theaterKIEL: Dr. Rolf-Peter Carl ab 1. April 2017 kaufmännischer Direktor

theaterKIEL, Dr. Rolf-Peter Carl, © Olaf Struck

Foto: Dr. Rolf-Peter Carl
© Olaf Struck

Die Landeshauptstadt Kiel beruft Dr. Rolf-Peter Carl zum kaufmännischen Direktor der Theater Kiel AöR ab 1. April 2017, zunächst bis zum Ende der Spielzeit 2016/2017 – mit der Option auf eine Verlängerung. Das Bewerbungsverfahren für die Nachfolge läuft bereits. Herr Dr. Carl arbeitete unter anderem rund 15 Jahre als Leiter der Kulturabteilung im Bildungsministerium.  

Zur Person: 

Dr. Rolf-Peter Carl, geb. 1942 in Hagen, studierte Germanistik und Geschichte. 1968 Dr. phil., 1968-77 Literaturwissenschaftler an den Universitäten Kiel und Köln, 1977-91 Leiter des Kulturamts der Stadt Bochum, ab 1988 zugleich Verwaltungsdirektor des Schauspielhauses Bochum. Von 1991 bis 2006 arbeitete er als Leiter der Kulturabteilung im Bildungsministerium Schleswig-Holstein. 2002-2007 war er Vorsitzender des Landesverbandes Nord des Deutschen Bühnenvereins. Veröffentlichungen u. a. zur deutschen Tragödie um 1800, zum Dokumentarischen Theater, zum kritischen Volksstück (Horváth, Kroetz) sowie zu historischen und kulturpolitischen Themen, darunter „Vorhang auf! Theater in Schleswig-Holstein“ (2008). 

Stadttheater Klagenfurt: Nicholas Carter wird Chefdirigent des Kärntner Sinfonieorchesters

Stadttheater Klagenfurt, © Annette Koroll

Foto: Nicholas Carter
© Annette Koroll

Ab der Spielzeit 2018/2019 wird der Australier Nicholas Carter Chefdirigent des Kärntner Sinfonieorchesters. Er tritt die Nachfolge von Alexander Soddy an. Der Vertrag wurde zunächst für drei Jahre abgeschlossen. Nicholas Carter ist derzeit Chefdirigent des Adelaide Symphony Orchestra, sein Vertrag wurde vor kurzem bis Ende 2018 verlängert. Er hat sich in kürzester Zeit als außergewöhnlich vielseitiger Dirigent etabliert und ist gleichermaßen im Opernrepertoire wie im symphonischen Repertoire zuhause.  

Von 2014 bis 2016 war er Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin und Assistent von Donald Runnicles, hier dirigierte er u.a. Carmen, Le nozze di Figaro, Die Zauberflöte, Die Entführung aus dem Serail, The Rape of Lucretia, Der Liebestrank und La Bohème.  

Von 2011 bis 2014 war er an der Staatsoper Hamburg als Kapellmeister und Assistent von Simone Young engagiert. Zu seinen Dirigaten an diesem Haus zählen u.a. Il Barbiere di Siviglia, Così fan tutte, Hänsel und Gretel und Lucia di Lammermoor. Zuvor war Nicholas Carter drei Jahre dem Sydney Symphony Orchestra verbunden, zuerst als Assistent von Vladimir Ashkenazy, danach als fester Gastdirigent. Auf Einladung von Donald Runnicles wirkte Nicholas Carter von 2010 bis 2013 als fester Gastdirigent beim Grand Teton Music Festival in Wyoming.  

Gastengagements führten in u.a. zum Sinfonieorchester Basel, MDR Sinfonieorchester Leipzig, BBC Scottish Symphony Orchestra, Hong Kong Philharmonic, Orchestre National de Lille, Dallas Symphony Orchestra, Staatsorchester Braunschweig und zu den Hamburger Philharmonikern. Regelmäßig arbeitet Nicholas Carter mit den wichtigsten australischen Orchestern zusammen.  

Nicholas Carter: „Klagenfurt am Wörthersee ist ein Ort, der Musik atmet. Mahler, Brahms und Berg haben an diesem magischen Teil der Erde gewirkt und meine Familie und ich freuen uns sehr darauf hierher zu kommen. Ich habe bereits wunderbare musikalische Abende mit den Musikern des Kärntner Sinfonieorchesters erlebt und bin sehr glücklich und fühle mich geehrt als ihr Chefdirigent eingeladen worden zu sein.” 

Intendant Florian Scholz: „Wir freuen uns sehr, dass wir Nicolas Carter für unser Haus gewinnen konnten. Nicholas Carter vereint auf außergewöhnliche Weise jugendliche Kraft und Expressivität mit großer innerlicher Tiefe und Sensibilität. Er hat die Sympathie des Kärntner Sinfonieorchesters im Sturm erobert.“

Theater Hof: Neuer 1. Kapellmeister

Theater Hof, © Tom Mesic

Foto: Daniel Spaw
© Tom Mesic

Ab September wird die Stelle der 1. Kapellmeisters am Theater Hof neu besetzt mit dem amerikanischen Dirigenten Daniel Spaw. Aufgewachsen in Nashville/Tennessee (USA), studierte Spaw zunächst Klavier an der Indiana University Jacobs School of Music in Bloomington. Nach Annahme eines Stipendiums, gestiftet vom Deutschen Bundestag, zog er nach Köln, wo er sein zweites Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Fach Dirigieren abschloss. Währenddessen wirkte er als musikalischer Assistent beim Bach-Verein Köln und beim Philharmonischen Chor der Stadt Bonn.

Er arbeitete auch mit dem Kölner Kammerorchester zusammen, Tourneen führten ihn nach Paris, München und Köln. Mit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg leitete er Aufführungen von Schumanns und Brahms' Sinfonien und wurde 2012 zum Stipendiaten des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes gekürt.

Außerdem hat er bis heute mit dem Bruckner Orchester Linz, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, den Bergischen Symphonikern, der Philharmonie Südwestfalen und „Concerto con Anima“ (Köln) zusammen gearbeitet.   Von 2012 bis 2017 arbeitete Spaw am Landestheater Linz, wo er 2015 zum Kapellmeister ernannt wurde.

Er dirigierte im darauf folgenden Herbst die Premiere von „La Traviata“ in der Regie des amerikanischen Star-Regisseurs Robert Wilson. Während seiner Zeit in Linz vergrößerte er sein Repertoire, indem er „Carmen“, „Die Zauberflöte“, „Die Fledermaus“, „The Turn of the Screw“, „Die Lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“, „Don Pasquale“, „Dido and Aeneas“,  „Orfeo ed Euridice“, und „Der Nussknacker“ dirigierte. Seine künstlerische Vielfältigkeit zeigt der Künstler auch dadurch, dass er die Linzer Premiere von Steven Sondheims „Into the Woods - Ab in den Wald“ leitet, aber auch Vorstellungen von „Show Boat“, „Singin’ in the Rain“, „Baby Talk“, „Honk!“, und „The World Goes ’Round“. Zuletzt dirigierte er Richard Strauß‘ „Salome“  und Paul Hindemiths „Die Harmonie der Welt“.

Theater Pforzheim: Guido Markowitz in den Vorstand der „TanzSzene Baden-Württemberg e.V.“ gewählt

Theater Pforheim

Foto: Guido Markowitz
© Theater Pforzheim

Der Ballettdirektor des Theaters Pforzheim Guido Markowitz ist in den Vorstand der „TanzSzene Baden-Württemberg e.V.“ gewählt worden.

Die „TanzSzene BW“ ist der Zusammenschluss der Tanzschaffenden in Baden-Württemberg. Dem Verein mit Sitz in Stuttgart gehören neben einzelnen Choreografen auch viele freie Ensembles, Institutionen und Kompanien an; dazu gehören beispielsweise Gauthier Dance, das Stuttgarter Ballett, die Kompagnien der Theater Heidelberg, Karlsruhe und Ulm sowie viele weitere Ballett-Schaffende.

„Als neuer Ballettdirektor in Baden-Württemberg fühle ich mich sehr geehrt, dass ich in den Vorstand der ‚Tanzszene BW‘ gewählt wurde. Ich freue mich dabei mitwirken zu können, die Entwicklung und Entfaltung der Tanzschaffenden in Baden-Württemberg zu unterstützen“, so Ballettdirektor Guido Markowitz. Seine ehrenamtliche Vorstandstätigkeit beginnt mit sofortiger Wirkung.

Theater Bonn: Jens Groß übernimmt Schauspieldirektion

Theater Bonn, © Thilo Beu

Foto: Jens Groß
© Thilo Beu

Jens Groß wird ab der Spielzeit 2018/19 die Schauspieldirektion des THEATER BONN übernehmen. Am 10. März unterzeichnete Groß, der seit 2015 als Leitender Dramaturg am THEATER BONN arbeitet, den Vertrag im Büro des Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich.

Groß, der seine Laufbahn am Theater als Schauspieler und Regieassistent in Wien begann, hat bereits an zahlreichen renommierten Häusern als Dramaturg und später in leitender Position gearbeitet. Wichtige Stationen waren dabei das Staatstheater Hannover, das Schauspiel Frankfurt, das Staatsschauspiel Dresden und das Berliner Maxim Gorki Theater.

Zuletzt hatte er am Schauspiel Köln mit Stefan Bachmann die Nachfolge von Karin Beier angetreten und war dort bis 2015 Chefdramaturg und Stellvertretender Intendant. „Aufgrund seines großen Erfahrungsschatzes in der deutschen Theaterszene, seiner Vertrautheit mit dem THEATER BONN und der äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren schien uns Jens Groß geradezu prädestiniert, die vakant gewordene Leitung unseres Schauspiels zu übernehmen“, so Generalintendant Dr. Bernhard Helmich über den Wechsel.

„Wir freuen uns sehr über seine Zusage. Mit diesem Übergang können wir wirklich zuversichtlich auf die künstlerische Zukunft der Schauspiel-Sparte blicken.“Noch bis zum Ende der Spielzeit 2017/18 bleibt Nicola Bramkamp, die im Dezember ihren Abschied ankündigte, Schauspieldirektorin am THEATER BONN

theater itzehoe: Theaterdirektorin Ulrike Schanko verlängert

theater itzehoe Ulrike Schanko

Foto: Ulrike Schanko
© theater itzehoe

Die Stadt Itzehoe hat das Arbeitsverhältnis mit ihrer Theaterdirektorin Ulrike Schanko bis zum 31. August 2021 verlängert. Den entsprechenden Dienstvertrag händigte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen im Rahmen des öffentlichen Neujahrsempfangs von Stadt und Kreis aus, der im Itzehoer Theater stattfand.

Schanko, die 2013 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiern konnte, leitet das „theater itzehoe“ seit dem 1. September 2011. Zuvor war sie als Dramaturgin, Chefdramaturgin und Intendantin an den Stadt- und Landestheatern in Münster, Nürnberg und Neuss beschäftigt.

Nach einem Ratsbeschluss von 2010 arbeitet die Itzehoer Theaterdirektion unter der Auflage, alljährlich bei einem Angebot von ca. 200 Veranstaltungen pro Saison 110 % der veranstaltungsbezogenen Kosten wieder einzuspielen. 2015 gelang dem Team um Ulrike Schanko mit 145 % der Kostendeckung ein Rekordwert. Zusammen mit Gabriele Richter aus Norderstedt ist Schanko Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein in der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen). Bei den jährlichen Tagungen des Bundesverbandes referiert sie zudem im Arbeitskreis Schauspiel über das Gesamtangebot der Landesbühnen.  

Theater Hagen: Anja Schöne übernimmt die Leitung des Kinder- und Jugendtheaters

Theater Hagen Anja Schöne

Foto: Anja Schöne
© Ümit Kaynak)

Nach dem Entschluss des Lutz-Leiters Werner Hahn, das Theater Hagen in RichtungSiegen zu verlassen, war die Leitung des Kinder- und Jugendtheaters, welches er in den16 Jahren seines Bestehens aufgebaut und maßgeblich geprägt hat, neu zu besetzen.

Mit Frau Anja Schöne konnte das Theater Hagen eine Persönlichkeit gewinnen, dieaufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen als Regisseurin und Autorin an verschiedenenTheatern und freien Institutionen nun das Kinder- und Jugendtheaterprogramm imLutz gestalten wird. Dabei werden ihr ihre Erfahrungen in der Gestaltung einesSpielplans für alle Altersgruppen ebenso hilfreich sein, wie ihre Erfahrungen mitSchülerprojekten, Jugendclubs und weiteren Projektarbeiten.

Ihre künstlerischen Akzente setzte Frau Schöne als Regisseurin und Autorin, die schonmehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, in allen Altersbereichen des Kinder- undJugendtheaters.

Da die Planung der nächsten Spielzeit unter einem hohen Zeitdruck erfolgt, kommenFrau Schöne ihre Kontakte zu vielen Theatern und Schauspielern, die sie nicht zuletztdurch ihre Lehrtätigkeit an der Comedia Köln knüpfen konnte, sehr zugute.

Mit der Verpflichtung von Anja Schöne, zunächst für die Spielzeit 2017/18, wird einZeichen gesetzt, dass das Kinder-und Jugendtheater in Hagen einen großenStellenwert hat und weiterhin haben wird.

Saarländisches Staatstheater Saarbrücken: Erneute Besucher-Steigerung – Fast 5000 Zuschauer mehr gegenüber dem Vorjahr

Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Foto: Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
© Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Das Saarländische Staatstheater (SST) unter Generalintendantin Dagmar Schlingmann ist weiter auf Erfolgskurs. Die hohen Besucherzahlen der letzten Jahre konnten in der vergangenen Spielzeit 2015/2016 erneut gesteigert werden. Insgesamt 224.782 Zuschauer besuchten alle Spielstätten und die auswärtigen Vorstellungen des Theaters. Das waren nahezu 5.000 Besucher mehr als im Vorjahr. Und die aktuelle Spielzeit ist sogar noch besser gestartet als im Jahr davor. Von September 2016 bis Anfang Januar 2017 wurden 8380 Besucher mehr gezählt. „Ich freue mich sehr darüber. Das zeigt, dass unsere Arbeit der letzten Jahre Früchte trägt. Es ist mein Ziel, das Saarländische Staatstheater bestens geordnet an meinen Nachfolger Bodo Busse übergeben zu können“, betont Dagmar Schlingmann. Dafür sorgt auch der Kaufmännische Direktor Matthias Almstedt, der mit viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung den Spielplan finanziell auslotet. „Das Saarländische Staatstheater ist sehr gut aufgestellt. Besonnene Planung in schwierigen Zeiten, die das Besondere aber dennoch möglich macht, ist dabei die größte und ständige Herausforderung“, erklärt Matthias Almstedt.  

Besuchersteigerungen habe es in der Spielzeit 2015/16 im Schauspiel und dem Jungen Staatstheater gegeben. Das Schauspiel konnte im Großen Haus mit 24.952 Zuschauern die Besucherzahlen deutlich steigern (Vorjahr: 17.574). Das beste Ergebnis erzielte dabei „Das Leben des Galilei“. Zum Schauspiel in der Alten Feuerwache kamen insgesamt 17.323 Besucher (Vorjahr: 19.973 Zuschauer bei wesentlich mehr Aufführungen.)  „Warten auf Godot“ und die „Wiedervereinigung der beiden Koreas“ waren dort die Publikumsrenner. 35.222 kleine und große Theaterfans ließen sich von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Großen Haus verzaubern. Das sind fast 6000 Besucher mehr als im Vorjahr bei „Eine Weihnachtsgeschichte“. „Das hat natürlich damit zu tun, dass das Stück nicht zuletzt durch die Verfilmung zum absoluten Märchenliebling bei Groß und Klein geworden ist“, erläutert Dagmar Schlingmann.  

Die kleinste Spielstätte des SST, die sparte4, konnte mit rund 9.200 Besuchern das hohe Niveau des Vorjahres halten. „Titanic“ und „Open House“ kamen hier beim Publikum besonders gut an.    

Das Ballett unter der Leitung von Stijn Celis schaffte es ebenso, an das hohe Niveau des Vorjahres anzuknüpfen, insgesamt sahen 19.966 Menschen (Vorjahr: 21.013) die Ballettaufführungen. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis für den wagemutigen Spielplan, den Stijn Celis in der Spielzeit 2015/16 präsentiert hat“, sagt Dagmar Schlingmann. „Hora“ und die erste Ballett-Oper „Platée“ hätten viele Kritiker begeistert und das Publikum fasziniert. Und dabei sei von vornherein klar, dass Produktionen unbekannter Stoffe beim Publikum nicht ganz so hoch im Kurs stünden wie ein bekanntes Handlungsballett, so Dagmar Schlingmann. „Kylián_Celis_Chaix“ und „Substanz 16“ lockten die meisten Zuschauer an.

Mit dem Musical „West Side Story“, mit dem Oper und Ballett die aktuelle Spielzeit des Staatstheaters eröffnet haben, verbucht die Ballettsparte rekordverdächtige Zahlen, alle 25 Aufführungen sind bereits ausverkauft; zwei weitere Zusatzvorstellungen sind angesetzt.  

Auch die Oper konnte ihre Besucherzahlen in der Spielzeit 2015/16 weitgehend halten: 53.583 Besucher (Vorjahr: 59.571) begeisterte das facettenreiche Programm, hinzu kamen hier noch auswärtige Gastspiele in Luxemburg und Caen mit über 4.000 Besuchern. „Don Giovanni“ und die „Piraten von Penzance“ lockten die meisten Besucher an.   Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Sinfoniekonzerte in der Congresshalle unter der Leitung von Generalmusikdirektor Nicholas Milton. Ihm ist es wieder gelungen, in die Nähe der 14.000-Besucher-Marke zu gelangen. Dagmar Schlingmann: „Nicholas Milton ist eine Bereicherung für das Theater. Er hat eine neue musikalische Vielseitigkeit an das SST gebracht und verbindet sein Schaffen mit Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und großer Herzenswärme.“  

Nun ist die letzte Spielzeit unter der Generalintendanz von Dagmar Schlingmann angebrochen: „Ich wünsche mir für meine letzte Saison, dass wir mit unserem vielfältigen Programm die Menschen noch einmal besonders überraschen und begeistern können. Ich will alles dazu tun und freue mich auf meine letzte Inszenierung am Saarländischen Staatstheater.“ Am 25. März wird Shakespeares „Othello“ unter ihrer Regie Premiere im Großen Haus feiern. „Othello“ ist heute von geradezu bedrückender Aktualität, in dem packenden Stoff geht es um Macht, Intrigen, Vorurteile und Rassismus. Ich hoffe, dass mir die Inszenierung besonders gut gelingen wird und die Zuschauer neugierig auf diese Aufführung sind“, sagt Dagmar Schlingmann.  

Theater Bonn: Trauer um ehemaligen Opernintendanten – Jean-Claude Riber ist im Alter von 82 Jahren verstorben

Theater Bonn © Stefan Odry

Foto: Jean-Claude Riber
© Stefan Odry

Das THEATER BONN trauert um Jean-Claude Riber, der von 1981 bis 1992 Intendant der Bonner Oper gewesen ist. Mit Weltstars wie Margaret Price, Montserrat Caballé, Mara Zampieri oder Hans Sotin holte Riber die Crème de la Crème der internationalen Opernsänger auf die Bühne der Bundesstadt.

Der gebürtige Elsässer war zuvor Intendant in Nancy und Genf. Er wurde für seine Arbeit unter anderem mit der Goldmedaille der Stadt Nancy und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. „Mit dem Tod Jean-Claude Ribers ist eine Theaterlegende von uns gegangen. Ich bin traurig, dass ich ihn nie persönlich kennengelernt habe“, so Generalintendant Dr. Bernhard Helmich.

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan fügt hinzu: „Jean-Claude Riber war eine beeindruckende, eigenwillige Persönlichkeit, die die Bonner Oper über ein ganzes Jahrzehnt prägte.“ In den frühen Morgenstunden des 26. Januars 2017 ist Jean-Claude Riber im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in den Vogesen verstorben. Seiner Familie spricht das THEATER BONN sein tief empfundenes Beileid aus.

Theater Hagen: Alfonso Palencia wird neuer Ballettdirektor - Nachfolger von Ricardo Fernando am Theater Hagen

Foto: Alfonso Palencia
© Theater Hagen

Alfonso Palencia wird neuer Ballettdirektor am Theater Hagen. Palencia tritt in der Spielzeit 2017/2018 die Nachfolge von Ricardo Fernando an.

Der in Valencia (Spanien) geborene 40jährige Palencia ist in Hagen kein Unbekannter. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er als Trainingsleiter und Choreograph am Theater Hagen tätig und hat in dieser Zeit zehn choreographische Arbeiten im Musiktheater kreiert.

Alfonso Palencia begann im Alter von acht Jahren seine Tanzausbildung an der Staatlichen Akademie für Musik, Tanz und Theater seiner Heimatstadt und führte diese später beim Centrede Danse International Rosella Hightower, an der San Francisco Ballet School und beim Hamburg Ballett fort.

