Theater für Niedersachsen: Wasserschaden

tfn, Großer Saal, © Christian Gossmann


Wasserschaden im Bühnenraum des tfn

Aufgrund eines technischen Defekts wurde am Donnerstagmittag im Bühnenraum des Stadttheaters Hildesheim die Sprühflutanlage ausgelöst. Die Ursache dafür ist noch unbekannt und wird derzeit geklärt. Die Bühne kann wegen des entstandenen Wasserschadens bis auf Weiteres nicht bespielt werden. Die Höhe des Schadens ist noch nicht abschätzbar. Intendant Oliver Graf äußert sich dazu: „Nach einem gelungenen, überregional wahrgenommen Spielzeitauftakt trotz schwieriger Corona-Vorzeichen stellt uns diese neue Situation erneut vor große Herausforderungen. Nachdem wir endlich wieder live spielen durften, setzen wir jetzt alles daran, schnellstmöglich wieder für unser Publikum da zu sein.“

Vorerst finden im theater für niedersachsen keine Vorstellungen statt. Die bevorstehenden Premieren sind bis auf Weiteres verschoben.

Karteninhaber_innen und Abonnent_innen werden zeitnah über Umtausch- und Erstattungsmöglichkeiten informiert

Theater Regensburg: Schauspieldirektor Klaus Kusenberg übernimmt Interimsintendanz

Theater Regensburg, v.l.n.r.: Chin-Chao Lin, Georg Reischl, Klaus Kusenberg, Maria-Elena Hackbarth, Christina Schmidt, © Marc Windmeißer


Schauspieldirektor Klaus Kusenberg übernimmt Interimsintendanz für die Spielzeit 2021/22


Der Verwaltungsrat des Theaters Regensburg hat in seiner Sitzung im Juli 2020 einstimmig beschlossen, das Theater Regensburg in der Spielzeit 2021/22 interimistisch von Schauspiel-direktor Klaus Kusenberg leiten zu lassen, bis für die Spielzeit 2022/23 eine Nachfolge für Intendant Jens Neundorff von Enzberg gefunden ist, der ans Meininger Staatstheater wechselt.

„Mit der Interimsintendanz können wir uns die Zeit nehmen, die wir brauchen, um eine neue Intendantin oder einen neuen Intendanten für unser Theater zu finden und einzuführen“, erläutert Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Mit Klaus Kusenberg kann die Spielzeit 2021/2022 in gewohnter Professionalität und Kreativität weitergeführt werden. Ich bin sehr dankbar und zufrieden über diese Entscheidung und freue mich als großer Theater-Fan auf die kommenden Spielzeiten!“

Auch Schauspieldirektor Klaus Kusenberg freut sich auf seine zukünftige Aufgabe: „Ich habe das Theater Regensburg als kreatives Zentrum kennen und lieben gelernt. In partnerschaftlicher Zusammen-arbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen – Christina Schmidt (Musik-theater), Georg Reischl (Tanz), Maria-Elena Hackbarth (Junges Theater) und Chin-Chao Lin (GMD) – möchte ich dieses erfolgreiche Haus durch eine stürmische Phase führen. Wir stehen vor großen Herausforderungen:

den Folgen der Corona-Pandemie, der Wiederbelebung des Abonnement- systems in der Interims-Spielzeit und dem Umzug ins Antoniushaus als Ersatz-Spielstätte für das Velodrom.

Doch damit sind auch künstlerisch reizvolle Perspektiven verbunden wie die kulturelle Verankerung des Theaters im Kasernenviertel, die Bindung des Theaterpublikums auch in der Übergangszeit, die intelligente Nutzung der vielen unvollendet gebliebenen Produkt-ionen der Corona-Zeit, die Verpflichtung spannender Regieteams. Wir werden die regional und überregional vielbeachtete Arbeit, die Jens Neundorff von Enzberg geleistet hat, fortführen, aber auch eigene Akzente setzen.
Ich danke der Stadt und dem Verwaltungsrat, allen voran Oberbürger-meisterin Maltz-Schwarzfischer für ihr Vertrauen und freue mich, dieses wundervolle Theater für eine Spielzeit leiten zu dürfen, denn – um es mit den Worten des zeitgenössischen Dramatikers Wolfram Lotz zu sagen: ‚Das unmögliche Theater ist möglich‘. ”

Staatsoper Wien: Dominique Meyer und Thomas Platzer zu Ehrenmitgliedern ernannt

Staatsoper Wien, Dominique Meyer und  Thomas Platzer, © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn


Dominique Meyer und Thomas Platzer zu Ehrenmitgliedern der Wiener Staatsoper ernannt


Nach dem umjubelten „Galakonzert des jungen Ensembles“ Ende Juni 2020, wurden Staatsoperndirektor Dominique Meyer und der langjährige kaufmännische Geschäftsführer des Hauses Thomas Platzer zu Ehrenmitgliedern der Wiener Staatsoper ernannt.

Die Ehrung in Anwesenheit des Orchesters der Wiener Staatsoper, den Dirigenten des Abends Marco Armiliato und Adam Fischer - sowohl das Orchester als auch die beiden Dirigenten sind Ehrenmitglieder des Hauses – den Solistinnen und Solisten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses erfolgte auf offener Bühne durch Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Mag. Christian Kircher. Die Laudationes hielten Dr. Heinz Fischer (auf Dominique Meyer) und Direktor Dominique Meyer (auf Thomas Platzer). Im Rahmen der Feierlichkeit wurden Dominique Meyer und Thomas Platzer auch die von Juwelier Wagner gestalteten und zur Verfügung gestellten Ehrenringe der Wiener Staatsoper überreicht.

Dr. Heinz Fischer, der den Abend als „musikalisches Ereignis der Sonderklas-se“ lobte, bemerkte in seiner Laudatio auf Dominique Meyer, dass zu spüren war, mit „welchem Elan und mit welcher Freude, und mit welcher Begeisterung“ er seine Tätigkeit ausübte.

Für Dominique Meyer war der Abend gleichzeitig sein Abschied nach zehn Jahren als Direktor im Haus am Ring. In seiner Dankesrede betonte er: „Es war eine große Freude und Ehre, an diesem Haus arbeiten zu dürfen. Es war aber auch eine Freude, in diesem Land zu arbeiten, in dieser Stadt. Und auch wenn ich von keiner Regierung bestellt bin: Ich werde immer ein Botschafter von Wien bleiben!“

Dominique Meyer freute sich über die Ehrung von Thomas Platzer und sagte in seiner Laudatio: „Die Staatsoper hat ein riesiges Glück gehabt, Sie zu haben – und ich bin glücklich, dass Sie heute diese Anerkennung bekommen.“

Thomas Platzer, seit 21 Jahren kaufmännischer Geschäftsführer des Hauses, hielt in seiner Dankesrede fest: „Heute war einer dieser Abende, die ich in diesem Haus so liebe. Man sitzt drinnen, man ist verzaubert, man hofft, es hört nie auf. Ich bin sehr glücklich, dass ich heute hier die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper überreicht bekommen habe. Sie verbindet mich auch in Zukunft mit diesem Haus!“

Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Christian Kircher betonte in seinen Worten an Dominique Meyer und Thomas Platzer: „Es ist ein besonderer Abend, nicht nur, weil zwei verdienstvolle Menschen zum Ehrenmitglied werden, sondern weil in wenigen Minuten fünf Ehrenmitglieder auf dieser Bühne sein werden. Ich möchte Ihnen und Dir danken!“

Großen Applaus und Standing Ovations gab es von den (derzeit zugelassenen) 100 Besucherinnen und Besuchern nicht nur für die Solistinnen und Solisten Mariam Battistelli, Olga Bezsmertna, Andrea Carroll, Hila Fahima, Daniela Fally, Rachel Frenkel, Margarita Gritskova, Stephanie Houtzeel, Zoryana Kushpler, Valentina Naforniţă, Margaret Plummer, Chen Reiss, Valeriia Savinskaia, Svetlina Stoyanova, Ileana Tonca, Szilvia Vörös, Alessio Arduini, Benjamin Bruns, Sorin Coliban, Thomas Ebenstein, Ryan Speedo Green, Samuel Hasselhorn, Peter Kellner, KS Tomasz Konieczny, KS Benedikt Kobel, Michael Laurenz, Josh Lovell, Leonardo Navarro, Igor Onishchenko, Jongmin Park, Adam Plachetka, Clemens Unterreiner, Jinxu Xiahou sowie Orhan Yildiz, für das Orchester und die Dirigenten, sondern auch für die neuen Ehrenmitglieder des Hauses.

Theater Münster: Vertrag von GMD Golo Berg verlängert

Theater Münster, GMD Golo Berg, © Oliver Berg


Vertrag von Generalmusikdirektur Golo Berg bis 2026/27 verlängert

Der Rat der Stadt Münster hat die Verlängerung des Vertrags mit GMD Golo Berg bis zum Ende der Spielzeit 2026/27 beschlossen. Vorausgegangen war eine Abstimmung der rund 70 Musiker*innen des Sinfonieorchesters Münster, die mit sehr großer Mehrheit für den Verbleib von Berg votierten.

Golo Berg verlieh in den ersten drei Jahren seines bisherigen Wirkens dem Musikleben der Stadt Münster wichtige Impulse: »Musica Sacra« erfuhr durch ihn eine Neuausrichtung als interreligiöses Festival für sakrale Musik. Die »Tage der Barockmusik« wurden in ihrer Bedeutung aufgewertet und internationalisiert. Neue Formate der Jugendarbeit des Sinfonieorchesters (»Musik+« bzw. »Symphonic+«) intensivierten erheblich dessen Engagement für diese Altersgruppe.

Das Festjahr zum 100jährigen Bestehen des Symphonieorchesters wurde durch sein qualitativ hochwertiges und sehr umfangreiches Programm zu einem durchschlagenden Erfolg. Ein dreitägiges Open-Air-Festival im Herzen der Stadt, und hierbei insbesondere eine Aufführung der »Carmina Burana« mit 700 Mitwirkenden und vor über 5000 Zuhörer*innen, gehören zu den prägendsten Eindrücken von Bergs erster Amtszeit in Münster.

Staatsschauspiel Dresden: Intendanz von Joachim Klement verlängert

Staatsschauspiel Dresden, Intendant Joachim Klement, © Sebastian Hoppe


Intendanz von Joachim Klement am Staatsschauspiel Dresden vorzeitig verlängert

Der Freistaat Sachsen verlängert den Vertrag mit dem Intendanten des Staatsschauspiels Dresden. Joachim Klement steht damit ab dem 1. August 2022 für weitere fünf Jahre der Bühne zur Verfügung. Er hatte die Intendanz des Staatsschauspiels Dresden zum 1. August 2017 übernommen.

»Joachim Klement ist es nicht nur gelungen, an die Erfolge der Vorgängerintendanz anzuknüpfen. Vielmehr hat er den Ruf des Staatsschauspiels Dresden in der deutschsprachigen Theaterlandschaft weiter gefestigt und ausgebaut. Davon zeugen allein schon die Einladungen verschiedener Produktionen zu namhaften Theaterfestspielen bereits im zweiten Jahr seiner Intendanz«, betont die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Mit DAS GROSSE HEFT und ERNIEDRIGTE UND BELEIDIGTE waren gleich zwei Produktionen des Staatsschauspiels Dresden zum renommierten Berliner Theatertreffen im Jahr 2019 als zwei der zehn besten Stücke der Saison eingeladen worden. Regelmäßig führen Gastspiele das Ensemble des Staatsschauspiels ins In- und auch ins außereuropäische Ausland. Unter der künstlerischen Leitung von Joachim Klement kann die renommierte Bühne auch weiterhin mit ihrem zeitgenössischen und künstlerisch hochwertigen Angebot mit den prägenden Bühnen in Deutschland und Europa mithalten.

Joachim Klement freut sich auf die Herausforderungen und kreativen Möglichkeiten der kommenden Spielzeiten. „Die vergangene Spielzeit wurde durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie jäh unterbrochen und stellte uns alle vor Herausforderungen, die wir uns vorher nicht hätten vorstellen können. Umso mehr freuen wir uns nun auf die Spielzeiten, die vor uns liegen – wir haben uns viel vorgenommen! Ich freue mich sehr, dass der Freistaat Sachsen mir die Verantwortung für das Staatsschauspiel Dresden für fünf weitere Spielzeiten übergibt, einem Haus, das für die Stadt und die Region ein zentraler kultureller Ort der Begegnung ist.“

Wolfgang-Borchert-Theater Münster: Hauptrolle der Premiere «Bezahlt wird nicht!» umbesetzt

Markus Hennes (u.) und Rosana Cleve (o.), Wolfgang Borchert Theater, © Klaus Lefebvre


Schauspielerin Monika Hess-Zanger schwer gerstürzt

Schreck in der Mittagsstunde. Bei der gestrigen Hauptprobe der morgigen Eröffnungspremiere BEZAHLT WIRD NICHT! stürzte Hauptdarstellerin Monika Hess-Zanger so schwer, dass sie mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht werden musste. Klar ist, dass sie für die nächsten Wochen ausfällt. Die fieberhafte Suche gestern Nachmittag und Abend nach einem Ersatz gestaltete sich äußerst schwierig, weil nur drei andere deutschsprachige Theater die Farce von Dario Fo Zeit im Programm haben und alle drei in Frage kommenden Schauspielerinnen nicht abkömmlich sind. Andere Schauspielerinnen, die das Stück nicht studiert haben, kämen nicht in Frage, da sonst die Spielzeiteröffnung nicht hätte gehalten werden können.

