Theater, Oper und Orchester GmbH Halle / Puppentheater: Kulturstiftung des Bundes fördert Puppentheater-Kooperation mit Südafrika

Theater, Oper und Orchester GmbH Halle, Puppentheater, © Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

Foto: Puppentheater Halle
© Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

 

Das Puppentheater Halle erhält für seine Koproduktion „Save the Pedestals“ („Rettet die Sockel“) eine Förderung in Höhe von 248 000 Euro aus dem Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes. Mit TURN sollen künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern gefördert werden. Für „Save the Pedestals“ arbeitet das Puppentheater Halle mit der Handspring Puppet Company aus Kapstadt/Südafrika zusammen, die als renommiertestes Figurentheater-Ensemble des Kontinents gilt. Die Inszenierung liegt in den Händen der ebenfalls aus Südafrika stammenden Choreografin und Regisseurin Robyn Orlin, die in Berlin und Johannesburg lebt. Das gemeinschaftliche Projekt wird auch durch das Land Sachsen-Anhalt maßgeblich gefördert.

Basierend auf einer unveröffentlichten Kurzgeschichte des südafrikanischen Autors Ivan Vladislavic („Der Plan des Baumeisters“, „Johannesburg. Insel aus Zufall“) soll das Stück den Umgang mit historischen Denkmälern verhandeln und nach dem Bewahren oder Zerstören des kollektiven Erinnerns fragen. Gerade in Ländern, in denen Diktaturen oder das Regime der Apartheid geherrscht haben, muss dieses Problem immer neu verhandelt werden: Soll man Monumente, die an ein gestürztes System erinnern, nicht ebenfalls stürzen? Oder soll man sie als Mahnung und zum Gedächtnis bewahren? Wie aktuell dieses Problem tatsächlich ist, zeigten jüngst die rechtsradikalen Ausschreitungen in den USA: Die Proteste in Charlottesville/Virginia entzündeten sich an einem Stadtratsbeschluss, wonach eine Statue des Konföderierten-Generals Robert F. Lee entfernt werden sollte, der im Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 für den Fortbestand der Sklaverei gekämpft hatte … Aber auch Bilder von den stürzenden Statuen des irakischen Diktators Saddam Hussein, von den Denkmal-Friedhöfen in der ehemaligen Sowjetunion und aus anderen Regionen sollen in die Gedankenwelt von „Save the Pedestals“ einfließen – ebenso wie Kuriositäten, zu denen u. a. ein Lokomobile in Namibia zählt, dem der Name „Martin Luther“ gegeben wurde und das von deutscher Kolonialgeschichte erzählt.

Nach einer Recherche-Phase und Workshops in Kapstadt und Halle beginnen die Proben für „Save the Pedestals“ im August 2018, die Premiere in Halle ist für den 12. Oktober 2018 geplant. Danach wird das Stück auch in Südafrika zu sehen sein.

 

 

Oper Leipzig: Neuer Chordirektor der Oper Leipzig

Oper Leipzig, Thomas Eitler-de Lint, © Oper Leipzig

Foto: Thomas Eitler-de Lint
© Oper Leipzig

Der österreichische Dirigent und Chorleiter Thomas Eitler-de Lint übernimmt ab 14. November die Leitung des Chores der Oper Leipzig. Eitler-de Lint war zuvor seit September 2014 Chordirektor am Staatstheater Darmstadt und folgt in Leipzig auf Alessandro Zuppardo, der sich nach fünf Jahren neuen Projekten zuwendet.

Der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig, Prof. Ulf Schirmer, äußert sich glücklich über die Neubesetzung: »Ich bin sehr froh, dass wir Herrn Eitler-de Lint gewinnen konnten, der bereits im Vorstellungsverfahren einen sehr kompetenten, disziplinierten und kreativen Eindruck hinterlassen hat.« Eitler-de Lint sieht der neuen Herausforderung ebenfalls freudig entgegen: »Es ist mir eine Ehre, in der Musikstadt Leipzig diesen traditionsreichen Opernchor zu leiten und gemeinsam mit dessen Mitgliedern die Geschichte fortzuschreiben.«

Eitler-de Lint studierte in seiner Heimatstadt Wien. Noch vor seinem Abschluss trat er 1992 die Stelle des stellvertretenden Chordirektors und Bühnenkapellmeisters an der Wiener Volksoper an. Es folgten weitere Engagements als Chordirektor, später Erster Kapellmeister am Stadttheater Koblenz und als Chordirektor am Bremer Theater. In der Saison 2013/14 war er künstlerischer Leiter des Chores der Nationalen Oper in Amsterdam. Gleichzeitig nahm er Einladungen als Chorleiter bei diversen Rundfunkchören wie dem WDR, dem NDR, dem MDR und dem Niederländischen Rundfunkchor in Hilversum wahr. Zudem war Thomas Eitler-de Lint Chorassistent bei den Bayreuther Festspielen und Gastchordirektor an den Opernhäusern Zürich und Hannover. Seit 2016 ist er zusätzlich Gastchordirektor an der Oper Shanghai. Als Dirigent arbeitete Thomas Eitler-de Lint u. a. mit der Rheinischen Philharmonie, der Neubrandenburger Philharmonie, dem Sinfonieorchester Göttingen oder dem WDR Rundfunkorchester. Von 2008-2014 hatte er einen Lehrauftrag für Orchesterdirigieren an der Hochschule für Künste in Bremen inne.

 

 

Staatstheater Braunschweig: Excellente Orchesterlandschaft

Staatstheater Braunschweig, Staatsorchester Braunschweig, © Volker Beinhorn

Foto: Staatsorchester Braunschweig
© Volker Beinhorn

Das Staatsorchester Braunschweig erhält Förderung im Rahmen des Programms »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« von der Bundesbeauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Erstellung eines Audiowalks mit biografischem Hintergrund zu MusikerInnen und ihren Instrumenten.

Die Idee ist ungewöhnlich und bestechend zugleich und wird nun mit 55.000 Euro aus dem Förderprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« von der Bundesbeauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters unterstützt: Ein Audiowalk bietet BesucherInnen die Möglichkeit, die Menschen des Staatorchesters Braunschweig und ihre Geschichten kennenzulernen.