Er war Mitglied des Ballett-Theaters in Gelsenkirchen und ging 1997 als Solotänzer ans Gärtnerplatztheater München unter der Direktion von Philip Taylor, gefolgt von Engagements ander Komischen Oper Berlin, beim Leipzig Ballett unter Uwe Scholz, beim National Ballett-Theater Prag, beim portugiesischen Nationalballett und beim Ballett Augsburg. Alfonso Palencia arbeitete hierbei mit weltbekannten Choreographen wie John Neumeier, Hans van Manen, Mauro Bigonzetti, Rui Horta, Jiří Kylián, Robert North, Itzik Galili, William Forsythe und Marguerite Donlon zusammen.

In der kommenden Spielzeit wird es wie bisher zwei neue Ballettabende geben, in denen der neue Ballettdirektor seine eigene choreographische Handschrift zeigen wird; ebenso werden internationale Gastchoreographen in Hagen arbeiten. Das Ballett wird zudem in Musical- und Operettenaufführungen mitwirken. 

Damit wird die Zukunft der Hagener Ballettcompagnie einer Persönlichkeit anvertraut, die in der Ballettwelt wie auch in Hagen hohes Ansehen genießt und ein Garant für die auch künftig überregionale Ausstrahlung dieser Sparte ist.„

Ich freue mich sehr, in Zukunft als Ballettdirektor weiter am Hagener Theater arbeiten zukönnen“, so Palencia. „Es war seit Beginn meiner Tanzlaufbahn immer mein Ziel, eine eigene Ballettcompagnie leiten zu können. Dass dieses nun in Hagen geschieht macht mich stolz. Ich möchte erreichen, das Ballett in derselben hohen künstlerischen Qualität wie bisher zupräsentieren und daneben auch neue, eigene Impulse zu setzen.“

Komödie Düsseldorf GmbH: Benefizgala des Freundeskreises

Foto: Programm der Gala
© Komödie Düsseldorf

Wie bereits angekündigt, veranstaltet der Freundeskreis Komödie Düsseldorf e.V.  eine Benefizveranstaltung zugunsten der Komödie, die sich zurzeit in der sogenannten Insolvenz in Eigenverwaltung befindet. Wir möchten dieses traditionelle, schöne Teil Düsseldorfer Kultur erhalten und stärken und hoffen, dass viele aus Düsseldorf und der Region dazu beitragen. Wir sind positiv überrascht von der großen Resonanz und Teilnahmebereitschaft vieler Prominenter, die die Komödie unbedingt erhalten möchten. Daher konnten wir ein buntes Programm von insgesamt drei Stunden bester Unterhaltung zusammenstellen.

Die Namen der einzelnen Mitwirkenden finden Sie im Anhang zu dieser Nachricht.

Wir hoffen, dass wir Sie und Ihre Freunde begrüßen dürfen,

am 16. Januar 2017 im Henkelsaal, Altstadt, Ratinger Straße
Einlass 18:30 Uhr; Beginn der Veranstaltung 19:00; Eintritt 25,00 EUR

Eintrittskarten können einzeln oder für ganze zehner Tische im Vorverkauf an der Theaterkasse der Komödie sowie an der Abendkasse im Henkelsaal gekauft werden. Reservierungen nehmen wir gerne unter gala@komoedie-steinstrasse.de oder telefonisch unter 0211 133707 entgegen.

Gleichzeitig wird eine Tombola stattfinden mit vielen attraktiven Preisen, u. a. eine viertätige Reise nach Berlin, Gutscheine von vielen Düsseldorfer Geschäften usw. Die Lose für die Tombola können für 10,00 EUR an der Abendkasse erworben werden.

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen Abend!

Der Vorstand des Freundeskreises

Hajo Riesenbeck,    Hans-Jürgen Albert,    Lisette Kleine,    Detlef Parr

Nationaltheater Mannheim: Bilanz der Spielzeit 2015/16

Foto: Innenansicht Theatercafé
© Nationaltheater Mannheim

Das Nationaltheater Mannheim verzeichnete in seiner vorläufigen Bilanz der Spielzeit 2015/16 insgesamt 355.372 Besucher in 1.170 Vorstellungen aller vier Sparten. Mit diesen Ergebnissen liegt das NTM wieder im Bereich der Besucher- und Vorstellungszahlen der vorhergehenden Spielzeiten. Mit Umsatzerlösen von knapp 6 Millionen Euro konnte das NTM seine Eigeneinnahmen im Vergleich zu den Vorjahren sogar leicht steigern.

»Wir freuen uns, dass sich unsere Besucherzahlen insgesamt stabil auf einem hohen Niveau bewegen und auch in der Spielzeit 2015/16 wieder die Marke vergleichbarer Vorjahre erreicht haben. Das belegt die starke Verankerung des Nationaltheaters Mannheim in der Stadt und der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Steigerung der Umsatzerlöse spiegelt wider, dass der hohe künstlerische Anspruch an Qualität, Vielfalt und Wirkung auf ein interessiertes Publikum trifft«, so der Geschäftsführende Intendant Dr. Ralf Klöter.

Die direkt vorhergehenden Spielzeiten 2014/15 und 2013/14 mit je einem Festival zusätzlich – dem Bürgerbühnenfestival resp. dem Festival Theater der Welt – ergaben Sondereffekte: Sowohl Vorstellungs- als auch Besucherzahlen fielen festivalbedingt höher aus. Auch nach Bereinigung um diese Sondereffekte weisen die Sparten Schauspiel, Junges Nationaltheater und Ballett weiterhin höhere Besucherzahlen in der Saison 2015/16 auf. Die Besucherzahlen der Sparte Oper sind durch die Wiederaufnahme des »Ring des  Nibelungen« und die Abgabe einer Opernhaus-Wiederaufnahme an die Sparte Ballett anlässlich der Abschiedssaison des Kevin-O’Day-Balletts leicht geringer ausgefallen als in den Vergleichsspielzeiten. Diese Verschiebung hatte eine Steigerung der Einnahmen des Balletts um zirka 144.000 Euro zur Folge. Die Sparte Oper wiederum konnte eine Verringerung ihrer Einnahmen durch einnahmestarke Veranstaltungen wie die Festlichen Opernabende sowie die Vorstellungen des »Ring des Nibelungen« abwenden.  

Oper

Die Oper spielte insgesamt 304 Vorstellungen vor 180.443 Besuchern. Das sind zirka 6.000 Besucher weniger als in der vergleichbaren Spielzeit 2011/12, die turnusmäßig ebenfalls einen Mozartsommer beinhaltete. Grund für diese Verringerung ist die bereits erwähnte Abgabe einer Produktion zugunsten des Balletts. Beliebte Aufführungen waren unter anderem Turandot, Der Ring an einem Abend, La bohème sowie Der Ring des Nibelungen.  

Schauspiel

Das Schauspiel bot 393 Vorstellungen, was einer regulären Spielzeit (ohne Schillertage) entsprach, und konnte bei den Besucherzahlen zulegen, es zählte mit 100.074 Besuchern rund 5.000 Zuschauer mehr als in der vergleichbaren Spielzeit 2011/12. Hoch im Kurs standen beim Publikum etwa Viel Lärm um nichts, Ein Blick von der Brücke – Mannheim Arrival und Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben.  

Ballett

Im Jahr seines Abschieds vom NTM gab das Kevin-O’Day-Ballett 72 Vorstellungen und steigerte seine Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um zirka 3000. Äußerst beliebte Aufführungen waren Farewell!, Alpha – Omega (UA) und Naked (UA).  

Junges Nationaltheater

Das Junge Nationaltheater, das den Schnawwl, die Junge Oper sowie den Jungen Tanz vereint, kam auf 375 Veranstaltungen und mit 31.350 Besuchern auf rund 1.000 mehr als in der vorhergehenden Saison. Besonders gefragt waren im Schnawwl unter vielen anderen die Aufführungen Tschick, Babbilonia (UA) und Faust, das Kleinkinderstück holperdiestolper sowie in der Jungen Oper Peter und der Wolf und im Jungen Tanz Mannheimification (UA).

Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg: Britta Duah wird ab 1. August 2017 neue Leiterin

Foto: Jürgen Wölffer, Britta Duah und Martin Woelffer
© Stefan Hoyer, Public Address

Auf einer Pressekonferenz am 11. Oktober 2016 gaben Betreiber und Geschäftsführung der Komödie Winterhuder Fährhaus in Person von Jürgen Wölffer und Martin Woelffer folgende Nachfolgeregelung bekannt. Am 1. August 2017 wird Britta Duah (38) neue Leiterin der Winterhuder Bühne. Nach Rolf Mares (1988 bis 1999) und Michael Lang (1999 bis 2017) übernimmt damit zum ersten Mal eine Frau die Leitung dieses nicht subventionierten Theaters, das 1988 zunächst als Hamburger Dependance der Berliner Theater und Komödie am Kurfürstendamm gegründet wurde und das längst ein fester Bestandteil der Hamburger Kulturlandschaft geworden ist.

Im Zuge des Generationenwechsels wird die Führungsspitze des Hamburger Theaters künftig nicht nur neu, sondern auch noch breiter und spezialisierter aufgestellt sein. Neben Jürgen Wölffer, der wie bisher die künstlerische und wirtschaftliche Gesamtverantwortung trägt, besteht das Leitungsteam aus Martin Woelffer (künstlerische Leitung), Britta Duah (Theaterleitung) und Michael Forner (Verwaltungsleitung). Jürgen Wölffer: „Ich freue mich, dass wir mit Britta Duah ein echtes „Eigengewächs“ als neue Leiterin unseres Hamburger Hauses gefunden haben.

Sie hat über viele Jahre hinweg in der Komödie ihre Kompetenz in fachlicher wie in menschlicher Hinsicht bewiesen, ich schätze sie sehr, und sie hat sich diese Berufung redlich verdient. Und es ist auch ein Signal, welche Karrieren an unseren Theatern möglich sind. Die Berufung von Frau Duah ist ein weiteres Beispiel dafür.“

Britta Duah über ihre neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und darauf auch weiterhin mit unserem hervorragendem Team zusammen arbeiten zu können.“ Martin Woelffer: „Mit unserem gemeinsamen Konzept des Unterhaltungstheaters ‚am Puls der Zeit‘ werden unsere Bühnen künftig noch enger zusammenrücken, um den künstlerischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.“

Britta Duah kennt die Komödie seit Kindesbeinen an, ihre Mutter, Corinna Smolka, war die erste Pressesprecherin des Theaters (bis 1997). Begleitend zu ihrem Studium stieg Frau Duah 1998 zunächst als Mitarbeiterin an der Kasse der Komödie ein. Aufgrund ihrer vielfältigen Begabungen und Qualitäten wurde ihr nach und nach immer mehr Verantwortung übertragen, bevor sie 2007 zur Leiterin des gesamten Vertriebswesens der Komödie Winterhuder Fährhaus mit umfangreicher Personalverantwortung aufstieg. In Fachkreisen hat sie sich längst einen Namen gemacht. Im August 2017 nun übernimmt sie die Leitung der Komödie Winterhuder Fährhaus.

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen: Alexander Eberle bleibt am MiR!

Foto: Alexander Eberle
© MiR Gelsenkirchen

Das Musiktheater im Revier freut sich mitteilen zu können, dass Alexander Eberle seine Tätigkeit als Chordirektor am MiR auch zukünftig in einem Festengagement fortsetzen wird. Der gebürtige Saarländer hatte das Amt in der vergangenen Spielzeit zunächst kommissarisch übernommen. Dies war notwendig geworden, da Vorgänger Christian Jeub kurzfristig einem Ruf an die Universitätsmusik Koblenz gefolgt ist.

Alexander Eberle, der auch künstlerischer Leiter des ChorForums Essen ist, war zuletzt Chordirektor am Essener Aalto-Musiktheater. Er wurde 1968 geboren und studierte Kirchenmusik, Klavier und Dirigieren an den Hochschulen Mainz und Düsseldorf. Über die Theaterstationen Trier und Osnabrück kam er schließlich 1994 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und Assistent des Chordirektors nach Essen. In der Spielzeit 1998/99 wurde er dort mit dem „Aalto-Bühnenpreis“ ausgezeichnet und übernahm die Leitung des Philharmonischen Chores. Als Chordirektor gründete er im Jahr 2004 die Aalto-Kinder- und Jugendchöre sowie den Philharmonischen Kammerchor.

Er rief das Netzwerk „Singen an Essener Grundschulen“ ins Leben und ist zudem Vorsitzender der Chordirektoren-Konferenz. Im Jahr 2007 folgte die Gründung des gemeinnützigen Vereins ChorForum Essen mit dem Satzungsziel der Förderung von Chorarbeit in der Ruhrgebietsstadt. Im Jahr 2011 wurde die ehemalige Kirche St. Engelbert zum Vereinssitz.

Neben seiner Theater- und Konzerttätigkeit war Alexander Eberle viele Jahre als Lehrbeauftragter für Korrepetition und Partien-Studium an der Folkwang-Hochschule in Essen tätig. Seit 2015 ist er außerdem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.*

Stadttheater Fürth: Der Tunnel mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 ausgezeichnet

Foto: Anne Chahin, Christoph Müller, Marc Jungreithmeier, Thilo Wolf, Bettina Meske, Ewald Arenz und Werner Müller bei der Preisverleihung
© Stadttheater Fürth

„Der Tunnel“ (Uraufführung am 16. Oktober 2015 am Stadttheater Fürth) wurde in den Kategorien „Bestes Bühnenbild“ (Marc Jungreithmeier, Video: Marc Jungreithmeier und Anne Chahine) und „Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ (Bettina Meske als Woolf) mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand am Dienstag im Tipi am Kanzleramt in Berlin-Mitte statt.

In dreizehn Kategorien wurden herausragende Leistungen im deutschsprachigen Musical geehrt. Nominiert waren Musical-Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wie die Akademie in ihrer Satzung betont, ist es der Zweck des Vereins „das Musical als wesentlichen Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur zu fördern“. Die Akademie möchte auch den Mut honorieren noch unbekannte Musicals zu produzieren.

Werner Müller, Intendant des Stadttheaters Fürth fühlt sich durch den Preis in seiner Arbeit bestätigt, neue und noch unbekanntere Musicals auf den Spielplan zu setzen.

Neben Werner Müller und den Preisträgern Marc Jungreithmeier und Bettina Meske waren Thilo Wolf (Komponist Arrangeur), Ewald Arenz (Text), Anne Chahine (Video) und Christoph Müller (Orchestrator) in Berlin anwesend.

Das Stadttheater Fürth freut sich, dass Marc Jungreithmeier auch für das Bühnenbild des Musicals „Luther – Rebell Gottes“ verantwortlich zeichnet, das am 13. Januar 2017 seine Uraufführung am Stadttheater Fürth feiern wird. Für die Titelrolle des zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk produzierten Musicals konnte Thomas Borchert gewonnen werden.

Staatstheater Cottbus: Sänger Ingo Witzke erhielt den Max-Grünebaum-Preis 2016

Foto: Ingo Witzke in Die Entführung aus dem Serail
© Marlies Kross

Die Max Grünebaum-Stiftung hat die Max-Grünebaum-Preise 2016 an den Sänger Ingo Witzke vom Opernensemble des Staatstheaters Cottbus verliehen. Der Max-Grünebaum-Preis, der in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben wurde, ist mit 5.000 Euro dotiert.  

Einen weiteren Max-Grünebaum-Preis erhielt die Tänzerin Greta Dato vom Cottbuser Ballettensemble. Den Karl-Newman-Förderpreis, eine Studienreise nach London, erhielt die Theatermalerin und -plastikerin Claudia Düsing. Die Preise wurden am 16. Oktober 2016 im Rahmen eines Festaktes verliehen.   www.max-gruenebaum-stiftung.de    

Max-Grünebaum-Preisträger 2016: Der Bassist Ingo Witzke ist seit der Spielzeit 2010/11 am Staatstheater Cottbus engagiert. Er zählt mittlerweile zum Stamm des Opernensembles.  

Der in Göttingen geborene Sänger studierte von 2003 bis 2009 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Berlin und belegte zahlreiche Meisterkurse. Der Bassist hat sich u.a. an der Komischen Oper Berlin, der Deutschen Oper Berlin, dem Théatre National du Luxembourg, der Artur Rubinstein Filharmonia Łódź und 2008 im Engagement am Theater in Hof ein umfangreiches Repertoire erarbeitet. Zudem widmet sich Ingo Witzke intensiv dem Konzertgesang, von Bachs Passionen über Mozarts Requiem bis hin zu Verdis Messa da Requiem. 2009 debütierte er am Staatstheater Cottbus als Pater Laurent in Gounods ROMÉO ET JULIETTE.

Zu seinen wichtigsten Rollen gehörten unter anderem der Gremin in „Eugen Onegin“ (Tschaikowski), Ramfis in „Aida“ (Verdi), Fafner in „Siegfried“ (Wagner), Raimondo in „Lucia di Lammermoor“ (Donizetti), Wassermann in „Rusalka“ (Dvořák), Fasolt in „Rheingold“ (Wagner), Balthazar in „Die Favoritin“ (Donizetti) und Osmin in „Die Entführung aus dem Serail“ (Mozart).  

Ingo Witzke wirft sich bei den Proben „voll“ ins Zeug. Er ist stets bestens vorbereitet und hat sich im Laufe der Jahre sowohl stimmlich als auch darstellerisch sehr gut entwickelt. Mit Bravour meistert er auch besondere Herausforderungen, so den Osmin in Mozarts DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL und den Balthazar in DIE FAVORITIN von Donizetti. Eindrucksvoll stellte er sein komödiantisches Talent im Fußball-Liederabend MÄNNER unter Beweis. In der Kinderoper SECHSE KOMMEN DURCH DIE WELT war er Publikumsliebling.

Staatstheater Braunschweig: TheaterFLAT für Studierende: Kostenlos ins Theater!

Foto: Ralph Kinkel (Schauspieler im Jungen Staatstheater)
© Volker Beinhorn

Mit der neuen TheaterFLAT ermöglicht das Staatstheater Braunschweig Studierenden der Technischen Universität freien Eintritt in alle Vorstellungen des Hauses. Zu Beginn des Wintersemesters 2016 / 2017 am 1. Oktober wird das Semesterticket für die Studierenden zur Eintrittskarte für das Programm in allen fünf Sparten.

Die neue Kooperation zwischen der Studierendenschaft der TU Braunschweig und dem Staatstheater ist ein einzigartiges Angebot, um den Studentinnen und Studenten an der TU Braunschweigs die Teilhabe am kulturellen Programm der Stadt zu ermöglichen.

Bei der Pressekonferenz sagte Generalintendant Joachim Klement: »Wir freuen uns, dass das Semesterticket durch die Studierenden zum Kulturticket wird. Das bindet sie an das Theater, an die Stadt und eröffnet einen eigenen Zugang zur Welt. Eine sehr gute Sache.«

»Bei aller Spezialisierung ist es heute umso wichtiger, dass unsere Studierenden allgemein und fächerübergreifend gebildet sind. Sie sollen kreativ und vernetzt denken. Dafür ist es wichtig, dass sie sich nicht nur in ihre Fächer vertiefen, sondern auch über den Tellerrand hinaus schauen, auch über den der Universität. Das Theater bietet nicht nur ein Kulturprogramm für die Freizeit, sondern Themen und Anregungen für die ganze Persönlichkeit, gerade bei jungen Leuten, die in ihrer beruflichen Zukunft Verantwortung übernehmen wollen«, so TU-Präsident Prof. Jürgen Hesselbach.

Marc Jäger, Mitglied des AStA-Vorstands der TU Braunschweig, sagte: »Wir als AStA sehen Kultur als ein bedeutendes Gut in der Gesellschaft, welches so vielen Menschen wie möglich zugänglich gemacht werden sollte. Mit diesem ›Kulturticket‹ freuen wir uns, im Rahmen unserer Möglichkeiten, einen Teil dazu beizutragen.

«Drei Tage im Vorfeld eines regulären Vorstellungstermins erhalten Studierende an der Theaterkasse im Großen Haus die besten noch verfügbaren Plätze. Bei Premieren und Sonderveranstaltungen erfolgt die Freigabe der Veranstaltung eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, vorausgesetzt es sind noch freie Plätze verfügbar. Die TheaterFLAT wird finanziert durch einen Beitrag von 1 Euro pro Semester, der im Rahmen des Semesterbeitrags von allen Studierenden entrichtet wird.

Das Angebot gilt für die Spielzeit 2016/17. Nach einer Evaluierung ist eine Verlängerung geplant.

Theater Hof: Musikdirektor Goerke verlässt das Theater Hof

Foto: Musikdirektor Arn Goerke und Intendant Reinhardt Friese
© Theater Hof

Nach Intendant Reinhardt Friese ist Musikdirektor und Chefdirigent Arn Goerke der wichtigste künstlerische Gestalter des Theaters Hof. Nun wird Goerke künftig statt vor Theaterzuschauern vor Dozenten und Studierenden tätig sein, denn er wechselt zum April 2017 an die Universität Regensburg als neuer Leiter der Universitätsmusik.