Um aber die Premieren am morgigen Freitag und am Samstag zu retten, entschieden sich Regisseurin Tanja Weidner und Intendant Meinhard Zanger für eine außergewöhnliche Lösung. Die Rolle der «Antonia», mit der Monika Hess-Zanger besetzt war, übernimmt kurzfristig ihre Kollegin Rosana Cleve, die mit der Rolle der «Margherita besetzt» war. Die Rolle der Margherita übernimmt Ensemblemitglied Markus Hennes. Intendant Meinhard Zanger zu dieser ungewöhnlichen Situation: «Eine Krise kommt selten allein. Erst die Pandemie, dann ein Bühnenunfall. Wir sind froh, dass es Monika Hess-Zanger wieder besser geht und keine Schäden bleiben. Das komplette Team wünscht ihr schnelle und vollständige Genesung. Genauso froh sind wir, dass Rosana Cleve und Markus Hennes sich bereit erklärten, dieses «Kamikaze»-Unternehmen der kurzfristigen Umbesetzung durchzuziehen. Ihnen bleibt nur drei Proben, aber ich bin sicher, dass sie brillieren werden und das Publikum es ihnen danken wird.»

[Nachtrag der Redaktion: Auch wir wünschen schnelle Genesung und ''Hals- und Beinbruch'' für die Premiere!]

Landestheater Schwaben: Intendantin Dr. Kathrin Mädler verlängert Ihren Vertrag

Dr. Kathrin Mädler, Memmingen, © privat


Vertrag von Intendantin Dr. Kathrin Mädler am Landestheater Schwaben um fünf Jahre verlängert

Der Vertrag von Intendantin Dr. Kathrin Mädler am Landestheater Schwaben wurde um fünf Jahre verlängert. Im Jahr 2016 übernahm Dr. Kathrin Mädler die Leitung des Hauses. Der Fokus ihrer Intendanz liegt auf Themen der Region, großen Stoffen der Weltliteratur, Neuer Dramatik und jungen Autoren, die in Ur- und Erstaufführungen auf die Bühne gebracht werden. Ihre Spielpläne begreifen das Theater als Spiegel unseres Zeitgeschehens und das Theater als kritische Gegenwartskunst. Der Zweckverband des Landestheaters sprach sich einstimmig für eine Fortführung der Zusammenarbeit in Anerkennung der herausragenden Arbeit von Dr. Kathrin Mädler aus.

Der Zweckverbandsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Memmingen Manfred Schilder drückt seine große Freude über die Vertragsverlängerung aus:

„Nach der durchwegs höchst erfolgreichen Zeit seit dem Neustart 2016 stand für den Zweckverband Landestheater Schwaben außer Frage, die Intendantin des Landestheaters Schwaben für weitere fünf Jahre an das Haus binden zu wollen. Frau Dr. Mädler und ihr Team und Ensemble haben das LTS auf beeindruckende Weise mit künstlerischem Mut und großer Offenheit zu einem Ort der ästhetischen wie politisch-gesellschaftlichen Auseinandersetzung gemacht und künstlerisch große Erfolge gefeiert. Die Ausstrahlung der Arbeit in die Orte des Verbandsgebietes, die Region und die Stadt Memmingen hinein war höchst ansteckend für das Publikum, das Theater hat durch zahlreiche Vernetzungs- und Kooperationsprojekte neue gesellschaftliche Verbindungen geschaffen. Die Spielpläne und starken theatralen Akzente entfalteten weit über die Region hinaus Wirkung, wie der Theaterpreis des Bundes 2019, die Einladung zu den Mühlheimer Kinderstücken 2019, der bayerische Kunstförderpreis 2018 und die Nominierung zum Faust im Fach Regie eindrucksvoll belegen. Und nicht zuletzt wurden Zuschauer- und Abstecherzahlen gesteigert.

Kunst und das Theater im speziellen sind in einer Region kein bloßer Luxus, sondern ein wertvolles Gut, dass es zu bewahren und zu erhalten gilt. Unter der Intendanz von Dr. Kathrin Mädler beeindruckt das Landestheater Schwaben mit seiner visionären Strahlkraft und kann mit Fug und Recht als eines der Herzstücke unseres regionalen Zusammenlebens bezeichnet werden. Wir sind glücklich den Vertragsabschluss mit Frau Dr. Mädler für eine weitere Zusammenarbeit von fünf Jahren verkünden zu können, die nicht minder erfolgreich sein möge.“

Schauspiel Stuttgart: Erstmalige Verleihung des 1. Europäischen Dramatiker*innen Preises

Wajdi Mouawad, 1. Dramatiker*innen Preisträger, @ Simon Gosselin
Jasmine Lee-Jones, 1. Nachwuchsdramatiker*innen Preisträgerin, © Helen Murray


Schirmherr Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Gezielte Würdigung von Kunst und Kultur ist starkes und europaweit wirkendes Signal“

1. Europäischer Dramatiker*innen Preis geht an Wajdi Mouawad / Jasmine Lee-Jones erhält Nachwuchsdramatiker*innen Preis


Das Schauspiel Stuttgart vergibt erstmals einen Europäischen Dramatiker*innen Preis. Die vom Kunstministerium Baden-Württemberg geförderte und mit 75.000 Euro dotierte Auszeichnung ehrt eine*n europäische*n Dramatiker*in für deren*dessen herausragendes Gesamtwerk. Der Europäische Dramatiker*innen Preis ist der erste hochkarätige Preis, der die dramatische Kunst in Europa in all ihrer Vielfalt in den Blick nimmt und sie als verbindendes Element zwischen den europäischen Kulturen versteht.

Schirmherr des neuen Europäischen Dramatiker*innen Preises ist Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. „Mit der gezielten Würdigung von Kunst und Kultur in Form des neuen Preises setzen wir ein starkes und insbesondere auch europaweit wirkendes Signal“, sagte Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart. „Die aktuelle politische Situation Europas wird durch die künstlerische Auseinandersetzung im Theater mit den Grundwerten wie Freiheit und Zusammengehörigkeit reflektiert und offengelegt. Dabei kommt der Gegenwartsdramatik eine hervorgehobene Rolle zu. Ich beglückwünsche das Schauspiel Stuttgart, dass es hier international Neuland betritt.“

Gefördert wird der Preis vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Förderverein der Württembergischen Staatstheater e.V.. „Die Württembergischen Staatstheater stehen weltweit für herausragende Bühnenkunst. Länderübergreifende Koproduktionen, europäische Regisseur*innen und internationale Diskurse sind fester Bestandteil des Hauses und des Schauspiels Stuttgart“, sagte Baden- Württembergs Kunstministerin Theresia Bauer. „Hier bildet sich ab, was Europa ausmacht: der Reichtum unterschiedlicher Kulturen, Erzählungen und Geschichten. So war die Idee für einen Europäischen Dramatiker*innen Preis nur folgerichtig, schließlich fördert und festigt gerade die Auseinandersetzung mit europäischer Literatur das Verständnis zwischen den Kulturen. Durch die Auslobung dieses europäischen Preises kann das Land Baden-Württemberg seinem Anspruch als innovatives Kraftzentrum innerhalb Europas gerecht werden.“

Für Schauspielintendant und Initiator Burkhard C. Kosminski verbindet der Europäische Dramatiker*innen Preis zwei Kernpunkte des Schauspiels Stuttgart: das zeitgenössische Autorentheater und die internationale Ausrichtung. „Europa ist reich an unterschiedlichen Kulturen – und wo werden diese so kraftvoll und lebendig wie im Theater? Gerade zeitgenössische Dramatiker*innen entfalten in ihren Werken die faszinierende Vielfalt Europas und konfrontieren uns mit den gesellschaftlichen Bruchstellen und unterschiedlichen Lebensrealitäten. Trotzdem gab es bisher keinen europäischen substantiellen Preis für Dramatik, der es Autor*innen erlaubt, mit finanzieller Unabhängigkeit und frei von konkreten Theateraufträgen zu schreiben. Der Europäische Dramatiker*innen Preis war also mehr als überfällig, und ich bin dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dem Ministerpräsidenten, der SRH Holding und dem Förderverein der Staatstheater sehr dankbar, dass sie das Vorhaben von Anfang an unterstützt und mit auf den Weg gebracht haben.“

1. Europäischer Dramatiker*innen Preis für Wajdi Mouawad Erster Preisträger des Europäischen Dramatiker*innen Preis ist Wajdi Mouawad.

Jury-Vorsitzender Peter Michalzik zur Begründung: „Schon die Biografie – geboren im Libanon; Ausbildung und Erfolge als Autor, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter in Kanada; seit 20 Jahren auch in Frankreich tätig, dort leitet er heute sehr erfolgreich das Théâtre National de la Colline in Paris – macht das große Spektrum und den weiten globalen Erfahrungshorizont von Wajdi Mouawad deutlich. In den Stücken werden die prägenden Wunden und Verletzungen der jüngeren Vergangenheit, vor allem im Nahen Osten, benannt und nacherlebbar. Diese Stücke sind oft Versuchsanordnungen der Versöhnung durch Wahrheit, seine Dramaturgie ist eine Dramaturgie der Heilung, die mit großen Geschichten, Schockmomenten und zugespitzten Konstellationen arbeitet. Mouawad schafft Szenen und Stücke von überwältigender dramatischer Wucht. Wahrheit und Lüge, Herkunft und Identität, Versöhnung und Feindschaft sind selten leidenschaftlicher und intensiver thematisiert worden. Mouawad ist ein ausgesprochen fruchtbarer und äußerst engagierter Dramatiker, dessen vielfältiges Werk deutlich in einem humanistischen Erbe wurzelt, das nicht auf Europa beschränkt bleibt. Außerdem ist er einer der meistgespielten Dramatiker unserer Zeit, seine Stücke wie Verbrennungen und Vögel sind auch formal Vorbilder geworden.“

Der Jury für den 1. Europäischen Dramatiker*innen Preis 2020 gehören an: Barbara Engelhardt (Intendantin Theater Maillon, Straßburg), Peter Kümmel (Theaterkritiker und Redakteur im Feuilleton der Wochenzeitung Die Zeit), Peter Michalzik (Autor, Juryvorsitzender), Petra Olschowski (Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) und Thomas Ostermeier (Künstlerischer Leiter der Schaubühne Berlin und Regisseur).

Der Europäische Dramatiker*innen Preis wird künftig alle zwei Jahre vom Schauspiel Stuttgart verliehen. Um die Transparenz und Objektivität des Auswahlprozesses zu gewährleisten, wird der*die Preisträger*in in einem zweistufigen Auswahlverfahren ermittelt: Zunächst schlägt ein international besetzter Beirat Dramatiker*innen für die Longlist vor. Voraussetzungen für einen Vorschlag sind die hohe literarische, dramatische und theatrale Qualität des Werks und eine hervorragende Reputation des*der Dramatiker*in. Zudem muss das Werk in mehrere Sprachen übersetzt sein und in verschiedenen europäischen Ländern gespielt werden. 2020 umfasste der Beirat 23 Regisseur*innen, Autor*innen, Theaterleiter*innen, Dramaturg*innen und Theaterkritiker*innen aus 18 europäischen Ländern (Namen im Anhang). Ausgehend von der Longlist des Beirats (2020: 44 Dramatiker*innen aus 17 europäischen Ländern) bestimmt die unabhängige Jury zunächst eine Shortlist von 8 Dramatiker*innen und schließlich den*die Preisträger*in.

Jasmine Lee-Jones erhält 1. Nachwuchsdramatiker*innen Preis

Neben dem Hauptpreis verleiht das Schauspiel Stuttgart zudem einen Europäischen Nachwuchsdramatiker*innen Preis. Alleinjuror der Auszeichnung in Höhe von 25.000 € ist in diesem Jahr der britische Theaterautor Simon Stephens. Seine Wahl fiel auf die Dramatikerin Jasmine Lee-Jones.

„Jasmine Lee-Jones' Erstlingswerk Seven Methods of Killing Kylie Jenner (dt. Sieben Methoden, um Kylie Jenner töten) verblüffte mich, als ich es vor zwei Jahren das erste Mal las. Es war ein kurzes, zehnseitiges Stück voller Wut und Witz. Sie schrieb mit einem Funkeln und einem seltenen wie unwiderstehlichen Sinn für Grenzüberschreitung“, so Simon Stephens in seiner Begründung. „Sie hatte ein Stück aus einem eindrucksvollen Splitter in etwas vollendet ausgefertigtes und komplexes entwickelt. Sie schreibt voll formaler Innovation. Sie erschafft Figuren, die durchweg lebendig und überraschend sind. Ihre Sprache ist geschmeidig und wach. Ich liebe ihren Zorn. Ich liebe ihre Einsicht. Wenn wir wieder aus dieser seltsamen, traurigen COVID-Unterbrechung herauskommen, sind es Autor*innen wie Jasmine, die uns helfen, das Stückemachen neu zu prägen.“

Die britische Autorin und Schauspielerin Jasmine Lee-Jones wurde 1998 in Nord-London geboren und absolvierte 2019 das BA Acting-Programm der Guildhall School. Ihr Debüt- Stück Sieben Methoden, um Kylie Jenner zu töten wurde im Juli 2019 am Royal Court Theatre in London uraufgeführt, und sie gewann damit den Stage Debut Award als beste Dramatikerin sowie den Alfred Fagon Award für das beste neue Stück. Jasmine Lee-Jones erhielt außerdem den Evening Standrad Theatre und den Critics‘ Ciorle Theatre 2020 Award als vielversprechendste Dramatikerin. Für die renommierten Olivier Awards 2020 war sie ebenfalls mit Sieben Methoden, um Kylie Jenner zu töten nominiert.

