Theater Münster: Dr. Ulrich Peters beendet Intendanz 2021/22

Theater Münster, Intendant Dr. Ulrich Peters, © Oliver Berg

Foto: Dr. Ulrich Peters - © Oliver Berg

Dr. Ulrich Peters wird nach zehn sehr erfolgreichen Jahren seinen Vertrag als Generalintendant am Theater Münster nicht verlängern. Nach Stationen am Theater Augsburg (1999–2007) und am Theater am Gärtnerplatz in München (2007–2012) trat Peters in der Spielzeit 2012/13 die Intendanz in Münster an; sie endet jetzt mit Ende der Saison 2021/22.

„Ich möchte mich gerne wieder etwas mehr der Regie widmen, was in den 23 Jahren als Intendant (Theater Augsburg, Staatstheater am Gärtnerplatz München und Theater Münster) einfach etwa zu kurz kam“, ließ sich Peters zu seinem Abschied von Münster verlauten.

 

 

Deutsches Theater Göttingen: Moritz Beichl wird Hausregisseur

Deutsches Theater Göttingen, Hausregisseur Moritz Beichl, © Daniel Schlegel

Fotos: Moritz Beichl - © Daniel Schlegel

Moritz Beichl ist Autor und Regisseur. Sein Spezialgebiet sind Gender-Fragen. Man könnte ihn auch als ›Queerdenker‹ bezeichnen. Nach seinem Regiestudium, das er im Jahr 2017 an der Theaterakademie Hamburg abschließt, wird er mit seiner Inszenierung der »kleinstadtnovelle« von Roland M. Schernikau zu zahlreichen Festivals eingeladen und belegt den zweiten Platz beim Körber Studio Junge Regie. Dort begegnet er Erich Sidler. Aus dieser Begegnung entsteht bereits in der Spielzeit 2017/18 eine Zusammenarbeit. Moritz Beichls erste Inszenierung am Deutschen Theater Göttingen ist Ulrich Hubs »Ein Känguru wie du«, die beim Festival HART AM WIND im Sommer 2019 den Preis der Kinderjury gewinnt. In der Spielzeit 2018/19 folgen mit Rainer Werner Fassbinders »Petra von Kant« und David Bowies und Enda Walshs »Lazarus« zwei weitere Arbeiten in Göttingen. In konsequenter Folge dessen, ist Moritz Beichl mit der Spielzeit 2019/20 nun als Hausregisseur am Deutschen Theater Göttingen engagiert. Als solcher wird er u. a. die Uraufführung von Maria Milisavljevics »Geteilt« am Deutschen Theater Göttingen inszenieren. Die Autorin gewann mit Ihrem Drama »Beben« im Jahr 2016 den Heidelberger Stückemarkt. Moritz Beichl ist mit Antje Thoms inzwischen der zweite Hausregisseur am Deutschen Theater Göttingen.

Moritz Beichl wurde 1992 in Wien geboren. In der Spielzeit 2011/12 ist Beichl Absolvent des TheaterJahres der Jungen Burg am Wiener Burgtheater als Schauspieler. Es folgen Regiehospitanzen u. a. bei Luc Bondy. 2012 erhält er für sein Drama »Glückliches Gemüse« das Dramatiker-Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und veröffentlichte seinen Gedichtband »ist mir doch scheiß egal«. Sein Text »Kein Blick zurück jetzt« wurde in der Spielzeit 2015/16 am Landestheater Niederösterreich uraufgeführt. 2013-2017 studiert Moritz Beichl Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg und inszeniert im Rahmen seines Studiums u. a. Texte von Heiner Müller, Friedrich Schiller, Franz Kafka und Hans Henny Jahnn. Er zeigt seine Arbeiten u. a. am Thalia Theater Hamburg, Theater Konstanz, Theater Bremen und auf Kampnagel. Er ist Sieger des Start Off-Wettbewerbs für sein Stück »Montagskinder«, das Beichl für das Lichthoftheater Hamburg geschrieben und inszeniert hat. Er inszeniert u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Deutschen Theater Göttingen, Landestheater Niederösterreich, Stadttheater Bremerhaven und am Staatstheater Braunschweig. Neben klassischen und selbstgeschriebenen Texten arbeitet Beichl auch mit zeitgenössischen Autor*innen wie Thomas Köck, Tanja Šljivar und Thomas Perle.

 

 

TfN: Neue Schauspieldirektion ab 2020/21

TfN, Neue Schauspieldirektion ab 2020/21, Ayla Yeginer © Christian Manthey, Cornelia Pook © T.Behind-Photographics

Fotos: Ayla Yeginer - © Christian Manthey / Cornelia Pook - © T.Behind-Photographics

Jasmina Hadžiahmetović wird das Amt der Schauspieldirektorin ab der Spielzeit 2020/21 aus persönlichen Gründen nicht wie angekündigt antreten. Die Schauspielsparte wird mit Beginn der neuen Intendanz von Oliver Graf von Regisseurin Ayla Yeginer und TfN-Dramaturgin Cornelia Pook geleitet.

