intendantin und Leiter der Direktionsbüros beim Festival junger Künstler Bayreuth sowie als freier Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro der Sächsischen Staatsoper Dresden (Semperoper) tätig war. Er studierte Kulturmanagement am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und arbeitete als ausgebildeter Schauspieler und Regisseur u.a. an der Staatsoper Hamburg, dem Schlosstheater Celle, der Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig und dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim. Erste theaterpraktische Erfahrungen sammelte er als Regieassistent und Mitarbeiter der Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung am Schlosstheater Celle.

Biografie Jasmina Hadžiahmetović, designierte Schauspieldirektorin

Jasmina Hadžiahmetović wurde 1978 in Sarajevo geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sie inszenierte Opern und Schauspiele am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, am Meininger Staatstheater, an der Komischen Oper Berlin, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und am Opernhaus Zürich.
So zeichnete sie u.a. verantwortlich für „Mutter Courage“ und „Die Schmutzigen Hände“ am Meininger Staatstheater und die spartenübergreifenden Produktionen „Die Afrikanerin“ und „Die Kluge“ am Theater Konstanz.
Für das Education-Programm der Berliner Philharmoniker führte sie bei Benjamin Brittens „Noye’s Fludde“ und David Langs „Crowd Out - Eine Komposition für 1000 Stimmen“ Regie. Die Umsetzung von Konzepten mit politischen Themen der Gegenwart sind für Jasmina Hadžiahmetovićs Arbeit entscheidend. Die Konzeption und Inszenierung von „Erwartung_Nada“, einer musiktheatralen Erinnerung an den Bosnien-Krieg im Radialsystem V in Berlin, war für sie eine wichtige und persönliche Regiearbeit. Im Rahmen der Broadening the Scope of Choral Music, einer Initiative des Rundfunkchores Berlin, inszenierte sie „Fürchtet Euch nicht“, einen Abend über das politisch aktuelle Thema der Flucht und des Umgangs mit dem Fremden im Berliner Dom. Weitere Theaterstationen waren das Staatstheater Kassel, die Oper Stuttgart sowie die Salzburger und Bayreuther Festspiele.
An der Universität Zürich absolvierte sie das Masterprogramm „Executive Master in Arts Administration“. Sie lehrt als Dozentin für szenischen Unterricht im Musiktheater an der Universität der darstellenden Künste (UdK) Berlin.

Aus dem Konzept von Oliver Graf, designierter Intendant und Geschäftsführer am Theater für Niedersachsen

Als innovationsfreudiger und zugleich traditionsbewusster Praktiker möchte ich das Theater für Niedersachsen unter der Devise „Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum!“ mit den Maximen „Traditionsbewusst – fortschrittlich – Neugierig“ allen Bevölkerungsgruppen nahebringen und es zu einem zentralen dynamischen Ort des Diskurses der Stadtgesellschaft und Region entwickeln. Die interkulturelle und soziale Öffnung des Hauses wie auch der Spagat zwischen Tradition und Erneuerung sind eine Voraussetzung für die nachhaltige Implementierung und Existenzberechtigung des Theaters in der Stadt, der Region und dem Land Niedersachsen. Theater ist für mich eine sinnstiftende Sehnsuchtsmaschine, in der Emotionen verhandelt werden. Gleichzeitig hat es immer auch eine gesellschaftspolitische Dimension. Theater sind Bollwerke der Demokratie und des Humanismus. Ich stelle den unbedingten Anspruch an das Theater, außer „Geschichten zu erzählen“, für die Gesellschaft und die Menschen der Region kulturell und gesellschaftspolitisch relevant zu sein. Von daher stehe ich auch aus tiefster Überzeugung für ein Ensemble- und Repertoire-Theater ein. Das TfN ist für mich ein Kultur-Grundversorger. Mein Ziel ist, dass das Selbstverständnis des Theaters das einer „Volksbühne“ ist.

Ein pluralistischer kontrapunktischer Spielplan mit verschiedensten Ästhetiken – der auch einen publikumszugänglichen Einsatz von elektronischen und neuen medialen Entwicklungen beinhaltet – sowie eine Kombination aus klassischen Stoffen und zeitgenössischen Themen stellt die Grundlage meiner Niedersächsischen//Dramaturgie dar und garantiert ein größtmögliches vielfältiges Spektrum. So werden wir neben den bisher üblichen Sparten ab der Spielzeit 2020/21 auch wieder Stücke im Tanztheater zeigen und neue Spielorte und Theaterräume in der Stadt erschließen. Vielfalt, Diversität und Pluralismus sind die Stichworte, die nicht nur meine Programmatik, sondern auch die Führung des Hauses bestimmen getreu dem Motto „inklusiv statt exklusiv“. So gilt es, Inklusion und Barrierefreiheit, Geschlechtergleichheit, Gleichberechtigung und Toleranz etc. nicht nur zu fordern, sondern im Theateralltag umzusetzen und zu leben. Gesellschaftliche Verantwortung muss für eine geförderte Institution eine Grundvoraussetzung sein: unter genauer Beobachtung der momentanen gesellschaftspolitischen Situation hat sich das Theater weiterhin als Vertreterin von Toleranz, Mitmenschlichkeit und Menschenrechten und den humanistischen Idealen zu erweisen.