Der Europäische Nachwuchsdramatiker*innen Preis wird von der SRH Holding (SdbR) gefördert. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Christof Hettich: „Der SRH liegen die Themen Bildung und Gesundheit sowie die Weiterentwicklung der Gesellschaft sehr am Herzen – und Kunst und Kultur sind dafür entscheidende Motoren auf nationaler wie auf europäischer Ebene. Insbesondere junge Künstler*innen analysieren mit einem frischen und kritischen Blick unsere Gegenwart und formulieren klar und mutig, wo es Veränderungen braucht. Gerade der Nachwuchs macht uns dabei immer wieder deutlich, dass wir uns mit dem Status quo nicht zufrieden geben dürfen. Wir freuen uns daher ganz besonders, mit der Förderung des Nachwuchs Dramatiker*innen Preises junge talentierte Dramatiker*innen auf ihrem Weg zu unterstützen.“

Preisverleihung am 20. September 2020 im Schauspiel Stuttgart

Die Preisverleihung des Europäischen Dramatiker*innen Preises an Wajdi Mouawad und des Europäischen Nachwuchsdramatiker*innen Preises an Jasmine Lee-Jones findet am 20. September 2020 im Schauspielhaus statt. Die beiden Preisträger*innen, die Jury und der Beirat werden anwesend sein.

Auf Einladung des Schauspiels Stuttgart werden sich zudem ausgewählte Theaterkünstler*innen der lokalen Stuttgarter Szene mit dem Werk von Wajdi Mouawad auseinandersetzen: das Citizen.KANE.Kollektiv, das Theater tri-bühne Stuttgart und das Studio Theater Stuttgart. Diese Arbeiten werden am Wochenende der Preisverleihung in verschiedenen Institutionen in Stuttgart gezeigt.

Ursprünglich war die Preisverleihung als Auftakt der Europäischen Theatertage „Writing Europe“ am Schauspiel Stuttgart geplant gewesen. Corona-bedingt musste das Festival mit internationalen Gastspielen und Vorstellungen des Europa Ensembles auf das Jahr 2021 verschoben werden.

NRW – Opern fordern den baldmöglichen Einstieg in die Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes

Opernhaus Dortmund, Außenansicht, © Theater Dortmund


Die Oper Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, die Oper Wuppertal, das Theater Krefeld Mönchengladbach, das Landestheater Detmold und das Theater Münster schließen sich auf Initiative des Theater Dortmund zusammen und fordern die politischen Akteure im Land und Bund auf, einen realistischen und zügigen Zeitplan zur Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten und dafür in einen direkten und konstruktiven Dialog mit den Kulturschaffenden zu treten. Ziel dieses Dialoges muss es sein, den Vorstellungsbetrieb baldmöglichst, jedoch spätestens ab dem 1. September 2020, wiederaufzunehmen. Die Opern in Nordrhein-Westfalen sind in der Lage, Stückauswahl, Inszenierungen und das Besuchermanagement so anzupassen, dass diese den medizinischen und hygienischen Vorgaben entsprechen. Das Musiktheater in Deutschland besitzt ein internationales Alleinstellungsmerkmal – fast jedes siebte Opernhaus weltweit steht in Deutschland. Als Zeichen unserer Werte gilt es diesen kulturellen Schatz auch in Krisenzeiten zu schützen und zu bewahren.

Oper Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, die Oper Wuppertal, das Theater Krefeld Mönchengladbach, das Landestheater Detmold und das Theater Münster erkennen die hohe gesellschaftliche Verantwortung, die die Theater als Ort sozialer Begegnungen für die Pandemie-Eindämmung haben, ausdrücklich an. Ebenso akzeptieren die genannten Opern den grundsätzlichen Vorrang medizinisch gebotener Notwendigkeiten vor wirtschaftlichen und künstlerischen Überlegungen. Dies gilt ausdrücklich auch für eine verantwortungsvolle Exit-Strategie. Gleichzeitig weisen die Opern auf die massive, in vielen Fällen existenzielle Betroffenheit besonders der freien Künstlerinnen und Künstler durch die behördlich angeordneten Einschränkungen hin. Es ist daher zwingend erforderlich, einen Fahrplan zur zügigen Aufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten, um einerseits individuelle soziale Härten abzuwenden und gleichzeitig die Grundlagen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Kulturstandortes Deutschland mit seiner weltweit einzigartigen Theaterlandschaft zu erhalten.

Aus Sicht der besagten Opernhäuser sollte daher, neben dem bereits genannten Primat medizinischer Notwendigkeiten, im Sinne einer geordneten Aufnahme des Vorstellungsbetriebes folgende Prinzipien beachtet werden:

- Klarheit der Entscheidungen
Die Opern halten eine bundesweite Abstimmung der Regelungsgrundlagen und ihrer Kommunikation für zwingend erforderlich.

- Fachwissen der Opernhäuser nutzen
Es gibt Opernrepertoire für kleinste instrumentale Formationen ohne Chor; dasselbe gilt für Musicals und Operetten. Ferner könnte man beispielsweise darüber nachdenken, für eine Übergangszeit bei größer besetztem Repertoire einzelne Chor- oder Orchesterstimmen über Teilplayback einzuspielen und so die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

- Gleichbetrachtung von Kultur, Sport, Religionsgemeinschaften und Wirtschaft
Strenge Hygiene- und Abstandsregeln können auch bei Kulturveranstaltungen umgesetzt werden. Eine Gleichbetrachtung des Vorstellungs- bzw. Konzertbetriebes von Theatern und Konzerthäusern mit Gottesdiensten ist daher zwingend. Die Opern plädieren deshalb dafür, strikt medizinisch zu begründen, welche Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen – unabhängig davon, ob sie z.B. von einem Gotteshaus oder Theater umgesetzt werden.

- Einheitlichkeit der Regelungen
Schutzmaßnahmen sollten gleich behandelt werden. Dies betrifft insbesondere medizinisch begründete Schutzmaßnahmen wie z.B. Abstandsregelungen, Mundschutz-Pflicht, Personenzahl-Begrenzung für soziale Kontakte im öffentlichen Raum.

- Akzentuierung auf das medizinisch begründet Notwendige
Die genannten Opernhäuser plädieren für eine Akzentuierung auf medizinisch begründete Schutzmaßnahmen, die unabhängig von Personenkapazität einer Örtlichkeit Anwendung finden sollten.

- Planungssicherheit für die nahe Zukunft
Theater müssen täglich zwischen professioneller Vorbereitung für eine erfolgreiche Durchführung und den Risiken einer drohenden Absage abwägen. Es ist daher dringend geboten, eindeutige Kriterien und klare Rahmenbedingungen in Bezug auf die zügige Aufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten.

- Ausreichende Vorlaufzeiten
Es gibt in Deutschland 425 Theater unterschiedlichster Art und Größe. Diese Vielfalt macht in normalen Zeiten den Reiz der deutschen Theaterlandschaft aus. Vor diesem Hintergrund halten die genannten Opern eine intensive Kommunikation und eine ausreichende Vorlaufzeit von zehn Wochen zwischen Ankündigung und Inkrafttreten von Lockerungen bestehender Einschränkungen, für notwendig.

425 öffentlich getragene und private Bühnen, 130 Sinfonie-, Opern- und Kammerorchester, diverse Tournee- und Gastspielbühnen sowie 37 Festspiele mit überregionaler, teilweise internationaler Bedeutung werden jährlich von rund 35 Millionen Gästen besucht. Damit werden fast 105.000 Theateraufführungen und 7.000 Konzerte von mehr Zuschauerinnen und Zuschauern in Deutschland besucht, als die Spiele der ersten Fußball-Bundesliga. Gerade in Krisenzeiten müssen auch die nichtwirtschaftlichen Aspekte des gesellschaftlichen Lebens ihren verdienten und notwendigen Stellenwert erhalten. Die Geschichte der Krisen zeigt, dass gerade Kunst und Kultur einer Gesellschaft Kraft und Trost spenden und Zusammengehörigkeit sowie Identität stiften.

 

 

Theater Osnabrück: Doppelspitze für Schauspielsparte ab Spielzeit 2021/22

Theater Osnabrück, Christian Schlüter © Philipp Ottendörfer und Claudia Lowin © Birgit Hupfauer

Mit Dramaturgin Claudia Lowin und Regisseur Christian Schlüter wird zum ersten Mal in der Geschichte des Theater Osnabrück die Schauspielsparte von einer Doppelspitze geleitet. Wie das Theater meldet, sind die beiden Teil des neuen Leitungsteams um Ulrich Mokrusch, der im August 2021 sein Amt als Intendant antritt.

Christian Schlüter arbeitet seit 1998 als Regisseur an verschiedenen Theatern bundesweit (u. a. Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Bochum, Nationaltheater Mannheim, Theater Koblenz, Theater Oberhausen) und ist seit 2007 Oberspielleiter und seit 2018 Schauspieldirektor am Theater Bielefeld.

Schauspieldramaturgin Claudia Lowin war nach Stationen am Theater Chemnitz, Theater Bielefeld von 2012 bis 2017 am Schauspiel Frankfurt engagiert, wo sie sowohl das SCHAUSPIELstudio, ein Nachwuchsförderprogramm für junge Darsteller, als auch das AUTORENstudio, ein Stipendium für Theaterautoren leitend betreute. Gemeinsam mit Christoph Diem leitet sie seit 2017 die Schauspielsparte des Braunschweiger Staatstheaters.

Claudia Lowin und Christian Schlüter verstehen ihre Aufgabe als lustvollen, kommunikativen Akt zwischen Stadt, Autor*innen und dem Ensemble. Ihr Fokus liegt in Osnabrück in der Öffnung des Theaters in die diverse Stadtgesellschaft und der Internationalisierung des Theaters sowohl inhaltlich wie ästhetisch.

„Wir freuen uns auf Osnabrück, da wir hier auf eine offene Stadt treffen, die sich in hohem Maße den Themen Demokratie und Toleranz verpflichtet sieht und wir hier einen großartigen Resonanzraum für unsere Theaterarbeit sehen.“

Staatsoperette Dresden: Neue Spielzeit - Neuer Chefdirigent

Ab der kommenden Spielzeit verleiht der gebürtige Österreicher der Staatsoperette seine musikalische Handschrift. Johannes Pell wechselt von den Wuppertaler Bühnen, an denen er seit 2016/17 als Erster Kapellmeister beschäftigt war, nun nach Dresden.

Sein künstlerisches Interesse, das dezidiert den am Haus gepflegten Genres Operette und Musical gilt, sein Verständnis und Engagement für einen Repertoirebetrieb und seine Ideen für heutige musikalische Umsetzungen passen hervorragend zum Profil unseres Hauses.

Johannes Pell studierte Klavier, Chordirigieren und Dirigieren in Linz, Salzburg und Wien. Seine Karriere startete er 2009 am Theater Erfurt. 2011 nominierte ihn die Fachzeitschrift „Opernwelt“ zum „Nachwuchskünstler des Jahres“ und „Deutschlandradio Berlin“ ernannte ihn 2011 zum Nachwuchsdirigenten des Jahres für das Dirigat von „Gräfin Mariza“ am Theater Erfurt.

Nach einem Engagement als Erster Kapellmeister an der Oper Bonn (2013/14 – 2015/16) wechselte er mit Beginn der Spielzeit 2016/17 an die Wuppertaler Bühnen.

Johannes Pell gastierte an renommierten Häusern wie der Volksoper Wien, am Theater Bern, der Oper in Leipzig und der Oper Graz. Zudem dirigierte er berühmte Klangkörper wie das Brucknerorchester Linz, das Beethoven-Orchester Bonn, das Sotchi-Sinfonieorchester oder die Neue Lausitzer Philharmonie und seit 2010 regelmäßig das Leipziger Symphonieorchester.

 

 

Oper Frankfurt: Deutschsprachige Opernkonferenz trauert um Sir Peter Jonas

Oper Frankfurt, Sir Peter Jonas, © Wilfried Hoesl

Die Deutschsprachige Opernkonferenz trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden Sir Peter Jonas, seinerzeit Generalintendant der Bayerischen Staatsoper.

Die Opernkonferenz versammelt unter ihrem aktuellen Vorsitzenden, dem Frankfurter Opernintendanten Bernd Loebe, die Intendant*innen, Geschäftsführer*innen und Operndirektor*innen der 16 größten Opernhäuser Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Mit Sir Peter Jonas verliert die internationale Opernwelt eine ihrer profiliertesten Persönlichkeiten und intellektuellen Impulsgeber. Sein Mut und seine künstlerische Integrität waren für Generationen von Künstlern Inspiration und Vorbild.

Die Energie und der Enthusiasmus, mit der der damals 47-jährige Brite 1993 als Generalintendant der Bayerischen Staatsoper antrat, deren Repertoire und Ästhetik radikal zu erweitern und zu erneuern, musste jeden Freund lebendigen und sinnlichen Musiktheaters beindrucken und begeistern. Bereits zuvor hatte er die English National Opera in London zu einem der interessantesten und innovativsten Opernensembles geformt.

Seine menschliche Wärme und sein unwiderstehlicher Sinn für Ironie und Humor werden nicht nur für jene Vielen unvergesslich bleiben, die er auf ihrem künstlerischen Weg mutig unterstützt - und wenn nötig auch leidenschaftlich verteidigt hat. Er hat vielmehr in die gesamte Gesellschaft hinein der Oper ein frisches und zeitgemäßes Gesicht gegeben.