Ayla Yeginer wurde 1983 in eine deutsch-türkische Schauspielerfamilie in Kiel geboren. Ab 2011 war sie an verschiedenen Häusern als Regieassistentin engagiert, ehe sie am Theater Kontraste in Hamburg mit dem Stück „Das Urteil“ (Paul Hengge) ihr Debüt als Regisseurin gab. Es folgten weitere Regiearbeiten am Theater Kontraste, am Oldenburgischen Staatstheater, am Stadttheater Pforzheim sowie am Ohnsorg-Theater in Hamburg. Am TfN wird Ayla Yeginer auch als Hausregisseurin tätig sein.

Schauspieldramaturgin Cornelia Pook, geboren 1979 in Saarbrücken, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Mainz, arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin am Kleinen Theater in Berlin und als Dramaturgin am Fritz Rémond Theater in Frankfurt. Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie Dramaturgin am TfN.

„Ich freue mich, ein so kreatives und junges Team voller Energie und Ideen für diese Aufgaben und Herausforderungen der neuen Ausrichtung gefunden zu haben und blicke der Zusammenarbeit mit Freude entgegen“, so der designierte Intendant Oliver Graf.

Geschäftsführender Theaterdirektor des Theaters Lübeck Christian Schwandt tritt zum 31.07.20 von seinem Amt zurück

Theater Lübeck, Geschäftsführender Theaterdirektor Christian Schwandt, © Olaf Malzahn

Foto: Geschäftsführender Theaterdirektor Christian Schwandt
© Olaf Malzahn

 

Der Geschäftsführende Theaterdirektor der Theater Lübeck gGmbH Christian Schwandt kündigt seinen Vertrag zum 31. Juli 2020. Hauptgrund ist die zu geringe Finanzierung des Theaters und Orchesters durch das Land Schleswig-Holstein (Vorwegabzug im Kommunalen Finanzausgleich). Der Zuschuss für die Theater Lübeck gGmbH erhöht sich pro Jahr nur um 1,5 Prozent bei Personalkostensteigerungen von über 4 Prozent. Seit 2017 müssen wir diese Differenz jedes Jahr ausgleichen. Dies will die Landesregierung aktuell für weitere vier Jahre festschreiben. Gemäß Art. 30 Grundgesetz ist die Landesregierung für Kultur – also auch Theater und Orchester – primär zuständig. Vor dieser Zuständigkeit drückt sie sich leider gerade. Nur die Hansestadt Lübeck hat ihren Zuschuss in den letzten zehn Jahren vorbildlich von 6,3 auf 10,4 Millionen Euro angehoben.

»Es ist schade, aber ich kann ihn verstehen. Er hat mich gebeten, ihn nicht umzustimmen.«, sagt Peter Petereit, Aufsichtsratsvorsitzender der Theater Lübeck gGmbH. »Wir haben eine ausgezeichnete Zusammenarbeit. Er hat es verstanden, die wirtschaftlichen und künstlerischen Interessen gleichermaßen zu vertreten. Es ist etwas Besonderes, das er in Lübeck geschaffen hat.«

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau sagt: »Ich bedaure die Entscheidung von Herrn Schwandt außerordentlich. Herr Schwandt hat große Verdienste bei der Fortentwicklung und wirtschaftlichen Führung des Theater Lübeck. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Die Kritik an der Landesregierung im Umgang mit den Theatern im Land teile ich. Die finanzielle Not darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Hätte die Hansestadt Lübeck sich in den vergangenen Jahren so verhalten, wie das Land jetzt, wäre das Theater Lübeck heute nicht mehr existent.«

Kultursenatorin Kathrin Weiher sagt: »Ich bedaure außerordentlich, dass sich Herr Schwandt dazu entschieden hat, zum Ende Juli 2020 sein Dienstverhältnis zu beenden. Ich habe Herrn Schwandt stets sehr geschätzt und tue dies auch weiterhin. Wir haben ihm in den vergangenen Jahren insbesondere im betriebswirtschaftlichen Bereich eine außerordentlich engagierte Führung unseres Theaters zu verdanken. Jedoch hat er sich auch stets damit hervorgetan, dass das Theater in der Lübecker Kulturszene als der große, vernetzende Player wahrgenommen wird, von dem viele kleine Theater und andere kulturelle Events profitieren. Ich schätze ihn als einen sehr klaren Menschen und verstehe von daher, dass er auch jetzt mit sehr klarer Begründung seine Kündigung ausgesprochen hat.«

 

 

SchauSpielHaus Hamburg beendet Saison mit Rekord

Deutsches SchauSpileHaus Hamburg, Intendantin Karin Beier, © Florian Rar

Foto: Intendantin Karin Beier
© Florian Raz


Die sechste Spielzeit unter der Leitung von Karin Beier beendet das SchauSpielHaus mit einem Rekordergebnis. Mit einer Gesamtauslastung von satten 80,5% geht die größte deutsche Sprechtheaterbühne in die Sommerpause.

Die erfolgreichsten Produktionen in der Saison 2018-19 waren »Lazarus« (98%), »Der goldene Handschuh« (95%), »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« (92%) »Robin Hood« (95%), »Der Kaufmann von Venedig« (90%) »König Lear« (84%) und »Unterwerfung« (92%). Im Jungen SchauSpielHaus liefen am erfolgreichsten »Supergute Tage« (100%), »Extrem laut und unglaublich nah« (91%), »Antigone« (94%) und »Tiere im Hotel« (95%).