„Natürlich verlasse ich das Theater Hof mit einer Träne im Knopfloch“, sagt Goerke, der sich in Regensburg der Leitung der Universitätsorchester als neue Aufgabe widmen wird. Eine Trennung im Guten: Intendant Reinhardt Friese verabschiedet den Musikdirektor mit großer Dankbarkeit und nicht ohne Bedauern, respektiert aber natürlich dessen Entscheidung. „Das Theater Hof muss sich nun die Zeit nehmen, um einen adäquaten Nachfolger für diese Schlüsselposition des Hauses zu finden“, ergänzt Friese.

Der in Berlin aufgewachsene Dirigent begann seine Theaterlaufbahn am Theater Hagen. Bereits 2003 war er als 1. Kapellmeister am Theater Hof tätig, verbrachte dann 2008/09 eine Theatersaison als Stellvertretender Generalmusikdirektor am Theater Plauen und kehrte 2009 als Musikdirektor und Chefdirigent ans Theater Hof zurück. Zunächst unter Intendant Uwe Drechsel und bis heute unter Reinhardt Friese schaffte er für die Musiksparte des Theaters ein geschärftes Profil.

Als Anerkennung des Hofer Publikums erhielt er 2012 den Preis der Theaterfreunde. Goerke zeichnet sich persönlich verantwortlich als Musikalischer Leiter von u.a. „Wozzeck“, „Der Ring an einem Abend“, „Die tote Stadt“, „Fidelio“,  „Aida“, „Turandot“ oder dem Ballett „Le sacre du printemps / Requiem“.  In der gerade begonnenen Spielzeit wird er „Carmen“ und die „Die Gespräche der Karmeliterinnen“ musikalisch leiten sowie die Wiederaufnahmen von „Hänsel und Gretel“ im Advent und „Die Hochzeit des Figaro“ für ein Gastspiel in Frankreich.

Theater Oberhausen: Der Oberhausener Theaterpreis 2016 wurde am 04. September verliehen

Foto: v.l.n.r. Nick Kaldunski (Abbatoir Fermé, in Vertretung für Regisseur Stef Lernous), Bastian Kabuth, Sven Van Kuijk, Intendant Peter Carp, Gerd Lepges, Anja Schweitzer, Henry Meyer
© Anna Polke

Der vom Freundeskreis „Theater für Oberhausen“  zum 22. Mal ausgelobte Oberhausener Theaterpreis  wurde am Sonntag, 4. September durch den Vorsitzenden Gerd Lepges im Theater verliehen. In diesem Jahr standen € 8.500 an Preisgeldern zur Verfügung, die von Oberhausener Firmen und Privatpersonen aufgebracht wurden.

Drei Jury-Preise für besondere künstlerische Leitungen in der Spielzeit 2015/16 wurden vergeben. Den ersten Preis in Höhe von € 3.000, gestiftet von der MAN Diesel & Turbo SE, erhielt das belgische Team Stef Lernous und Sven Van Kuijk für Regie und Bühnenbild von „Lulu. Eine Mörderballade“ von  The Tiger-Lillies nach Frank Wedekind. Für die Darstellung die Darstellung mehrerer Rollen, darunter die Mutter in Lars Noréns Stück „Überwintern“ und den Jack in „Lulu“ erhielt die Schauspielerin Anja Schweitzer den zweiten Preis, der mit € 2.000 von der WBO GmbH ausgestattet ist. Der Regisseur Peter Carp erhielt für seine eindringliche Inszenierung von Maxim Gorkis „Barbaren“ den dritten Jury-Preis. Hierfür gab es € 1.000 von der Sanitärfirma Nockmann & Gerstberger GmbH.

Die Kritikerjury, der Gudrun Mattern (WAZ Oberhausen), Arnold Hohmann (WAZ/NRZ Essen), Stefan Keim (WDR, Deutschlandradio u.a.) der freie Journalist Sascha Westphal und Gerd Lepges angehörten vergab auch den von Erhard und Rosalinde  Büch mit € 500 dotierten Günther-Büch-Nachwuchspreis. Dieser ging an den jungen Regisseur Bastian Kabuth für seine Regie der Malersaal-Produktion „Überwintern“ von Lars Norén. Das Theaterpublikum wählte mit Mehrheit Henry Meyer zum beliebtesten Darsteller der vergangenen Spielzeit. Er erhielt somit den von der Stiftung Kultur und Bildung der Stadtsparkasse Oberhausen mit € 2.000 ausgestatteten Publikumspreis.

Staatstheater Braunschweig: Jörg Bochow wird Chefdramaturg in Dresden

Jörg Bochow wird, mit dem Beginn der Intendanz von Joachim Klement, ab der Spielzeit 2017/18 Chefdramaturg und Stellvertretender Intendant am Staatsschauspiel in Dresden.

Jörg Bochow, geboren 1963 in Budapest, studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, gleichzeitig absolvierte er eigene Regiearbeiten am Kleist-Theater Frankfurt/Oder und am carroussel-Theater-Berlin. Von 1994 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterwissenschaft / Kulturelle Kommunikation an der Humboldt-Universität Berlin, wo er 1995 promovierte. Von 2000 bis 2005 war er als Assistant Professor für Theater- und Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of Toronto tätig und 2004 wurde er Geschäftsführender Direktor des University College Drama Program.

Von 2005 bis 2013 arbeitet er als Chefdramaturg und Stellvertretender Intendant am Staatsschauspiel Stuttgart (Intendanz: Hasko Weber). Von 2007 bis 2013 war er Vorstandsmitglied und Vize-Präsident der European Theatre Convention sowie Studiengangsleiter und Dozent für Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.

Seit der Spielzeit 2013/14 ist Dr. Jörg Bochow Leitender Dramaturg am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Intendanz: Karin Beier). Er arbeitete mit Regisseuren wie Sebastian Baumgarten, Frank Castorf, Thomas Dannemann, Friederike Heller, Tilmann Köhler, Volker Lösch, Katie Mitchell, Ulrich Rasche, Rimini Protokoll, Andres Veiel, Hasko Weber u.a. zusammen.

Die Komödie Frankfurt: Claus Helmer begeht sein 60-jähriges Bühnenjubiläum!

Foto: Claus Helmer
© Die Komödie Frankfurt

Wenn sich in fünf Wochen der samtrote Vorhang der Komödie für Ken Ludwigs „Cyrano in Buffalo“ hebt, dann handelt es sich nicht nur um die nächste Premiere dieser Spielzeit. Claus Helmer feiert damit gleichzeitig sein „Diamantenes“:

Im Februar steht der Theaterleiter, Schauspieler und Regisseur seit 60 Jahren auf den berühmten Brettern, die die Welt bedeuten – eine Karriere, die im jungen Alter von gerade einmal 12 Jahren am Wiener Burgtheater begann! Zum 60-jährigen Bühnenjubiläum inszeniert Claus Helmer mit „Cyrano in Buffalo“ eine klassische Boulevardkomödie aus dem Schauspieler- und Theatermilieu. An der Seite seiner Frau, Schauspielerin Christine Glasner, wird er darüber hinaus in der Hauptrolle zu sehen sein.

Claus Helmer, der seine Ausbildung am renommierten Max Reinhardt Seminar in Wien bereits mit 15 Jahren begann, spielte und inszenierte an den bedeutendsten Theaterhäusern in Deutschland und Österreich und war in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.

Seit 44 Jahren leitet er die künstlerischen Geschicke der Frankfurter Komödie, seit 1995 steht er außerdem an der Spitze des Fritz Rémond Theaters im Zoo. Für seine besonderen schauspielerischen Leistungen sowie seine Verdienste im in der Kultur wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Dazu zählen u.a. das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, das Hessische sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Friedrich Stoltze-Preis sowie zuletzt die höchste Ehrung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, die Goethe-Plakette.

Wolfgang-Borchert-Theater Münster: Neues WBT-Ensemblemitglied Peter Kaghanovitch

Foto: Peter Kaghanovitch
© Wolfgang-Borchert-Theater

Peter Kaghanovitch ist seit dieser Spielzeit neues Ensemble-Mitglied am WBT.

Der gebürtige Schweizer, 1953 in Zürich geboren, war 1974–79 als Schauspieler am Schauspielhaus Köln engagiert. Dort begann seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Intendanten Hansgünther Heyme. Seine anschließenden zahlreichen Engagements an deutschen und schweizerischen Bühnen lassen sich kaum noch aufzählen.

Er war bereits in Zürich, Stuttgart, Lausanne, Essen, Berlin, Düsseldorf, Luxembourg, und Salzburg engagiert, um nur einige seiner Stationen zu nennen. Zudem hat er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt und in WDR-Hörspielen mitgewirkt. Im Sommer 2015 lernte er bei den Kreuzgangspielen in Feuchtwangen WBT-Intendant Meinhard Zanger kennen, der ihn direkt für die Spielzeit 2015/16 nach Münster holte.

In dem Zwei-Personen-Stück GIFT. EINE EHEGESCHICHTE stellte sich Kaghanovitch erstmals dem Münsteraner Publikum vor. Er spielt darin einen verwaisten Vater, der seine Frau nach mehr als zehn Jahren Trennung am Grab seines verstorbenen Sohnes wiedertrifft. Alte Gefühle leben auf, es geht hochemotional zwischen ihm und seiner Ex-Frau zu. Es wird gestritten aber auch gelacht und trotz des Schicksalsschlages gibt es viele unbeschwerte und heitere Momente.

„Die Autorin zeigt, wie man es trotz einer Trennung schaffen kann, wieder miteinander zu kommunizieren“, so Kaghanovitch über das Ehe-Duell. Für die kommenden Vorstellungen am 29. und 30. Januar sind unter 0251.400 19 oder www.wolfgang-borchert-theater.de noch Karten erhältlich.

Theater Hof: Bayerische Theatertage 2017 in Hof: Organisatorischer Leiter ist Kristoffer Keudel

Foto: Kristoffer Keudel
© Theater Hof

Bayerische Theatertage 2017 in Hof: Organisatorischer Leiter ist Kristoffer Keudel

Vor dreieinhalb Jahren kam er mit Intendant Reinhardt Friese als Regieassistent, Abendspielleiter und Schauspieler ans Theater Hof.

Nach einigen eigenen Inszenierungen in Hof (demnächst: „Der Bus“, Premiere am 13. Februar im Großen Haus) und andernorts kommt auf ihn jetzt eine neue, große gestaltende Aufgabe zu: Kristoffer Keudel ist der Organisatorische Leiter für die Durchführung der Bayerischen Theatertage 2016/17.

Darauf angesprochen schmunzelt  er: „Für den langen Titel werde ich besonders große Visitenkarten brauchen“.  Trug er bisher bereits große Verantwortung für sämtliche Vorstellungen der Schauspielsparte, sind für Keudel organisatorische Herausforderungen rund um die Bühne natürlich nichts Neues. Dennoch ist es auch für ihn Neuland, Gastspiele aus ganz Bayern im kurzen Zeitraum der Theatertage sowohl künstlerisch und technisch im Theater Hof wie auch logistisch mit Anreise, Unterkunft etc. zu koordinieren.

Staatstheater aus München, städtische und Landesbühnen haben ganz unterschiedliche Wünsche und Anforderungen, je nach Gastspiel, das sie nach Oberfranken mitbringen. Zuversichtlich ist Keudel, dass die Hofer sich vom Eventfieber anstecken lassen für die zwei Wochen im Frühsommer 2017: “Die Stadt steht jedes Jahr voll hinter den Filmtagen im Herbst, einen besser geeigneten Ort für die Theatertage kann es also gar nicht geben.“

Theater Lübeck: Ryusuke Numajiri stellt ab der Saison 2017/18 sein Amt als Generalmusikdirektor der Hansestadt Lübeck zur Verfügung

Foto: Ryusuke Numajiri
© Theater Lübeck

Der japanische Dirigent bleibt dem Theater Lübeck ab 1. August 2017 als 1. Gastdirigent für spezielle Produktionen erhalten

Ryusuke Numajiri stellt ab der Saison 2017/18 sein Amt als Generalmusikdirektor der Hansestadt Lübeck zur Verfügung. Der japanische Dirigent möchte sich ab der Saison 2017/18 verstärkt seiner internationalen Karriere widmen. Ab 2017  wird er in Japan die Musikalische Leitung von Wagners »Ring des Nibelungen« übernehmen. Als Komponist hat er das Angebot für Produktionen in Rom und Tokio erhalten, den fünften Akt von Claudio Monteverdis »Orfeo« umzuarbeiten. »Diese Pläne lassen sich nicht in Einklang bringen mit der Position des GMD in Lübeck«, sagt Ryusuke Numajiri. »Ich habe mich deshalb zu diesem Schritt entschieden. Gleichwohl möchte ich betonen, dass die Arbeit mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck für mich immer inspirierend und herausfordernd ist, so dass ich dankbar für die weitere Zusammenarbeit mit diesem hervorragenden Orchester bin«.

Der japanische Dirigent bleibt dem Theater Lübeck ab 01.08.2017 als 1. Gastdirigent für spezielle Produktionen erhalten. »Wir freuen uns, dass Ryusuke Numajiri uns ab der übernächsten Spielzeit weiterhin als 1. Gastdirigent am Theater Lübeck zur Verfügung stehen wird«, sagt Christian Schwandt, Geschäftsführender Direktor des Theater Lübeck. »Wir schätzen Herrn Numajiri als Dirigent sehr, er hat in der Kulturstadt Lübeck wichtige Impulse gesetzt und wurde für seine Operndirigate u.a. von ›Tannhäuser‹, ›Don Carlo‹ und ›Hoffmanns Erzählungen‹ sowie für seine Konzertdirigate von Publikum und Presse hoch gelobt. Wir werden weiterhin gerne künstlerisch bei ausgewählten Opernproduktionen und Sinfoniekonzerten mit ihm zusammen arbeiten.«

Ryusuke Numajiri hat zur Spielzeit 2013/14 die Nachfolge von Roman Brogli-Sacher als GMD der Hansestadt Lübeck angetreten. In der kommenden Spielzeit 2016/17 wird er am Theater Lübeck in gewohntem Umfang Dirigate von Opernneuproduktionen und Sinfoniekonzerten verantworten. Über die Nachfolge der Position des Generalmusikdirektors der Hansestadt Lübeck ab der Saison 2017/18 wird der Aufsichtsrat der Theater Lübeck gGmbH in Kürze beraten.

Theater Münster: 4. Februar 1956 - 4. Februar 2016 - 60 Jahre Theater Münster

Foto: Historisches Foto aus dem Eröffnungsjahr 1956
© Theater Münster

Am 4. Februar 1956 hob sich erstmals der Vorhang im neu erbauten – auf den Ruinen des Vorgängerbaus errichteten – Stadttheater an der Neubrückenstraße. Der von den Architekten Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau entworfene Bau zählt zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Nachkriegsmoderne in Münster und wird bis heute weltweit als „Donnerschlag in der Theaterarchitektur“ gefeiert.

Ein Rückblick: Zwischen 1895 und 1944 hatte Münsters Bühnenleben überwiegend im Lortzing-Theater stattgefunden. Ebenso wie die „Westfälische Schule für Musik“ war das Theater im ehemaligen Romberger Hof an der Neubrückenstraße und der Voßgasse angesiedelt. Nach der Bombardierung des Theaters am 9./10. Juli 1941 verlagerte das Stadttheater den Spielbetrieb in die weniger zerstörte, benachbarte Stadthalle, in der eine Behelfsbühne eingerichtet wurde.

Fünf Jahre nach Kriegsende, 1950, stimmte der Rat der Stadt Münster dem Wiederaufbau des Theaters nach den Plänen des städtischen Baurats Edmund Scharf zu. Die finanziellen Krisenjahre und der Aufbau von Dom, Schloss und Rathaus verhinderten jedoch über Jahre den Baubeginn. Nicht zuletzt bürgerschaftlichen Engagement und einer regen Spendentätigkeit war es zu danken, dass die Idee eines Neubaus kontinuierlich weiterverfolgt wurde und eine erneute Ausschreibung erfolgte. Zu den 1953 eingereichten Entwürfen zählten neben dem überarbeiteten Plan von Edmund Scharf die Vorschläge von Hans Ostermann und der Architektengruppe Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau. Das Votum des Rats orientierte sich an Urteil der Gutachter, die im Januar 1954 eindeutig die Lösung der vier jungen Architekten favorisiert hatten. Die Idee, dem wiedergewonnen historischen Zustand der Altstadt einen modernen Neubau entgegenzusetzen, diesen aber gleichzeitig durch vielfältige architektonische Bezugspunkte in den urbanen Kontext zu integrieren, hatte sich durchgesetzt.

Die Grundsteinlegung für den Theaterneubau erfolgte am 16. Mai 1954; die Bauarbeiten am Großen Haus sollten 20 Monate dauern; die Gesamtkosten betrugen 5,3 Millionen DM. Am Samstag, 4. Februar 1956 wurde mit Mozarts „Zauberflöte“ in einem über fünfstündigen Festakt das neue Haus in Münster eröffnet und als erster Nachkriegsbau eines Theaters in Deutschland euphorisch gefeiert.

Theater, Oper und Orchester GmbH Halle: DMV: Staatskapelle Halle bot das Beste Konzertprogramm der Saison 2015/2016

Foto: Staatskapelle Halle
© Falk Wenzel

Die Jury des Deutschen Musikverleger-Verbandes(DMV) war sich einig: der Preis für das Beste Konzertprogramm der Saison 2015/2016 geht an die Staatskapelle Halle/Saale und ihren Generalmusikdirektor Josep Caballé-Domenech. Ein schönes Geschenk der Musikverleger, denn die Staatskapelle feierte in dieser Spielzeit ihren zehnten Geburtstag.

Winfried Jacobs, Vizepräsident des DMV zur Entscheidung der Jury: „Unter Leitung von GMD Josep Caballé-Domenech ist für diese Jubiläumssaison ein umfangreiches, vielfältiges Konzertprogramm mit mehr als 130 Veranstaltungen, Sinfonie- und Chorkonzerten, Kammermusiken, Schul- und Familienprogrammenentstanden – das alles ist eine Auszeichnung wert!“

Die acht Sinfoniekonzertprogramme stehen in dieser Saison unter dem Motto Widmung und beschäftigen sich mit der gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung von Orchestern. Diese Bedeutung muss immer wieder und kann gar nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerufen werden. Die Staatskapelle –selbst aus dem Zusammenschluss des Philharmonischen Staatsorchesters Halle mit dem Orchester der Oper Halle hervorgegangen – kann hier authentisch Position beziehen und hat dies bereits im 1. Sinfoniekonzert der Saison mit einem Auftragswerk des Meininger Komponisten Jens Marggraf eindrücklich belegt. Kaum ein Komponist wird zweimal aufgeführt, so dass eine abwechslungsreiche Reise durch die unterschiedlichsten musikalischen Stilregionen angetreten wird. Insgesamt drei Uraufführungen, Gastspiele, Kammermusikaufführungen und ein breites Education-Programm runden das nun ausgezeichnete Programm ab.

Dr. Axel Sikorski, Vorsitzender des E-Musik-Ausschusses im DMV: „Mit der inhaltlichen qualitativen Bandbreite des Konzertprogramms ist die Staatskapelle ein hervorragender kultureller Botschafter für Stadt und Land. Die Vielfalt der Konzertaktivitäten des formal noch jungen, sich aber doch in langer musikalischer Tradition befindlichen Klangkörpers hat die Jury überzeugt, der Staatskapelle Halle den Preis für das Beste Konzertprogramm der Saison 2015/16 zuzuerkennen.“

Die Verleihung der Urkunde findet am 7. März 2016 im Rahmen des 6.Sinfoniekonzertes unter der Leitung von GMD Josep Caballé-Domenech in der Georg-Friedrich-Händel-Halle statt.

Der DMV ist als Interessenvertretung ein Zusammenschluss von Musikverlagen aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit rund 400 Mitgliedsverlagen repräsentiert der Verband ca. 90% des in der Bundesrepublik generierten Musikverlagsumsatzes.

Die im DMV organisierten Musikverlage erreichten im letzten Geschäftsjahr (2014) einen Umsatzvon 550 Mio. Euro. Neben dem Papiergeschäft, also dem Druck und Vertrieb von Noten (das ca.13 Prozent des Gesamtumsatzes der Musikverlage beträgt), sind weitere Umsatzträger die Rechte und Lizenzen für Werbung, Musik im Film, usw., die von den Verlagen wahrgenommen werden. Der größte Umsatzanteil betrifft die Einnahmen aus den Rechten, die von der GEMA kollektiv für in- und ausländischen Autoren und deren Verleger wahrgenommen werden.