Als Vorsitzender der Deutschen Opernkonferenz von 2001 bis 2005 wird er allen, die ihn in diesem Gremium erleben durften in lebhafter Erinnerung bleiben. So bleibt neben vielem Anderen auch sein leidenschaftlicher Einsatz für den Erhalt der drei Berliner Opernhäuser im Jahre 2002 unvergessen. Wir alle werden ihn sehr vermissen.

Der Vorstand

 

 

Oldenburgisches Staatstheater: Christian Firmbach bleibt Gereralintendant bis 2027

Staatstheater Oldenburg, Generalintendant Christian Firmbach, © Stephan Walzl

Generalintendant Christian Firmbach wird das Oldenburgische Staatstheater drei weitere Jahre leiten. Dies hat der Niedersächsische Kulturminister Björn Thümler heute entschieden. Zuvor hatte der Verwaltungsausschuss des Oldenburgischen Staatstheaters nach seiner Sitzung am Montag einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Auf dieser Grundlage kann nun der Vertrag verhandelt werden.

„Durch die erneute und vorzeitige Verlängerung seines Vertrages kann Christian Firmbach mit langfristiger Perspektive seine erfolgreiche künstlerische Arbeit am Oldenburgischen Staatstheater fortzusetzen. Christian Firmbach und sein Team verbinden hohen künstlerischen Anspruch und eine große Breitenwirkung in allen Sparten in herausragender Weise. Ich begrüße es sehr, dass er bis zum Ende der Spielzeit 2026/2027 das Oldenburgische Staatstheater leiten wird“, sagt Kulturminister Thümler.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen in unsere Arbeit und über diese Perspektive, die es ermöglicht, viele weitere künstlerische Ideen und langfristige Projekte umzusetzen. Für den großen Erfolg unserer Arbeit danke ich ganz besonders all meinen Kolleginnen und Kollegen im Staatstheater, die ihrer Arbeit mit so viel Einsatz und Begeisterung nachgehen, und auch dem Oldenburger Publikum, das unser Theater so sehr wertschätzt.“, so Christian Firmbach.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann über die Zusage von Christian Firmbach, dem Oldenburgischen Staatstheater die Treue zu halten: „Viele gute Inszenierungen und Ideen, ein spannendes Ensemble und gute Besucherzahlen – Christian Firmbach hat am Oldenburgischen Staatstheater eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Ich freue mich sehr, dass Christian Firmbach weitere drei Jahre in Oldenburg bleibt.“

 

 

Staatstheater Kassel: Patricia Nickel-Dönicke wird ab 2021 Schauspieldirektorin

Staatstheater Kassel, Patricia Nickel-Dönicke, © Isabel Machado Rios

 

Das Schauspiel am Staatstheater Kassel bekommt ab der Spielzeit 2021-22 eine neue Leitung. Patricia Nickel-Dönicke wird mit dem Intendanzwechsel als neue Schauspieldirektorin und Chefdramaturgin die künstlerische Leitung der Schauspielsparte übernehmen, teilte das Staatstheater Kassel am Montag mit. „Sie steht für ein starkes, innovatives und gut vernetztes Theater, das neben klassischen Stoffen auch zeitgenössische Themen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vereint. Dabei steht die intensive Auseinandersetzung mit der Stadt und der Region im Zentrum ihrer Arbeit“, erklärt der designierte Intendant Florian Lutz. „Politisch relevante Themen, die Nähe zum Publikum, die Autor*innenförderung und Gegenwartsdramatik bilden einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Dabei sieht sie Theater als kollektiven Erfahrungsraum, den es gemeinsam mit dem Publikum zu erobern gilt.“ Die gebürtige Potsdamerin war an den Theatern Osnabrück, Heidelberg und am Staatstheater Mainz tätig, bevor sie 2017 stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin am Theater Oberhausen wurde. 2019 ging zudem der Förderpreis des Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen an Nickel-Dönicke. Mit Florian Lutz verbindet sie ein starkes Interesse an innovativen spartenübergreifenden Formaten und die Öffnung des Stadttheaters hin zu einer diversen Stadtgesellschaft.

 

 

Theater Hof: Umbauspielzeit und Interimspielstätte

Theater Hof, Fotomontage, © Theater Hof/Firma Spantech

Das Theater Hof hat dem Publikum nicht nur erste Visualisierungen der Interims-Spielstätte, in der ab September während der Umbau-Spielzeit die großen Produktionen des Theaters Hof zu sehen sein werden, sondern auch den bisher gut gehüteten Namen der Leichtbauhalle präsentiert: Sie wird „Schaustelle“ heißen. Denn bei der Leichtbauhalle der Firma Spantech wird es sich nicht nur um einen Ersatz für das Große Haus handeln, sondern um einen Ort des Spektakels, der Show, an dem gespielt wird, während der Bühnenbereich des Theaters aus längst fälliger Notwendigkeit eine Baustelle ist.

Errichtet wird die Interimsspielstätte Schaustelle auf der Wiese zwischen Parkplatz und Haupteingang, direkt neben dem Theatergebäude, parallel zur langen Überdachung vor dem Haupteingang. Eingang, Theaterkasse, Garderobe, Foyer, Toiletten und Kulturkantine stehen während der Sanierung in gewohnter Form zur Verfügung. In die Schaustelle gelangen die Zuschauer durch die beiden Notausgangs-Türen links hinter der Kasse über einen beheizten Gang, für die Künstler wird ein doppelstöckiger Verbindungs-Gang gebaut.

Der Zuschauerraum der Schaustelle soll nahezu identisch den Parkett-Sitzplan des Großen Hauses plus ca. 20 Sitzplätze abbilden. „So können alle Abonnenten aus dem Parkett ihren Sitzplatz auch in der Umbau-Saison behalten, und die Abos laufen automatisch, ganz bequem weiter, ohne dass sie etwas dafür tun müssen“, erklärt Intendant Reinhardt Friese. Dafür, dass in der Interims-Spielstätte der gewohnte Komfort auch weiterhin gewährleistet wird, sorgt der wetterfeste Aufbau der vielfach erprobten und bewährten Leichtbauhalle mit entsprechender Belüftung, Heizung und akustischer Optimierung. Auch die Bühnenmaße sind fast identisch mit denen der Bühne des Großen Hauses. Teilweise kommen sogar bereits Scheinwerfer und weitere Bühnentechnik zum Einsatz, die nach der Umbauspielzeit im Großen Haus eingebaut werden. „Man muss also keine Spar-Spielzeit und auch keine künstlerischen Abstriche befürchten!“, verspricht der Intendant.

Beim Umbau handelt es sich um eine im Schwerpunkt technische Sanierung: Die Beleuchtung wird größtenteils auf LED umgestellt und die Tonanlage erneuert, genauso Elektro-Züge, Hub-Podien und Orchestergraben-Podien. Außerdem erhalten die Werkstätten aus Gründen des Arbeitsschutzes neue Maschinen, und auch in den Bereichen Brandschutz und Belüftungs-Technik sind Modernisierungen notwendig, um den veränderten Standards zu genügen.

Der Zeitplan für die Sanierung und die Errichtung der Interimsspielstätte Schaustelle sieht folgendermaßen aus: Im März dieses Jahres beginnen die ersten Baumaßnahmen, im Mai soll die Halle stehen und auch bereits darin geprobt werden. Ab September 2020 dient die Schaustelle als Aufführungsort für die großen Produktionen, während gleich zu Beginn der Umbauphase das Studio technisch saniert wird, das aber bereits ab November 2020 wieder für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen soll. Die technische Sanierung des Großen Hauses erfolgt von Juni 2020 bis Sommer 2021, so dass mit Beginn der Spielzeit 2021/22 ab September 2021 auch wieder regulär im Großen Haus gespielt werden kann.

Etwa zweieinhalb Millionen Euro sind für Miete, Errichtung und Betrieb der Halle angesetzt. Mit knapp 23 Millionen Euro - etwa acht Millionen Euro für die Ertüchtigung der Bausubstanz und zwölf Millionen für die Technik – rechnet man insgesamt für die Theater-Sanierung. 80 Prozent der Gesamtkosten übernimmt der Freistaat, während für den größten Teil des Restbetrags die Stadt Hof einstehen muss. Diese Kosten sind sehr gering im Vergleich zur Sanierung der anderen fränkischen Theater und Kulturstätten, die aktuell laufen: 63 Millionen sind für das Landestheater Coburg, 65 Millionen für das Mainfranken-Theater Würzburg und 55 Millionen für die Stadthalle Bayreuth veranschlagt.

„Die Finanzierung der Sanierung ist ein tolles Signal von Stadt und politischen wie wirtschaftlichen Entscheidungsträgern und ein Statement FÜR das Theater!“, so das Resümee Reinhardt Frieses.

Theater Pforzheim: Gemeinderat bestätigt Robin Davis als neuen Generalmusikdirektor

Theater Pforzheim, Robin Davis, © Alexander Struber

Der Gemeinderat bestätigte einstimmig in einem elektronischen Verfahren Robin Davis als Generalmusikdirektor des Theaters Pforzheim. Damit folgte er dem Vorschlag der für das Personalauswahlverfahren gebildeten Findungskommission, die unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Peter Boch aus Vertretern der gemeinderätlichen Fraktionen und Gruppierungen, der Theaterleitung, einem externen Berater, dem Leiter des Personal- und Organisationsamtes, dem Orchestervorstand sowie weiteren Personalvertretungen bestand.

Robin Davis wird ab der kommenden Spielzeit 2020/2021 die Position des Generalmusikdirektors beim Theater Pforzheim übernehmen.

„Ich habe Robin Davis als starke und dynamische Persönlichkeit kennengelernt. Ich bin mir sicher, dass er es nicht nur schaffen wird, junge Menschen und Familien für Musik zu begeistern, sondern dass er auch viele neue Ideen mit einbringt. Wir haben hier eine sehr gute Wahl getroffen“, so Oberbürgermeister Peter Boch.

Der gebürtige Brite setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter 116 Bewerbern durch.

Robin Davis, im englischen Exeter geboren, schloss zunächst ein Mathematikstudium an der Cambridge Universität ab, bevor er an der Royal Academy of Music in London Klavierbegleitung bei Michael Dussek studierte.
Sein erstes Engagement bekam er 2009 als Solorepetitor am Theater Dortmund. Während dieser Zeit studierte er Dirigieren bei Ekhart Wycik und wechselte 2011 an das Oldenburgische Staatstheater als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors. 2014 wurde er zum Associate der Royal Academy of Music in London ernannt. Robin Davis‘ konsequenter beruflicher Werdegang führte ihn über verschiedene Stationen des deutschen Ensembletheaters bis hin zum Salzburger Landestheater, wo er von 2017 bis 2019 die Position des 1. Kapellmeisters bekleidete. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Robin Davis überzeugte über alle Stationen des mehrstufigen Auswahlverfahrens hinweg mit einer ausgesprochenen dirigentischen Kompetenz und einer starken künstlerischen Vision.

Uwe Dürigen: „Mich beeindruckt Robin Davis durch sein starkes Kommunikationsvermögen. Denn klassische Musik muss zur Erschließung neuer Publikumsschichten auch vermittelt werden. Hier werden wir mit dem neuen Generalmusikdirektor einen starken Partner haben, der mit diesem Talent ganz nah an unseren Zuschauern sein wird.“

Thomas Münstermann: „Robin Davis sprüht vor musikalischem Tatendrang und Neugier auf diese Stadt und Region. Wir freuen uns darauf, dass er seine Begeisterung und seine künstlerische Vision in der Zukunft auf die Badische Philharmonie, auf alle Künstler des Musiktheaterensembles am Theater Pforzheim und in die Öffentlichkeit übertragen wird.“

Die Liebe zu drei Orangen und Lohengrin – kostenlos im Web

Staatsoper Stuttgart, Die Liebe zu drei Orangen, © Matthias Baus

Oper trotz Corona: Die Staatsoper Stuttgart setzt ihr digitales On-Demand-Programm mit Prokofjews Die Liebe zu drei Orangen und Wagners Lohengrin fort

Auch in Krisenzeiten ins Opernhaus? Die Staatsoper Stuttgart setzt gemeinsam mit ihrem Digitalpartner, der LBBW, das kostenlose Opernprogramm „Oper trotz Corona“ auf ihrer Website fort und bleibt so weiterhin für ihr Publikum präsent – nur nicht auf der Bühne, sondern im Web.

Opernspaß für alle bietet Sergej Prokofjews Die Liebe zu drei Orangen in der gefeierten Inszenierung von Axel Ranisch. Am Freitag, 20.03.2020, wird die Produktion ab 17 Uhr als Live-Aufzeichnung einer vergangenen Aufführung auf der Website zu sehen sein. Die ungekürzte Aufführung in deutscher Sprache ist mit Untertiteln versehen und wird eine Woche lang on demand auf der Website der Staatsoper Stuttgart zur Verfügung stehen.

Ab Freitag, 27.03.2020, folgt ebenfalls ab 17 Uhr Richard Wagners Lohengrin in der Inszenierung von Árpád Schilling. Generalmusikdirektor Cornelius Meister am Pult des groß besetzten Staatsorchesters dirigiert ein „erstklassiges Ensemble“ und den Staatsopernchor Stuttgart „in Höchstform“ (Stuttgarter Zeitung).

Die Staatsoper Stuttgart flankiert dieses Programm in den kommenden Wochen weiterhin mit Online-Aktivitäten und kleinen zusätzlichen Überraschungs- Videoclips aus dem Opernhaus oder aus dem Wohnzimmer ihrer Künstler*innen.