»Wir wollen einzelne MusikerInnen, die eine ganz persönliche Liebe zur Musik haben, aus dem Kollektiv des Orchesters den BesucherInnen näherbringen«, so Regina Peper, Konzertvermittlerin am Staatstheater Braunschweig.

»Im bestern Fall soll ein Perspektivwechsel des Publikums erreicht werden; ein Wechselspiel zwischen Kollektivität und Individualität«, ergänzrt Regisseur Christian Weiß.

Kein Wunder, dass der Audiowalk für das Publikum unmittelbar im Orchestergraben auf den Plätzen der MusikerInnen startet. Während des Audio-Spaziergangs lernen die Teilnehmenden je einen Orchestermusiker und sein Instrument kennen. Zum Abschluss spielt das Staatsorchester Braunschweig live in der Husarenstraße 75, der neuen Spielstätte des Jungen Staatstheaters. Dort findet neben dem Konzerterlebnis auch eine persönliche Begegnung mit den MusikerInnen statt.

»Das Projekt zeigt neue Facetten in der Konzertvermittlung auf, da es die OrchestermusikerInnen künstlerisch und privat ins Zentrum rückt. Das Format des Audiowalks ist hierbei die Schnittstelle zwischen Musik, Theater, Installation und Performance«, freut sich Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig über das geförderte Projekt.

Das Modellprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ wurde vom Deutschen Bundestag im November 2016 beschlossen. Es hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Mit ihm werden Orchester gefördert, die innovative Projekte verwirklichen wollen. Dafür fehlt vielen Orchestern momentan das Geld. Durch das Förderprogramm bekommen sie Mittel zur Verfügung gestellt, um kreative Innovationen ausprobieren zu können.

Deutsches SchauSpielHaus: Bundesverdienstkreuz für Intendantin Karin Beier

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg, Intendantin Karin Beier, © Florian Raz

Foto: Intendantin Karin Beier
© Florian Raz

Mit einer besonderen Auszeichnung wird die Theaterarbeit von SchauSpielHaus-Intendantin Karin Beier geehrt: Im Rahmen einer Festveranstaltung im Schloss Bellevue nimmt Karin Beier am Mittwoch, 4. Oktober 2017 um 11 Uhr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse entgegen, das ihr durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen wird.

Zur Begründung erklärt das Bundespräsidialamt:

"Die Theaterregisseurin hat die von ihr geleiteten Bühnen jeweils in kurzer Zeit an die Spitze der deutschen Theaterlandschaft geführt. Seit dem Jahr 2013 ist Karin Beier Intendantin des größten Sprechtheaters in der Bundesrepublik, des Deutschen SchauSpielHauses Hamburg, zuvor war sie Intendantin des Schauspiel Köln. Mehrere ihrer Inszenierungen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit ihren Arbeiten hat Karin Beier stets neue Wege beschritten und sich dabei nie gescheut, auch umstrittene Themen auf die Bühne zu bringen. Kunst bedeutet für sie immer auch gesellschaftspolitisches Engagement. Durch die ihr eigene Kreativität schafft sie Inszenierungen und Projekte, die die Neugier vieler Menschen wecken, sie berühren und für lebhafte Diskussionen sorgen."

Der Verdienstorden wird seit 1951 an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für herausragende politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden.

Karin Beier, die am 15. September 2017 die laufende Spielzeit am Deutschen SchauSpielHaus mit ihrer Inszenierung von »Tartare Noir« erfolgreich eröffnete, wurde erst kürzlich zum Mitglied derAkademie der Künste, Berlin, Sektion Darstellende Kunst berufen.

 

 

 

Landesbühne Rheinland-Pfalz gGmbH im Schlosstheater Neuwied: Intendantenwechsel

Landesbühne Rheinland-Pfalz gGmbH im Schlosstheater Neuwied, Walter Ulrich und Lajos Wenzel, © Landesbühne Rheinland-Pfalz

Foto: Intendant Walter Ullrich und Nachfolger Lajos Wenzel
© Landesbühne Rheinland-Pfalz
 

Bei der Pressekonferenz am 18. September im Schlosstheater Neuwied hat die Landesbühne Rheinland Rheinland-Pfalz gGmbH Lajos Wenzel (38) als neuen Intendanten ab der Spielzeit 2019/20 vorgestellt. Lajos Wenzel wird den langjährigen Intendanten Walter Ullrich ablösen, der nach 40 Jahren erfolgreicher Intendanz im Sommer 2019 aus Altersgründen ausscheidet.

Am 12. September wurde die Wahl Wenzels satzungsgemäß vom Theaterrat genehmigt und der Vertrag im Rathaus Neuwied unterzeichnet.

Mit Lajos Wenzel konnte die Landesbühne einen jungen, engagierten Privattheaterfachmann gewinnen, der durch seine langjährige Tätigkeit bestens vernetzt ist.

Lajos Wenzel ist 38 Jahre alt, verheiratet, hat einen vierjährigen Sohn und lebt in Lohmar. Arbeiten führten ihn bisher neben Bonn und Köln u.a. nach Stuttgart, Berlin, Weimar, Hamburg, Celle an zahlreiche Landesbühnen und Tourneetheater. Zuletzt war Wenzel fünf Jahre lang stellv. Intendant des Jungen Theaters Bonn, davor künstlerischer Leiter der Kammeroper Köln. Bekannt wurde der Regisseur einem breiteren Publikum durch seine jährliche Produktionsleitung und Regie des ‚Divertissementchens´ an der Oper Köln. Deutschlandweite Beachtung erhielt Wenzels Inszenierung ‚Supergute Tage’ für die er 2015 mit dem Monica-Bleibtreu-Preis in Hamburg ausgezeichnet wurde. Als aktuelle Regiearbeit sind derzeit ‚Amadeus’ im Contra-Kreis in Bonn und ‚Der Fall Luther’, als Produktion der Landesbühne zu sehen.

Zuschauer und Gastspielpartner können sich darauf verlassen, dass Wenzel an die langjährig bewährte Aufführungspraxis von Herrn Ullrich nahtlos anschließt, behutsam aber auch eigene Akzente für ein junges Publikum setzen wird.