Mit dieser hohen Auslastung stiegen gleichzeitig die Besucherzahlen auf 235.900. Davon sahen 12.500 Besucher*innen die Inszenierungen bei Gastspielen in Paris, Meran, Bozen Berlin, Dresden, Ludwigshafen und Recklinghausen. Im Vergleich zur vorherigen Saison stiegen somit die Einnahmen um 17%.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2019-20 hat bereits begonnen. Der Karten-und Aboservice und die telefonische Kartenreservierung sind vom 7/7 bis 4/8 geschlossen. Ab 5/8 ist der Kartenservice wie gewohnt von Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr, der Aboservice von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr für die Besucher*innen da.

 

 

Fritz Rémond Theater im Zoo - Frankfurt: 40. Bühnenjubiläum von Anja Kruse

Fritz Rémond Theater - Frankfurt, Anja Kruse und Christian Fischer, © Helmut Seuffert

Foto: Anja Kruse mit Chrisitan Fischer in »Was dem einen Recht ist«, Komödie Frankfurt
© Helmut Seuffert

 

Wir gratulieren Anja Kruse zum 40. Bühnenjubiläum! Nicht nur als Schauspielerin in Theater und Film, auch als Autorin, Sängerin, Entertainerin und Veranstalterin eigener Lesungen und Musikprogramme kann Anja Kruse auf eine grandios vielfältige, aufregende und diverse Karriere zurückblicken. Sich stetig neu entdeckend und immer auf der Suche nach dem tieferen Verständnis ihrer Rollen, begeistert sie seit den 1980er Jahren ihr deutschsprachiges und internationales Publikum.

Nach einem Studium an der der Essener Folkwangschule in Schauspiel, Tanz und Gesang. Führte sie ihr erstes Engagement an die Städtischen Bühnen in Münster, Bühnendebüt mit der Rolle der Bianca in "Weiße Ehe" von Taddeus Roszewicz; bis 1983 engagierte sie das Thalia-Theater Hamburg. In den folgenden Jahren spielte sie als Gast am Theater des Westens, im Musiktheater Gelsenkirchen, im Theater an der Kö, Düsseldorf, in der Komödie im Bayerischen Hof, München, im Fritz-Rémond-Theater und in der Komödie Frankfurt und zahlreichen weiteren Theatern.

Die Fernseharbeit machte sie einem breiten Publikum bekannt. Ihr TV-Debüt gab sie an der Seite von Willy Millowitsch in Heinrich Spoerls "Der Maulkorb" beim WDR. Es folgten Hauptrollen in „Traumschiff“, „Schwarzwaldklinik“, „Forsthaus Falkenau“ und anderen namenhaften Serien. Anja Kruse hat immer versucht, sich nicht festlegen zu lassen und ihr Repertoire möglichst vielseitig und konträr zu gestalten. In den letzten Jahren drehte Anja Kruse vornehmlich für internationale Produktionen. Zuletzt "A Rose in Winter" (das Leben von Edith Stein). Über diesen Film sprach sie vor dem Vereinten Nationen in Genf und dem EU- Parlament in Brüssel.

Schaut man auf diese bemerkenswerte Vita freuen wir uns sehr, dass Anja Kruse ihr 40. Bühnenjubiläum in der Komödie Frankfurt mit uns auf der Bühne feiert und gratulieren ihr ganz herzlich! Seit dem 31.01. steht sie in der Rolle der Patricia Burdick in „Was dem einen recht ist“ auf unserer Bühne. Unter der Regie von Pascal Breuer sprüht das Stück vor Frauenpower und Tiefgang. Ganz so wie Anja Kruse.

 

 

Theater Ulm: Audiodeskription für ZuschauerInnen mit Sehbehinderung

Theater Ulm, Außenansicht, © Hermann Posch

Foto: Außenansicht des Theaters Ulm
© Hermann Posch

Das Theater Ulm freut sich, in dieser Spielzeit zwei Vorstellungen im Großen Haus für Menschen mit Sehbehinderung mittels einer Audiodeskription bereichern zu können. Das großzügige Sponsoring sowohl der Otto-Kaessbohrer-Stiftung als auch der Stiftung Berufsbildungswerk P.J. Wieland sowie die organisatorische Unterstützung durch den Inklusionsbeauftragten der Stadt sowie dem Regionalgruppenleiter und Mitgliedern der bundesweit aktiven Selbsthilfevereinigung "Pro Retina Deutschland e.V." ermöglicht dem Theater die Durchführung der akustischen Bildbeschreibung, welche durch die theater- und filmerfahrene Firma Hörfilm München betreut wird.