Stand heute wird der reguläre Spielbetrieb ab Montag, 20.04.2020, wieder aufgenommen.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.staatsoper-stuttgart.de/oper-trotz-corona

TfN: Jörg Gade wird Theaterdirektor in Itzehoe

TfN, Jörg Gade und Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen, © Stadt Itzehoe

Wie bei einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch verkündet wurde, übernimmt TfN-Intendant Jörg Gade ab 1. September 2021 die Direktion des theater itzehoe mit einer Vertragslaufzeit von fünf Jahren. Das theater itzehoe gehört zu den großen Gastspieltheatern Deutschlands und bietet in seinem Großen Haus mit 650 Plätzen und seinem Studio mit 120 Plätzen jährlich rund 200 Veranstaltungen aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzert sowie Kinder- und Jugendtheater.

„Nachdem ich als Intendant einer Landesbühne viele Jahre lang das Geschäft mit Theatergastspielen als Anbieter kennengelernt habe, reizt mich nun die andere Seite“, sagt Jörg Gade. „Ich freue mich darauf, aus den umfangreichen Angeboten der Landesbühnen und Tourneetheater einen individuellen Spielplan für Itzehoe zusammenzustellen“. Bereits vor TfN-Gründung war Itzehoe regelmäßiger Gastspielort der Landesbühne Hannover. Seit der Fusion von Landesbühne und Stadttheater Hildesheim im Jahr 2007 sind dort TfN-Produktionen aus allen Sparten zu sehen.

Jörg Gade übernimmt den Posten von Ulrike Schanko, die das Theater seit 2011 leitet. „Wir freuen uns außerordentlich, mit Jörg Gade eine gestandene Persönlichkeit gefunden zu haben, die einen breiten Erfahrungsschatz in allen Bereichen des Theaterbetriebs mitbringt. Ob Dramaturgie, Regie, Öffentlichkeitsarbeit und Intendanz – Jörg Gades Expertise ist beeindruckend“, sagt Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. „Seine Ideen für das theater itzehoe haben uns sofort begeistert. Mit seinem Elan ist er genau der Richtige, unser Haus in eine vielversprechende Zukunft zu führen. Ich bin überzeugt, dass es ihm gelingt, an die erfolgreiche Arbeit von Frau Schanko anzuknüpfen und zugleich neue Akzente zu setzen“, so Koeppen.


Theater Osnabrück: Gesucht und gefunden - Ulrich Mokrusch wird Intendant der Städtischen Bühnen

Theater Osnabrück, Gesucht und gefunden, © Robert Schäfer
Freundlicher Empfang im Rathaus: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links), Aufsichtsratsvorsitzende der Städtischen Bühnen Brigitte Neumann (Mitte l.) und Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann (rechts) begrüßen den neuen Intendanten der Städtischen Bühnen Ulrich Mokrusch (Mitte r.).

Unter 38 Bewerbungen hatte die Findungskommission den richtigen Bewerber herauszusuchen, der ab der Spielzeit 2021/22 verantwortlich für die Geschicke der Städtischen Bühnen ist. Für die richtige Wahl hat die aus 18 Mitgliedern bestehende Kommission zwei Bewerbungsrunden gebraucht. Am 9. Dezember hat der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen mit Ulrich Mokrusch den Nachfolger von Dr. Ralf Waldschmidt gewählt.

Die Findungskommission unter Vorsitz der Aufsichtsratsvorsitzenden Brigitte Neumann umfasste 18 Personen, darunter als externe Experten Intendantin Nicola May vom Theater Baden-Baden und Intendant Markus Dietze vom Theater Koblenz. Unterstützt wurde die Findungskommission erstmals durch Prof. Dr. Uwe Kanning, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück.

Neumann freut sich über die Wahl: „Sein Interesse auch spezifische Osnabrü-cker Themen in seine künstlerischen Pläne aufzunehmen, hat mich besonders überzeugt. So seine Idee ein Werk von Preisträgern des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis in regelmäßigen Abständen in den Spielplan aufzunehmen oder auch seine Überlegungen für das Jahr 2023 und damit die 375-Jahrfeier West-fälischer Frieden“.

Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann sagt: „Mich hat Ulrich Mokrusch beson-ders dadurch überzeugt, dass er die Vernetzung des Theaters in der Stadt noch viel breiter aufstellen möchte. Das ist zum Beispiel die stärkere Kooperation mit zahlreichen innerstädtischen Partnern und zu unseren ausländischen Mitbür-gern durch die Einführung eines Gastlands pro Spielzeit. Außerdem bin ich sehr erfreut, dass er Erfahrungen mit großen Theatersanierungen aus seinen Stationen vor Bremerhaven, nämlich aus Bielefeld und Mannheim mitbringt, was uns angesichts dieser großen Aufgabe helfen wird.“ Der Kulturdezernent berichtet, dass die Findungskommission Ulrich Mokrusch als den geeigneten Intendanten ansieht, der sowohl die hohe Auslastung mit einem vielfältigen Spielplan auf-rechterhalten kann als auch mit außergewöhnlichen Projekten die überregionale Wahrnehmung des Theaters sicherstellen wird.

Ulrich Mokrusch, Jahrgang 1963, ging nach der Schauspielausbildung in Paris an der école Jacques Lecoq zunächst für drei Jahre als Regisseur und Schauspieler an das Rheinische Landestheater Neuss. Als freier Regisseur arbeitete er an diversen Bühnen in Deutschland insbesondere für Oper und Schauspiel. Parallel zu seinen künstlerischen Arbeiten studierte er Kulturmanagement an der FU Hagen und Betriebswirtschaftslehre, die er mit dem Diplom beendete. Später unterrichtete er als Dozent nebenberuflich Theatermanagement u.a. an der LMU, München sowie an der Hochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. 2001 wechselte er an das Theater Bielefeld, wo er als stellvertretender Intendant bis Sommer 2005 engagiert war. Von 2005 bis Ende 2009 war er Stellvertretender Generalintendant am Nationaltheater Mannheim. Ulrich Mokrusch ist seit August 2010 Intendant des Stadttheaters Bremerhaven. Bereits nach dem ersten Jahr seiner Intendanz wurde das Stadttheater Bremerhaven in der Kritikerumfrage der Deutschen Bühne 2011 als bestes Theater abseits der Zentren ausgezeichnet. 2015 erhielt das Theater den erstmals verliehenen Theaterpreis des Bundes. 2019 wurde das Theater nominiert für den International opera award in London, für die Wiederentdeckung des Jahres "The lodger" von Phyllis Tate.

Mokrusch beobachtet die Entwicklung der Städtischen Bühnen schon seit Jahren und ist sich sicher, trotz der bevorstehenden Sanierung des Hauses auch künstlerisch neue Akzente zu setzen: „Ich freue mich, in Osnabrück ein Theater für und mit der Stadt zu gestalten, die Öffnung des Theaters weiter voran zu treiben und mit einem künstlerisch abwechslungsreichen Programm auch neue, diverse Besuchergruppen zu erreichen.“



Gärtnerplatztheater: Die Opernwelt blickt nach Atzenbrugg

Gärtnerplatztheater, Die Opernwelt blickt nach Atzenbrugg, Foto: © Franz Gleiß

Foto: Österreich-Präsentation November 2019 v.l.n.r Landeshauptmann a. D. und Kultur.Region.Niederösterreich-Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Pröll, Komponistin Johanna Doderer, Staatsintendant Josef E. Köpplinger, Daniel Prohaska, Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst & Kultur im Land NÖ © Franz Gleiß

 

Komponistin Johanna Doderer, Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, und Sänger Daniel Prohaska gaben im Rahmen einer exklusiven Österreich-Präsentation Einblick in die Entstehung und Hintergründe der Oper »Schuberts Reise nach Atzenbrugg«. Die Welturaufführung der Oper findet am 23. April 2020 in München statt.

Als »Weltsensation« bezeichnete Martin Lammerhuber die Oper »Schuberts Reise nach Atzenbrugg«, die gestern im Rahmen einer exklusiven Österreich-Präsentation im Schloss Atzenbrugg bei Wien vorgestellt wurde. »Denn welche Ortschaft kann von sich sagen, Namensgeber für eine Oper zu sein?«, so der Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich. Dementsprechend groß war das Interesse von Landeshauptmann a. D. und Kultur.Region.Niederösterreich-Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Pröll, Atzenbruggs Bürgermeisterin Beate Jilch, Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst & Kultur im Land NÖ sowie Atzenbrugger Bürgern, aus erster Hand mehr über die Oper zu erfahren. Komponistin Johanna Doderer, Josef E. Köpplinger, Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, und Sänger und Franz Schubert-Darsteller Daniel Prohaska gaben Einblicke in Entstehung und Inhalt des Werkes.

Nach der Oper »Liliom« ist »Schuberts Reise nach Atzenbrugg« die bereits zweite Zusammenarbeit von Doderer, Köpplinger und Prohaska, die im Rahmen der Präsentation alle drei ihre Verbundenheit zu Niederösterreich – Köpplinger ist gebürtiger Niederösterreicher und wuchs in Bruck an der Leitha auf – sowie zu Peter Turrini beschrieben. Der ebenso wie Doderer Wahlniederösterreicher und berühmte Dichter verfasste das Libretto zur neuen Oper, »in der Schubert mit seiner Entourage aus dem Gestank einer Großstadt aufs Land reist«, wie es Köpplinger formulierte. Mit dabei ist die Baumeistertochter Josepha von Weisborn, in die der junge Komponist unsterblich verliebt ist. Im Gegensatz zum »schönen Franz« von Tassié ist er aber unfähig, ihr gegenüber seine Gefühle zu offenbaren.

Dieser Zwiespalt zwischen den Melodien Schuberts und seiner Sprachlosigkeit, wenn es um die Liebe geht, wird auch musikalisch aufgegriffen. Die Musik zur neuen Oper wird dabei in drei Spielarten erklingen: »Musik von Schubert selbst, Musik inspiriert von Schubert und dann meine eigene Musik«, so Doderer, die das Auftragswerk für das Staatstheater am Gärtnerplatz München als »eine Oper über Schubert mit Schubert« bezeichnet.

Teil der Oper, die am 23. April 2020 in München uraufgeführt wird, werden somit u.a. die Atzenbrugger Tänze sein, die Schubert im Jahr 1821 komponierte. In den Jahren 1820 bis 1823 verbrachte der Komponist gemeinsam mit seinem Freundeskreis nachweislich die Sommermonate in Atzenbrugg. Das Schloss bot somit gemeinsam mit dem Schubertmuseum und dem Schuberthäuschen, in das sich Schubert bei seinen Aufenthalten in Atzenbrugg zum Komponieren zurückzog, die stimmige Kulisse für die Präsentation der Oper.

Anlässlich des 200. Geburtstages Franz Schuberts am 14. Dezember 1997 wurde das Kulturjuwel im Tullnerfeld revitalisiert. Seither ist es eine wichtige Wirkungsstätte für die regionale Kulturarbeit der Kultur.Region.Niederösterreich, wo etwa das heutige Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich im Jahr 2000 seine Arbeit aufnahm. »Der Geist und die künstlerische Schaffenskraft Franz Schuberts und seiner Freunde sind in Atzenbrugg nach wie vor spürbar«, so Lammerhuber im Rahmen der Präsentation.

Zur Oper Nach der erfolgreichen Uraufführung ihrer Oper »Liliom« hat Johanna Doderer im Auftrag des Staatstheaters am Gärtnerplatz München mit »Schuberts Reise nach Atzenbrugg« ein neues Werk für die Bühne komponiert. Gemeinsam mit dem Dichter Peter Turrini ist ein zartes, sinnliches Werk über ein Künstlerdasein entstanden – heiter, abgründig und im Schubert’schen Sinne melancholisch.

Die Uraufführung findet am 23. April 2020 statt.
Geplante Erscheinung des Librettos im Suhrkamp Verlag am 16. Dezember 2019.

Musikalische Leitung: Michael Brandstätter
Regie: Josef E. Köpplinger
Choreografie: Karl Alfred Schreiner
Bühne und Kostüme: Rainer Sinell Licht:
Wieland Müller-Haslinger
Dramaturgie: Fedora Wesseler

NEU im Dezember: Die Staatsoper Stuttgart live und kostenlos im Web

Kommende Livestreams der Staatsoper Stuttgart:


Wolfgang Amadeus Mozart Le nozze di Figaro
Samstag, 21.12.2019, 19 Uhr
Musikalische Leitung Roland Kluttig
Regie Christiane Pohle
Mit Johannes Kammler, Sarah-Jane Brandon, Esther Dierkes, Michael Nagl, Diana Haller, Helene Schneiderman u. a.

Hier zu sehen: www.staatsoper-stuttgart.de/live

Staatstheater Cottbus: Ruth Heynen übernimmt Schauspieldirektion des Staatstheaters Cottbus

Staatstheater Cottbus, Ruth Heynen, © privat

Foto: Ruth Heynen - © privat

Der designierte Intendant des Staatstheaters Cottbus, Stephan Märki, dankt Jo Fabian für seine Arbeit als Schauspieldirektor

Die Dramaturgin Dr. Ruth Heynen soll ab der Spielzeit 2020/21 neue Schauspieldirektorin des Staatstheaters Cottbus werden. Die Personalentscheidung ist Teil der Neuausrichtung des Staatstheaters Cottbus, so Stephan Märki, designierter Intendant des Staatstheaters Cottbus: „Ich freue mich, dass wir mit Ruth Heynen eine ausgewiesene Theater-Expertin gewinnen können. Sie hat in den vergangenen Jahrzehnten als Dramaturgin gearbeitet, hat große Theater-Projekte und Festivals organisiert und geleitet, ein Ensemble junger europäischer Schauspielerinnen und Schauspieler gegründet und Think Tanks für Dramatiker ins Leben gerufen. Ich bin davon überzeugt, dass Ruth Heynen mit ihren vielfältigen Erfahrungen dem Theaterstandort Cottbus neue und spannende künstlerische Impulse geben kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr.“

Der designierte Intendant Stephan Märki dankt dem derzeitigen Schauspieldirektor Jo Fabian, dessen dreijähriger Vertrag im Sommer 2020 ausläuft, für sein Engagement: „Jo Fabian hat das Staatstheater mit seinen Erfahrungen, vielfältigen Produktionen und überraschenden Inszenierungen bereichert und neue Sehweisen geprägt. Auch in der laufenden Spielzeit wird es noch einige Produktionen geben, die seine Handschrift tragen. Ich danke ihm ausdrücklich für sein großes Engagement im Staatstheater seit 2017.“

Stephan Märki hat den Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) am 28. August über seine Personalpläne informiert. Die abschließende Entscheidung zur neuen Schauspieldirektorin trifft der Stiftungsrat Ende des Jahres.