Wenzel selbst gibt sich zuversichtlich, wenn auch voller Respekt: „Deutschland dienstältesten In-tendanten zu beerben ist schon eine große Aufgabe und ich freue mich riesig über das Vertrauen und auf die Arbeit in diesem engagierten Team.“

Zu seinen künstlerischen Ideen für die Landesbühne sagt Wenzel: „Ich inszeniere und produziere Theater so, wie ich es auch als Zuschauer liebe. Und ich liebe es, wenn Theater Geschichten erzählt und Menschen damit zu einer Auseinandersetzung bewegt werden.“ Natürlich will sein Theater aktuell sein, auch politisch sein und zum Denken anregen, sagt Wenzel. „Aber all das nur mit den Zuschauern. Ein Volkstheater im besten Sinne. Nur dann erfüllt es seine Gesellschaftliche Aufgabe.“

„Die Neuwieder lieben ihr Theater.“ stellt Wenzel fest „Kaum irgendwo gibt es, bezogen auf die Größe der Stadt, vergleichbare Abonnenten-Zahlen. Das liegt sicher auch daran, dass hier Theater gemacht wird, dass die Zuschauer ernst nimmt, das auf Qualität statt auf Mainstream setzt und gefällt ohne gefällig zu werden. Dieses jahrelang aufgebaute Vertrauen möchte ich nicht enttäuschen. Denn ich weiß, ohne Zuschauer nützt auch das kunstvollste, anspruchsvollste Theater nichts. Ich kann Menschen nur bewegen, wenn ich sie erreiche.

Zur Vorbereitung der Spielzeit 2019/20 und einer fließenden Übernahme der Theaterleitung steht Wenzel ab sofort zur Verfügung. Damit ist dem neuen Intendanten möglich ein zugkräftiges eigenes Programm zu erstellen, ein motiviertes Ensemble zu führen und um Kundenvertrauen zu werben.

Die Landesbühne:
Die Landesbühne ist ein Tourneetheater mit jährlich neun Stücken, die in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland gezeigt werden. Alle Stücke werden auch im Schlosstheater in Neuwied aufge-führt. Hier wird der Spielplan um Koproduktionen, weitere Gastspiele und Sonderveranstaltungen ergänzt. Das Schlosstheater Neuwied hat einen starken Stamm an Abonnenten und mit etwa 50.000 Besuchern jährlich auch eine regionale Breitenwirkung im nördlichen Rheinland-Pfalz. Lan-desweit werden jährlich etwa 80.000 Zuschauer erreicht.

 

 

Ballett des Theaters Pforzheim: Neue Kooperation mit Waldkraiburg

Theater Pforzheim, Tanzland Kooperation, © Sabine Hägele

Foto: Tanzland Kooperation Waldkraiburg
Uwe Dürigen (Verwaltungsdirektor des Theaters Pforzheim),
Hans-Jörg Malonek (Leiter Veranstaltungsbereich des Hauses der Kultur Waldkraiburg),
Damian Gmür (stellvertretender Ballettdirektor),
Edoardo Novelli (Assistent des Ballettdirektors),
Guido Markowitz (Ballettdirektor des Theaters Pforzheim) und
Manfred Selzer (stellvertretender Verwaltungsdirektor des Theaters Pforzheim), von links
© Sabine Hägele
 

Das Theater Pforzheim freut sich über eine weitere neue Kooperation, die in den kommenden Wochen startet. Das Ballett des Theaters wird in den kommenden zwei Jahren regelmäßig im bayerischen Waldkraiburg auftreten; diese Kooperation wird gefördert vom Fonds „Tanzland“. „Tanzland“, der Fonds für Gastspiel-Kooperationen, fördert zeitgenössischen Tanz außerhalb der Großstädte und unterstützt Gastspiele von Tanz-Ensembles, die auf den Bühnen der Bespieltheater der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V.) stattfinden. Von einer Jury wurden 13 Kooperationen ausgewählt, die Neuland betreten: sie wirken für bis zu drei Jahre in kleinen und mittleren Städten, in denen zeitgenössischer Tanz bisher selten oder gar nicht stattfand.

Pforzheim und Waldkraiburg wurden nun ausgewählt; das Ballett des Theaters Pforzheim als einzige baden-württembergische Compagnie, Waldkraiburg als eine von vier bayerischen Städten. „Diese einzigartige Kooperation ist ein weiterer wichtiger Baustein in der strategischen Neuausrichtung unseres Hauses: nun steigt auch die Sparte Ballett ins Gastspielwesen ein“, so Verwaltungsdirektor Uwe Dürigen, und weiter: „Die Idee, ein Ensemble so lange in einer Stadt fest zu verankern, ist identitätsstiftend und nachhaltig. Die Ballettcompagnie wird als Botschafter Pforzheims unsere Stadt bestens repräsentieren.“ Die neue Kooperation umfasst mehrere Gastspiele sowie umfangreiche Aktionen mit lokalen Partnern zur Tanzvermittlung und Publikumsarbeit, die alle Alters- und Gesellschaftsgruppen abdecken wird. In der ersten Förderrunde wurden insgesamt 1.030.000 Euro vergeben, davon 120.000 Euro für Waldkraiburg. Bisher kamen nach Waldkraiburg nur Tourneetheater; das Theater Pforzheim wird ab sofort nun dort regelmäßig vor Ort sein. Die Eröffnungsveranstaltung vor Ort findet am Freitag, 6. Oktober in Waldkraiburg statt.

 

 

Staatstheater Cottbus: Alexander Merzyn ist neuer 1. Kapellmeister

Staatstheater Cottbus, Alexander Merzyn, © Stephan Röhl

Foto: Alexander Merzyn
© Stephan Röhl

Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 ist Alexander Merzyn 1. Kapellmeister am Staatstheater Cottbus.

Seine erste musikalische Einstudierung ist Andrew Lloyd Webbers Musical „Sunset Boulevard“ (Premiere am 14. Oktober 2017, Großes Haus). Beim Konzert zum Jahreswechsel am 31.12.2017 und am 1.1.2018 spielt das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus unter seiner Stabführung.