Die blinden oder sehbehinderten ZuschauerInnen erhalten vor der Vorstellung gegen Deponierung eines Pfandes (z.B. Personalausweis) ein Gerät der Firma SIKON bei der Leiterin des Besucherservices am Stand des Programmverkaufs. Während der Aufführung wird den Betroffenen über dieses eine genaue Beschreibung des sonst nur optisch wahrnehmbaren Geschehens live übertragen. Abgerundet wird das Angebot durch eine vorausgehende detaillierte Beschreibung des Bühnenbildes sowie der Personage durch den Produktionsdramaturgen. Diese Einführung findet 15 Minuten vor Stückbeginn statt.

Der erste Vorstellungstermin mit Audiodeskription ist Sarah Kohrs’ Inszenierung des Schauspiels „Terror“ am 5. März 2019, 20 Uhr. In Ferdinand von Schirachs Erfolgsstück steht ein Pilot der Bundeswehr vor Gericht, der ein von Terroristen gekapertes Flugzeug entgegen dem Befehl seines Vorgesetzten abschoss, um ein voll besetztes Fußballstadion zu retten. Das Urteil über den Ausgang des Abends fällen die Zuschauer selbst, indem sie nach der Pause durch entsprechend markierte Durchgänge den Zuschauerraum wieder betreten. Blinde oder sehbehinderte Personen können dem zählenden Einlasspersonal auch gerne direkt ihre Entscheidung mitteilen. Eine Höreinführung zur Einstimmung auf den Abend finden die ZuschauerInnen auf der Stückseite im Internet unter www.theater-ulm.de/spielplan/stuecke/terror.

Der zweite Termin ist bereits geplant: am 27. Juni 2019, 20 Uhr findet im Großen Haus eine Vorstellung von Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ mit Audiodeskription statt.

Karten für die Vorstellungen sind an der Theaterkasse (Tel.: 0731/161-4444, theater-kasse@ulm.de) erhältlich. Das Theater Ulm bittet ZuschauerInnen mit Sehbehin-derung um Reservierung eines Gerätes bei der Theaterkasse bis jeweils eine Woche vor der Vorstellung, damit ausreichend Geräte zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

Theater Konstanz: Erneute Erhöhung der Mindestgage

Theater Konstanz, Außenansicht, © Theater Konstanz

Foto: Außenansicht des Theater Konstanz
© Theater Konstanz

 

Das Theater Konstanz hat bereits 2017 die Mindestgage für Schauspiel*innen auf 2.200 € angehoben. Die Monatsgagen am Theater Konstanz liegen seit Jahren über der tariflich festgelegten Mindestgage des Deutschen Bühnenvereins. Für 2019 wird die Mindestgage auf 2.300 € erhöht. Davon profitieren am Haus alle, die über NV Bühne beschäftigt sind, auch das Ensemble, das - anders als im bundesweiten Trend - von 22 auf 25 Schauspieler*innen aufgestockt wurde. „Wir als Ensemble freuen uns natürlich darüber, dass unsere jungen Kolleg*innen besser bezahlt werden, als es der Tarifvertrag vorsieht, und sind stolz darauf, dass dies an unserem Haus seit Jahren so praktiziert wird“, sagt Ensemblesprecher Georg Melich.„Wenn auch scheinbar in den Medien von Nachtkritik und Bühnengenossenschaft vergessen, so hat das „Konstanzer Modell“ schon vor Jahren die Mindestgage freiwillig angehoben. Dies geschah ohne Druck irgendeiner Gewerkschaft, geschweige denn eines Netzwerkes“, betont Intendant Prof. Dr. Dr. Christoph Nix. Das Konstanzer Modell stellt darauf ab, dass nicht nur die Mindestgagen erhöht werden, sondern ebenso eine faire Behandlung von Praktikant*innen eingeleitet wird. Praktika ab 3 Monaten am Theater Konstanz werden aktuell mit 600 € vergütet.

 

 

Musiktheater im Revier - Gelsenkirchen: Giuseppe Spota wird neuer Ballettdirektor

Musiktheater im Revier - Gelsenkirchen, Ballettdirektor Giuseppe Spota, © Christian Kleiner

Foto: Ballettdirektor Giuseppe Spota
© Christian Kleiner

Giuseppe Spota – derzeit Ballettmeister und choreografischer Assistent am Nationaltheater Mannheim – wird zur Spielzeit 2019.20 neuer Ballettdirektor des MiR Gelsenkirchen. Er tritt damit die Nachfolge von Bridget Breiner an, die zum August 2019 das Staatsballett in Karlsruhe übernehmen wird.

In Bari geboren, erhielt Giuseppe Spota seine Ausbildung an der Scuola del Balletto del Sud und der Scuola del Balletto di Toscana. Ab 2002 tanzte der Italiener zunächst in den Ensembles des Balletto di Roma, der Gruppo Nuova Danza Treviso sowie beim Aterballetto, bevor er Mitglied der Gauthier Dance Company Stuttgart wurde. Zur Spielzeit 2010/11 wechselte Spota in das Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo er bis Sommer 2014 unter Stephan Thoss als Solist engagiert war. Er tanzte in Choreografien von Jiří Kylián, Ohad Naharin, Paul Lightfoot/Sol Leon, Christian Spuck, Itzik Galili, Hans van Manen, Medhi Walerski, Eric Gauthier, Martino Müller, Mauro Bigonzetti und Fabrizio Monteverde. 2011 wurde er dafür mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Bester Darsteller Tanz” ausgezeichnet.