Komödie im Bayerischen Hof München: Intendantin und Leiterin der Komödie im Bayerischen Hof und der Münchner Tournee verstorben

Foto: Margit Bönisch
© Loredana LaRocca

"Plötzlich und völlig  unerwartet verstarb unsere Intendantin und Leiterin der Komödie im Bayerischen Hof  und der Münchner Tournee, Margit Bönisch, am 27. Januar 2016.

Wir trauern um den leuchtenden Mittelpunkt unserer Theaterfamilie."

Prof. Thomas Peknyim
Namen aller Angehörigen und Mitarbeiter. München

 

Margit Bönisch studierte Musik und Lehramt. Nachdem sie zunächst in einem Schweizer Tourneetheater arbeitete, gründete Sie 1974 die Münchner Tournee. Für ihre Produktionen, die zum Teil auch im Ausland aufgeführt wurden, konnte sie zahlreiche namhafte Regisseure (Ingmar Bergman, August Everding, Peter Hall, Hans Hollmann u.a.) und Schauspieler (Elisabeth Flickenschildt, Therese Giehse, Günther Lüders, Paula Wessely, Maria Wimmer u.a) gewinnen.

Als Anfang der 90er Jahre eine neue Direktion für die KOMÖDIE IM BAYERISCHEN HOF gesucht wurde, schlug August Everding sie den Verantwortlichen vor. Nachdem sie das Theater elegant renovieren ließ, führte sie das seit seiner Gründung nicht subventionierte Haus ab der Saison 1992/93 und feierte dort 2011 ihr 20-jähriges Jubiläum als Prinzipalin und das 50-jährige Jubiläum des Theaters.

Zur ihren Produktionen zählten Komödien, musikalische Lustspiele, Musicals, Revuen. Stars wie Gerd Anthoff, Michael von Au, Peter Bongartz, Jacques Breuer, Pascal Breuer, Jochen Busse, Gaby Dohm, Thomas Fritsch, Joachim Fuchsberger, Uschi Glas, Monika Gruber, Johannes Heesters, Herbert Herrmann, Christiane Hörbiger, Anita Kupsch, Heiner Lauterbach, Volker Lechtenbrink, Michaela May, Uwe Ochsenknecht, Christoph M. Ohrt, Nikolaus Paryla, Georg Preusse, Maria Sebaldt, Walter Sittler, Sigmar Solbach, Jutta Speidel, Aglaia Szyszkowitz, Susanne Uhlen, Billie Zöckler, Barbara Wussow u.v.a.m. sind in der KOMÖDIE IM BAYERISCHEN HOF zu sehen.

Margit Bönisch  hat es sich zur ihrer besonderen Aufgabe gemacht das Publikum der Zukunft ans Theater heranzuführen. Die Kinderstücke in der Vorweihnachtszeit haben Tradition: So liefen in den letzten Jahren „Nils Holgersson“, „Anton das Mäusemusical“, „An der Arche um Acht“ und zuletzt „Die Weihnachtsgans Auguste“. Jährlich begeisterten diese Produktionen ca. 12.000 Kinder aus München und  Umgebung.

Anlässlich Ihres 20-jährigen Jubiläums als Prinzipalin der Komödie im Bayerischen Hof wurde sie mit der Medaille „München leuchtet“ ausgezeichnet und erhielt das „Bundesverdienstkreuz am Bande“.

Oper Leipzig: Musikalische Komödie eröffnet Neubau des Funktionsgebäudes

Foto: Ulrich Jagels (Verwaltungsdirektor Oper Leipzig), Torsten Rose (Betriebsdirektor Musikalischen Komödie), Prof. Ulf Schirmer (Intendant und Generalmusikdirektor Oper Leipzig), Michael Faber (Bürgermeister Kultur Stadt Leipzig)
©Tom Schulze

Zukunft im neuen Gewand
Musikalische Komödie eröffnet Neubau des Funktionsgebäudes

Am 23. Februar 2016 eröffneten Prof. Ulf Schirmer (Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig) und Michael Faber (Kulturbürgermeister der Stadt Leipzig) den Neubau des Funktionsgebäudes für die Musikalische Komödie. Die Eröffnung ist nicht nur eine dringend nötige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses, sondern auch ein deutliches politisches Signal für die Zukunft des traditionsreichen Operetten- und Musicalhauses.

In den Neubau wurden Garderoben für Chor und Orchester, ein Probenraum für die Ensembles sowie der Kostümfundus und eine Cafeteria integriert. Aus Brand- und Arbeitsschutzgründen mussten die Künstlergarderoben und Aufenthaltsräume, bis dato im Keller des Operetten- und Musicalhauses untergebracht, verlegt werden.

Der Spatenstich fand im Juli 2014 statt, das Richtfest wurde im Februar 2015 gefeiert. Die Ausführung der Maßnahme übernahm die Planungsgesellschaft „pbs architekten Gerlach Kring Böhning“. Die Innenausstattung wurde von den Theaterwerkstätten der Oper Leipzig angefertigt.  Das Gesamtvolumen der Maßnahme betrug 2,1 Mio Euro. Finanziert wurde das Projekt mit 1,5 Mio Euro EU-Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 300.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“. Weitere 330.000 Euro konnten von der Stadt Leipzig und der Oper Leipzig aufgebracht werden.

Das Gründerzeit-Gebäude in der Dreilindenstraße 24 wurde bereits 1995 von der Stadt Leipzig für die Musikalische Komödie erworben. 1996 wurden die Arbeiten wieder eingestellt. Knapp 20 Jahren später konnte das sanierte Gebäude nun offiziell für die Nutzung durch die Ensembles freigegeben werden.

Anhaltisches Theater Dessau: Markus L. Frank wird neuer Generalmusikdirektor

Foto: Markus L. Frank
© Markus L. Frank (privat)

Markus L. Frank wird neuer Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau

Markus L. Frank, derzeit Generalmusikdirektor in Nordhausen/Sondershausen, wird neuer Generalmusikdirektor der Anhaltischen Philharmonie am Anhaltischen Theater Dessau. Er ist Nachfolger des Niederländers Antony Hermus, der im Sommer 2015 nach sechs Jahren aus privaten Gründen seinen Vertrag beendete. Seitdem hatte Daniel Carlberg als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Anhaltischen Theater das Amt kommissarisch übernommen.  

Mehrere Kandidaten waren zu Gast-Dirigaten der Anhaltischen Philharmonie Dessau eingeladen. Das Orchester, die Theaterleitung und die Stadt Dessau-Roßlau haben sich schließlich für Markus L. Frank entschieden. Er wird sein Amt als Generalmusikdirektor am 1. August 2016 antreten. „Markus L. Frank ist ein richtiger Vollblut- und Theatermusiker. Wir sind überzeugt, in ihm den idealen musikalischen Partner gefunden zu haben, um Orchester und Theater künstlerisch erfolgreich weiterzuentwickeln“,so Johannes Weigand, Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau.

In Dessau ist Markus L. Frank kein unbekannter. Von 2003 bis 2008 war er bereits 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Anhaltischen Theater und ist somit nicht nur mit dem Theater sondern auch mit der Stadt bereits bestens vertraut. Ähnlich wie in Thüringen will er sich auch in Dessau voll und ganz der Region verpflichten. Eine Mischung aus klassischem Repertoire, innovativen Entdeckungen und aus der Geschichte der Region erwachsenden Werken stoßen bei ihm auf großes Interesse. Viele Ideen hat er bereits für die Weiterentwicklung des künstlerischen Profils des Dessauer Klangkörpers, der in diesem Jahr sein 250 jähriges Jubiläum feiert.

Markus L. Frank war im vergangenen November an das Anhaltische Theater zurückgekehrt, um ein Chorkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach, Olivier Messiaen und Gabriel Fauré als Gastdirigent zu leiten. Über die Anhaltische Philharmonie Dessau sagt Frank: „Bei keinem anderen Orchester habe ich je eine solche Sympathie gespürt und Freude am gemeinsamen Musizieren empfunden. Die Kräfte, die dadurch freigesetzt werden, können einen regelrecht beflügeln. Ich sehe meiner Rückkehr nach Dessau mit großer Vorfreude entgegen: Die Philharmonie, das Theater, ein wunderbares Leitungsteam mit Johannes Weigand an der Spitze, dazu alte Freunde und Lieblingsortein der Stadt und ihrer herrlichen Umgebung – das wird richtig gut!“

Vita Markus L. Frank

Markus L. Frank begann seine Musikerlaufbahn zunächst als Hornist. Nach überaus erfolgreicher Teilnahme an mehreren internationalen Wettbewerben (Preisträger in Markneukirchen, Genf und beim ARD-Wettbewerb München) war er Solo-Hornist beim NDR-Symphonieorchester Hamburg.

Parallel dazu studierte der gebürtige Schwabe Dirigieren an den Musikhochschulen Detmold und Hamburg.1998 wurde er als Kapellmeister an die Oper Kiel engagiert und erarbeitete sich dort mit vielen eigenen Einstudierungen ein umfassendes Repertoire.

2003 wechselte er dann als 1. Kapellmeister und Stellvertretender GMD an das Anhaltische Theater Dessau, seit der Spielzeit 2008/09 ist Markus L. Frank Generalmusikdirektor des traditionsreichen Loh-Orchester Sondershausen und des Theater Nordhausen. Neben den zahlreichen Einstudierungen für Theater und Konzertsaal haben sich auch die Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen unter seiner Leitung zu einem erstklassigen Publikumsmagneten entwickelt, der weit über die Landesgrenzen ausstrahlt.

Neben seinem Festengagement führten ihn zahlreiche Gastverpflichtungen u.a. an die Opernhäuser in Nürnberg, Wiesbaden, Mannheim, Darmstadt und Hannover sowie an die Deutsche Oper Berlin, wo er 2005 debütierte und immer wieder zu Gastdirigaten eingeladen wird.

Sein besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik. Markus L. Frank ist seit 2008 Jury-Mitglied der Weimarer Frühjahrstage für Neue Musik und leitet die dortigen Orchesterkonzerte. In den letzten Jahren brachte er so über 100 Werke zur Uraufführung.

2012 übernahm Markus L. Frank eine Dirigierklasse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar und gibt in dieser Funktion seine vielseitigen Erfahrungen an junge Dirigenten weiter. Zudem dirigiert er dort die Abschlusskonzerte der renommierten Internationalen Meisterkurse.

Die von Markus L. Frank auf CD eingespielte Wiederentdeckung von Franco Alfanos Oper ‚Cyrano de Bergerac' am Theater Kiel wurde in der Fachpresse euphorisch besprochen. Ebenso vom Deutschland Radio Berlin produziert, ist im Januar 2016 beim Label capriccio eine CD mit großen Orchesterwerken von Walter Braunfels erschienen, eine weitere Einspielung mit Kompositionen Sondershäuser Hofkapellmeister kommt im Sommer 2016 heraus. Als DVD ist die Dessauer Aufführung von Humperdincks Märchenoper ‚Hänsel und Gretel' (Felsenstein/Frank) erhältlich.

Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen

Foto: Michael Helmrath
© Theater Nordhausen

Michael Helmrath wird Generalmusikdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH

Michael Helmrath wird zur kommenden Spielzeit für zwei Spielzeiten Generalmusikdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Diesen Zeitraum werden Daniel Klajner, der zum 1. August sein Amt als Intendant und Geschäftsführer der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH antritt, und sein Team nutzen, um eine langfristige Lösung zu suchen. Der Posten des Generalmusikdirektors wird durch den Weggang von Markus L. Frank zum Ende der laufenden Spielzeit frei. 

Michael Helmrath begann nach dem Studium der Fächer Oboe und Dirigieren an der Kölner Musikhochschule zunächst eine Karriere als Oboist, die ihn als Solo-Oboist zu den Münchner Philharmonikern und Sergiu Celibidache führte. Dieser erkannte seine Fähigkeiten als Dirigent. Helmrath gründete das Philharmonische Kammerorchester München und wirkte in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Musikfestivals als Assistent von Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin, Dmitri Kitajenko und Semyon Bychkov und dirigierte das Festivalorchester.  

Er erhielt Einladungen von in- und ausländischen Orchestern und Theatern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Oper Köln, dem Kroatischen Nationaltheater Zagreb, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem China National Orchestra Bejing und vielen mehr. Die von ihm geleitete Produktion von Poulencs „Les Dialogues des Carmélites“ am Kroatischen Nationaltheater Zagreb wurde mehrfach ausgezeichnet. 

Von 2000 bis 2015 war Michael Helmrath Generalmusikdirektor der Brandenburger Symphoniker, die unter seiner Leitung von der Fachzeitschrift „Opernwelt“ als Orchester des Jahres nominiert wurden.

theater // an der rott Eggenfelden

Foto: Dr. Uwe Lohr
© Rupert Rieger

Vertragsverlängerung für Dr. Uwe Lohr

Dr. Uwe Lohr, seit 01. August 2015 fünfter Intendant von Deutschlands einzigem Landkreistheater, wird dem theater // an der rott in Eggenfelden noch länger erhalten bleiben.

Bei der Präsentation des Spielplans für die kommende Saison 2016 / 2017 Mitte Februar vor dem Kulturausschuss durfte sich Uwe Lohr über viel Lob freuen. Landrat Michael Fahmüller betonte gegenüber Lohr: „Sie haben gezeigt, dass Sie Theater Leben… es gäbe wieder eine stärkere Verbindung zwischen Publikum und Theater. Viele Besucher finden den Weg zurück.

Dabei gehe es aber nicht darum, dass alles jedem gefallen müsse.“Die Vielseitigkeit im Programm und ein äußert breit gefächertes Spektrum in allen 4 Sparten anzubieten, hat für Lohr und sein Team oberste Priorität. So darf sich das theater // an der rott nach der Neugründung der eigenen Kinder- und Jugendtheatersparte junge // hunde und der Projekt-Initiative theater // an der rott mobil für Senior // innen über Publikum aller Altersstufen und mehrerer Generationen freuen.

Uwe Lohrs Intendantenvertrag wurde demnach vorzeitig bis 2020 verlängert.

theater // an der rott // UM // BAU

Foto: Umbau Lift
© Rupert Rieger

Die theaterfreie Zeit wurde im Gebäude für einen großen Umbau genützt, um das Theater noch attraktiver und sicherer zu machen. Hier ein Überblick, was konkret geschah:  

Bühne //
Neben der Sanierung des Bühnenportals wurde ein neuer motorisierter Vorbühnenzug für Beleuchtung installiert, und zudem werden die hydraulischen Hubpodien des Orchestergrabens erneuert. Dadurch entsteht zum einen eine richtige Vorbühne, zum anderen gewinnt der Orchestergraben an Höhe, was für stehende Musiker eine Erleichterung darstellt. 

Theatercafé //
Durch den Einbau einer richtigen Bühne mit rundum laufenden Bühnenstoffen verbessert sich nicht nur die Nutzbarkeit des Theatercafés für Vorstellungen, sondern auch die Akustik, worüber sich jeder Besucher freuen wird, der im Anschluss an die Vorstellungen noch zum Essen, Trinken und vor allem zum Reden bleibt.  

Studio //
Aus unserer Studio-Bühne (Malersaal) wird eine Blackbox mit neuer Bestuhlung, um auch hier die Nutzbarkeit/Flexibilität als auch die Akustik zu verbessern. Wir danken hierfür ganz speziell unserem Sponsor WEKO Wohnen GmbH. 

Foyer //
Die erste und augenscheinlichste Neuerung ist ein Lift, der die Besucher sowohl in den ersten Stock zur Garderobe, als auch in das Theatercafé bringt. Somit ist das theater // an der rott barrierefrei!  

Staatstheater Mainz: Erfolgreich. Neue Spielzeit beginnt mit Rückenwind

Foto: Außenansicht Staatstheater Mainz
© Staatstheater Mainz

Die Sommerpause ist vorbei, die Kartenkasse wieder geöffnet und die neue Spielzeit am Staatstheater Mainz begann am 4. September mit Monty Python’s Spamalot. Nur noch sechs Mal ist das beliebte und gefeierte Musical im Großen Haus zu erleben.

Diese und viele andere erfolgreiche Produktionen haben dem Haus in der vergangen Spielzeit einen bemerkenswerten Besucheransturm und sehr gute Einnahmen beschert.

Die Besucherzahlen stiegen von 197.900 in der Saison2014/15 auf 219.690 in 2015/16. Damit erreichte das Staatstheater die höchsten Besucherzahlen seit der Saison 1990/91. In allen Spielstätten stieg die Auslastung deutlich an, insbesondere das Kleine Haus und damit schwerpunktmäßig das Schauspiel verzeichnete einen rasanten Anstieg von 38.572 Zuschauerinnen und Zuschauern auf 54.896.

Für die Einnahmen bedeutet dies — vorbehaltlich der offiziellen Wirtschaftsprüfung — eine Steigerung von bisher knapp über 3 auf mehr als 3,5 Millionen Euro.

Mindestens ebenso erfreulich ist die inhaltliche und künstlerische Anerkennung, die sich unter anderem in mehreren Nennungen in den Kritikerumfragen der Fachmagazine Theater Heute und Die Deutsche Bühne ausdrückt. Das Staatstheater Mainz wurde in der Deutschen Bühne zwei Mal für die beste Gesamtleistung nominiert, Rigoletto in der Regie von Lorenzo Fioroni als Inszenierung des Jahres in der Oper sowie Thom Luz‘ Traurige Zauberer im Schauspiel. Letztere darf sich auch über eine Nominierung in Theater Heute freuen.

Das Theater lebt und blüht in der Stadtmitte entgegen mancher Kassandrarufe der Vergangenheit. Offensichtlichgibt es ein Bedürfnis nach Auseinandersetzungen, die sich Raum und Zeit nehmen und dafür eigene, nicht immer einfache ästhetische Entwürfe suchen. In unruhigen Zeiten wie diesen ist das kein schlechtes Zeichen.

Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH: Nordhäuser Theaterpreis für Jürgen Bley

Foto: v. li. Wolfgang Asche, Vorstand der Kreissparkasse Nordhausen, Jürgen Bley, Technischer Direktor des Theaters Nordhausen, Intendant Daniel Klajner, Landrat Matthias Jendricke, Vorsitzender des Stiftungsrats der Kreissparkasse Nordhausen
© Birgit Susemihl

Ein echtes Theater-Urgestein ist in der Premiere der Operngala TN LOS! mit dem Nordhäuser Theaterpreis ausgezeichnet worden: Jürgen Bley, Technischer Direktor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Seit fast auf den Tag genau 25 Jahren ist er am Theater Nordhausen beschäftigt. Als Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen lüftete Landrat Matthias Jendricke im Rahmen der festlichen Operngala das Geheimnis und überreichte den mit 1000 Euro dotierten Preis, der in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen wird. 

„Typischerweise stehen die Künstler im Rampenlicht, aber wir wollen auch an die denken, die dafür sorgen, dass das Theater funktioniert“, sagte Landrat Jendricke. Besonders jetzt, da nach Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags zwischen Land und Trägern der GmbH die künstlerische Zukunft von Theater und Orchester gesichert sei, müsse man bedenken, dass in den technischen Bereichen einiges gemacht werden müsse. „Da muss es jemanden geben, der weiß, was getan werden muss – und so haben wir uns entschieden, in diesem Jahr den Technischen Direktor Jürgen Bley auszuzeichnen“, begründete Jendricke die Entscheidung des Auswahlgremiums. 

Jürgen Bley war von 1991 bis 2003 als Werkstattleiter tätig. In dieser Funktion war er verantwortlich für Leitung und Organisation von Tischlerei, Malsaal, Dekorationsabteilung, Kaschierabteilung, Schlosserei und Requisite und zeichnete so für die Fertigung unzähliger Bühnenbilder verantwortlich. Ab 2004 war er Werkstattleiter und Stellvertretender Technischer Direktor. Sein Verantwortungsbereich dehnte sich nun auch auf die Bühnentechnik, Ton und Beleuchtung, Haustechnik, Ausstattung und die Technik im Loh-Orchester aus. Mittlerweile hat er seit dem 1. Januar 2012 als Technischer Direktor die Gesamtverantwortung für alle technischen Bereiche und damit für das Gelingen aller Produktionen auf der Bühne.  

Der Nordhäuser Theaterpreis wird jährlich von der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theater Nordhausen e. V. verliehen. Mit dem Preis sollen herausragende Leistungen im Rahmen der Angebote der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH gewürdigt werden.

Intendant Daniel Klajner, die Vorsitzende des Fördervereins Theater Nordhausen e. V. und Wolfgang Asche, Vorstand der Kreissparkasse Nordhausen, gratulierten Jürgen Bley herzlich. „Das alles ist nur möglich, weil ich so ein tolles Team habe“, dankte Bley seinen Mitarbeitern vom Theater. Mit begeistertem Applaus feierten ihn Kollegen und Publikum.