Alexander Merzyn studierte zunächst Violoncello bei Jens Peter Mainz in Berlin, wo er im Deutschen Symphonie-Orchester sowie beim Rundfunk-Sinfonieorchester spielte. Ab 2009 absolvierte er ein Dirigierstudium in Weimar, zu seinen Lehrern zählten Nicolás Pasquet, Gunter Kahlert und Anthony Bramall. Meisterkurse u.a. bei Herbert Blomstedt, Kurt Masur und Peter Gülke rundeten seine Ausbildung ab.

Seit 2010 ist Alexander Merzyn Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats, im selben Jahr gewann er den MDR-Dirigierwettbewerb. Seitdem war er Gastdirigent zahlreicher Orchester wie dem MDR-Sinfonieorchester, der Deutschen Radiophilharmonie, der Dresdner Philharmonie, der Kammerakademie Potsdam sowie dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich. Er ist Preisträger des Charlotte-Krupp-Stipendiums der Neuen Liszt-Stiftung Weimar und des Ferenc-Fricsay-Stipendiums. Seit der Spielzeit 2015/2016 war Alexander Merzyn 1. Kapellmeister am Landestheater Coburg.

 

 

Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH: Anja Daniela Wagner erhält Nordhäuser Theaterpreis

Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Daniel Klajner, Anja Daniela Wagner, Matthias Jendricke, Barbara Rinke, Thomas Seeber, © András Dobi

Foto: v. li. Daniel Klajner, Anja Daniela Wagner, Matthias Jendricke, Barbara Rinke, Thomas Seeber
© András Dobi

Das Geheimnis ist gelüftet: In der Premiere der Operngala wurde heute Abend die beliebte Opernsängerin Anja Daniela Wagner mit dem Nordhäuser Theaterpreis ausgezeichnet. Sie ist damit die elfte Preisträgerin der mit 1000 Euro dotierten Auszeichnung, die von der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theater Nordhausen e. V. verliehen wird. Mit dem Preis werden herausragende künstlerische Leistungen im Rahmen der Angebote der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH gewürdigt. Landrat Matthias Jendricke, Vorsitzender des Stiftungsrats der Kreissparkasse, überreichte ihr den Theaterpreis. „Wir Nordhäuser lieben die neuen, aber auch die bekannten Gesichter“, freute sich der Landrat mit der Preisträgerin.

Anja Daniela Wagner studierte nach der Berufsausbildung zur Reproretuscheurin in Halle und Dresden Gesang und absolvierte eine Zusatzausbildung „Historischer Gesang“. Mehrere Meisterkurse vervollständigten ihre Ausbildung. Ihr umfangreiches Konzertrepertoire umfasst barocke bis zeitgenössische Werke. Sie sang Bachkantaten mit dem Thomanerchor, konzertierte mit dem Gewandhausorchester, trat mit dem Orchester des MDR im Gewandhaus in Leipzig auf, machte eine Konzertreise durch Italien und gab zahlreiche Lieder-, Chanson- und Musicalabende. Als Solistin bei der CD-Produktion der Liturgischen Sätze von Hugo Distler erhielt sie den „Echo Klassik 2001“.

Seit der Spielzeit 2003/2004 ist Anja Daniela Wagner am Theater Nordhausen engagiert. Sie glänzte unter anderem als Flora Bervoix in „La Traviata“, Anita in „West Side Story“, Nehebka in „AIDA“ und die Knusperhexe in „Hänsel und Gretel“. In „André Chénier“ sang sie gleich zwei Rollen: die Gräfin di Coigny und die Madelon. Im Musical „Anatevka“ war sie eine warmherzige Golde, im Nordhäuser Luther-Musical „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ stand sie als Katharina von Bora an der Seite Martin Luthers. Auch als Solistin in Crossover-Konzerten wie „Rock meets Classic“ begeistert sie regelmäßig das Publikum.

Herzlich gratulierten Intendant Daniel Klajner, Barbara Rinke, die Vorsitzende des Fördervereins Theater Nordhausen e. V., und Thomas Seeber, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Nordhausen, der vielseitigen Künstlerin.

Neben der Verleihung des Theaterpreises war die Operngala ein bunter Strauß von musikalischen Höhepunkten. Als Vorgeschmack auf die Spielzeit präsentierten das Solistenensemble des TN LOS! und das Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Michael Helmrath Ausschnitte aus „Otello“, „Die Fledermaus“, „Dialogues des Carmélites“ und „La Traviata“. Tenor Kyounghan Seo stellte sich erstmals dem Publikum vor und wurde mit begeistertem Applaus in Nordhausen willkommen geheißen.

 

 

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH: Florian Graf wird ab der Spielzeit 2017/2018 festes Mitglied im Schauspielensemble

Gerhart Hauptmann Theater Görlitz-Zittau GmbH, Florian Graf, © Johanna Withalm

Foto: Florian Graf
© Johanna Withalm

Der dreißigjährige Österreicher wird das erste Mal im Weihnachtsmärchen »Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch« auf der Bühne des Zittauer Theaters zu erleben sein.

 

Mit Florian Graf ist das Zittauer Schauspielensemble wieder komplett. Der sympathische Wiener ist ab der Spielzeit 2017/2018 festes Ensemblemitglied im Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau und folgt auf die Stelle von Riccardo Giagnorio, der das Haus nach nur einer Spielzeit wieder verlässt.

Bis Florian Graf seine erste Rolle am GHT übernimmt, dauert es leider noch einen Moment: Ab Ende November steht der Dreißigjährige als Maledictus Made und Heiliger Sylvester im diesjährigen Weihnachtsmärchen »Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch« auf der Bühne.

Doch bereits am 23. September haben Neugierige Gelegenheit einen ersten Blick auf das neue Gesicht am Theater zu werfen: dann wird Florian Graf bei der Spielzeiteröffnungsgala »Vorhang auf!« zu Gast sein und sich seinem künftigen Publikum präsentieren.

VITA FLORIAN GRAF:

Florian Graf wurde 1987 in Wien geboren. Sein Schauspielstudium am »Studio der Erfahrung« absolvierte er unter der Leitung von Ksch. Prof. Elfriede Ott. Engagements u.a. am Theater in der Josefstadt, den Festspielen Reichenau, Landestheater Schwaben, Werk X, Theater Scala, Stadttheater Mödling, am Kosmostheater Wien, den Nestroyspielen Maria Enzersdorf und dem Odeon. 2010 schloss er das Studium mit dem Diplom ab.