Seit 2013 ist er als freischaffender Choreograf tätig und kreiert regelmäßig Stücke für Tanzkompanien im In- und Ausland, u. a. am Staatstheater Mainz, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Theater Ulm und Regensburg sowie für das Aterballetto und das Junior Balletto di Toscana. Seit 2015/16 ist er dem Nationaltheater Mannheim verbunden. In dieser Spielzeit übernimmt er Regie und Choreografie der Oper "Echnaton" von Philip Glass im Theater Dortmund.

Generalintendant Michael Schulz: „Es freut mich sehr und ich bin stolz, wieder einen hochkarätigen Choreografen für den Tanz am MiR gefunden zu haben. Giuseppe Spota wird die erfolgreiche Arbeit von Bridget Berliner fortführen und mit neuen ästhetischen Impulsen und Ideen weiter entwickeln. Der Tanz als eine zentrale MiR-Sparte wird durch ihn weiterhin große Ausstrahlung und Bedeutung haben. Eine Entdeckung!“

Giuseppa Spota wird sich im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. Januar 2019 um 14 Uhr im Hans-Sachs-Haus erstmals in Gelsenkirchen vorstellen.

 

 

Theater Regensburg: Abschied von Chefchoreograph und künstlerischem Leiter Yuki Mori

Theater Regensburg, Chefchoreograph und künstlerischer Leiter der Sparte Tanz Yuki Mori; © Jochen Quast

Foto: Chefchoreograph u. künstl. Leiter Yuki Mori
© Jochen Quast

Nach sieben gemeinsamen Jahren wird Yuki Mori, Chefchoreograph und künstlerischer Leiter der Sparte Tanz, das Theater Regensburg aus privaten Gründen verlassen. Die Theaterleitung bedauert diesen Schritt und bedankt sich für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

Auf eigenen Wunsch wird Yuki Mori mit dem Ende der Spielzeit 2018/19 sein Engagement am Theater Regensburg beenden. Intendant Jens Neundorff von Enzberg bedauert diesen Verlust für das Theater und dankt Yuki Mori für eine sehr intensive und erfolgreiche gemeinsame Zeit.

Seit der Spielzeit 2012/13 entstanden unter Yuki Mori als Chefchoreograph und künstlerischem Leiter der Sparte Tanz u.a. Arbeiten wie „Ich, Wagner. Sehnsucht!“, „Am Rand der Stille“, „Intime Briefe“, „Le Sacre du Printemps“, „Incantations“ und „Schwarzer Regen“ im Rahmen des Tanzabends „Zeit.Raum!“, „Am Rand der Stille“, „Bernarda Alba“, „Don Quijote“, „Bolero“, „Loops“, die Tanzoper „Les enfants terrible“ von Philipp Glass, die Choreographie „Bacon“ in „Bilder.Rausch: Klimt.Bacon“ und „Allegoria“ im Rahmen des Tanzabends „Shakespeare Dreams“, sowie Choreographien für Musicals und Operetten.

Für seine Choreographie „The House“ war Yuki Mori im Jahr 2016 für den FAUST-Preis nominiert.

Die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Tanz.Fabrik“ wurde von ihm sehr erfolgreich weitergeführt und ausgebaut.

Theater Ulm: Kay Metzger erhält Ehrenpreis der INTHEGA

Theater Ulm, Intendant Kay Metzger, © Theater Ulm

Foto: Intendant Kay Metzger
© Theater Ulm

In Bielefeld wurde Kay Metzger bei einer Festveranstaltung am 15. Oktober der Ehrenpreis des Vorstands der INTHEGA überreicht.

Die INTHEGA, ein Verbund von in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansässigen Theaterspielstätten, kooperiert seit Jahrzehnten mit jenen Theatern, vor allem Landesbühnen, die für den umfangreichen länderübergreifenden Gastspielmarkt Theaterproduktionen anbieten. Kay Metzger hatte als Intendant zunächst in Halberstadt und Quedlinburg, dann in Detmold, jeweils große Mehrspartentheater geleitet, die aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Kinder- und Jugendtheater ein umfangreiches Spektrum an mobilen Produktionen bereithielten.

Mit diesem Angebot überzeugten die von Metzger geführten Theater sowohl von der logistischen als auch künstlerischen Qualität seit 1999 die Gastspielpartner. Mit der in Detmold inszenierten Operntetralogie "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner gelang Metzger zudem eine in diesem Umfang exzeptionelle Tourneeproduktion. Sowohl diese Leistungen als auch seine Arbeit als Vorsitzender der Landesbühnengruppe und Mitglied im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins in regem Austausch mit dem Vorstand der INTHEGA wurden nun durch den Preis gewürdigt.