Wolfgang-Borchert-Theater Münster: Rekord-Saison 2015/16 und ein Jubiläum 2016/17

Foto: Ensemble
© Wolfgang-Borchert-Theater Münster

Münsters Wolfgang Borchert Theater meldet sich aus den Theaterferien zurück. Ab sofort können zu den üblichen Vorverkaufszeiten (Mo bis Fr 10-13 und 14-18 Uhr) Karten erworben werden. Die Nachfrage war während der Ferien schon so groß, dass viele Karten für die Eröffnungsproduktion TERROR bereits im Internet gebucht wurden. Mit der Premiere von Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama eröffnet das Wolfgang Borchert Theater seine Jubiläumsspielzeit – im Dezember besteht es seit 60 Jahren (!) – am Samstag, 10. September (20 Uhr), Regie führt Intendant Meinhard Zanger, der mit der Fortsetzung der Proben begonnen hat.  

Er und sein Team freuen sich besonders über die letzte Saison, denn noch nie war das WBT so erfolgreich wie 2015/16: 39.725 Zuschauer fanden den Weg in die 293 Vorstellungen im Theater am Stadthafen. Das sind 6.395 Besucher mehr gegenüber der Vorjahres-Spielzeit. Die Auslastung beträgt 87,9 % und konnte um 6,3 % gesteigert werden. Hinzu kommen 2.275 Zuschauer bei den 14 Gastspielen (in toto 42.000 Zuschauer in 307 Vorstellungen). Highlight hier war die vierte Teilnahme am bundesweiten Theatertreffen, den 5. Privattheatertagen in Hamburg, mit gleich zwei Stücken. Sowohl KABALE UND LIEBE als auch WAS IHR WOLLT begeisterte Zuschauer und Jurys. Erstmals räumte das WBT – nach nunmehr insgesamt sechs Nominierungen – den begehrten Monica-Bleibtreu-Preis mit Zangers Inszenierung WAS IHR WOLLT ab.  

Blockbuster am WBT war wie schon 2014/15 das Road-Movie TSCHICK mit weiteren 43 Vorstellungen und 6.104 Besuchern (Auslastung 97,2 %). Im Oktober steht die 100. Vorstellung an. Auf den Plätzen folgen Neuinszenierungen: die Hitler-Medien-Satire ER IST WIEDER DA ( 27 / 3.922 / 99,5 %) und Shakespeares Verwirrspiel WAS IHR WOLLT (28 / 3.623 / 88,5 %). Ein Viertel aller Karten sind ermäßigt oder Kultursemestertickets. Hier sind besonders beliebt TSCHICK und KABALE UND LIEBE – der Anteil an jungem Publikum liegt bei 50 %! Schüler aus 47 Schulen sahen Aufführungen von KABALE UND LIEBE, TITUS, Kafkas VERWANDLUNG und TSCHICK. Die zweite von insgesamt neun Premieren folgt am Donnerstag, 6. Oktober mit der Trilogie LEHMAN BORTHERS. – AUFSTIEG UND FALL EINER DYNASTIE (Regie: Tanja Weidner). 18 Produktionen aus vergangenen Spielzeiten komplettieren das umfangreiche und vielfältige Repertoire.

Stadttheater Fürth: Musical-Produktion „Der Tunnel“ für den Deutschen Musicalpreis 2016 nominiert

Foto: Plakatmotiv
© Thomas Langner, Stadttheater Fürth

„Der Tunnel“ (Uraufführung am 16. Oktober 2015, 19.30 Uhr, im Stadttheater Fürth) wurde in vier Kategorien für den Deutschen Musical Preis 2016 nominiert.

Wie die Jury gestern bekanntgab, wurde die Musical-Produktion „Der Tunnel“ des Stadttheaters Fürth in den Kategorien „Beste Komposition“ (Musik: Thilo Wolf), „Bestes Musikalisches Arrangement“ (Arrangement: Thilo Wolf), „Bestes Bühnenbild“ (Bühnenbild: Marc Jungreithmeier & Anne Chahine) und „Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ (Bettina Meske als Woolf) für den Deutschen Musical Preis 2016 nominiert.

Insgesamt vergibt die Jury Preise in 13 Kategorien.Neben „Der Tunnel“ des Stadttheater Fürth sind die Produktionen „Stella“ (Neuköllner Oper Berlin), „Mein Name ist Eugen“ (MAAG Music & Arts, Zürich), „Gabi Mut – Vom Leben geschlagert“ (Schmidt’s Tivoli, Hamburg), „Einstein – Das Musical“ (Theater Hof), „Der Medicus“ (Spotlight Musicals, Fulda), „Don Camillo & Peppone“ (Konzert & Theater St. Gallen, St. Gallen/Vereinigte Bühnen Wien, Wien), „Rapunzel“ (Brüder Grimm Festspiele, Hanau) und „Burn Out“ (Sabine Haydn Produktionen, Berlin) nominiert.

Die Preisverleihung findet am 10. Oktober 2016 im Tipi am Kanzleramt in Berlin-Mitte statt. Carmen Nebel wird die Laudation für den Ehrenpreis, Gayle Tufts die Moderation des Abends übernehmen.

Theater Münster: Theater Münster verzeichnet Besucherplus 200.000 Zuschauer Marke geknackt

Foto: Intendant Dr. Ulrich Peters
© Oliver Berg, Theater Münster

In der zurückliegenden Saison haben 203.197 Zuschauer die Vorstellungen und Konzerte im Großen und Kleinen Haus besucht. Das sind 17.054 Besucher mehr als im Vorjahr, wo das Theater insgesamt 186.143 Zuschauer verzeichnen konnte.  

Generalintendant Dr. Ulrich Peters zeigt sich glücklich über diese Entwicklung: „Ich freue mich riesig, dass es uns in der vierten Spielzeit nun gelungen ist, die 200.000 Zuschauer Marke zu knacken. Der Spielplan in allen fünf Sparten und seine künstlerische Umsetzung stieß auf enormes Interesse und zeigt, wie offen und neugierig die Theaterfans aus Münster und dem Umland sind. Der Erfolg spornt uns an, auf dem eingeschlagenen Weg aus ‚unterhaltsamem Anspruch‘ weiterzugehen.“  

Das Theater startet am 3. September ab 11.00 Uhr mit dem traditionellen Theaterfest in die neue Saison.

Stadttheater Konstanz: Besucherrekord in der Spielzeit 2015/2016

Foto: Theater Konstanz
© Theater Konstanz/Ilja Mess

Ein weiterer Besucherrekord mit über 110.000 Zuschauern zeichnet sich am Theater Konstanz ab. Damit hat das Theater einen der größten Zuschauererfolge zu verbuchen.

Das älteste dauerhaft bespielte Theater Europas wurde 2014 in einer Umfrage des Theatermagazins „Die Deutsche Bühne“ zu Deutschlands meist beachtetem Theater außerhalb der großen Zentren gekürt. Das „ausgeklügelte Programm aus Aufklärung, Bildung, Unterhaltung“ ist mit ein Grund für die großen Erfolge. Auch 2016 gehört das Konstanzer Theater laut „Die Deutsche Bühne 8/2016“ wieder zu den meist beachteten abseits der Zentren.

Die Spielzeit 2015/2016 präsentierte Klassiker von „Medea“ über „Orpheus in der Unterwelt“, „Faust I“ und „Faust II“ bis „Ein Volksfeind“ und „Der zerbrochne Krug“ und zeigte außergewöhnliche und junge Regien. Themen waren Recht und Unrecht, Macht und Ohnmacht, Moral und Werte – im Öffentlichen wie im Privaten. Das Theater schaute hinter die Idylle, deckte auf und legte den Finger auf Wunden – frische wie verschorfte. Ein erfolgreiches Konzept.

Das Publikum honoriert die Arbeit seines Theaters und identifiziert sich mit ihm. Dies belegen auch die Besucherzahlen der Spielzeit 2015/2016. Über.110.000 Besucher – ein neuer Besucherrekord. Lediglich getoppt in der Spielzeit zum 400-jährigen Jubiläum 2006/2007, als Christoph Nix seine Intendanz angetreten hatte und das Theater Konstanz die Baden-Württembergischen Theatertage ausrichtete. Damals wurden 112.000 Zuschauer gezählt.

Zwischen Ende der 1990er Jahre und den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wies die Bühne einen jährlichen Besucherschnitt von 86.000 Zuschauern auf. Erst Intendant Nix erreichte kontinuierlich Besucherzahlen von über 100.000 Zuschauern. In der Spielzeit 2013/2014 lag man zwar mit 98.970 Besuchern leicht unter der 100.000er Marke, dies war allerdings den Sanierungsarbeiten am Großen Haus geschuldet. 2014/2015 wurden noch 107.939 Besucher bei 1057 Vorstellungen gezählt – eine positive Entwicklung!

Staatstheater am Gärtnerplatz: Rekordauslastung Spielzeit 2015|2016

Foto: Das Gärtnerplatztheater aus der Luft
© Anton Brandl

In der Spielzeit 2015|2016 hatte das Gärtnerplatztheater eine Auslastung von 96%, die höchste Auslastung, die das Haus je hatte. Die Besucheranzahl und die Zahl der Abonnenten sind wieder deutlich gestiegen. 16.000 Schüler besuchten unsere Vorstellungen.

Auch in der vergangenen Saison war das Gärtnerplatztheater in unterschiedlichen Spielstätten und Theatern Münchens zu Gast: im Cuvilliéstheater, im Max-Joseph-Saal, in der Reithalle, im Prinzregenten- und Akademietheater, in der Philharmonie, in der Allerheiligen-Hofkirche, im Münchner Stadtmuseum, im Deutschen Museum, für MINUTEMADE in der Muffathalle, Reaktorhalle und TonHalle, mit der Gärtnerplatz Jugend im Theater Leo17.

Die Chinatournee des Orchesters war künstlerisch ein großartiger Erfolg, 11.900 Konzertbesucher bejubelten die Musiker des Gärtnerplatztheaters. Mit „Theater Mobil“ war das Staatstheater in 18 Schulen zu Gast, alle 30 Vorstellungen waren komplett ausgebucht.

Die Spielzeit endete mit der ausverkauften Ballett-Uraufführung CHICAGO 1930 am 29. Juli.  

Die neue Spielzeit beginnt mit der Wiederaufnahme der Oper LA SONNAMBULA am 24. September im Prinzregententheater. Vom 2. bis 7. Oktober präsentiert das Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz FRANKFURT DIARIES in der Reithalle. Die konzertante Aufführung DIE DREIGROSCHENOPER wird am 9. und 11. Oktober im Circus Krone aufgeführt.

Oper Frankfurt: Platzauslastung der Oper Frankfurt steigert sich 2015/16 auf 85,06%

Foto: Oper Frankfurt
© Waltraut Eising

Trotzdem die Zahl der Veranstaltungen an der Oper Frankfurt in der nun zu Ende gegangenen Spielzeit 2015/16 mit 307 Aufführungen um neunzehn Termine niedriger lag als 2014/15 (326 Veranstaltungen), konnte sich die Oper Frankfurt mit einer durchschnittlichen Platzauslastung von 85,06% im Vergleich zur Vorsaison 2014/15 (80,69%) merklich steigern.

Bei der Ermittlung dieser Zahlen wurden die Werte für Juli 2016 hochgerechnet, da die Saison erst am 17. Juli 2016 mit dem letzten Spieltag zu Ende gegangen ist.  

Der Blick auf den festen Zuschauerstamm der Oper Frankfurt ist ebenfalls erfreulich: Die Abonnentenzahl in 2015/16 liegt mit 12.646 ungefähr gleich wie 2014/15, als sechs Abonnenten weniger gezählt wurden (12.640).  

Zusammen mit Generalmusikdirektor Sebastian Weigle freut sich Intendant Bernd Loebe über diese Zahlen: „Mit diesem Ergebnis können wir zufrieden in die Theaterferien gehen.

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in der nun zu Ende gehenden Spielzeit ihre Arbeit in den Dienst unseres Publikums gestellt haben. Freuen können wir uns auf eine neue, spannende Saison 2016/17, die am 4. September 2016 mit der Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion von Bizets Carmen in Barrie Koskys Inszenierung eröffnet wird.

Am 18. September 2016 folgt dann – ganz so, wie es unsere Zuschauer von uns gewohnt sind – etwas zeitgenössischere Kost in Form der Deutschen Erstaufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis Oper Der Sandmann nach E.T.A. Hoffmann. Regie führt Christof Loy.“

Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen: Festlicher Spielzeitauftakt mit großer Operngala

Foto: In der Operngala ist unter anderem Thomas Kohl zu erleben
© Birgit Susemihl

Den festlichen Auftakt zur neuen Spielzeit 2016/2017 bildet eine große Operngala, die am 3. September um 19.30 Uhr Premiere im Theater Nordhausen hat. Mit dem feierlichen Galaabend begrüßen das neue Leitungsteam des Theaters Nordhausen/Loh-Orchesters Sondershausen, neue und langjährige Ensemblemitglieder, der Opernchor und das Loh-Orchester ihr Publikum zu einer neuen Saison voller Höhepunkte. Die musikalische Leitung der Operngala haben Johannes Pell und Daniel Klajner.  

Musikalisch stimmt die Gala auf die Musiktheaterpremieren der Spielzeit ein. So werden Ausschnitte aus Richard Strauss‘ „Salome“ und der Eröffnungspremiere „La Bohème“ zu hören sein. Besonders gespannt sein darf man auf die spanischen Rhythmen der Zarzuela „Luisa Fernanda“, der wohl bekanntesten Vertreterin dieser spanischen Form der Operette. Auch auf die nächste Saison der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen mit „Zar und Zimmermann“ gibt es einen Ausblick.  

Vier neue Ensemblemitglieder kann das Publikum in der Operngala in Nordhausen willkommen heißen. Die beiden Sopranistinnen Leonor Amaral und Zinzi Frohwein stellen sich unter anderem mit Musettas Walzer „Quando m’en vo“ beziehungsweise Mimìs Arie „Mi chiamano Mimì“ vor. Neu im Ensemble sind auch der Tenor Angelos Samartzis und der Bariton Manos Kia. Doch auch bekannte Gesichter sind mit von der Partie: Thomas Kohl und Yoontaek Rhim freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihrem Publikum.  

Erstmals ist auf der Bühne im Theater Nordhausen Christoph Ehrenfellner zu erleben. Der Geiger und Komponist wird das Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen drei Spielzeiten lang als Composer in Residence bereichern. Er wird an der Seite von Intendant Daniel Klajner und Chefdramaturgin Anja Eisner charmant durch den Abend führen.  

Karten für die Premiere der Operngala am 3. September 2016 um 19.30 Uhr und die nächsten Vorstellungen am 04.09. um 18 Uhr, am 07.09. um 15 Uhr und am 18.09. um 14.30 Uhr im Theater Nordhausen sowie am 10.09. um 19.30 Uhr im Sondershäuser Achteckhaus gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Touristinformation Sondershausen, im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Nationaltheater Mannheim: Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski verlängert bis 2022

Foto: Burkhard C. Kosminski
© Nationaltheater Mannheim

Der Gemeinderat der Stadt Mannheim ist in einer Sondersitzung der einstimmigen Empfehlung des Kulturausschusses gefolgt und hat den Vertrag des Schauspielintendanten Burkhard C. Kosminski um weitere fünf Jahre bis zum Sommer 2022 verlängert. Der bisherige Vertrag war bis Sommer 2017 befristet.

Burkhard C. Kosminski kam 2006 als Schauspieldirektor ans Nationaltheater Mannheim. Seit 2013 ist er Schauspielintendant und Eigenbetriebsleiter und leitet in einem fünfköpfigen Intendantenteam das Vierspartenhaus, das als eines der größten und ältesten kommunalen Theater Deutschlands gilt.

Seine wichtige künstlerische Leitlinie am Nationaltheater Mannheim ist neben der Klassiker-Pflege das zeitgenössische Autorentheater. Seit seiner Leitung  sind Stücke von renommierten Autoren wie u.a. Theresia Walser, Ewald Palmetshofer, Ulrike Syha, Felicia Zeller, Marianna Salzmann, Martin Heckmanns,  Roland Schimmelpfennig, Tracy Letts, Tony Kushner, Philipp Löhle, Simon Stephens am NTM ur- oder erstaufgeführt worden. Daneben führt er die Tradition eines jährlich wechselnden Hausautors fort, der für das NTM ein neues Stück entwickelt.

Burkhard C. Kosminski ist Künstlerischer Leiter der Internationalen Schillertage, die am Nationaltheater Mannheim biennal veranstaltet werden und vom 15.-23. Juni 2017 zum 19. Mal stattfinden. 2012 wurde auf seine Initiative die Mannheimer Bürgerbühne gegründet. 2015 fand unter seiner Künstlerischen Leitung das 2. Bürgerbühnenfestival am NTM statt. Zusammen mit Matthias Lilienthal kuratierte er 2014 das Festival Theater der Welt.

Burkhard C. Kosminski konnte unter seiner Intendanz die Zuschauerzahlen am Schauspiel kontinuierlich steigern. In der Spielzeit 2013/2014 verbuchte das Schauspiel die besten Zuschauerzahlen seit 20 Jahren. Zudem erreichte er mit Projekten wie z.B.  „Integration durch kulturelle Teilhabe“ eine weitere Öffnung des Theaters in die Stadt und damit auch eine breite Vernetzung in die Mannheimer Stadtgesellschaft.

Nationaltheater Mannheim: Ralf Klöter wechselt zur Spielzeit 2017/2018 an die Hamburgische Staatsoper

Foto: Ralf Klöter
© Nationaltheater Mannheim

Der Geschäftsführende Intendant am Nationaltheater Mannheim (NTM), Dr. Ralf Klöter, wird zur Spielzeit 2017/2018 die Position des Geschäftsführenden Direktors an der Hamburgischen Staatsoper übernehmen. „Ich hätte mich sehr gefreut, wenn Herr Klöter für weitere fünf Jahre hier an zentraler Position am Nationaltheater gewirkt hätte, gratuliere ihm aber zu seiner Berufung nach Hamburg. Der Wechsel an die Hamburgische Staatsoper ist auch eine Wertschätzung für das NTM“, betont Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Klöter war seit November 2011 am Nationaltheater erfolgreich tätig, zunächst als Kaufmännischer Direktor und seit März 2013 dann als Geschäftsführender Intendant und erster Eigenbetriebsleiter.

Kulturbürgermeister Michael Grötsch dankt dem gebürtigen Wuppertaler mit beruflichen Stationen in Nürnberg und Kiel für sein Engagement beim Aufbau des neuen Leitungsmodells am Nationaltheater Mannheim: „Durch seine vertrauensvolle Mitwirkung an der Neukonzeption der Führungsaufgaben des Hauses konnte die spezifisch Mannheimer Variante des Mehrintendanten-Modells auf eine solide und nachhaltig funktionsfähige Basis gestellt werden. Ich hätte gerne die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Klöter fortgesetzt, habe aber großes Verständnis für diesen Karrieresprung.“

„Das NTM ist ein Haus, das einen auch nach heutigem Maßstab effizienten Theaterbetrieb ermöglicht und durch seine architektonische Eleganz und Schönheit zu faszinieren weiß“, so Klöter.

Bevor er das NTM zum Ende der Spielzeit 2016/2017 verlässt, werden seine Arbeitsschwerpunkte die weitere Planung und Vorbereitung der Generalsanierung sowie das 60jährige Jubiläum des Theaters am Goetheplatz sein. Im Rahmen von „Hausbesuchen“ gibt er ab Herbst 2016 interessierten Besucherinnen und Besuchern Einblick in diese Themen.

Theater Konstanz: Personelle Veränderungen am Theater Konstanz

Foto: Mark Zurmühle © Aaron Bircher
Ingo Putz © Theater Konstanz

Mark Zurmühle wird 2017 Schauspieldirektor am Theater Konstanz.  
Der Oldenburger Regisseur Ingo Putz wird Leiter des Jungen Theaters.

Ab der Spielzeit 2017/2018 wird Regisseur Mark Zurmühle die Position des Schauspieldirektors am Theater Konstanz übernehmen. Johanna Wehner wird weiterhin mit dem Konstanzer Ensemble zusammen arbeiten.  

Bis 1984 arbeitete Zurmühle als Schauspieler an den Münchner Kammerspielen, dem Schiller-Theater Berlin und am Schauspielhaus in Zürich. Er war Schauspieldirektor am Theater Basel, Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Hannover. Fünfzehn Jahre lang leitete er das Deutsche Theater in Göttingen, inszenierte u.a. am Maxim-Gorki-Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspiel Frankfurt.

In Konstanz inszenierte er jüngst „Medea“ und erwarb sich damit großen Zuspruch bei Publikum und Presse.  

Mit Ingo Putz wird bereits im Frühjahr 2017 die Leitung des Jungen Theaters von einem Regisseur übernommen. Er folgt Sarah Wiederhold, die an das Junge Staatstheater Berlin wechselt.

Ingo Putz war bereits während seines Studiums als Schauspieler, Regisseur und Musiker unterwegs. Seit 2007 inszeniert er auch fürs junge Publikum und wurde von „Theater heute“ als bester Nachwuchsregisseur gekürt. 2014 folgte der Rolf-Mares-Preis.