Seither arbeitete Florian Graf unter der Regie von Elfriede Ott, Michael Gampe, Regina Fritsch, Esther Muschol, Bruno Max, Marcus Ganser, Rüdiger Hentzschel, Alexander Pschill, Hans Hollmann, Peter M. Preissler u.a..

 

 

Schauspielbühnen in Stuttgart: Axel Preuß wird 2018/19 neuer Intendant

Schauspielbühnen Stuttgart, Axel Preuß, © Sabine Haymann

Foto: Axel Preuß Intendant der Schauspielbühnen Stuttgart ab 2018/19
© Sabine Haymann

Neuer Intendant der Schauspielbühnen in Stuttgart wird Axel Preuß. Das gaben die Vorsitzenden des Trägervereins, Andreas Hausmann, Dr. Martin Adam und Peter Fries, heute in einem Informationsgespräch bekannt.

Die Findungskommission, die bereits seit April mit der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Manfred Langner betraut war, hat am Vormittag nach mehreren Sitzungen und ausführlichen Beratungen einstimmig diese Entscheidung getroffen.

Axel Preuß, zurzeit Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wird die Schauspielbühnen in Stuttgart mit den beiden großen Spielstätten „Altes Schauspielhaus“ und „Komödie im Marquardt“ ab der Saison 2018/19 leiten. Der derzeitige Intendant Manfred Langner wechselt im Sommer 2018 als Intendant an das Theater Trier.

Der Vorsitzende Andreas Hausmann bedankte sich nachdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der 13-köpfigen Findungskommission. Dazu gehörten neben dem Vorstand des Trägervereins auch Kulturbürger-meister Dr. Fabian Mayer / Kulturamtsleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Vertreter der Gemeinderatsfraktionen der Landeshauptstadt Stuttgart – Jürgen Sauer (CDU), Andreas Winter (Bündnis90/Die Grünen), Dejan Perc (SPD), Ilse Bodenhöfer-Frey (Freie Wähler), Guntrun Müller-Enßlin (SÖS-Linke-PluS) –, als externe Sachverständige Pavel Fieber (Generalintendant a.D.) und Hans-Peter Radolko (Geschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg im Deutschen Bühnenverein) sowie Monika Wüst und Dr. Dieter Deuschle als Vertreter des Trägervereins.

„Ich bin sicher, dass wir mit Herrn Preuß eine gute Wahl getroffen haben. Seine Qualifikationen haben uns absolut überzeugt. Er verfügt über die nötige Theatererfahrung, die Kreativität und das Knowhow, um neue Akzente setzen zu können und die erfolgreiche Theaterarbeit an den Schauspielbühnen in Stuttgart engagiert fortzuführen“, erklärte Andreas Hausmann.

Axel Preuß studierte zunächst Philosophie, Neuere deutsche Literatur und Kunstgeschichte in Hamburg und Berlin. Von 2002 bis 2005 war der gebürtige Hamburger Chefdramaturg am Landestheater Tübingen (LTT), von 2005 bis 2009 Schauspieldirektor und stellvertretender Intendant am Theater Heidelberg. Daneben war er von 2005 bis 2009 künstlerischer Leiter des Heidelberger Stückemarkts. Von 2010 bis 2016 war Preuß Chefdramaturg und Stellvertretender Generalintendant in künstlerischen Fragen am Staatstheater Braunschweig, wo er auch die „Themenwoche Interkultur“ initiierte und leitete, ein zehntägiges Festival für Vielfalt und Kulturelle Teilhabe, das seit 2011 jährlich im Frühling stattfindet. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist Axel Preuß als Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert.

„Die Schauspielbühnen in Stuttgart und ihr treues Publikum sind wunderbar!“, so Axel Preuß. „Beide Bühnen, das Alte Schauspielhaus und die Komödie im Marquardt, haben eine besondere Tradition und ihre je eigene Identität. Hinzu kommt eine fabelhafte Lage inmitten der vielfältigen Kulturmetropole Stuttgart. Ich bin sehr glücklich darüber, dass man mir das Vertrauen schenkt, ein Theater zu leiten, das zu den bestbesuchten Sprechtheatern im deutschsprachigen Raum gehört. Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und Weichen für die Zukunft zu stellen. Ob alt oder jung, die Menschen aus Stuttgart und der Region sollen sich bei uns zuhause fühlen. Das ist unsere Aufgabe, darauf freue ich mich sehr!“

 

 

Badisches Staatstheater Karlsruhe: Verwaltungsrat beschließt nächsten Schritt zu Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters

Außenansicht am Tag, Badisches Staatstheater, (© Delugan Meissl Associated Architects, Wien mit Wenzel + Wenzel Architekten

Foto: Außenansicht am Tag
© Delugan Meissl Associated Architects, Wien mit Wenzel + Wenzel Architekten

 

Entwurf der Architekten Delugan Meissl wird fortgeführt

Der Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters (BST) hat sich in seiner Sitzung am Freitag (21. Juli) dafür ausgesprochen, dass der Vorentwurf der Architekten Delugan Meissl zur Sanierung und Erweiterung des BST fortgeführt und die Umsetzung mit einem projektbegleitenden Kostencontrolling begleitet wird.

Im Mai 2017 lagen erstmals nach der Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses aus dem Jahr 2014 Zahlen zu den voraussichtlichen Gesamtkosten der Sanierung und Erweiterung des BST in Karlsruhe vor. Diese bilden neben den Gesamtbaukosten von 200 bis 230 Millionen Euro auch die Bauherrenrisiken ab sowie nutzerspezifische Kosten (z.B. Ausstattung), zusätzliche bauliche Maßnahmen wie die Gestaltung des Theatervorplatzes, die Baupreissteigerung seit der Wettbewerbsauslobung bis zur geplanten Umsetzung und die während der Bauzeit erforderlichen Kosten zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. Insgesamt ergibt sich daraus ein Kostenrahmen von 270 bis 325 Millionen Euro (Vollkosten).