Theater Plauen - Zwickau: GMD Leo Siberski verlängert seinen Vertrag bis 2022

Theater Plauen - Zwickau, GMD Leo Siberski, © Theater Plauen-Zwickau

Foto: GMD Leo Siberski
© Theater Plauen-Zwickau

Der Vertrag zwischen dem Theater Plauen-Zwickau und GMD Leo Siberski ist zum Saisonbeginn 2018/2019 für dann insgesamt fünf Spielzeiten bis zum Sommer 2022 verlängert worden. Erfreut betonen Generalintendant Roland May und Geschäftsführerin Sandra Kaiser den nun entstandenen Planungskorridor, der eine kontinuierliche Entwicklung von Philharmonischem Orchester und Musiktheater möglich machen wird.

In den kommenden Jahren stehen die Öffnung des Orchesterspielplanes für breitere Bevölkerungsschichten und neue Aufführungsformate auf der Agenda. Die zweite Auflage der Mondschein-Serenade auf der Bahnhofstraße vor 2000 Besuchern am 1. September in Plauen steht für diese Entwicklung ebenso wie das Baustellenkonzert zum Tag des offenen Denkmals am 9. September in Zwickau, das dem Besucheransturm kaum gewachsen war.

Leo Siberski zur Vertragsverlängerung und zur Zukunft der musikalischen Angebote am Theater Plauen-Zwickau: "Nach der überaus erfüllenden letzten Saison sowohl im Musiktheater als auch im Konzert freue ich mich auf vier weitere Jahre im Dienst von Kultur und Bildung in Südwestsachsen! Ich weiß einen Klangkörper hinter mir, dem das inspirierte Musizieren eine Herzensangelegenheit ist, ebenso wie die Bereitschaft, künstlerisch und in der Vermittlung von Musik auch neue Wege zu gehen. Mit positiver Energie und weitem Blick darauf zu achten, dass der atmende Geist dieser großen Künstlergemeinschaft auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt und dass Lösungen gefunden werden, die Folgen von Einsparungen einzudämmen, sehe ich als meine Verpflichtung."

TfN Hildesheim: Neuer Intendant steht fest

TfN Hildesheim, Pressekonferenz 12. September 2018, © Clemens Heidrich

Foto: v. l.: Olaf Levonen, Oliver Graf, Jasmina Hadžiahmetović, Dr. Ingo Meyer
© Clemens Heidrich

Der im niedersächsischen Gifhorn geborene Oliver Graf ist derzeit Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter der Intendantin im künstlerischen Bereich am Stadttheater Gießen. Zuvor war er Mitglied der Operndirektion / Leiter Casting, Disponent und künstlerischer Produktionsleiter am Staatstheater Darmstadt, nachdem er u.a bei den Bayreuther Festspielen engagiert war. Jasmina Hadžiahmetović, die momentan am Meininger Staatstheater Bizets „Carmen“ inszeniert, war bereits am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, an der Komischen Oper Berlin, am Théâtres de la Ville de Luxembourg sowie am Opernhaus Zürich beschäftigt.

Oliver Graf übertitelt sein Konzept für das Theater für Niedersachsen mit der Devise „Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum“ mit den Maximen „Traditionsbewusst, fortschrittlich, Neugierig“.
„Ein pluralistischer kontrapunktischer Spielplan mit verschiedensten Ästhetiken – der auch einen publikumszugänglichen Einsatz von elektronischen und neuen medialen Entwicklungen beinhaltet – sowie eine Kombination aus klassischen Stoffen und zeitgenössischen Themen“ stellen die Grundlagen seiner Arbeit dar, wie Graf in seinem Konzept erklärt. „So werden wir neben den bisher üblichen Sparten ab der Spielzeit 2020/21 auch wieder Stücke im Tanztheater zeigen und neue Spielorte und Theaterräume in der Stadt erschließen."

Nicht nur in der Programmatik, sondern auch in der Führung des Hauses will Graf auf das Motto „inklusiv statt exklusiv“ setzen. So gälte es, Inklusion und Barrierefreiheit, Geschlechtergleichheit, Gleichberechtigung und Toleranz etc. nicht nur zu fordern, sondern im Theateralltag umzusetzen und zu leben.

Biografie Oliver Graf, designierter Intendant und Geschäftsführer

Oliver Graf wurde 1981 im niedersächsischen Gifhorn geboren und ist aktuell Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter der Intendantin im künstlerischen Bereich am Stadttheater Gießen.
Zuvor war er Mitglied der Operndirektion / Leiter Casting, Disponent und künstlerischer Produktionsleiter am Staatstheater Darmstadt, nachdem er als Disponent und Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro bei den Bayreuther Festspielen, als Assistent der Intendantin und Referent für Marketing am Stadttheater Gießen, als Assistent der Intendantin und Leiter der Direktionsbüros beim Festival junger Künstler Bayreuth sowie als freier Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro der Sächsischen Staatsoper Dresden (Semperoper) tätig war. Er studierte Kulturmanagement am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und arbeitete als ausgebildeter Schauspieler und Regisseur u.a. an der Staatsoper Hamburg, dem Schlosstheater Celle, der Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig und dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim. Erste theaterpraktische Erfahrungen sammelte er als Regieassistent und Mitarbeiter der Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung am Schlosstheater Celle.