„Mit Wehner, Zurmühle und Putz wollen wir an einem Theater mit 24 Spielern Regiehandschriften etablieren, die die Spielfreude des herausragenden Ensembles ins Zentrum setzen und mit einer Formsprache Erzählformen des 21. Jahrhunderts erkunden“, erklärte Intendant Christoph Nix

Theater im Bauturm: Neues Leitungsteam am Theater im Bauturm

Foto: Zukünftiges Leitungsteam, das wesentliche Entscheidungen stets gemeinsam trifft und sich als „Band“ versteht
© Theater im Bauturm

Die kommende Spielzeit ist der Einstand des neuen Leitungsteams, das den amtierenden Theaterleiter Gerhardt Haag, der 21 Jahre lang die Geschicke des Hauses lenkte, ab August 2016 beerbt: Laurenz Leky (Theaterleitung), Bernd Schlenkrich (Geschäftsführung) und René Michaelsen (Dramaturgie).

Das vereinheitlichende Stichwort für die Neuinszenierungen der neuen Spielzeit lautet Glokalität. Das Leitungsteam wird sein internationales Netzwerk nutzen, um in Zukunft auf der Bühne vermehrt Fragestellungen von globaler Relevanz zu adressieren. Gleichzeitig jedoch sollen lokale Phänomene aus dem Kölner Stadtleben auf ihre universelle Reichweite hin befragt werden. Um diesem Ziel Rechnung zu tragen setzt der Spielplan weitgehend auf Uraufführungen und Stückentwicklungen.

Für drei der vier Neuinszenierungen konnten Regisseure gewonnen werden, die ansonsten vornehmlich an großen Bühnen und städtischen Häusern arbeiten. Gleichwohl liegt die Eröffnungspremiere in den Händen eines bauturmerfahrenen Regisseurs.

Die Spielzeit wird eröffnet mit Carl Sternheims Komödienklassiker Die Hose (Regie: Thomas Ulrich). Das Stück, das bei seiner Uraufführung 1911 einen Skandal auslöste, erweist im Zeitalter des zunehmenden Rechtsrucks in Europa eine bedrückende Aktualität.

Als zweite Premiere folgt im Oktober die Bearbeitung von Alen Meskovics Roman Ukulele Jam (Regie: Dorothea Schröder). Der Abend leistet einen Beitrag zur aktuellen Situation von Geflüchteten in Europa und versucht durch die Beleuchtung der historisch gewordenen Fluchtsituation in der Folge des Bosnienkriegs die Frage nach den Langzeitfolgen von Vertreibung und Heimatverlust zu beleuchten.

Im März 2017 präsentiert das Theater das Stadtprojekt Petermann! (Regie: Nina Gühlstorff). Die unglaubliche Geschichte des Schimpansen Petermann, der in der Zeit des Wirtschaftswunders eine beispiellose Karriere in Fernsehen und Sitzungskarneval macht, danach jedoch im Kölner Zoo vereinsamt, im Oktober 1985 dann bei einem Fluchtversuch Zoodirektor Gunter Nogge krankenhausreif schlägt und anschließend erschossen wird, hat in Köln ungebrochene Konjunktur. Der Theaterabend wird dieses Stück Kölner Lokalgeschichte rekonstruieren und auf seine universale Tragweite hin befragen.

Abgerundet wird die Spielzeit im April 2017 durch das Pojekt Der siebte Kontinent. Reise zur größten Mülldeponie der Erde (Regie: Jan-Christoph Gockel), das als Koproduktion mit dem Theater Bonn und dem Festival africologne entsteht. In riesigen Strudeln im Pazifik sammelt sich seit Jahren Plastikmüll zu Flächen von der Größe Indiens. Dem Menschen scheinen die Hände angesichts dieser exorbitanten Umweltkatastrophe gebunden zu sein, doch eine Reduktion des internationalen Plastikverbrauchs scheint nicht absehbar. Der Abend stellt die archetypische Grundlagenfrage: Was tun?

Ergänzt wird das Programm um verschiedene Diskussionsformate und Sonderveranstaltungen, z.B. das regelmäßige humoristische Late-Night-Format Jein! Die große Revue des eingeschränkten Vergnügens mit Laurenz Leky und René Michaelsen.

Theater Hagen: Die Musikdramaturgin des Theaters Hagen, Dorothee Hannappel, ist tot. Sie verstarb im Alter von 50 Jahren am 20. Mai 2016.

Foto: Dorothee Hannappel
© Theater Hagen

Ihre künstlerische Laufbahn hatte als Dramaturgieassistentin am TAT Frankfurt begonnen. Engagements an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, darunter die Bühnen der Stadt Köln sowie die Staatstheater in Darmstadt und Kassel, schlossen sich an.

Als Lehrbeauftragte unterrichtete sie im Studiengang Theater- und Orchestermanagement der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Seit der Spielzeit 2012/2013 war Dorothee Hannappel Dramaturgin am Theater Hagen.

Mit Dorothee Hannappel verliert das Theater einen leidenschaftlichen Theatermenschen, der mit seinem umfänglichen Wissen, seiner neugierigen Offenheit und nimmermüden Begeisterungsfähigkeit die Arbeit am Theater immer aufbauend und erhellend begleitet hat. Nicht zuletzt durch ihre Einführungsmatineen und Stückeinführungen genoss Dorothee Hannappel auch bei den Zuschauern des Theater Hagen hohes Ansehen. „Nie war ihr ihr eigenes Ego wichtiger als die Kolleginnen und Kollegen, die Inszenierungen, die Projekte, aber auch  die umfangreichen alltäglichen Arbeiten.

Wir sind dankbar und froh, dass wir sie für vier Jahre in unserer Mitte haben durften“, so Intendant Norbert Hilchenbach in einem Nachruf. Das Theater Hagen gedenkt der Verstorbenen mit der Widmung der von ihr zuletzt betreuten Neuinszenierung der Oper „Der Rosenkavalier“.

Theater Oberhausen: Florian Fiedler übernimmt mit seinem Team das Theater Oberhausen

Foto: Florian Fiedler
© Katrin Ribbe

Er hatte sich mit seinem Team, bestehend aus Patricia Nickel-Dönicke (Chefdramaturgin), Dirk Laucke (Autor) und Lucie Ortmann (Dramaturgin), beworben. Er steht für ein gesellschaftskritisches Theater, das lebendig und sinnlich das Publikum begeistern kann.

Seine Vorstellungen von einem Theater für alle Menschen in unserer Stadt und ein entsprechender Spielplan, der klassische Stoffe und auch zeitgenössische Themen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vereint, hat die Mitglieder der Kommission überzeugt. Auch seine Offenheit für Kooperationen mit anderen Produktionshäusern und der Freien Szene knüpfen an gute Oberhausener Erfahrungen an. „Wir wollen in Oberhausen mutiges Theater machen, das sich mit den Menschen und den Themen unserer Stadt und unserer Zeit auseinandersetzt“, unterstreicht Oberbürgermeister Daniel Schranz.

Auch das Engagement für ein anspruchsvolles und attraktives Kinder- und Jugendtheater war ein wichtiger Entscheidungsgrund. In Oberhausen hat die Förderung der jungen Menschen einen besonderen Schwerpunkt, der mit der Intendanz von Fiedler in seiner Bedeutung bestätigt wird.

Mit dem frischen Elan, den Fiedler und sein Team mitbringen, und der intensiven Auseinandersetzung mit der Stadt und der Region erwartet Kulturdezernent Apostolos Tsalastras, dass sich das Theater Oberhausen auch weiter einen besonderen Platz im Reigen der Theater in Nordrhein-Westfalen sichern kann. „Wir wissen, dass niemand die großartige Zeit mit Peter Carp, der als Generalintendant nach Freiburg wechselt, wiederholen kann und soll. Auch deshalb geben wir einem jungen Team die Möglichkeit, das Oberhausener Theater neu zu definieren und vor Lebensfreude sprühen zu lassen.“

Kulturdezernent Apostolos Tsalastras wird jetzt die Vertragsverhandlungen mit Florian Fiedler aufnehmen und für den Rat die entsprechenden Beratungs- und Entscheidungsgrundlagen vorlegen.

Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH: Neue Gesichter und spannende Höhepunkte

Foto: v. li. Michael Helmrath, Dr. Anja Eisner, Anette Leistenschneider, Christian Georg Fuchs, Ivan Alboresi und Daniel Klajner mit den Buchstaben des Logos: TN LOS! für Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen
© Birgit Susemihl

Neue Gesichter, das neue Erscheinungsbild der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und zahlreiche Höhepunkte im Spielplan stellte der designierte Intendant Daniel Klajner der Presse und dem interessierten Publikum vor. Denn sein Team ist um den designierten Generalmusikdirektor Michael Helmrath und die designierte Verwaltungsdirektorin Grit Reichelt, die in die Fußstapfen der nach Schwerin wechselnden Angela Kalms treten wird, angewachsen. Außerdem begrüßte er den zukünftigen Leiter der Abteilung Kommunikation und Marketing, Johannes Laubscher. Neugierig machte Daniel Klajner auf den Geiger und Komponisten Christoph Ehrenfellner, der für drei Spielzeiten als Composer in Residence vor Ort sein und in vielfältiger Weise in Erscheinung treten wird.

Im Mittelpunkt stand der Spielplan der kommenden Saison mit 24 Premieren und drei Wiederaufnahmen. Nach der traditionellen Operngala eröffnet das Musiktheater am 16. September mit der beliebten Oper „La Bohème“ von Puccini in der Regie der designierten Operndirektorin Anette Leistenschneider. Die spanische Operette „Luisa Fernanda“ inszeniert Alfonso Romero Mora, der bereits mit „Carmen“ das Publikum der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen begeisterte. Anette Leistenschneider bringt im Januar „Salome“ von Richard Strauss“ auf die Bühne. Am 31. März hat das Musical „Dracula“ in der Regie des designierten Ballettdirektors Ivan Alboresi Premiere.

Gemeinsam mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bringt das Theater Nordhausen die RoadOper „Bonnie und Clyde“ zur Uraufführung, deren Libretto die scheidende Leiterin des Jungen Theaters Bianca Sue Henne verfasst hat. Ein besonderes Ereignis wird die Uraufführung des Nordhäuser Luther-Musicals „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders“ aus der Feder von Daniel Klajner am 23. April, an dem nicht nur Nordhäuser Ensemblemitglieder und Musiker des Loh-Orchesters, sondern auch Mitglieder des Theaterjugendclubs, des Seniorentheaters „Die Silberdisteln“, die Nordhäuser Kantorei und viele andere mehr mitwirken werden. „Sie alle können mitmachen“, lud Klajner die Nordthüringer ein.

Mit einer großen Ballettgala begrüßt das Ballett TN LOS!, die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen, das Publikum am 24. September. Der designierte Ballettdirektor Ivan Alboresi stellt sich choreographisch mit einem Leckerbissen vor: Am 7. Oktober hat „Schwanensee“ Premiere. Gemeinsam mit dem spanischen Choreographen Pedro Lonzano Gómez gestaltet er außerdem den zweiteiligen Ballettabend „Die Seele erzählt nicht, sie tanzt“, Premiere ist am 17. Februar 2017. Im Kammertanzabend „Frei(T)räume“ werden die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts selbst zu Choreographen.

Im Schauspiel wird die erfolgreiche Kooperation mit dem Theater Rudolstadt fortgesetzt. Das Ensemble des Kooperationspartners bringt die Komödien „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn und „Eine heikle Sache, die Seele“ von Dimitré Dinev ebenso wie Friedrich Schillers „Die Räuber“ auf die Nordhäuser Bühne. 

Für das Loh-Orchester Sondershausen plant Michael Helmrath spannende Sinfoniekonzerte, die künftig sowohl samstags im Haus der Kunst Sondershausen als auch sonntags im Theater Nordhausen bereits um 18 Uhr beginnen werden. Neu ist auch, dass Kinder jeweils parallel zur ersten Konzerthälfte zu einer besonderen Konzerteinführung eingeladen sind, bevor sie dann bestens vorbereitet den zweiten Teil besuchen.

Im ersten Sinfoniekonzert am 24. und 25. September stellen sich sowohl Michael Helmrath als auch Christoph Ehrenfellner musikalisch vor. Helmrath dirigiert unter anderem Beethovens Violinkonzert D-Dur, in dem Ehrenfellner als Solist auftreten wird. Werke von Fauré, Dvořák, Tschaikowsky, Beethoven, Bruch, Händel, Prokofjew und vielen mehr spielt das Loh-Orchester während der Konzertsaison. Und mit der „Fantaisie Pathétique“ von Christoph Ehrenfellner und dem im Rahmen des Sondershäuser Kompositionsstipendium entstandenen „The Crack“ von Jelena Dabić stehen auch zeitgenössische Werke auf dem Programm.  

Die Loh-Konzerte im prachtvollen Achteckhaus des Sondershäuser Schlosses, die bisher im Frühsommer stattfanden, werden künftig über den Zeitraum von November bis Mai verteilt angeboten. Ebenfalls weitergeführt werden die Reihen der Schlosskonzerte und der After-Work-Konzerte. Neu ist am 18. Februar das Konzert „Singt mit!“ zum Mitsingen und Zuhören.

Große Pläne hat auch das Junge Theater. Die Volkslieder-Oper „Wenn ich ein Vöglein wär“ von Christian Georg Fuchs, der die Leitung des Jungen Theaters zur neuen Spielzeit übernimmt, die szenische Lesung „Reineke Fuchs“ – „der frechste Goethe, den es gibt“, so Fuchs - , das Weihnachtsmärchen „Aladin und die Wunderlampe“ vom Theater Rudolstadt und die Uraufführung des Musiktheaterstücks „Die Verwandlung“ von Christoph Ehrenfellner sind nur einige der Höhepunkte.  

Bei den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen gibt es außer der großen Festspiel-Premiere „Zar und Zimmermann“ im Schlosshof im Sommer 2017 eine Inszenierung speziell für Familien: Mozarts „Bastien und Bastienne“ wird unter freiem Himmel auf der Theaterwiese des Schlosses aufgeführt. Die Ballettgala „Sternstunden“ der Thüringer Ballettkompanien, die Musicalgala „Sounds of Broadway“ und die italienische Operngala „Glanzlichter des Belcanto“ runden das Programm der Festspiele ab.  

Abschließend hob Daniel Klajner hervor, dass die Theater- und Orchester-GmbH 192 Mitarbeiter aus 20 verschiedenen Nationen und vier Kontinenten in insgesamt 60 Berufsbildern beschäftigt. „Das ist der Ort, an dem man sich treffen kann“, lud er sein Publikum zu einer spannenden Spielzeit ein.

Staatstheater am Gärtnerplatz München: Juliane Kretschmer zur neuen Geschäftsführenden Direktorin ernannt

Foto: Das Theater wurde 1865 eröffnet. Derzeit wird das Gärtnerplatztheater bis voraussichtlich Oktober 2017 renoviert.
© Bernd Eberle

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat Frau Juliane Kretschmer zur neuen Geschäftsführenden Direktorin des Staatstheaters am Gärtnerplatz ernannt.

Die in der Nähe von Berlin geborene Juliane Kretschmer hat ihre Ausbildung als Diplomverwaltungswirtin 2005 abgeschlossen, ist 2008 ans Gärtnerplatztheater gekommen, wo sie seit 2014 als Personalreferentin tätig war.

Seit Januar 2015 war sie Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin. In dieser Funktion hat sie in den vergangenen Monaten die Geschäftsführung des Theaters geleitet.

Am 1. April 2016 übernahm Juliane Kretschmer die Geschäftsführende Direktion.  

Staatstheater Braunschweig: Orhan Yildiz wechselt an die Wiener Staatsoper

Der seit der Spielzeit 2010/11 am Staatstheater Braunschweig engagierte Bariton Orhan Yildiz setzt ab der Spielzeit 2016/17 seine Karriere an der Staatsoper Wien fort.

Orhan Yildiz stand in Braunschweig mit großem Erfolg in zahlreichen wichtigen Partien des Baritonfachs auf der Bühne, u. a. als Graf Almaviva (»Le nozze di Figaro«), Guglielmo (»Così fan tutte«), Figaro (»Il barbiere di Siviglia«), Belcore (»L’elisir d’amore«, G. Donizetti), Germont (»La Traviata«) und Nick Shadow (»The Rake’s Progress«) sowie als Heathcliff (»Sturmhöhe«) und in der Titelpartie von Antonio Vivaldis »Farnace«.

Zudem war er u. a. als Don Giovanni und als Mercutio (»Roméo et Juliette«) in Mersin (Türkei) sowie als Marcello (»La Bohème«) an der Hamburgischen Staatsoper zu erleben.

Generalintendant Joachim Klement: »Wir verlieren ein sehr geschätztes Ensemblemitglied, einen großartigen Sänger und Darsteller und freuen uns über den notwendigen Karriereschritt.« Yildiz-Fans müssen sich beeilen: Aktuell steht er in der Rolle des Fürst Jeletzkij in »Pique Dame« von Tschaikowsky, als Marullo in Verdis »Rigoletto« und in »Ein deutsches Requiem« von Brahms auf der Bühne des Staatstheaters. Am 15. April feiert er als Uberto mit dem Stück »La Falena« seine vorerst letzte Premiere in Braunschweig.

Orhan Yildiz studierte Gesang in Mersin und in Marseilles und gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, u. a. den Sonderpreis beim Belvedere-Gesangswettbewerb 2005 in Wien. Des Weiteren war er Finalist beim Leyla-Gencer-Gesangswettbewerb 2005 und beim Placido-Domingo-Wettbewerb 2010.

Theater Magdeburg: 2015 - Ein sehr erfolgreiches Jahr

Foto: Theater Magdeburg
© HL Böhme

2015 - Ein sehr erfolgreiches Jahr für das Theater Magdeburg

85 % Auslastung, das ist die Erfolgsbilanz des Theaters Magdeburg im Jahr 2015. Diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr beweist, dass das Theater ein erfolgreiches künstlerisches Konzept verfolgt und bei seinem Publikum sehr beliebt ist.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Theater Magdeburg seine Auslastung nochmals von 83,43 % auf 85 % steigern. Während 2014 170.244 Zuschauerinnen und Zuschauer das Theater besuchten, waren es 178.906 im Jahr 2015. In der Sparte Musiktheater waren das Musical »Crazy for You« (93,73 %) und die Deutsche Erstaufführung der Kammeroper »Der Prozess« von Philip Glass (89,70 %) – bei der das Theater Magdeburg unter anderem neben der Royal Opera Covent Garden Mitauftraggeber war – besonders beliebt. Im Schauspiel war die Uraufführung von »Kruso« mit knapp 100 % die am besten besuchte Produktion im Jahr 2015. Einen großen Erfolg im Ballett feierte der Ballettklassiker »Dornröschen« (97,29 %). Zu der erneuten Steigerung der Auslastung hat auch maßgeblich die Sparte Junges Theater beigetragen – hier waren das Weihnachtsmärchen »Frau Holle« (100 %) und die Kammeroper »Das Tagebuch der Anne Frank« (98,57 %) besonders gut verkauft.

Die Arbeit aller Sparten erhielt in den Kritikerumfragen 2015 sämtlicher renommierter Opern-, Tanz- und Schauspielzeitschriften viel Lob. Im Musiktheater wurden insbesondere die Wiederentdeckung von Zdenĕk Fibichs Oper »Die Braut von Messina« sowie die Deutsche Erstaufführung von Philip Glass‘ Kammeroper »Der Prozess« gewürdigt. Im Schauspiel fand die Uraufführung der Bühnenfassung des mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Romans »Kruso« von Lutz Seiler besondere Beachtung in der Presse und beim Publikum – die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Das Ballett unter der Leitung von Gonzalo Galguera überzeugte auf ganzer Linie mit einem spirituell geprägten Werk: »Stabat Mater« zur Musik von Gioacchino Rossini war eine Zusammenarbeit von Ballett, Orchester, Opernchor und Sängern und begeisterte das Publikum. Hartmut Regitz vom renommierten Magazin tanz urteilte: »… und wie ein Nachbild bleibt der Eindruck einer Aufführung, die alle künstlerischen Kräfte am Theater Magdeburg auf imponierende Weise bündelt«.