Die 1963 im nordrhein-westfälischen Wesseling geborene Dr. Ruth Heynen studierte nach dem Besuch der Schauspielschule ‘Civica Scuola des Piccolo Teatro di Milano‘ in Mailand Deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft sowie Romanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach ihrer Promotion arbeitete sie unter anderem als Theaterkritikerin, Universitätsdozentin, Dramaturgin, Direktorin der ‘Union des Théâtres de l’Europe (et de la Méditerranée)‘ und Chefdramaturgin am ‘Théâtre National du Luxembourg‘.

Der neue Intendant und Operndirektor am Staatstheater Cottbus, Stephan Märki, tritt sein Amt offiziell zur Spielzeit 2020/21 an, bereitet aber bereits seit Juni 2019 als designierter Intendant und Operndirektor am Staatstheater die Spielzeit 2020/21 vor. Der Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) hatte im April 2019 Stephan Märki zum neuen Intendanten und Operndirektor am Staatstheater Cottbus gewählt. Er übernimmt die Nachfolge von Dr. René Serge Mund.

 

 

Theater Münster: Dr. Ulrich Peters beendet Intendanz 2021/22

Theater Münster, Intendant Dr. Ulrich Peters, © Oliver Berg

Foto: Dr. Ulrich Peters - © Oliver Berg

Dr. Ulrich Peters wird nach zehn sehr erfolgreichen Jahren seinen Vertrag als Generalintendant am Theater Münster nicht verlängern. Nach Stationen am Theater Augsburg (1999–2007) und am Theater am Gärtnerplatz in München (2007–2012) trat Peters in der Spielzeit 2012/13 die Intendanz in Münster an; sie endet jetzt mit Ende der Saison 2021/22.

„Ich möchte mich gerne wieder etwas mehr der Regie widmen, was in den 23 Jahren als Intendant (Theater Augsburg, Staatstheater am Gärtnerplatz München und Theater Münster) einfach etwa zu kurz kam“, ließ sich Peters zu seinem Abschied von Münster verlauten.

 

 

Deutsches Theater Göttingen: Moritz Beichl wird Hausregisseur

Deutsches Theater Göttingen, Hausregisseur Moritz Beichl, © Daniel Schlegel

Fotos: Moritz Beichl - © Daniel Schlegel

Moritz Beichl ist Autor und Regisseur. Sein Spezialgebiet sind Gender-Fragen. Man könnte ihn auch als ›Queerdenker‹ bezeichnen. Nach seinem Regiestudium, das er im Jahr 2017 an der Theaterakademie Hamburg abschließt, wird er mit seiner Inszenierung der »kleinstadtnovelle« von Roland M. Schernikau zu zahlreichen Festivals eingeladen und belegt den zweiten Platz beim Körber Studio Junge Regie. Dort begegnet er Erich Sidler. Aus dieser Begegnung entsteht bereits in der Spielzeit 2017/18 eine Zusammenarbeit. Moritz Beichls erste Inszenierung am Deutschen Theater Göttingen ist Ulrich Hubs »Ein Känguru wie du«, die beim Festival HART AM WIND im Sommer 2019 den Preis der Kinderjury gewinnt. In der Spielzeit 2018/19 folgen mit Rainer Werner Fassbinders »Petra von Kant« und David Bowies und Enda Walshs »Lazarus« zwei weitere Arbeiten in Göttingen. In konsequenter Folge dessen, ist Moritz Beichl mit der Spielzeit 2019/20 nun als Hausregisseur am Deutschen Theater Göttingen engagiert. Als solcher wird er u. a. die Uraufführung von Maria Milisavljevics »Geteilt« am Deutschen Theater Göttingen inszenieren. Die Autorin gewann mit Ihrem Drama »Beben« im Jahr 2016 den Heidelberger Stückemarkt. Moritz Beichl ist mit Antje Thoms inzwischen der zweite Hausregisseur am Deutschen Theater Göttingen.

Moritz Beichl wurde 1992 in Wien geboren. In der Spielzeit 2011/12 ist Beichl Absolvent des TheaterJahres der Jungen Burg am Wiener Burgtheater als Schauspieler. Es folgen Regiehospitanzen u. a. bei Luc Bondy. 2012 erhält er für sein Drama »Glückliches Gemüse« das Dramatiker-Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und veröffentlichte seinen Gedichtband »ist mir doch scheiß egal«. Sein Text »Kein Blick zurück jetzt« wurde in der Spielzeit 2015/16 am Landestheater Niederösterreich uraufgeführt. 2013-2017 studiert Moritz Beichl Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg und inszeniert im Rahmen seines Studiums u. a. Texte von Heiner Müller, Friedrich Schiller, Franz Kafka und Hans Henny Jahnn. Er zeigt seine Arbeiten u. a. am Thalia Theater Hamburg, Theater Konstanz, Theater Bremen und auf Kampnagel. Er ist Sieger des Start Off-Wettbewerbs für sein Stück »Montagskinder«, das Beichl für das Lichthoftheater Hamburg geschrieben und inszeniert hat. Er inszeniert u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Deutschen Theater Göttingen, Landestheater Niederösterreich, Stadttheater Bremerhaven und am Staatstheater Braunschweig. Neben klassischen und selbstgeschriebenen Texten arbeitet Beichl auch mit zeitgenössischen Autor*innen wie Thomas Köck, Tanja Šljivar und Thomas Perle.

 

 

TfN: Neue Schauspieldirektion ab 2020/21

TfN, Neue Schauspieldirektion ab 2020/21, Ayla Yeginer © Christian Manthey, Cornelia Pook © T.Behind-Photographics

Fotos: Ayla Yeginer - © Christian Manthey / Cornelia Pook - © T.Behind-Photographics

Jasmina Hadžiahmetović wird das Amt der Schauspieldirektorin ab der Spielzeit 2020/21 aus persönlichen Gründen nicht wie angekündigt antreten. Die Schauspielsparte wird mit Beginn der neuen Intendanz von Oliver Graf von Regisseurin Ayla Yeginer und TfN-Dramaturgin Cornelia Pook geleitet.

Ayla Yeginer wurde 1983 in eine deutsch-türkische Schauspielerfamilie in Kiel geboren. Ab 2011 war sie an verschiedenen Häusern als Regieassistentin engagiert, ehe sie am Theater Kontraste in Hamburg mit dem Stück „Das Urteil“ (Paul Hengge) ihr Debüt als Regisseurin gab. Es folgten weitere Regiearbeiten am Theater Kontraste, am Oldenburgischen Staatstheater, am Stadttheater Pforzheim sowie am Ohnsorg-Theater in Hamburg. Am TfN wird Ayla Yeginer auch als Hausregisseurin tätig sein.

Schauspieldramaturgin Cornelia Pook, geboren 1979 in Saarbrücken, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Mainz, arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin am Kleinen Theater in Berlin und als Dramaturgin am Fritz Rémond Theater in Frankfurt. Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie Dramaturgin am TfN.

„Ich freue mich, ein so kreatives und junges Team voller Energie und Ideen für diese Aufgaben und Herausforderungen der neuen Ausrichtung gefunden zu haben und blicke der Zusammenarbeit mit Freude entgegen“, so der designierte Intendant Oliver Graf.

Geschäftsführender Theaterdirektor des Theaters Lübeck Christian Schwandt tritt zum 31.07.20 von seinem Amt zurück

Theater Lübeck, Geschäftsführender Theaterdirektor Christian Schwandt, © Olaf Malzahn

Foto: Geschäftsführender Theaterdirektor Christian Schwandt
© Olaf Malzahn

 

Der Geschäftsführende Theaterdirektor der Theater Lübeck gGmbH Christian Schwandt kündigt seinen Vertrag zum 31. Juli 2020. Hauptgrund ist die zu geringe Finanzierung des Theaters und Orchesters durch das Land Schleswig-Holstein (Vorwegabzug im Kommunalen Finanzausgleich). Der Zuschuss für die Theater Lübeck gGmbH erhöht sich pro Jahr nur um 1,5 Prozent bei Personalkostensteigerungen von über 4 Prozent. Seit 2017 müssen wir diese Differenz jedes Jahr ausgleichen. Dies will die Landesregierung aktuell für weitere vier Jahre festschreiben. Gemäß Art. 30 Grundgesetz ist die Landesregierung für Kultur – also auch Theater und Orchester – primär zuständig. Vor dieser Zuständigkeit drückt sie sich leider gerade. Nur die Hansestadt Lübeck hat ihren Zuschuss in den letzten zehn Jahren vorbildlich von 6,3 auf 10,4 Millionen Euro angehoben.

»Es ist schade, aber ich kann ihn verstehen. Er hat mich gebeten, ihn nicht umzustimmen.«, sagt Peter Petereit, Aufsichtsratsvorsitzender der Theater Lübeck gGmbH. »Wir haben eine ausgezeichnete Zusammenarbeit. Er hat es verstanden, die wirtschaftlichen und künstlerischen Interessen gleichermaßen zu vertreten. Es ist etwas Besonderes, das er in Lübeck geschaffen hat.«

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau sagt: »Ich bedaure die Entscheidung von Herrn Schwandt außerordentlich. Herr Schwandt hat große Verdienste bei der Fortentwicklung und wirtschaftlichen Führung des Theater Lübeck. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Die Kritik an der Landesregierung im Umgang mit den Theatern im Land teile ich. Die finanzielle Not darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Hätte die Hansestadt Lübeck sich in den vergangenen Jahren so verhalten, wie das Land jetzt, wäre das Theater Lübeck heute nicht mehr existent.«

Kultursenatorin Kathrin Weiher sagt: »Ich bedaure außerordentlich, dass sich Herr Schwandt dazu entschieden hat, zum Ende Juli 2020 sein Dienstverhältnis zu beenden. Ich habe Herrn Schwandt stets sehr geschätzt und tue dies auch weiterhin. Wir haben ihm in den vergangenen Jahren insbesondere im betriebswirtschaftlichen Bereich eine außerordentlich engagierte Führung unseres Theaters zu verdanken. Jedoch hat er sich auch stets damit hervorgetan, dass das Theater in der Lübecker Kulturszene als der große, vernetzende Player wahrgenommen wird, von dem viele kleine Theater und andere kulturelle Events profitieren. Ich schätze ihn als einen sehr klaren Menschen und verstehe von daher, dass er auch jetzt mit sehr klarer Begründung seine Kündigung ausgesprochen hat.«

 

 

SchauSpielHaus Hamburg beendet Saison mit Rekord

Deutsches SchauSpileHaus Hamburg, Intendantin Karin Beier, © Florian Rar

Foto: Intendantin Karin Beier
© Florian Raz


Die sechste Spielzeit unter der Leitung von Karin Beier beendet das SchauSpielHaus mit einem Rekordergebnis. Mit einer Gesamtauslastung von satten 80,5% geht die größte deutsche Sprechtheaterbühne in die Sommerpause.

Die erfolgreichsten Produktionen in der Saison 2018-19 waren »Lazarus« (98%), »Der goldene Handschuh« (95%), »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« (92%) »Robin Hood« (95%), »Der Kaufmann von Venedig« (90%) »König Lear« (84%) und »Unterwerfung« (92%). Im Jungen SchauSpielHaus liefen am erfolgreichsten »Supergute Tage« (100%), »Extrem laut und unglaublich nah« (91%), »Antigone« (94%) und »Tiere im Hotel« (95%).

Mit dieser hohen Auslastung stiegen gleichzeitig die Besucherzahlen auf 235.900. Davon sahen 12.500 Besucher*innen die Inszenierungen bei Gastspielen in Paris, Meran, Bozen Berlin, Dresden, Ludwigshafen und Recklinghausen. Im Vergleich zur vorherigen Saison stiegen somit die Einnahmen um 17%.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2019-20 hat bereits begonnen. Der Karten-und Aboservice und die telefonische Kartenreservierung sind vom 7/7 bis 4/8 geschlossen. Ab 5/8 ist der Kartenservice wie gewohnt von Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr, der Aboservice von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr für die Besucher*innen da.

 

 

Fritz Rémond Theater im Zoo - Frankfurt: 40. Bühnenjubiläum von Anja Kruse

Fritz Rémond Theater - Frankfurt, Anja Kruse und Christian Fischer, © Helmut Seuffert

Foto: Anja Kruse mit Chrisitan Fischer in »Was dem einen Recht ist«, Komödie Frankfurt
© Helmut Seuffert

 

Wir gratulieren Anja Kruse zum 40. Bühnenjubiläum! Nicht nur als Schauspielerin in Theater und Film, auch als Autorin, Sängerin, Entertainerin und Veranstalterin eigener Lesungen und Musikprogramme kann Anja Kruse auf eine grandios vielfältige, aufregende und diverse Karriere zurückblicken. Sich stetig neu entdeckend und immer auf der Suche nach dem tieferen Verständnis ihrer Rollen, begeistert sie seit den 1980er Jahren ihr deutschsprachiges und internationales Publikum.