Biografie Jasmina Hadžiahmetović, designierte Schauspieldirektorin

Jasmina Hadžiahmetović wurde 1978 in Sarajevo geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sie inszenierte Opern und Schauspiele am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, am Meininger Staatstheater, an der Komischen Oper Berlin, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und am Opernhaus Zürich.
So zeichnete sie u.a. verantwortlich für „Mutter Courage“ und „Die Schmutzigen Hände“ am Meininger Staatstheater und die spartenübergreifenden Produktionen „Die Afrikanerin“ und „Die Kluge“ am Theater Konstanz.
Für das Education-Programm der Berliner Philharmoniker führte sie bei Benjamin Brittens „Noye’s Fludde“ und David Langs „Crowd Out - Eine Komposition für 1000 Stimmen“ Regie. Die Umsetzung von Konzepten mit politischen Themen der Gegenwart sind für Jasmina Hadžiahmetovićs Arbeit entscheidend. Die Konzeption und Inszenierung von „Erwartung_Nada“, einer musiktheatralen Erinnerung an den Bosnien-Krieg im Radialsystem V in Berlin, war für sie eine wichtige und persönliche Regiearbeit. Im Rahmen der Broadening the Scope of Choral Music, einer Initiative des Rundfunkchores Berlin, inszenierte sie „Fürchtet Euch nicht“, einen Abend über das politisch aktuelle Thema der Flucht und des Umgangs mit dem Fremden im Berliner Dom. Weitere Theaterstationen waren das Staatstheater Kassel, die Oper Stuttgart sowie die Salzburger und Bayreuther Festspiele.
An der Universität Zürich absolvierte sie das Masterprogramm „Executive Master in Arts Administration“. Sie lehrt als Dozentin für szenischen Unterricht im Musiktheater an der Universität der darstellenden Künste (UdK) Berlin.

Aus dem Konzept von Oliver Graf, designierter Intendant und Geschäftsführer am Theater für Niedersachsen

Als innovationsfreudiger und zugleich traditionsbewusster Praktiker möchte ich das Theater für Niedersachsen unter der Devise „Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum!“ mit den Maximen „Traditionsbewusst – fortschrittlich – Neugierig“ allen Bevölkerungsgruppen nahebringen und es zu einem zentralen dynamischen Ort des Diskurses der Stadtgesellschaft und Region entwickeln. Die interkulturelle und soziale Öffnung des Hauses wie auch der Spagat zwischen Tradition und Erneuerung sind eine Voraussetzung für die nachhaltige Implementierung und Existenzberechtigung des Theaters in der Stadt, der Region und dem Land Niedersachsen. Theater ist für mich eine sinnstiftende Sehnsuchtsmaschine, in der Emotionen verhandelt werden. Gleichzeitig hat es immer auch eine gesellschaftspolitische Dimension. Theater sind Bollwerke der Demokratie und des Humanismus. Ich stelle den unbedingten Anspruch an das Theater, außer „Geschichten zu erzählen“, für die Gesellschaft und die Menschen der Region kulturell und gesellschaftspolitisch relevant zu sein. Von daher stehe ich auch aus tiefster Überzeugung für ein Ensemble- und Repertoire-Theater ein. Das TfN ist für mich ein Kultur-Grundversorger. Mein Ziel ist, dass das Selbstverständnis des Theaters das einer „Volksbühne“ ist.

Ein pluralistischer kontrapunktischer Spielplan mit verschiedensten Ästhetiken – der auch einen publikumszugänglichen Einsatz von elektronischen und neuen medialen Entwicklungen beinhaltet – sowie eine Kombination aus klassischen Stoffen und zeitgenössischen Themen stellt die Grundlage meiner Niedersächsischen//Dramaturgie dar und garantiert ein größtmögliches vielfältiges Spektrum. So werden wir neben den bisher üblichen Sparten ab der Spielzeit 2020/21 auch wieder Stücke im Tanztheater zeigen und neue Spielorte und Theaterräume in der Stadt erschließen. Vielfalt, Diversität und Pluralismus sind die Stichworte, die nicht nur meine Programmatik, sondern auch die Führung des Hauses bestimmen getreu dem Motto „inklusiv statt exklusiv“. So gilt es, Inklusion und Barrierefreiheit, Geschlechtergleichheit, Gleichberechtigung und Toleranz etc. nicht nur zu fordern, sondern im Theateralltag umzusetzen und zu leben. Gesellschaftliche Verantwortung muss für eine geförderte Institution eine Grundvoraussetzung sein: unter genauer Beobachtung der momentanen gesellschaftspolitischen Situation hat sich das Theater weiterhin als Vertreterin von Toleranz, Mitmenschlichkeit und Menschenrechten und den humanistischen Idealen zu erweisen.

Wir machen Theater – im wahrsten Sinne des Wortes. Und unsere Tür steht allen Menschen offen.

Und wir wollen (uns) unterhalten - wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen!

In diesem Sinne: Für ein neues WIR: Hier gilt´s dem Publikum!