Auf die letztjährigen Erfolge baut das Theater auch 2016 mit einer Vielzahl an großen und außergewöhnlichen Produktionen auf. Die Uraufführung der Kammeroper »Die Andere« von Sidney Corbett und Christoph Hein fand beim Publikum und auch bei den Kritikern große Anerkennung. Thematisch wendet sich die Kammeroper Abraham, dem Stammvater der drei monotheistischen Religionen, zu. Ein weiteres großes Highlight in der Saison 2015/2016 ist das Festival zu ukrainischer Gegenwartsdramatik »Wilder Osten. Ereignis Ukraine« vom 19. bis 22. Mai. Auf den Bühnen im Schauspielhaus sind erstmals ins Deutsche übersetzte Stücke von jungen ukrainischen Autoren, inszeniert von ukrainischen Regisseuren und gespielt von Schauspielern des Magdeburger Ensembles zu sehen. Im Rahmenprogramm wird es darüber hinaus Gastspiele, Konzerte, Vorträge und Diskussionsforen geben. In der Sparte Junges Theater bereitet man sich nach dem großen Erfolg von »Nabucco« auf die nächste Kinderoper zum Mitmachen vor: »Milo, Maya und die Reise um die Welt« (Premiere und deutschsprachige Erstaufführung am 28. Mai). Am Ende der Saison 2015/2016 feiert das Musical »Hair« vor der imposanten Kulisse des Magdeburger Doms am 17. Juni Premiere. Selbstbewusst blickt man im Theater Magdeburg auf das diesjährige DomplatzOpenAir, das schon jetzt  - 3 Monate im Voraus - zu 72 % verkauft ist.

Anhaltisches Theater Dessau: „Thalia“-Theaterpreis für Iordanka Derilova

Foto: : Porträt KS Iordanka Derilova
© Anhaltisches Theater Dessau, Foto: Claudia Heysel

„Thalia“-Theaterpreis für Iordanka Derilova
Kammersängerin mit renommiertem tschechischen Preis ausgezeichnet

Kammersängerin Iordanka Derilova, Mitglied des Opernensembles am Anhaltischen Theater Dessau, hat den renommierten tschechischen „Thalia“-Theaterpreis 2015 gewonnen. Sie wurde damit zur besten Sängerin des Jahres für ihre außergewöhnliche Darstellung und Verkörperung der Rolle Renata in der Oper „Der feurige Engel“ von Sergej Prokofiev am Nationaltheater Ostrava gekürt.

„Ich freue mich sehr und bin unendlich glücklich, mit dem „Thalia“-Theaterpreis eine der angesehensten tschechischen Auszeichnung erhalten zu haben. Es ist für mich eine große Anerkennung und Ehre durch die Jury einheitlich gewählt worden zu sein“, so Iordanka Derilova.

Die Preisverleihung fand am Samstag, den 26. März im Nationaltheater Prag statt und wurde live im tschechischen Nationalsender CT1 übertragen. Da Iordanka Derilova an diesem Abend in einer Aufführung von Verdis „Der Troubadour“ auf der Bühne des Anhaltischen Theaters zu erleben war, konnte sie die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. An der Preisverleihung in Prag nahm ihr Sohn Daniel teil, der die Auszeichnung stellvertretend in Empfang genommen hat.

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen: Alexander Eberle wird komm. Chordirektor

Foto: Alexander Eberle
© Musiktheater im Revier

Alexander Eberle wird kommissarisch neuer Chordirektor am Musiktheater im Revier

Alexander Eberle, künstlerischer Leiter der Stiftung Chorforum Essen wird neuer Chordirektor am Musiktheater im Revier. Er übernimmt die Position kommissarisch für die Spielzeit 2016.17. Christian Jeub, der bisherige Chordirektor am MiR wird zum 1. April 2016 die Leitung der Universitätsmusik in Koblenz antreten. Eine langfristige Lösung soll dann für die Spielzeit 2017.18 gefunden werden.

Alexander Eberle wurde 1968 in Zweibrücken im Saarland geboren. Er studierte Kirchenmusik, Klavier und Dirigieren an den Hochschulen Mainz und Düsseldorf. Über die Theaterstationen Trier und Osnabrück kam er 1994 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und Assistent des Chordirektors an das Aalto-Theater nach Essen. In der Spielzeit 1998/99 wurde er mit dem „Aalto-Bühnenpreis“ ausgezeichnet und übernahm die Leitung des Philharmonischen Chores. Schließlich wurde er Chordirektor des Aalto-Theaters und gründete im Jahr 2004 die Aalto-Kinder- und Jugendchöre sowie den Philharmonischen Kammerchor.

Er rief das Netzwerk „Singen an Essener Grundschulen“ ins Leben und ist Vorsitzender der Chordirektoren-Konferenz. Im Jahr 2007 folgte die Gründung des gemeinnützigen Vereins ChorForum Essen mit dem Satzungsziel der Förderung von Chorarbeit in der Ruhrgebietsstadt. Im Jahr 2011 wurde die ehemalige Kirche St. Engelbert zum Vereinssitz.

Neben seiner Theater- und Konzerttätigkeit war Alexander Eberle viele Jahre als Lehrbeauftragter für Korrepetition und Partien-Studium an der Folkwang-Hochschule in Essen tätig. Seit 2015 ist er außerdem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie künstlerischer Leiter der Stiftung Chorforum Essen.

Wolfgang-Borchert-Theater Münster: Aufwärtstrend im WBT hält an – Höhere Gesamtauslastung und Zuschauerzuwachs

Foto: Haupteingang
©Wolfgang-Borchert-Theater Münster

Aufwärtstrend im WBT hält an – Höhere Gesamtauslastung und Zuschauerzuwachs
Nach Rekordauslastung Anfang des Jahres jetzt wieder Karten erhältlich

Der Aufwärtstrend beim Wolfgang Borchert Theater hält auch in dieser Spielzeit an. Bis Ende Februar besuchten knapp 23.000 Zuschauer das Theater am Stadthafen. Das entspricht einer Gesamtauslastung von 87,3 % – ein Plus von 6,5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Absolut verzeichnet das WBT einen Zuwachs von knapp 3.700 Besuchern, das sind 19 % mehr als in der letzten Spielzeit. Mit 95,1 % Auslastung im Januar und 97,1 % im Februar erreichte das WBT Spitzenwerte im neuen Haus wie noch nie und im März wird bereits der 25.000 Zuschauer erwartet. Nachdem es in den Monaten Januar und Februar durch die hohe Auslastung sehr schwierig war, Karten für Vorstellungen zu ergattern, sind für die kommenden Monate wieder Karten verfügbar.

Tickets sind unter Tel. 0251.400 19 oder online unter www.wolfgang-borchert-theater.de erhältlich.

Nationaltheater Mannheim: Hausautor Thomas Köck erhält Kleist-Förderpreis

Foto: Thomas Köck
© Christian Kleiner

Thomas Köck, der in der laufenden Spielzeit als Hausautor am NTM engagiert ist, ist mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ausgezeichnet worden. Mit der Vergabe würdigte die Jury das Stück paradies fluten.

Die Stadt Frankfurt (Oder) vergab den mit 7.500 Euro dotierten Preis zusammen mit dem Kleist Forum, den Ruhrfestspielen Recklinghausen und der Dramaturgischen Gesellschaft. Die Auszeichnung ist für junge deutschsprachige Autoren gedacht. Insgesamt hatten sich 127 Autoren beworben.

Die Preisverleihung findet am 6. Oktober in Frankfurt (Oder) im Rahmen der Kleist-Festtage statt. Am gleichen Tag wird auch die Inszenierung des Stückes paradies fluten (Premiere im Juni bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen) gezeigt.

paradies fluten ist der erste Teil einer Klimatrilogie, deren zweiter Teil paradies hungern im Herbst am Landestheater Marburg uraufgeführt wurde. Der dritte Teil ist gerade in Arbeit.

Mit jenseits von fukuyama  gewann Thomas Köck den Osnabrücker Dramatikerpreis 2013. Das Stück feierte im Mai 2015 in der Inszenierung des Hausregisseurs Dominic Friedel im Studio des Nationaltheaters Premiere. Im Februar 2015 erhielt Köck für sein Stück Isabelle Huppert (geopfert wird immer) den Stückepreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises.

In der laufenden Spielzeit veranstaltet Thomas Köck in der Lobby Werkhaus des Nationaltheaters  einen monatlichen Salon mit dem Titel Statisten, Geister und Geliebte.

Anlässlich des Themenschwerpunkts Klima, Natur und Mensch im Rahmen der Klimatage (21.-23. Januar 2016) am NTM hat er in seinem Salon am 22. Januar PD Dr. Oliver Müller sowie den renommierten Wissenschaftsjournalisten Christian Schwägerl zu Gast, Autor der Bücher "Menschenzeit", "11 drohende Kriege" und "Die analoge Revolution".  Im Anschluss wird Thomas Köck gemeinsam mit SchauspielerInnen aus seiner noch nicht uraufgeführten Klima-Trilogie lesen.

Tiroler Landestheater Innsbruck: Erfolgreiche Spielzeit am Tiroler Landestheater

Foto: Tiroler Landestheater Innsbruck
©Tiroler Landestheater Innsbruck

Grund zur Freude in Tirol: Die Tiroler Landestheater- und Orchester GmbH in Innsbruck kann auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurückblicken.

Das ergab die Spielzeitbilanz 2014/15. Im Großen Haus  konnte eine Auslastung von 87,38 Prozent erzielt werden, in den Kammerspielen lag die Auslastung bei 95,32 Prozent. Die Konzerte des Orchesters im Congress waren zu 88,24 Prozent ausgelastet. Mit 189.985 Zuschauern kamen rund 7900 Besucher mehr als in der Vorjahresspielzeit.

Auch die Einnahmen konnten nochmals deutlich gesteigert werden und erreichten einen Höchststand in der Geschichte des traditionsreichen Hauses. Bei den Abonnements wurde mit rund 8200 Abonnentinnen und Abonnenten ebenso ein Rekordwert für die laufende Saison ermittelt.

Auch in künstlerischer Hinsicht können sich Intendant Johannes Reitmeier und der neue Kaufmännische Direktor Dr. Markus Lutz über Erfolge freuen. Mit dem Musiktheaterpreis Goldener Schikaneder wurde die Sopranistin Jennifer Maines für die beste weibliche Hauptrolle als Kundry in Richard Wagners „Parsifal“ (Regie: Johannes Reitmeier) ausgezeichnet. Mit dem Nestroy für „Anna Karenina“ (Regie: Susanne Schmelcher) ging einer der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum erstmals nach Tirol. Die Theaterleitung freut sich gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die anhaltend positive Entwicklung: „Wir sind sehr glücklich über das Interesse und die Treue unseres Publikums vor Ort bei gleichzeitiger überregionaler Anerkennung."

Theater Konstanz: „HOCHSPANNUNG. VORSICHT! LEBENSGEFAHR.“ Junges Theater International: Ukraine-Austausch

Foto: Intendant des Theaters Konstanz Prof. Dr. Christoph Nix,
Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Jürgen Walter,
Referentin des Intendanten Katrin Wiesemann,
Landtagsabgeordneter Baden-Württemberg Bündnis 90/Die Grünen Siegfried Lehmann
© Theater Konstanz

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg hat am 14.12.2015 die Zuwendungsempfänger des Innovationsfonds Kunst bekannt gegeben. Das Theater Konstanz freut sich über die positive Entscheidung zum Projektantrag „Hochspannung . Vorsicht! Lebensgefahr“, der mit 15.000 € bedacht wurde.

Bei dem Projekt wird eine Gruppe ukrainischer SchülerInnen vom 14. bis 23. März 2016  zu Gast in Konstanz sein. Die Jugendlichen bringen ihre Erinnerungen, Eindrücke und Erlebnisse aus der Krisenregion mit, die sie zu einem Theaterstück komponiert haben. Mit einer Gruppe Konstanzer Jugendlicher arbeiten sie zusammen bei einem intensiven Theaterworkshop an der szenischen Darstellung der Realität im Spannungsfeld zwischen Westen und Osten.

Antragstext:
„Politiker reden, Soldaten kämpfen, die Bevölkerung leidet - Ist das die einzige Geschichte, die wir von der Ukraine zurzeit kennen sollten? Ukrainische Jugendliche, die ihre Erlebnisse und Erinnerungen aus der Krisenregion zu einem Stück verarbeitet haben, treffen auf deutsche Jugendliche, um von der einen Geschichte in die vielen Geschichten einzutauchen. In intensiven Theaterworkshops werden Realitäten gegenübergestellt und in einer szenischen Darstellung dem Konstanzer Publikum präsentiert.“

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen: 11. Festspiele Ludwigshafen mit Besuchersteigerung


Foto links: Lars Eidinger als Tartufffe
© Katrin Ribbe

Foto rechts: Gastspiel der Sydney Dance Company mit Triptychon
© Peter Grei


Mit einem begeisternden Gastspiel der Schaubühne Berlin mit Lars Eidinger als Tartuffe gingen die 11. Festspiele Ludwigshafen erfolgreich zu Ende. Glanzvolle Schauspiel-Aufführungen – u.a. eine Werkschau des Deutschen Theaters Berlin mit bekannten Stars wie Ulrich Matthes, Dagmar Manzel und Corinna Harfouch – bescherten dem Theater im Pfalzbau eine leichte Steigerung der Besucherzahlen und einen deutlichen Zuwachs an Einnahmen.

Als Publikumsrenner erwies sich die ausverkaufte Vorstellung von Nathan der Weise in der Regie von Andreas Kriegenburg, aber auch Tilman Gerschs Faust und Tartuffe, inszeniert von Michael Thalheimer, zogen die Besucher an. Für volles Haus sorgte auch die Aufführung Triptychon der Sydney Dance Company, die den Tanzschwerpunkt Australien abrundete, sowie die Eröffnungsproduktion Cut the Sky. Schließlich erfreute sich die augenzwinkernde Schlagerrevue der Geschwister Pfister Wie wär’s, wie wär’s ebenfalls großer Beliebtheit beim Publikum. Konzerte und Lesungen ergänzten das abwechslungsreiche und hochkarätige Festspielprogramm.

„Es waren ganz wunderbare Wochen mit einem aufgeschlossenen, begeisterungsfähigen und intelligenten Publikum, das aus Ludwigshafen und der ganzen Metropolregion zu uns kam.“ zog Intendant Tilman Gersch ein positives Fazit.

Staatstheater Braunschweig: Neuer Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens beginnt ab Spielzeit 2016/17

Foto: Stefan Mehrens
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Stefan Mehrens wird ab der Spielzeit 2016/17 neuer Verwaltungsdirektor des Staatstheaters Braunschweig. Das hat der Verwaltungsausschuss des Staatstheaters am 2. Dezember 2015 beschlossen.

„Stefan Mehrens verbindet vielfältige theaterpraktische Erfahrungen mit ausgeprägter betriebswirtschaftlicher Kompetenz“, sagt die Niedersächsische Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses in Braunschweig. „Ich freue mich sehr, dass er nach Niedersachsen zurückkehrt. Denn er hat schon im Zuge seiner Tätigkeit für die Staatstheater in Hannover gezeigt, dass er alle Fragen der Theaterverwaltung souverän beherrscht.“

Auf der Basis des Beschlusses des Verwaltungsausschusses erfolgt nun die Vorbereitung des Dienstvertrags. Stefan Mehrens wird für fünf Spielzeiten engagiert.

Der 1968 in Oldenburg geborene Stefan Mehrens ist seit April 2011 Verwaltungsdirektor der Salzburger Festspiele. Zuvor leitete er seit April 2005 die Bereiche Finanzen, Organisation und Controlling des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover.

„Stefan Mehrens bringt durch seine Qualifikationen beste Voraussetzungen mit, die Verwaltung des Staatstheaters erfolgreich durch die Zeit des Intendantenwechsels zu führen“, sagte die Kulturdezernentin der Stadt Braunschweig, Anja Hesse. „Er hat große Erfahrungen im Umgang mit Stiftungen und Sponsoren. Ich bin sicher, dass er diese auch in Braunschweig gewinnbringend einsetzen wird.“

„Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, Verwaltungsdirektor eines großen Mehrspartentheaters zu werden. Insbesondere ist es eine spannende Aufgabe für mich, die enge Vernetzung des Staatstheaters in die Stadt und Region Braunschweig hinein fortzusetzen. Ich werde das Ziel verfolgen, in enger Zusammenarbeit mit Herrn Klement und Frau Schlingmann dem Haus betriebswirtschaftliche Impulse zu verleihen“, sagt Stefan Mehrens zu seiner neuen Aufgabe.

Das Staatstheater Braunschweig ist ein Niedersächsischer Landesbetrieb. Er wird zu zwei Dritteln vom Land Niedersachsen und zu einem Drittel von der Stadt Braunschweig finanziert.

Theater, Oper und Orchester GmbH Halle: Tobias Wellemeyer ist neuer Vorsitzender des Deutschen Bühnenvereins Landesverband Ost

Foto: Tobias Wellemeyer
© Hans Otto Theater/HL Böhme

Der Deutsche Bühnenverein Landesverband Ost hat Tobias Wellemeyer, Intendant des Hans Otto Theaters Potsdam, zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl fand auf der jährlichen Mitgliederversammlung am 27. November in Potsdam statt. Tobias Wellemeyer tritt damit die Nachfolge von Lutz Herrmann an, der dieses Amt seit der Gründung des Landesverbandes im Jahre 1992 innehatte und im Dezember 2015 in den Ruhestand gehen wird.

Anlässlich seiner Wahl betonte Tobias Wellemeyer die Bedeutung von Theatern und Kulturhäusern in den Städten und Gemeinden: »Theater sind Kraftzentren, in denen sich unsere heterogene Gesellschaft treffen kann, um spielerisch über gemeinsame Maßstäbe und Perspektiven zu reflektieren – das ist heute wichtiger denn je. Wir brauchen Kunst- und Kulturorte als Räume der Reflexion, der Selbstvergewisserung und der Auseinandersetzung – gerade auch in den mittleren und kleinen Städten ist das unverzichtbar.«

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Herr Klaus Schmotz (Oberbürgermeister der Stadt Stendal) als stellvertretender Vorsitzender sowie Frau Dr. Christine Blaschczok (Kultusministerium Sachsen-Anhalt), Herr Dr. Martin Roeder (Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus) und Herr Reiner Walleser (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg) gewählt. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre.

Zum Landesverband Ost

Der Landesverband Ost gehört zu den insgesamt acht Landesverbänden des Deutschen Bühnenvereins, dem Arbeitgeberverband für Theater und Orchester in Deutschland. Der Landesverband unterstützt mit seiner Arbeit den Bundesverband. Er setzt sich aus den in den Ländern Brandenburg und Sachsen/Anhalt ansässigen Mitgliedern des Deutschen Bühnenvereins zusammen und wahrt deren Interessen.
Der Landesverband gibt Anstoß für einen regelmäßigen Austausch der Brandenburgischen und Sachsen-Anhaltinischen Theatermacher und bietet Fortbildungen zu aktuellen Themen des Theaterbetriebes an. Darüber hinaus nimmt der Landesverband die ihm durch die Satzung des Deutschen Bühnenvereins (DBV) zugewiesenen Aufgaben sowie die ihm von der Hauptversammlung oder dem Verwaltungsrat des DBV übertragenen Angelegenheiten wahr.

Die Geschäftsstelle des Landesverbandes Ost befindet sich in Halle an der Saale.

Zu Tobias Wellemeyer

Tobias Wellemeyer wurde 1961 in Dresden geboren. Er studierte Theaterwissenschaft in Leipzig und gab sein Regiedebüt 1989 in Dresden. Von 1989 bis 2001 war er als Regisseur am Staatsschauspiel Dresden tätig. Seit 2001 war Tobias Wellemeyer Intendant der freien Kammerspiele Magdeburg, seit 2004 Generalintendant des Theaters Magdeburg. Dort inszenierte er u. a. Fosse, Lessing, Schiller, Grillparzer, Gorki, Shakespeare, Williams, Greig, Marivaux, Kleist, Tschechow, Molière, Loher und Puccini (»La Bohème«).

2009 erhielt er den Preis des Deutschen Kritikerverbandes in der Sparte Theater. Seit 2009/2010 ist Tobias Wellemeyer Intendant des Hans Otto Theaters, wo er u. a. »Die Wildente« von Henrik Ibsen, »Das weite Land« und »Komödie der Verführung« von Arthur Schnitzler, »Der Turm« nach Uwe Tellkamp, »Volpone« von Ben Jonson, »Schach von Wuthenow« nach Theodor Fontane, »Krebsstation« nach Alexander Solschenizyn, »Drei Mal Leben« von Yasmina Reza, »Das Wintermärchen« von William Shakespeare, »Kirschgarten – Die Rückkehr« und »Das permanente Wanken und Schwanken von eigentlich allem« von John von Düffel, »Auferstehung« von Leo Tolstoi, »Mirandolina« von Carlo Goldoni und zuletzt »Kunst« von Yasmina Reza inszenierte. Tobias Wellemeyer ist seit 2009 Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Staatstheater Braunschweig: Axel Preuß wird Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe

Foto: Axel Preuß / Charlotte Orti
© Karl-Heinz Karwasz

Axel Preuß, Chefdramaturg am Staatstheater Braunschweig, wechselt zur Spielzeit 2016 / 2017 als Schauspieldirektor ans Badische Staatstheater Karlsruhe.

»Axel Preuß hat viel für das Staatstheater Braunschweig geleistet. Dafür bedanken wir uns schon heute. Ich verstehe aber, dass er ab der kommenden Spielzeit nach immerhin sechs gemeinsamen Jahren, neue Herausforderungen und Perspektiven sucht«, so Generalintendant Joachim Klement.