Nach einem Studium an der der Essener Folkwangschule in Schauspiel, Tanz und Gesang. Führte sie ihr erstes Engagement an die Städtischen Bühnen in Münster, Bühnendebüt mit der Rolle der Bianca in "Weiße Ehe" von Taddeus Roszewicz; bis 1983 engagierte sie das Thalia-Theater Hamburg. In den folgenden Jahren spielte sie als Gast am Theater des Westens, im Musiktheater Gelsenkirchen, im Theater an der Kö, Düsseldorf, in der Komödie im Bayerischen Hof, München, im Fritz-Rémond-Theater und in der Komödie Frankfurt und zahlreichen weiteren Theatern.

Die Fernseharbeit machte sie einem breiten Publikum bekannt. Ihr TV-Debüt gab sie an der Seite von Willy Millowitsch in Heinrich Spoerls "Der Maulkorb" beim WDR. Es folgten Hauptrollen in „Traumschiff“, „Schwarzwaldklinik“, „Forsthaus Falkenau“ und anderen namenhaften Serien. Anja Kruse hat immer versucht, sich nicht festlegen zu lassen und ihr Repertoire möglichst vielseitig und konträr zu gestalten. In den letzten Jahren drehte Anja Kruse vornehmlich für internationale Produktionen. Zuletzt "A Rose in Winter" (das Leben von Edith Stein). Über diesen Film sprach sie vor dem Vereinten Nationen in Genf und dem EU- Parlament in Brüssel.

Schaut man auf diese bemerkenswerte Vita freuen wir uns sehr, dass Anja Kruse ihr 40. Bühnenjubiläum in der Komödie Frankfurt mit uns auf der Bühne feiert und gratulieren ihr ganz herzlich! Seit dem 31.01. steht sie in der Rolle der Patricia Burdick in „Was dem einen recht ist“ auf unserer Bühne. Unter der Regie von Pascal Breuer sprüht das Stück vor Frauenpower und Tiefgang. Ganz so wie Anja Kruse.

 

 

Theater Ulm: Audiodeskription für ZuschauerInnen mit Sehbehinderung

Theater Ulm, Außenansicht, © Hermann Posch

Foto: Außenansicht des Theaters Ulm
© Hermann Posch

Das Theater Ulm freut sich, in dieser Spielzeit zwei Vorstellungen im Großen Haus für Menschen mit Sehbehinderung mittels einer Audiodeskription bereichern zu können. Das großzügige Sponsoring sowohl der Otto-Kaessbohrer-Stiftung als auch der Stiftung Berufsbildungswerk P.J. Wieland sowie die organisatorische Unterstützung durch den Inklusionsbeauftragten der Stadt sowie dem Regionalgruppenleiter und Mitgliedern der bundesweit aktiven Selbsthilfevereinigung "Pro Retina Deutschland e.V." ermöglicht dem Theater die Durchführung der akustischen Bildbeschreibung, welche durch die theater- und filmerfahrene Firma Hörfilm München betreut wird.

Die blinden oder sehbehinderten ZuschauerInnen erhalten vor der Vorstellung gegen Deponierung eines Pfandes (z.B. Personalausweis) ein Gerät der Firma SIKON bei der Leiterin des Besucherservices am Stand des Programmverkaufs. Während der Aufführung wird den Betroffenen über dieses eine genaue Beschreibung des sonst nur optisch wahrnehmbaren Geschehens live übertragen. Abgerundet wird das Angebot durch eine vorausgehende detaillierte Beschreibung des Bühnenbildes sowie der Personage durch den Produktionsdramaturgen. Diese Einführung findet 15 Minuten vor Stückbeginn statt.

Der erste Vorstellungstermin mit Audiodeskription ist Sarah Kohrs’ Inszenierung des Schauspiels „Terror“ am 5. März 2019, 20 Uhr. In Ferdinand von Schirachs Erfolgsstück steht ein Pilot der Bundeswehr vor Gericht, der ein von Terroristen gekapertes Flugzeug entgegen dem Befehl seines Vorgesetzten abschoss, um ein voll besetztes Fußballstadion zu retten. Das Urteil über den Ausgang des Abends fällen die Zuschauer selbst, indem sie nach der Pause durch entsprechend markierte Durchgänge den Zuschauerraum wieder betreten. Blinde oder sehbehinderte Personen können dem zählenden Einlasspersonal auch gerne direkt ihre Entscheidung mitteilen. Eine Höreinführung zur Einstimmung auf den Abend finden die ZuschauerInnen auf der Stückseite im Internet unter www.theater-ulm.de/spielplan/stuecke/terror.

Der zweite Termin ist bereits geplant: am 27. Juni 2019, 20 Uhr findet im Großen Haus eine Vorstellung von Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ mit Audiodeskription statt.

Karten für die Vorstellungen sind an der Theaterkasse (Tel.: 0731/161-4444, theater-kasse@ulm.de) erhältlich. Das Theater Ulm bittet ZuschauerInnen mit Sehbehin-derung um Reservierung eines Gerätes bei der Theaterkasse bis jeweils eine Woche vor der Vorstellung, damit ausreichend Geräte zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

Theater Konstanz: Erneute Erhöhung der Mindestgage

Theater Konstanz, Außenansicht, © Theater Konstanz

Foto: Außenansicht des Theater Konstanz
© Theater Konstanz

 

Das Theater Konstanz hat bereits 2017 die Mindestgage für Schauspiel*innen auf 2.200 € angehoben. Die Monatsgagen am Theater Konstanz liegen seit Jahren über der tariflich festgelegten Mindestgage des Deutschen Bühnenvereins. Für 2019 wird die Mindestgage auf 2.300 € erhöht. Davon profitieren am Haus alle, die über NV Bühne beschäftigt sind, auch das Ensemble, das - anders als im bundesweiten Trend - von 22 auf 25 Schauspieler*innen aufgestockt wurde. „Wir als Ensemble freuen uns natürlich darüber, dass unsere jungen Kolleg*innen besser bezahlt werden, als es der Tarifvertrag vorsieht, und sind stolz darauf, dass dies an unserem Haus seit Jahren so praktiziert wird“, sagt Ensemblesprecher Georg Melich.„Wenn auch scheinbar in den Medien von Nachtkritik und Bühnengenossenschaft vergessen, so hat das „Konstanzer Modell“ schon vor Jahren die Mindestgage freiwillig angehoben. Dies geschah ohne Druck irgendeiner Gewerkschaft, geschweige denn eines Netzwerkes“, betont Intendant Prof. Dr. Dr. Christoph Nix. Das Konstanzer Modell stellt darauf ab, dass nicht nur die Mindestgagen erhöht werden, sondern ebenso eine faire Behandlung von Praktikant*innen eingeleitet wird. Praktika ab 3 Monaten am Theater Konstanz werden aktuell mit 600 € vergütet.

 

 

Musiktheater im Revier - Gelsenkirchen: Giuseppe Spota wird neuer Ballettdirektor

Musiktheater im Revier - Gelsenkirchen, Ballettdirektor Giuseppe Spota, © Christian Kleiner

Foto: Ballettdirektor Giuseppe Spota
© Christian Kleiner

Giuseppe Spota – derzeit Ballettmeister und choreografischer Assistent am Nationaltheater Mannheim – wird zur Spielzeit 2019.20 neuer Ballettdirektor des MiR Gelsenkirchen. Er tritt damit die Nachfolge von Bridget Breiner an, die zum August 2019 das Staatsballett in Karlsruhe übernehmen wird.

In Bari geboren, erhielt Giuseppe Spota seine Ausbildung an der Scuola del Balletto del Sud und der Scuola del Balletto di Toscana. Ab 2002 tanzte der Italiener zunächst in den Ensembles des Balletto di Roma, der Gruppo Nuova Danza Treviso sowie beim Aterballetto, bevor er Mitglied der Gauthier Dance Company Stuttgart wurde. Zur Spielzeit 2010/11 wechselte Spota in das Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo er bis Sommer 2014 unter Stephan Thoss als Solist engagiert war. Er tanzte in Choreografien von Jiří Kylián, Ohad Naharin, Paul Lightfoot/Sol Leon, Christian Spuck, Itzik Galili, Hans van Manen, Medhi Walerski, Eric Gauthier, Martino Müller, Mauro Bigonzetti und Fabrizio Monteverde. 2011 wurde er dafür mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Bester Darsteller Tanz” ausgezeichnet.

Seit 2013 ist er als freischaffender Choreograf tätig und kreiert regelmäßig Stücke für Tanzkompanien im In- und Ausland, u. a. am Staatstheater Mainz, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Theater Ulm und Regensburg sowie für das Aterballetto und das Junior Balletto di Toscana. Seit 2015/16 ist er dem Nationaltheater Mannheim verbunden. In dieser Spielzeit übernimmt er Regie und Choreografie der Oper "Echnaton" von Philip Glass im Theater Dortmund.

Generalintendant Michael Schulz: „Es freut mich sehr und ich bin stolz, wieder einen hochkarätigen Choreografen für den Tanz am MiR gefunden zu haben. Giuseppe Spota wird die erfolgreiche Arbeit von Bridget Berliner fortführen und mit neuen ästhetischen Impulsen und Ideen weiter entwickeln. Der Tanz als eine zentrale MiR-Sparte wird durch ihn weiterhin große Ausstrahlung und Bedeutung haben. Eine Entdeckung!“

Giuseppa Spota wird sich im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. Januar 2019 um 14 Uhr im Hans-Sachs-Haus erstmals in Gelsenkirchen vorstellen.

 

 

Theater Regensburg: Abschied von Chefchoreograph und künstlerischem Leiter Yuki Mori

Theater Regensburg, Chefchoreograph und künstlerischer Leiter der Sparte Tanz Yuki Mori; © Jochen Quast

Foto: Chefchoreograph u. künstl. Leiter Yuki Mori
© Jochen Quast

Nach sieben gemeinsamen Jahren wird Yuki Mori, Chefchoreograph und künstlerischer Leiter der Sparte Tanz, das Theater Regensburg aus privaten Gründen verlassen. Die Theaterleitung bedauert diesen Schritt und bedankt sich für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

Auf eigenen Wunsch wird Yuki Mori mit dem Ende der Spielzeit 2018/19 sein Engagement am Theater Regensburg beenden. Intendant Jens Neundorff von Enzberg bedauert diesen Verlust für das Theater und dankt Yuki Mori für eine sehr intensive und erfolgreiche gemeinsame Zeit.

Seit der Spielzeit 2012/13 entstanden unter Yuki Mori als Chefchoreograph und künstlerischem Leiter der Sparte Tanz u.a. Arbeiten wie „Ich, Wagner. Sehnsucht!“, „Am Rand der Stille“, „Intime Briefe“, „Le Sacre du Printemps“, „Incantations“ und „Schwarzer Regen“ im Rahmen des Tanzabends „Zeit.Raum!“, „Am Rand der Stille“, „Bernarda Alba“, „Don Quijote“, „Bolero“, „Loops“, die Tanzoper „Les enfants terrible“ von Philipp Glass, die Choreographie „Bacon“ in „Bilder.Rausch: Klimt.Bacon“ und „Allegoria“ im Rahmen des Tanzabends „Shakespeare Dreams“, sowie Choreographien für Musicals und Operetten.

Für seine Choreographie „The House“ war Yuki Mori im Jahr 2016 für den FAUST-Preis nominiert.

Die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Tanz.Fabrik“ wurde von ihm sehr erfolgreich weitergeführt und ausgebaut.

Theater Ulm: Kay Metzger erhält Ehrenpreis der INTHEGA

Theater Ulm, Intendant Kay Metzger, © Theater Ulm

Foto: Intendant Kay Metzger
© Theater Ulm

In Bielefeld wurde Kay Metzger bei einer Festveranstaltung am 15. Oktober der Ehrenpreis des Vorstands der INTHEGA überreicht.

Die INTHEGA, ein Verbund von in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansässigen Theaterspielstätten, kooperiert seit Jahrzehnten mit jenen Theatern, vor allem Landesbühnen, die für den umfangreichen länderübergreifenden Gastspielmarkt Theaterproduktionen anbieten. Kay Metzger hatte als Intendant zunächst in Halberstadt und Quedlinburg, dann in Detmold, jeweils große Mehrspartentheater geleitet, die aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Kinder- und Jugendtheater ein umfangreiches Spektrum an mobilen Produktionen bereithielten.

Mit diesem Angebot überzeugten die von Metzger geführten Theater sowohl von der logistischen als auch künstlerischen Qualität seit 1999 die Gastspielpartner. Mit der in Detmold inszenierten Operntetralogie "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner gelang Metzger zudem eine in diesem Umfang exzeptionelle Tourneeproduktion. Sowohl diese Leistungen als auch seine Arbeit als Vorsitzender der Landesbühnengruppe und Mitglied im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins in regem Austausch mit dem Vorstand der INTHEGA wurden nun durch den Preis gewürdigt.

Theater Plauen - Zwickau: GMD Leo Siberski verlängert seinen Vertrag bis 2022

Theater Plauen - Zwickau, GMD Leo Siberski, © Theater Plauen-Zwickau

Foto: GMD Leo Siberski
© Theater Plauen-Zwickau

Der Vertrag zwischen dem Theater Plauen-Zwickau und GMD Leo Siberski ist zum Saisonbeginn 2018/2019 für dann insgesamt fünf Spielzeiten bis zum Sommer 2022 verlängert worden. Erfreut betonen Generalintendant Roland May und Geschäftsführerin Sandra Kaiser den nun entstandenen Planungskorridor, der eine kontinuierliche Entwicklung von Philharmonischem Orchester und Musiktheater möglich machen wird.