Ein externes Gutachten hat nun bestätigt, dass diese seit Mai vorliegende Kalkulation verlässlich und die Planung für ein Staatstheater angemessen ist. „Wir sind uns einig, dass wir das Projekt mit der notwendigen Sorgfalt weiter voranbringen werden“, sagten Kunstministerin Theresia Bauer, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, am Freitag (21. Juli) in Karlsruhe.

Auf Vorschlag der städtischen Mitglieder des Verwaltungsrats steht der heutige Beschluss des Verwaltungsrates unter dem Vorbehalt der Entscheidung im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe, der für Ende September 2017 geplant ist. Aus den Reihen des Gemeinderats gibt es noch viele offene Fragen und es besteht noch ein intensiver Diskussionsbedarf über mögliche Einsparungen.

„Die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters ist eine lohnende Zukunftsinvestition - für die ganze Gesellschaft, für Stadt und Land und für das Theater. Ich sehe im heutigen Beschluss eine wichtige Grundsatzentscheidung, die es uns erlaubt, konzentriert die weiteren Klärungen herbeizuführen“, sagte die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Kunstministerin Theresia Bauer.

„Der Vorentwurf der Architekten wurde inzwischen durch ein externes Gutachten hinsichtlich Programm, Standards und Kosten plausibilisiert. Im Ergebnis stellt das Gutachten fest, dass die Planungsaufgabe aus künstlerischer, funktionaler und technischer Sicht gut gelöst wurde“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett. Zudem seien die für die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters angesetzten Bauwerkskosten und Kostenkennwerte plausibel und vergleichbar mit anderen Referenzprojekten.

„Der Vorentwurf der Architekten wurde inzwischen durch ein externes Gutachten hinsichtlich Programm, Standards und Kosten plausibilisiert. Im Ergebnis stellt das Gutachten fest, dass die Planungsaufgabe aus künstlerischer, funktionaler und technischer Sicht gut gelöst wurde“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett. Zudem seien die für die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters angesetzten Bauwerkskosten und Kostenkennwerte plausibel und vergleichbar mit anderen Referenzprojekten.

Das Gutachten empfiehlt, die Ansätze für die Baunebenkosten und die Vorsorge für Baupreis- und Bauherrenrisiken nochmals zu betrachten sowie die Fassadenund Dachkonstruktionen und die Proportionen der Foyerflächen mit Blick auf mögliche Optimierungen und Einsparpotenziale zu überprüfen. Mögliche Optimierungen sollen in die Planung eingearbeitet und die Kostenansätze gegebenenfalls nochmals angepasst werden.

Die derzeitigen Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters sehen einen zeitlichen Rahmen von rund 12 Jahren vor.

 

 

Theater am Kurfürstendamm und Komödie: Letzte Spielzeit vor dem Abriss Theaterchef Woelffer verspricht: „Die Abriss-Spielzeit wird göttlich!“

Theater am Kurfürstendamm und Komödie Berlin © Thomas Grünholz

Foto: Theater am Kurfürstendamm und Komödie / Berlin
© Thomas Grünholz

 

Theaterchef Martin Woelffer blickt ein wenig wehmütig auf die kommende Spielzeit, denn sie ist die letzte in den historischen Theatern am Kurfürstendamm. Im Juni 2018 werden beide Bühnen abgerissen. Aber die Laune verderben lässt der Theaterchef sich nicht, denn er ist froh darüber, dass es eine Zukunft für den traditionsreichen Theaterbetrieb gibt: Woelffer zieht 2018 mit seinem Team ins Schiller Theater um. Seinem Publikum verspricht er: „Die Abriss-Spielzeit wird göttlich!“ Er sich sicher, dass viele Gäste noch einmal das Flair der alten Theater erleben möchten und glaubt fest daran, dass die beliebte Himbeerbowle in Strömen fließen wird.

Der Sommerspielplan
Auf dem Sommerspielplan der beiden Theater stehen die Klassiker „Pension Schöller“, „Die 39 Stufen“ und „Veronika, der Lenz ist da“. „Das ist die letzte Chance, die Inszenierungen an diesem Ort zu sehen oder wieder zu sehen“, erinnert Woelffer. Am 9. und 10. August gastiert Constanza Macras´ Tanzkompanie Dorky Park mit „Megalopolis“ am Theater am Kurfürstendamm.

Die letzte Spielzeit vor dem Abriss
Dass der Kampf ums Überleben die besten Komödien schreibt, beweist Franz Werfels „Jacobowosky und der Oberst“. Jürgen Wölffer inszeniert den Stoff als tragikomisches Roadmovie und eröffnet mit dem Schelmenstück am 10. September die Saison im Theater am Kurfürstendamm. Auf der Bühne stehen u. a. Michael von Au, Walter Plathe und Marcus Ganser.

Die Komödie am Kurfürstendamm startet am 24. September mit der Uraufführung einer Dramatisierung von Hans Raths „Und Gott sprach: Wir müssen reden“. „Gott, gespielt von Jochen Horst, bekommt in dem Stück eine sehr menschliche Seite. Er hat einen Burnout und muss sich coachen lassen“, lacht Martin Woelffer.

Weihnachten
Auch in diesem Jahr wird es im Theater am Kurfürstendamm wieder ein Familienmusical von Christian Berg geben: „Das Gespenst von Canterville“. Premiere ist am 18. November im Theater am Kurfürstendamm. Wahlberlinerin Gayle Tufts lädt ab dem 26. November dorthin zu der Weihnachtsshow „Very Christmas“ ein. In der benachbarten Komödie am Kurfürstendamm läuft ab dem 3. Dezember das gar nicht besinnliche „Weihnachten auf dem Balkon“, in dem zwei benachbarte Familien es richtig krachen lassen. Désirée Nick gastiert dort mit „I feel betta, with Lametta – Dit is Berlin“

Publikumslieblinge Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen„Auch die Publikumslieblinge Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen wollten unbedingt noch mal in der Komödie am Kurfürstendamm auftreten. Diesen Wunsch habe ich Ihnen gerne erfüllt, und zwar gleich zwei Mal“, erzählt Martin Woelffer. Ab dem 8. November sind die beiden noch einmal in der Wiederaufnahme von Neil LaButes „Lieber schön“ zu sehen, bei der auch Roman Knižka und Nicola Ransom dabei sind. Vom 14. Januar bis zum 25. Februar treten sie in die „Die Tanzstunde“ auf. Mommsen spielt einen Wissenschaftler mit Asperger-Syndrom, Tanja Wedhorn eine Tänzerin, die aufgrund einer Verletzung befürchtet, nie mehr auf der Bühne stehen zu können.