 

 

Theater Magdeburg: Vorstellung der neuen Generalmusikdirektorin Anna Skryleva ab der Spielzeit 2019/2020

Theater Magdeburg, Generalmusikdirektorin Anna Skryleva, © Thomas Leidig

Foto: Generalmusikdirektorin Anna Skryleva
© Thomas Leidig

Nach ihrer pianistischen Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau kam Anna Skryleva 1999 nach Deutschland, um ihr Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig fortzusetzen. Später nahm sie Dirigierunterricht beim Prof. Lutz Herbig in Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 war sie an der Oper Köln als musikalische Assistentin u. a. beim »Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Jeffrey Tate und Markus Stenz tätig. Zudem leitete sie als Dirigentin die Produktionen der Kölner Kinderoper mit dem Gürzenich-Orchester in der Yakult Halle. 2007 bis 2012 wurde Anna Skryleva als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin an die Staatsoper Hamburg unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Sie betreute die neue »Ring«-Produktion und die großen Wiederaufnahmen u. a. »Parsifal«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Elektra« und »Chowantschina«. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoirevorstellungen auf der großen Bühne mit den Hamburger Symphonikern und den Hamburger Philharmonikern.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Im Oktober 2018 dirigiert sie das 2. Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie mit Werken von Gioacchino Rossini, Giuseppe Verdi und Richard Strauss. Ab 1. August 2019 ist Anna Skryleva Generalmusikdirektorin am Theater Magdeburg.

»Anna Skryleva war immer in meiner Wahrnehmung«, so Karen Stone. Die Oper Köln als frühere Wirkungsstätte der Generalintendantin berichtete nur Positives über das Engagement Skrylevas und auch die Aufnahme in das Programm des »Institute for Women Conductors« machte Karen Stone wieder auf sie aufmerksam. Während ihres Engagements für »America Noir« am Theater Magdeburg überzeugte die Dirigentin mit ihrer Musikalität und ihrem Umgang mit der Ballettkompanie und der Magdeburgischen Philharmonie. »Ich denke, sie bringt ganz neue Energien und Visionen für diese Stelle mit und wir dürfen uns auf eine tolle neue Kollegin freuen«.

Und auch Anna Skryleva freut sich auf ihre neue Aufgabe. »Musik ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Musik ist international und braucht keine Worte um alle möglichen Emotionen in den Menschen zu wecken«. Als zukünftige Generalmusikdirektorin des Theaters Magdeburg fühlt sie sich verantwortlich für die Gefühle, die die musikalischen Botschaften im Publikum wecken können. »Weil kein Mensch ohne Musik leben kann!«.

VITA ANNA SKRYLEVA

Nach ihrer pianistischen Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau kam Anna Skryleva 1999 nach Deutschland, um ihr Klavierstudium an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig fortzusetzen. Später nahm sie Dirigierunterricht beim Prof. Lutz Herbig in Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 war sie an der Oper Köln als musikalische Assistentin u. a. beim »Ring des Nibelungen« unter der Leitung von Jeffrey Tate und Markus Stenz tätig. Zudem leitete sie als Dirigentin die Produktionen der Kölner Kinderoper mit dem Gürzenich-Orchester in der Yakult Halle. 2007 bis 2012 wurde Anna Skryleva als Musikalische Assistentin und Solorepetitorin an die Staatsoper Hamburg unter der Leitung der Intendantin und GMD Simone Young engagiert. Sie betreute die neue »Ring«-Produktion und die großen Wiederaufnahmen u. a. »Parsifal«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Elektra« und »Chowantschina«. Als Dirigentin leitete sie zwei Produktionen des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper in der Opera Stabile und Repertoirevorstellungen auf der großen Bühne mit den Hamburger Symphonikern und den Hamburger Philharmonikern.

Zwischen 2012 und 2015 wurde Anna Skryleva als 1. Kapellmeisterin und stellvertretende GMD zuerst am Schleswig Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt engagiert. Hier dirigierte sie äußerst erfolgreich Konzerte mit Werken von Messiaen, Francaix, Berlioz, Britten und Strawinsky sowie Vorstellungen und Premieren von Verdis »Otello«, »La Traviata«, Wagners »Tristan und Isolde«, Puccinis »La Boheme«, »Il Trittico«, Humperdincks »Hänsel und Gretel«, Webers »Der Freischütz«, Strauss »Salome«, Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, Prokofjews »Cinderella« und Tschaikowskys »Der Nussknacker«. Im Juni 2015 gastierte Anna Skryleva mit der Produktion des Staatstheaters Darmstadt »Madame Butterfly« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab der Spielzeit 2015/2016 widmete sich Anna Skryleva insbesondere dem Konzertbereich. Sie gastierte u. a. bei der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, beim Philharmonischen Orchester OFUNAM und dem Jugendorchester Eduardo Mata in Mexiko, Norddeutsche Philharmonie Rostock, INSO Lviv Symphony Orchestra in der Ukraine.

Im November 2015 wurde Anna Skryleva als eine von sechs Dirigentinnen weltweit für die Teilnahme am Mentorenprogramm des »Institute for Women Conductors« an der Dallas Opera ausgewählt. Für die Spielzeit 2016/2017 wurde sie daraufhin als Gast an der Dallas Opera engagiert. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist Anna Skryleva Chefdirigentin der Klassik Philharmonie Hamburg. In dieser Spielzeit leitete sie in Magdeburg die Neuproduktion von Gonzalo Galgueras Ballettabend »America Noir«.