In den kommenden Jahren stehen die Öffnung des Orchesterspielplanes für breitere Bevölkerungsschichten und neue Aufführungsformate auf der Agenda. Die zweite Auflage der Mondschein-Serenade auf der Bahnhofstraße vor 2000 Besuchern am 1. September in Plauen steht für diese Entwicklung ebenso wie das Baustellenkonzert zum Tag des offenen Denkmals am 9. September in Zwickau, das dem Besucheransturm kaum gewachsen war.

Leo Siberski zur Vertragsverlängerung und zur Zukunft der musikalischen Angebote am Theater Plauen-Zwickau: "Nach der überaus erfüllenden letzten Saison sowohl im Musiktheater als auch im Konzert freue ich mich auf vier weitere Jahre im Dienst von Kultur und Bildung in Südwestsachsen! Ich weiß einen Klangkörper hinter mir, dem das inspirierte Musizieren eine Herzensangelegenheit ist, ebenso wie die Bereitschaft, künstlerisch und in der Vermittlung von Musik auch neue Wege zu gehen. Mit positiver Energie und weitem Blick darauf zu achten, dass der atmende Geist dieser großen Künstlergemeinschaft auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt und dass Lösungen gefunden werden, die Folgen von Einsparungen einzudämmen, sehe ich als meine Verpflichtung."

TfN Hildesheim: Neuer Intendant steht fest

TfN Hildesheim, Pressekonferenz 12. September 2018, © Clemens Heidrich

Foto: v. l.: Olaf Levonen, Oliver Graf, Jasmina Hadžiahmetović, Dr. Ingo Meyer
© Clemens Heidrich

Der im niedersächsischen Gifhorn geborene Oliver Graf ist derzeit Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter der Intendantin im künstlerischen Bereich am Stadttheater Gießen. Zuvor war er Mitglied der Operndirektion / Leiter Casting, Disponent und künstlerischer Produktionsleiter am Staatstheater Darmstadt, nachdem er u.a bei den Bayreuther Festspielen engagiert war. Jasmina Hadžiahmetović, die momentan am Meininger Staatstheater Bizets „Carmen“ inszeniert, war bereits am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, an der Komischen Oper Berlin, am Théâtres de la Ville de Luxembourg sowie am Opernhaus Zürich beschäftigt.

Oliver Graf übertitelt sein Konzept für das Theater für Niedersachsen mit der Devise „Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum“ mit den Maximen „Traditionsbewusst, fortschrittlich, Neugierig“.
„Ein pluralistischer kontrapunktischer Spielplan mit verschiedensten Ästhetiken – der auch einen publikumszugänglichen Einsatz von elektronischen und neuen medialen Entwicklungen beinhaltet – sowie eine Kombination aus klassischen Stoffen und zeitgenössischen Themen“ stellen die Grundlagen seiner Arbeit dar, wie Graf in seinem Konzept erklärt. „So werden wir neben den bisher üblichen Sparten ab der Spielzeit 2020/21 auch wieder Stücke im Tanztheater zeigen und neue Spielorte und Theaterräume in der Stadt erschließen."

Nicht nur in der Programmatik, sondern auch in der Führung des Hauses will Graf auf das Motto „inklusiv statt exklusiv“ setzen. So gälte es, Inklusion und Barrierefreiheit, Geschlechtergleichheit, Gleichberechtigung und Toleranz etc. nicht nur zu fordern, sondern im Theateralltag umzusetzen und zu leben.

Biografie Oliver Graf, designierter Intendant und Geschäftsführer

Oliver Graf wurde 1981 im niedersächsischen Gifhorn geboren und ist aktuell Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter der Intendantin im künstlerischen Bereich am Stadttheater Gießen.
Zuvor war er Mitglied der Operndirektion / Leiter Casting, Disponent und künstlerischer Produktionsleiter am Staatstheater Darmstadt, nachdem er als Disponent und Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro bei den Bayreuther Festspielen, als Assistent der Intendantin und Referent für Marketing am Stadttheater Gießen, als Assistent der Intendantin und Leiter der Direktionsbüros beim Festival junger Künstler Bayreuth sowie als freier Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro der Sächsischen Staatsoper Dresden (Semperoper) tätig war. Er studierte Kulturmanagement am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und arbeitete als ausgebildeter Schauspieler und Regisseur u.a. an der Staatsoper Hamburg, dem Schlosstheater Celle, der Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig und dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim. Erste theaterpraktische Erfahrungen sammelte er als Regieassistent und Mitarbeiter der Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung am Schlosstheater Celle.

Biografie Jasmina Hadžiahmetović, designierte Schauspieldirektorin

Jasmina Hadžiahmetović wurde 1978 in Sarajevo geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sie inszenierte Opern und Schauspiele am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, am Meininger Staatstheater, an der Komischen Oper Berlin, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und am Opernhaus Zürich.
So zeichnete sie u.a. verantwortlich für „Mutter Courage“ und „Die Schmutzigen Hände“ am Meininger Staatstheater und die spartenübergreifenden Produktionen „Die Afrikanerin“ und „Die Kluge“ am Theater Konstanz.
Für das Education-Programm der Berliner Philharmoniker führte sie bei Benjamin Brittens „Noye’s Fludde“ und David Langs „Crowd Out - Eine Komposition für 1000 Stimmen“ Regie. Die Umsetzung von Konzepten mit politischen Themen der Gegenwart sind für Jasmina Hadžiahmetovićs Arbeit entscheidend. Die Konzeption und Inszenierung von „Erwartung_Nada“, einer musiktheatralen Erinnerung an den Bosnien-Krieg im Radialsystem V in Berlin, war für sie eine wichtige und persönliche Regiearbeit. Im Rahmen der Broadening the Scope of Choral Music, einer Initiative des Rundfunkchores Berlin, inszenierte sie „Fürchtet Euch nicht“, einen Abend über das politisch aktuelle Thema der Flucht und des Umgangs mit dem Fremden im Berliner Dom. Weitere Theaterstationen waren das Staatstheater Kassel, die Oper Stuttgart sowie die Salzburger und Bayreuther Festspiele.
An der Universität Zürich absolvierte sie das Masterprogramm „Executive Master in Arts Administration“. Sie lehrt als Dozentin für szenischen Unterricht im Musiktheater an der Universität der darstellenden Künste (UdK) Berlin.

Aus dem Konzept von Oliver Graf, designierter Intendant und Geschäftsführer am Theater für Niedersachsen

Als innovationsfreudiger und zugleich traditionsbewusster Praktiker möchte ich das Theater für Niedersachsen unter der Devise „Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum!“ mit den Maximen „Traditionsbewusst – fortschrittlich – Neugierig“ allen Bevölkerungsgruppen nahebringen und es zu einem zentralen dynamischen Ort des Diskurses der Stadtgesellschaft und Region entwickeln. Die interkulturelle und soziale Öffnung des Hauses wie auch der Spagat zwischen Tradition und Erneuerung sind eine Voraussetzung für die nachhaltige Implementierung und Existenzberechtigung des Theaters in der Stadt, der Region und dem Land Niedersachsen. Theater ist für mich eine sinnstiftende Sehnsuchtsmaschine, in der Emotionen verhandelt werden. Gleichzeitig hat es immer auch eine gesellschaftspolitische Dimension. Theater sind Bollwerke der Demokratie und des Humanismus. Ich stelle den unbedingten Anspruch an das Theater, außer „Geschichten zu erzählen“, für die Gesellschaft und die Menschen der Region kulturell und gesellschaftspolitisch relevant zu sein. Von daher stehe ich auch aus tiefster Überzeugung für ein Ensemble- und Repertoire-Theater ein. Das TfN ist für mich ein Kultur-Grundversorger. Mein Ziel ist, dass das Selbstverständnis des Theaters das einer „Volksbühne“ ist.

Ein pluralistischer kontrapunktischer Spielplan mit verschiedensten Ästhetiken – der auch einen publikumszugänglichen Einsatz von elektronischen und neuen medialen Entwicklungen beinhaltet – sowie eine Kombination aus klassischen Stoffen und zeitgenössischen Themen stellt die Grundlage meiner Niedersächsischen//Dramaturgie dar und garantiert ein größtmögliches vielfältiges Spektrum. So werden wir neben den bisher üblichen Sparten ab der Spielzeit 2020/21 auch wieder Stücke im Tanztheater zeigen und neue Spielorte und Theaterräume in der Stadt erschließen. Vielfalt, Diversität und Pluralismus sind die Stichworte, die nicht nur meine Programmatik, sondern auch die Führung des Hauses bestimmen getreu dem Motto „inklusiv statt exklusiv“. So gilt es, Inklusion und Barrierefreiheit, Geschlechtergleichheit, Gleichberechtigung und Toleranz etc. nicht nur zu fordern, sondern im Theateralltag umzusetzen und zu leben. Gesellschaftliche Verantwortung muss für eine geförderte Institution eine Grundvoraussetzung sein: unter genauer Beobachtung der momentanen gesellschaftspolitischen Situation hat sich das Theater weiterhin als Vertreterin von Toleranz, Mitmenschlichkeit und Menschenrechten und den humanistischen Idealen zu erweisen.

Wir machen Theater – im wahrsten Sinne des Wortes. Und unsere Tür steht allen Menschen offen.

Und wir wollen (uns) unterhalten - wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen!

In diesem Sinne: Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum!

 

 

Theater Magdeburg: Vorstellung der neuen Generalmusikdirektorin Anna Skryleva ab der Spielzeit 2019/2020

Theater Magdeburg, Generalmusikdirektorin Anna Skryleva, © Thomas Leidig

Foto: Generalmusikdirektorin Anna Skryleva
© Thomas Leidig

Nach ihrer pianistischen Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau kam Anna Skryleva 1999 nach Deutschland, um ihr Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig fortzusetzen. Später nahm sie Dirigierunterricht beim Prof. Lutz Herbig in Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 war sie an der Oper Köln als musikalische Assistentin u. a. beim »Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Jeffrey Tate und Markus Stenz tätig. Zudem leitete sie als Dirigentin die Produktionen der Kölner Kinderoper mit dem Gürzenich-Orchester in der Yakult Halle. 2007 bis 2012 wurde Anna Skryleva als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin an die Staatsoper Hamburg unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Sie betreute die neue »Ring«-Produktion und die großen Wiederaufnahmen u. a. »Parsifal«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Elektra« und »Chowantschina«. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoirevorstellungen auf der großen Bühne mit den Hamburger Symphonikern und den Hamburger Philharmonikern.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Im Oktober 2018 dirigiert sie das 2. Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie mit Werken von Gioacchino Rossini, Giuseppe Verdi und Richard Strauss. Ab 1. August 2019 ist Anna Skryleva Generalmusikdirektorin am Theater Magdeburg.

»Anna Skryleva war immer in meiner Wahrnehmung«, so Karen Stone. Die Oper Köln als frühere Wirkungsstätte der Generalintendantin berichtete nur Positives über das Engagement Skrylevas und auch die Aufnahme in das Programm des »Institute for Women Conductors« machte Karen Stone wieder auf sie aufmerksam. Während ihres Engagements für »America Noir« am Theater Magdeburg überzeugte die Dirigentin mit ihrer Musikalität und ihrem Umgang mit der Ballettkompanie und der Magdeburgischen Philharmonie. »Ich denke, sie bringt ganz neue Energien und Visionen für diese Stelle mit und wir dürfen uns auf eine tolle neue Kollegin freuen«.

Und auch Anna Skryleva freut sich auf ihre neue Aufgabe. »Musik ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Musik ist international und braucht keine Worte um alle möglichen Emotionen in den Menschen zu wecken«. Als zukünftige Generalmusikdirektorin des Theaters Magdeburg fühlt sie sich verantwortlich für die Gefühle, die die musikalischen Botschaften im Publikum wecken können. »Weil kein Mensch ohne Musik leben kann!«.

VITA ANNA SKRYLEVA

Nach ihrer pianistischen Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau kam Anna Skryleva 1999 nach Deutschland, um ihr Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig fortzusetzen. Später nahm sie Dirigierunterricht beim Prof. Lutz Herbig in Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 war sie an der Oper Köln als musikalische Assistentin u. a. beim »Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Jeffrey Tate und Markus Stenz tätig. Zudem leitete sie als Dirigentin die Produktionen der Kölner Kinderoper mit dem Gürzenich-Orchester in der Yakult Halle. 2007 bis 2012 wurde Anna Skryleva als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin an die Staatsoper Hamburg unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Sie betreute die neue »Ring«-Produktion und die großen Wiederaufnahmen u. a. »Parsifal«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Elektra« und »Chowantschina«. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoirevorstellungen auf der großen Bühne mit den Hamburger Symphonikern und den Hamburger Philharmonikern.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Im November 2015 wurde Anna Skryleva als eine von sechs Dirigentinnen weltweit für die Teilnahme am Mentorenprogramm des »Institute for Women Conductors« an der Dallas Opera ausgewählt. Für die Spielzeit 2016/2017 wurde sie daraufhin als Gast an der Dallas Opera engagiert. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist Anna Skryleva Chefdirigentin der Klassik Philharmonie Hamburg. In dieser Spielzeit leitete sie in Magdeburg die Neuproduktion von Gonzalo Galgueras Ballettabend »America Noir«.

 

 

 

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