Göttliche Gastspiele
„Unser Motto ´Stars und Vergnügen´ lösen wir natürlich auch mit den geplanten Gastspielen ein“, verspricht Woelffer. Geplant sind Konzerte mit den Berlin Comedian Harmonists, Klaus Hoffmann und Ulrich Tukur, ein Hörspiel in Concert mit Bela B, Auftritte von Comedians wie Michael Mittermeier, Oliver Kalkofe und Matthias Brodowy, Lesungen mit Max Goldt, Heinz Strunk und Marion Kracht sowie das santinis-Gastspiel „Gott der Allmächtige“ mit Anette Frier und Kai Lüftner.

Weitere Projekte
Für weitere Projekte ist Martin Woelffer mit Schauspielern wie Dominic Raacke, Katja Weitzenböck und Katharina Thalbach im Gespräch.

Sommerspielplan
Theater am Kurfürstendamm
„Pension Schöller“ 26. Juli bis 6. August

Gastspiel Dorky Park mit „Megalopolis“ 9. und 10. August

Komödie am Kurfürstendamm
„Die 39 Stufen“ 23. Juli bis 20. August
„Veronika, der Lenz ist 27. August bis 17. September

Karten ab 13 € unter 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de

 

 

theaterKIEL: Thomas Heskia ab der Spielzeit 2017/2018 kaufmännischer Direktor der Theater Kiel AöR

theater KIEL © Ulrike von Loeper

Foto: Thomas Heskia
© Ulrike von Loeper

Die Landeshauptstadt Kiel beruft Thomas Heskia zum kaufmännischen Direktor der Theater Kiel AöR ab der Spielzeit 2017/2018. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Rolf-Peter Carl an, der diese Position als Vertreter seit dem 1. April 2017 übernommen hatte. Thomas Heskia ist in Wien aufgewachsen und begeisterte sich dort schon für das Theater.

Zur Person:

Thomas Heskia, geboren 1971 in Innsbruck, aufgewachsen in Wien, studierte Handelswissenschaften, Kunstgeschichte und Kulturmanagement in Wien, Salzburg und Rom. Nach seiner Tätigkeit für den Filmfonds Wien und einer Gastdozentur in den Vereinigten Staaten führte ihn sein beruflicher Weg 2009 nach Deutschland. Als Verwaltungsleiter der Kulturhauptstadt RUHR.2010 arbeitete er an der Umsetzung von 220 Projekten aus sämtlichen Kunstsparten mit. Anschließend trug er die kaufmännische Verantwortung für das Tübinger Landestheater und das Schauspiel Leipzig. Zuletzt war er als geschäftsführender Partner von AUDIENCING Consulting tätig, einem Beratungsunternehmen, das sich der Besucherorientierung und dem Qualitätsmanagement für Kulturbetriebe verschrieben hat.

Aus seiner operativen Leitungserfahrung ist er bestens mit der Welt der Zahlen vertraut. Darüber hinaus ist er systemischer Organisationsentwickler und engagiert sich für die brancheninterne Co-Kreation neuer Methoden der Kulturbetriebsführung. 2016 verfasste er gemeinsam mit Irene Knava das Buch ISO FOR CULTURE – Qualitätsmanagement als Führungsinstrument. Als Dozent und Lehrbeauftragter gibt er sein Wissen laufend weiter u.a. in Innsbruck, Graz, Leipzig, Venedig und Miami. In Salzburg und Mainz bekleidete er auch Funktionen im akademischen Management.

 

 

Theater Regensburg: Klaus Kusenberg wird ab der Spielzeit 2018/19 Schauspieldirektor

Theater Regensburg, Klaus Kusenberg, © Ludwig Olah

Foto: Klaus Kusenberg
© Ludwig Olah


Jens Neundorff von Enzberg, Intendant des Theaters Regensburg, freut sich, Ihnen mitteilen zu können, dass Klaus Kusenberg in der Spielzeit 2018/19 die Nachfolge von Stephanie Junge als Schauspieldirektor antreten wird. Klaus Kusenberg ist seit dem Jahr 2000 und noch bis Ende der Spielzeit 2017/18 Schauspieldirektor und Regisseur am Staatstheater Nürnberg.

Jens Neundorff von Enzberg: »Klaus Kusenberg ist ein unglaublich erfahrener Theatermann. In den letzten Jahren konnte ich verfolgen, wie es Klaus Kusenberg in Nürnberg gelungen ist, das Publikum mit einer interessanten Mischung aus Klassikern und zahlreichen Ur- und Erstaufführungen an das Schauspiel zu binden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit – und natürlich auch auf Klaus Kusenbergs Arbeit als Regisseur an unserem Haus. Bei Stephanie Junge möchte ich mich für insgesamt sechs anregende und aufregende Jahre herzlich bedanken und wünsche ihr für die Zukunft nur das Beste.«

Klaus Kusenberg: »Jens Neundorff und Stephanie Junge haben mit dem Regensburger Theater ehrgeizige Pläne in eine Erfolgsgeschichte verwandelt – ähnlich wie ich in Nürnberg. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und darauf, diese Geschichte demnächst fortschreiben und bereichern zu können.«