Wir machen Theater – im wahrsten Sinne des Wortes. Und unsere Tür steht allen Menschen offen.

Und wir wollen (uns) unterhalten - wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen!

In diesem Sinne: Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum!

 

 

Theater Magdeburg: Vorstellung der neuen Generalmusikdirektorin Anna Skryleva ab der Spielzeit 2019/2020

Theater Magdeburg, Generalmusikdirektorin Anna Skryleva, © Thomas Leidig

Foto: Generalmusikdirektorin Anna Skryleva
© Thomas Leidig

Nach ihrer pianistischen Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau kam Anna Skryleva 1999 nach Deutschland, um ihr Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig fortzusetzen. Später nahm sie Dirigierunterricht beim Prof. Lutz Herbig in Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 war sie an der Oper Köln als musikalische Assistentin u. a. beim »Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Jeffrey Tate und Markus Stenz tätig. Zudem leitete sie als Dirigentin die Produktionen der Kölner Kinderoper mit dem Gürzenich-Orchester in der Yakult Halle. 2007 bis 2012 wurde Anna Skryleva als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin an die Staatsoper Hamburg unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Sie betreute die neue »Ring«-Produktion und die großen Wiederaufnahmen u. a. »Parsifal«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Elektra« und »Chowantschina«. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoirevorstellungen auf der großen Bühne mit den Hamburger Symphonikern und den Hamburger Philharmonikern.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Im Oktober 2018 dirigiert sie das 2. Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie mit Werken von Gioacchino Rossini, Giuseppe Verdi und Richard Strauss. Ab 1. August 2019 ist Anna Skryleva Generalmusikdirektorin am Theater Magdeburg.

»Anna Skryleva war immer in meiner Wahrnehmung«, so Karen Stone. Die Oper Köln als frühere Wirkungsstätte der Generalintendantin berichtete nur Positives über das Engagement Skrylevas und auch die Aufnahme in das Programm des »Institute for Women Conductors« machte Karen Stone wieder auf sie aufmerksam. Während ihres Engagements für »America Noir« am Theater Magdeburg überzeugte die Dirigentin mit ihrer Musikalität und ihrem Umgang mit der Ballettkompanie und der Magdeburgischen Philharmonie. »Ich denke, sie bringt ganz neue Energien und Visionen für diese Stelle mit und wir dürfen uns auf eine tolle neue Kollegin freuen«.

Und auch Anna Skryleva freut sich auf ihre neue Aufgabe. »Musik ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Musik ist international und braucht keine Worte um alle möglichen Emotionen in den Menschen zu wecken«. Als zukünftige Generalmusikdirektorin des Theaters Magdeburg fühlt sie sich verantwortlich für die Gefühle, die die musikalischen Botschaften im Publikum wecken können. »Weil kein Mensch ohne Musik leben kann!«.

VITA ANNA SKRYLEVA

Nach ihrer pianistischen Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau kam Anna Skryleva 1999 nach Deutschland, um ihr Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig fortzusetzen. Später nahm sie Dirigierunterricht beim Prof. Lutz Herbig in Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 war sie an der Oper Köln als musikalische Assistentin u. a. beim »Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Jeffrey Tate und Markus Stenz tätig. Zudem leitete sie als Dirigentin die Produktionen der Kölner Kinderoper mit dem Gürzenich-Orchester in der Yakult Halle. 2007 bis 2012 wurde Anna Skryleva als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin an die Staatsoper Hamburg unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Sie betreute die neue »Ring«-Produktion und die großen Wiederaufnahmen u. a. »Parsifal«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Elektra« und »Chowantschina«. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoirevorstellungen auf der großen Bühne mit den Hamburger Symphonikern und den Hamburger Philharmonikern.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Im November 2015 wurde Anna Skryleva als eine von sechs Dirigentinnen weltweit für die Teilnahme am Mentorenprogramm des »Institute for Women Conductors« an der Dallas Opera ausgewählt. Für die Spielzeit 2016/2017 wurde sie daraufhin als Gast an der Dallas Opera engagiert. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist Anna Skryleva Chefdirigentin der Klassik Philharmonie Hamburg. In dieser Spielzeit leitete sie in Magdeburg die Neuproduktion von Gonzalo Galgueras Ballettabend »America Noir«.