Klaus Kusenberg wurde 1953 in Oberhausen im Rheinland geboren. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften in Münster und Köln sowie einer kurzen Anfängerzeit am Nürnberger Schauspielhaus war er von 1981 bis 1985 als Regieassistent am Bochumer Schauspielhaus tätig, wo er unter anderem mit Claus Peymann, Alfred Kirchner und Karge-Langhoff zusammenarbeitete. In den darauf folgenden Jahren bis 1994 arbeitete er als freiberuflicher Regisseur, u.a. in Göttingen, Mannheim, Dortmund, Konstanz, Wien, Düsseldorf und für das Goethe-Institut in Pakistan, Indien, Bangladesh und Bulgarien. Bei den Städtischen Bühnen Osnabrück übernahm er von 1993 bis 1997 die Leitung der Sparte Schauspiel, anschließend war Klaus Kusenberg von 1997 bis 1999 Oberspielleiter des Schauspiels am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Im Jahre 2000 wurde er Schauspieldirektor der damaligen Städtischen Bühnen Nürnberg, im Jahre 2006 auch Stellvertretender Staatsintendant. In seine Amtszeit fielen die Ernennung des Nürnberger Theaters zum Staatstheater im Jahre 2005 sowie die Generalsanierung bzw. der Neubau des Schauspielhauses in den Jahren 2008 – 2010. Klaus Kusenberg steht für ein entschieden zeitgenössisches Theater, das, aufbauend auf der Kraft der Schauspieler und der zu erzählenden Geschichten, stets die Nähe zu aktuellen gesellschaftlichen Themen sucht. Seine Arbeit wurde 2013 mit dem Preis der deutschen Theaterverlage ausgezeichnet. Inszenierungen des Nürnberger Schauspiels wurden eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Berliner Autorentheatertagen und zum NCPA-Theaterfestival nach Peking.

 

 

Oper Leipzig: Ulf Schirmer bleibt Intendant - Leipziger Stadtrat verlängert Vertrag bis 2022

Oper Leipzig, Intendant Ulf Schirmer, © Tom Schulze

Foto: Ulf Schirmer
© Tom Schulze

In der Ratsversammlung der Stadt Leipzig am Mittwoch, 21. Juni 2017, wurde Prof. Ulf Schirmer einstimmig als Intendant der Oper Leipzig bis Juli 2022 bestätigt. In dieser Funktion ist der 1959 in Eschenhausen bei Bremen geborene Dirigent bereits seit 2011 erfolgreich tätig. Zum Generalmusikdirektor des Hauses wurde er bereits in der Spielzeit 2009/10 ernannt.

Prof. Ulf Schirmer: »Ich freue mich sehr über die Bestätigung unserer Arbeit, das entgegengebrachte Vertrauen und den Willen der Stadt zur Kontinuität. Ich bin sicher, dass wir auch in den kommenden fünf Jahren eine ganze Reihe von künstlerischen Höhenpunkten für unser Publikum bereithalten werden.«

In der Begründung der Stadt Leipzig für die Verlängerung heißt es u.a.:

»Die Oper Leipzig hat sich unter dem Intendanten, Herrn Prof. Schirmer, außerordentlich erfolgreich entwickelt. Die künstlerisch höchst anspruchsvollen Inszenierungen mit stets international renommierten Besetzungen, insbesondere in der Sparte Oper, haben die Oper Leipzig wieder zu einem der attraktivsten Opernhäuser Deutschlands werden lassen. Das Repertoire wurde ausgewogen erweitert und ergänzt, so dass die Oper Leipzig auch beim Publikum – lokal, regional, national und international – wieder sehr hohe Akzeptanz und Anerkennung findet. Diese qualitative Entwicklung lässt sich quantitativ untersetzen. Mit Beginn der Intendanz von Herrn Prof. Schirmer in der Saison 2011/12 wurde eine Gesamtbesucherzahl von 154.516 Zuschauern gezählt. Im Jahr 2016 nahmen 189.316 Zuschauer die Spielplanangebote der Oper Leipzig wahr - ein Ergebnis, das seit über 15 Jahren nicht erreicht werden konnte. […]

Nach vierzigjähriger Abstinenz wurde ›Der Ring des Nibelungen‹ des in Leipzig geborenen Komponisten Richard Wagner im April 2016 vollendet. Für die ersten beiden ›Ring‹-Zyklen kamen insgesamt 35% der Besucher aus dem Ausland, 45 % aus dem Bundesgebiet. In der Spielzeit 2015/16 wurde 1/5 der Umsätze durch Eintrittsgelder über das Wagner-Repertoire generiert. Auch die Musikalische Komödie konnte unter der Intendanz von Herrn Prof. Schirmer wieder fest in der Leipziger Kulturlandschaft verankert werden. Mit der Eröffnung eines neuen Funktionsgebäudes im Februar 2016 und der städtischen Zusage einer sukzessiven Sanierung der Musikalischen Komödie konnte eine lange währende Schließungs- und Strukturdebatte um eines der letzten eigenständigen Operetten- und Musicaltheater Deutschlands beendet werden. […]

Die wachsende Bedeutung der Oper Leipzig als kultureller Kristallationspunkt in der Kulturstadt Leipzig verstärkt Leipzigs Attraktivität als Reiseziel im Städte- und Kulturtourismus. Diesen Aspekt würdigte die Leipziger Tourismus und Marketing Gesellschaft im Jahr 2016, indem sie Herrn Prof. Schirmer mit dem Tourismuspreis auszeichnete.«

 

 

 

Theater Augsburg: Daniel Herzog wird neuer Operndirektor

Daniel Herzog, © Marco Piecuch, Theater Augsburg

Foto: Daniel Herzog
© Marco Piecuch

 

Daniel Herzog wird ab der Spielzeit 2017/18 Operndirektor am Theater Augsburg unter der neuen Intendanz von André Bücker.

Herzog, 1968 in Kassel geboren, stammt aus einer Theaterfamilie und ist seit über 25 Jahren im Musiktheater tätig, u.a. Kassel, Dortmund, Darmstadt, Kiel, Trier und Kaiserslautern – anfangs als Regieassistent und seit 1999 als Regisseur.

Von der Spielzeit 2000/01 bis 2004 war er am Staatstheater Darmstadt Spielleiter des Musiktheater mit eigenen Inszenierungen. Ab der Spielzeit 2004/05 bis 2007 wurde er Chefdisponent und Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros am Theater Kiel um in dieser Funktion seine vielseitigen Erfahrungen sowohl im Künstlerischen als auch im Organisatorischen zu verbinden. Ab der Spielzeit 2007/08 bis 2012 war er Künstlerischer Betriebsdirektor und Chefdisponent am Theater Trier und den Antikenfestspielen Trier. Zuletzt hat Daniel Herzog ab der Spielzeit 2012/13 als Künstlerischer Betriebsdirektor, Chefdisponent und Stellvertreter des Intendanten am Pfalztheater Kaiserslautern gearbeitet.