Der aus Hamburg stammende Axel Preuß war nach Stationen am Volkstheater Rostock und am Landestheater Tübingen (LTT) von 2005 bis 2009 Schauspieldirektor und stellvertretender Intendant am Theater Heidelberg und daneben künstlerischer Leiter des Heidelberger Stückemarkts. Seit 2010 ist Axel Preuß Chefdramaturg und stellvertretender Generalintendant in künstlerischen Fragen am Staatstheater Braunschweig. Er setzte Akzente mit der »Themenwoche INTERKULTUR«, dem Festival für Vielfalt und kulturelle Teilhabe, das er ab 2011 leitend verantwortet.

»Mit einem hervorragenden Ensemble, jungen Regiehandschriften, einem tollen Team und den - mehrfach durch die Bundeskulturstiftung geförderten - regionalen wie internationalen Kooperationen ist es gelungen, das Schauspiel zu profilieren. Darum freue ich mich ebenso sehr auf die verbleibende Braunschweiger Spielzeit wie auf die Aufgaben als zukünftiger Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater«, sagt Axel Preuß.

Seine Nachfolgerin wird als leitende Schauspieldramaturgin in Braunschweig Charlotte Orti von Havranek, langjährige Dramaturgin des Hauses und Koordinatorin des Festivals »Fast Forward«.

Staatstheater Stuttgart: Armin Petras verlängert Vertrag mit Schauspiel Stuttgart

Foto: Armin Petras
© Arthur Zalewski

Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater hat in seiner Sitzung am 16. November beschlossen, dass der bestehende Vertrag von Armin Petras vorzeitig bis 2021 verlängert werden soll.

„Armin Petras ist ein künstlerischer Unruheherd, der dem Schauspiel Stuttgart gut zu Gesicht steht. Ungewöhnliche künstlerische Handschriften brauchen Zeit um sich beim Publikum durchzusetzen. Wir geben ihm bewusst diese Zeit, die es braucht, um einem Haus wie in Stuttgart eine eigene Prägung zu geben. Es ist uns gelungen, einen wichtigen zeitgenössischen Regisseur und Autor des deutschsprachigen Theaters als Intendant langfristig an die Württembergischen Staatstheater zu binden“, sagte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Wir wollen mit Armin Petras weiter zusammenarbeiten und setzen deshalb dieses Zeichen. Armin Petras leistet wertvolle Theaterarbeit in Stuttgart. Er fordert sein Publikum, schafft ästhetisch anspruchsvolles Theater, das zur Auseinandersetzung anregt. Wir freuen uns auf mehr“.

Armin Petras, Intendant des Schauspiels: „Das Vertrauen des Ministeriums und der Stadt in unsere Arbeit bestärkt mich darin, die angestoßenen Projekte und Ideen weiter zu entwickeln und die Auseinandersetzung mit dieser Stadt, die wir mit der Spielzeit 2013/2014 begonnen haben, weiterzuführen. Die Rückmeldungen unseres Publikums und die Auszeichnungen der vergangenen zwei Spielzeiten sprechen für uns. Mit derselben Leidenschaft, Energie und Neugier möchte ich die Arbeit hier fortsetzen und bin froh, die Mitarbeiter der Württembergischen Staatstheater an meiner Seite zu haben“.

Die Intendanz von Armin Petras ist geprägt durch starke Schauspieler wie Edgar Selge, Peter Kurth, Franziska Walser, Corinna Harfouch, Fritzi Haberlandt, Astrid Meyerfeldt, Joachim Król und André Jung. Die Anerkennung des Schauspiels Stuttgart zeigt sich an den zahlreichen internationalen Gastspielen, Einladungen und Koproduktionen. Das Schauspiel Stuttgart gastierte in oder koproduzierte mit Bühnen in Mailand, Oslo, Sibiu, Moskau, Straßburg und Lyon. In Deutschland zählen zu den Koproduktionspartnern so renommierte Bühnen wie das Deutsche Theater in Berlin und die Münchner Kammerspiele. Die künstlerische Qualität des Schauspiels wird durch Einladungen zum Berliner Theatertreffen (2014 „Onkel Wanja“ und 2015 „Das Fest“) sowie zu den Mülheimer Theatertagen (2015 „Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute“) dokumentiert.

Zum Programm mit einer großen Spannweite an Stoffen und Regiehandschriften gehören ungewöhnliche künstlerische Projekte sowie eine Öffnung in die Stadt hinein, beispielsweise das „Autostück. Belgrader Hund“, „Familie Weiß“ und „Nord - Ein Stadtteil dreht sich“.

Mit der Vertragsverlängerung von Armin Petras bis 2021 besteht nun eine verlässliche Perspektive an der Spitze des größten Drei-Spartenhauses in Europa. Erst im Sommer wurde mit Tamas Detrich ein Nachfolger für den Ballettintendanten Reid Anderson gewählt (Vertragsdauer bis 2023). Ebenso wurde der Vertrag von Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant, bis 2022 verlängert.

Bis zum Frühjahr wird eine Findungskommission auch eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Opernintendant Jossi Wieler suchen, der seine Intendanz mit der Spielzeit 2017/18 beendet. Aufgrund der Vertragslaufzeiten der vier Intendanten wird damit für die anstehende Planungs- und Bauphase der Opernsanierung für ein Höchstmaß an Kontinuität an der Führungsspitze gesorgt. Diese Gesamtentwicklung sichert auch künftig das außergewöhnlich hohe künstlerische Niveau der Staatstheater Stuttgart.

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen: Ballettdirektorin Bridget Breiner hat zum zweiten Mal den Deutschen Theaterpreis „FAUST“ gewonnen!

Foto: Bridget Breiner als Charlotte
© Costin Radu

Am 14.11.2015 wurde im Staatstheater Saarbrücken zum zehnten Mal der Deutsche Theaterpreis „FAUST“ verliehen.

Die Ballettdirektorin des Musiktheaters im Revier war in der Kategorie „Beste Choreographie“ für den, in Zusammenarbeit mit der New Yorker Komponistin Michelle DiBucci, entstandenen Ballettabend „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ nominiert. Am späten Abend stand schließlich fest: Sie hat Ihn!

Nachdem die US-Amerikanerin bereits im Jahr 2013 für die Choreographie des Ballettabends „Ruß“ bedacht worden war, gewann Sie die renommierte Auszeichnung nun schon zum zweiten Mal.

Bridget Breiner war überglücklich und machte in Ihrer Dankesrede deutlich, dass Sie den Preis stellvertretend für Ihre ganze Company entgegen nimmt: „Unsere Tänzer sind Wahnsinn, die geben einfach alles!“.

Auch Michael Schulz, der Generalintendant des MiR, freut sich über diese höchste Ehrung der deutschen Theaterlandschaft für das Ballett im Revier und die Würdigung der künstlerischen Arbeit in Gelsenkirchen.

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST wird jährlich in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem wechselnden Bundesland vergeben. Maßgeblich gefördert wurde die Veranstaltung vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.

Theater Pforzheim: Markus Huber bleibt GMD in Pforzheim

Foto: GMD Markus Huber
© Patrick Werner

Der Vertrag von Markus Huber als Generalmusikdirektor der Badischen Philharmonie Pforzheim wurde bis 2020 verlängert. Damit fungiert er auch unter der neuen Intendanz von Thomas Münstermann als Musikalischer Leiter des Theaters Pforzheim.

Huber ist seit 2008 GMD in Pforzheim; zuletzt sorgte sein dortiger „Lohengrin“ für Aufsehen.

Diese Spielzeit dirigiert er in Pforzheim fünf Sinfoniekonzerte sowie „Nabucco“, „West Side Story“, „Die Krönung der Poppea“ und „Street Scene“.

Neben seiner Tätigkeit am Stammhaus ist Markus Huber als Gastdirigent im In- und Ausland viel gefragt; so dirigiert er regelmäßig die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern sowie das Tucson Symphony Orchestra und das Louisiana Philharmonic Orchestra. Derzeit gastiert er am Nationaltheater Mannheim.

Theater Regensburg: Jacob Keller, Schauspieler am Theater Regensburg, mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2015 ausgezeichnet

Foto: Jacob Keller in SHOCKHEADED PETER (2012/13)
© Jochen Quast

Preisverleihung durch Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle am 11. November 2015 in der Hochschule für Fernsehen und Film München.

In der Sparte „Darstellende Kunst“ erhielt Jacob Keller, seit 2012/13 im Schauspielensemble des Theaters Regensburg, den mit 6.000 Euro dotierten Preisfür „herausragende bayerische Nachwuchskünstlerinnen und -künstler“. Ebenfallsin der Sparte „Darstellende Kunst“ wurden Danae Kontora, Ludwig Mittelhammer und Valery Tscheplanova ausgezeichnet.

Das Theater Regensburg wird durch den Freistaat Bayern gefördert. Der Bayerische Kunstförderpreis wird jährlich in den vier Sparten „Bildende Kunst“,„Darstellende Kunst“, „Musik und Tanz“ sowie „Literatur“ vergeben. Die Preisträgersollen in Bayern leben, dort ihren Schaffensmittelpunkt haben und dürfen höchstens 40 Jahre alt sein. Voraussetzung ist zudem, dass sie über eine außergewöhnliche künstlerische Begabung verfügen und durch herausragende Leistungen hervorgetreten sind.

Die Preise werden vom Bayerischen Staatsminister für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag von Fachjurysvergeben.

Die Preisträger 2015 sind:Bildende Kunst: Gabi Blum (München), Matthias Glas (München), Philipp Gufler(München), Andreas Peiffer (München)

Darstellende Kunst: Danae Kontora (München), Jacob Keller (Regensburg),Ludwig Mittelhammer (München), Valery Tscheplanowa (München)

Literatur: Lilian Loke (Puchheim), Barbara Yelin (München), Silke Kleemann(München), Tobias Roth (München)

Musik und Tanz: Goldmund Quartett (München), Jonah Cook (München),Theophilus Veselý (Augsburg), Leo Betzl (München)

Jacob Keller, geboren 1984 in Berlin, absolvierte das Schauspielstudium in Leipzig und trat in dieser Zeit schon am Centraltheater Leipzig auf. In der Spielzeit 2012/13 kam er an das Theater Regensburg und prägte das neue Schauspielensemble unter der Intendanz von Jens Neundorff von Enzberg von Anfang an entscheidend mit.

Die Jury überzeugte sein hohes Formbewusstsein gepaart mit psychologischem Einfühlungsvermögen für seine Rollen und die Situationen auf der Bühne. Er sei gleichermaßen ein kollegialer Teamplayer und ein Solist mit „Rampensau-Qualitäten“, so die Jury. Er sei spontan, mutig, sehr musikalisch, und er habe einen anarchischen Witz. Ehrgeizig versuche er, sich für jede Rolle neu zu erfinden, und misstraue dem Etikett Publikumsliebling. Bevor er gefällig werde, setze er lieber eine zu weit gehende Pointe oder entziehe sich mit Ironie aus voreiligen Festlegungen. Gekonnt halte er so das Publikum bei der Stange und sichgleichzeitig auf Abstand.

Am Theater Regensburg war und ist er seit 2012/13 in folgenden Produktionen /Rollen zu sehen:

> 350 Jahre Immerwährender Reichstag (Narr des Reichskanzlers
> Alpenrauschen
> Der Diener zweier Herren (Dottore, Avter von Silvio)
> Die Räuber (Razmann / Schufterle)
> Die Spitzeder (ein Ober u.a.)
> Die Vaterlosen (Simon)
> Ein Klotz am Bein (Ferdinand)
> Ein Volksfeind (Aslaksen)
> Kohlhiesels Töchter (Rolf Kobraszek („Kobra“))
> Robin Hood (Sheriff von Nottingham / Large / Gouvernante)
> Romeo und Julia (Romeo)
> Shockheaded Peter (Suppenkaspar u.a.)
> Woyzeck (Narr)
> Caligula (Caligula)
> Der Sommernachtsalbtraum auf St. Emmeram
> Die lächerliche Finsternis (Autor / Bojan Stojkovic / Papagei)
> pest

Nationaltheater Mannheim: Alexander Soddy wird neuer Generalmusikdirektor zur Spielzeit 2016/2017

Foto:Michael Goetsch,
Alexander Soddy, Albrecht Puhlmann
© Christian Kleiner

Alexander Soddy, derzeit Chefdirigent am Stadttheater Klagenfurt, wird ab der Spielzeit 2016/2017 neuer Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim und tritt somit die Nachfolge des scheidenden GMD Dan Ettinger an. Bei einer Pressekonferenz 9. November stellte Albrecht Puhlmann, designierter Opernintendant am NTM, den neuen Generalmusikdirektor zusammen mit Michael Grötsch, Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur, vor. Direkt vor Ort unterzeichneten Michael Grötsch, Albrecht Puhlmann und Alexander Soddy den neuen Vertrag, mit dem der künftige GMD dem Nationaltheater und seinem Publikum bis mindestens 2022 erhalten bleibt.

„Ich bin überzeugt, dass Alexander Soddy ein Gewinn für das Opernhaus unserer Stadt ist. Soddy konnte im Auswahlverfahren nicht nur die Entscheidungsträger überzeugen; nicht zuletzt gab auch die große Zustimmung des Orchesters den Ausschlag, dass er sich gegen alle weiteren, hochqualifizierten Mitbewerber durchsetzen konnte. Ich freue mich sehr, dass wir Alexander Soddy als Generalmusikdirektor für fünf Jahre verpflichten konnten“, betont Kulturbürgermeister Michael Grötsch.

„Mit Alexander Soddy haben wir einen GMD gefunden, der die Notwendigkeit von Ensemble und Repertoire künstlerisch lebt. Ich bin glücklich, dass wir für mindestens fünf Jahre gemeinsam die künstlerischen Geschicke der Oper am Nationaltheater Mannheim werden prägen können“, so Albrecht Puhlmann, designierter Opernintendant am NTM.

Alexander Soddy wurde in Oxford geboren und absolvierte in seiner Heimatstadt zuerst eine Ausbildung als Chorsänger am Magdalen College. Zudem studierte er an der Royal Academy of Music Dirigieren und Gesang und war ein Klavierschüler von Michael Dussek. Im Anschluss studierte er Musikwissenschaft und Analyse an der Cambridge University mit einem Chorstipendium vom Selwyn College. Nach Abschluss des Studiums 2004 wurde er direkt als Korrepetitor und Dirigent an das National Opera Studio in London engagiert. In dieser Zeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

Im Oktober 2005 wurde er als Korrepetitor an die Hamburgische Staatsoper engagiert und wurde  schnell 1. musikalischer Assistent der Generalmusikdirektorin Simone Young, sehr bald auch mit Dirigierverpflichtung sowohl an der Hamburgischen Staatsoper als auch bei den Hamburger Philharmonikern.

Von 2008 bis 2010 leitete Alexander Soddy im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper die Produktionen von Cavallis La Calisto, zeitgenössische Opern von Christian Jost und John Tavener und Rameaus Les Indes Galantes.

In der Saison 2008/2009 debütierte er an der Staatsoper Hamburg mit Mozarts Die Zauberflöte und erntete damit einen ersten großen Erfolg. Es folgten in der Saison 2009/2010 die musikalische Leitung der Opern L'elisir d'amore, Hänsel und Gretel, Barbiere di Siviglia und erneut Die Zauberflöte.

Von 2010 bis 2012 war er in Hamburg als Kapellmeister engagiert und dirigierte u.a. La Boheme, Rigoletto, Don Giovanni, Bliss, La Traviata und Lucia di Lammermoor. Zudem gab Alexander Soddy mit Mozarts Die Zauberflöte sein Debüt sowohl an der Bayerischen Staatsoper München als auch an der Staatsoper Berlin. In der darauf folgenden Saison debütierte er an der Royal Swedish Opera Stockholm mit La Bohème.

In der Spielzeit 2012/2013 stellte er sich dem Publikum am Stadttheater Klagenfurt mit den Neuproduktionen von Webers Der Freischütz sowie mit Mozarts Idomeneo vor. Als Gast an der Staatsoper Hamburg dirigierte er Die Fledermaus, Don Giovanni und Gounods Faust. In der Neuproduktion des Ring des Nibelungen in Bayreuth 2013 bis 2015 übernahm er dazu die musikalische Studienleitung  an der Seite von Kirill Petrenko.

Ab der Spielzeit 2013/2014 trat er die Position des Chefdirigenten am Stadttheater Klagenfurt an und leitete mit größtem persönlichen Erfolg die Neuproduktionen Rosenkavalier und Macbeth. In derselben Spielzeit gastierte er an der Staatsoper Hamburg mit einer Neuproduktion von Bizets Carmen. Danach folgte in Klagenfurt noch eine Produktion von Prokofievs Die Liebe zu den drei Orangen.

2014/2015 gab Alexander Soddy mit La Cenerentola sein Debüt an der Oper Frankfurt. In Klagenfurt leitete er die Premieren Fledermaus, Cavalleria / Pagliacci und Les Dialogues des Carmelites.

In der laufenden Spielzeit kehrte Alexander Soddy mit Webers Der Freischütz und Die Zauberflöte an die Staatsoper Berlin und an die Königliche Oper Stockholm mit Madama Butterfly zurück. An der Oper Köln wird Alexander Soddy das erste Mal mit La Cenerentola auftreten. Weitere Debüts in der kommenden Spielzeit sind neben einer Rückkehr an die Bayerische Staatsoper auch an der Staatsoper Wien und der Semperoper in Dresden geplant.

„Meine Entscheidung, nach Mannheim zu kommen, ist eine sehr leichte gewesen. Das Nationaltheater Mannheim ist ein Haus mit unbestreitbarer Tradition, bedeutenden Vorgängern – ein Kunstinstitut, das nicht nur in der Vergangenheit lebt, sondern die Tradition und das Erbe immer wieder aufs Neue erfindet und weiterträgt. In Albrecht Puhlmann und seinem Team traf ich auf Theatermenschen, mit denen es vom ersten Gespräch an ein selbstverständliches Übereinstimmen in den wesentlichen Fragen gab. In diesem Sinne kann ich es kaum erwarten, dass die Arbeit, und vor allem das Musizieren, hier richtig losgeht!“, so Alexander Soddy.

Theater Münster: Leitende Musikdramaturgin Margrit Poremba plötzlich verstorben

Foto: Margrit Poremba, © Theater Münster

Das Theater Münster trauert um seine Leitende Musikdramaturgin Margrit Poremba,die am 01. November völlig plötzlich und unerwartet im Alter von 60 Jahren verstarb.

Margrit Poremba war eine äußerst erfahrene Musikdramaturgin, klug, kenntnisreich, voll ansteckender Begeisterung für die Welt des Theaters, und von der seltenen Begabung, komplizierte Geschichten einfach und klar zusammenzufassen. So war sie mit ihrer temperamentvollen Art nicht nur beim Ensemble und den Mitarbeitern, sondern auch bei den Besuchern des Theaters Münster äußerst beliebt und ihre Einführungsmatineen und Stückeinführungen hatten Kultstatus.

Margrit Poremba wird uns sehr fehlen.

Staatstheater Cottbus: Max-Grünebaum-Preise 2015 an Schauspielerin Ariadne Pabst und Schauspieler Johannes Kienast verliehen

Fotos v. l.:
Ariadne Pabst, Schauspielerin am Staatstheater Cottbus 
Johannes Kienast, Schauspieler am Staatstheater Cottbus  
Andrea Braun, Maskenbildnerin am Staatstheater Cottbus
© Marlies Kross

Die Max Grünebaum-Stiftung hat am 18. Oktober 2015 im Rahmen eines Festaktes in Cottbus Künstler des Staatstheaters Cottbus mit zwei Max-Grünebaum-Preisen und einem Förderpreis gewürdigt.

Max-Grünebaum-Preisträger 2015 sind die Schauspielerin Ariadne Pabst und der Schauspieler Johannes Kienast vom Staatstheater Cottbus. Der Max-Grünebaum-Preis, der in diesem Jahr zum 19. Mal vergeben wurde, ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die Maskenbildnerin Andrea Braun vom Staatstheater Cottbus erhielt den Karl-Newman-Förderpreis 2015, eine Theaterreise nach London.

ARIADNE PABST, Schauspielerin

Die in Eisenach geborene Schauspielerin absolvierte von 1996 bis 2001 eine Bühnentanzausbildung in Köln und Nürnberg. Im Anschluss daran erhielt sie von 2004 bis 2008 eine Schauspielausbildung am Schauspielhaus Salzburg. Noch während ihrer Ausbildung wurde Ariadne Pabst als Elevin an das Schauspielhaus Salzburg verpflichtet und ist seit der Spielzeit 2008/2009 am Staatstheater Cottbus engagiert.

Ariadne Pabst spielte in den vergangenen Jahren verschiedenste Rollen, die ihre Basis stets in einer feinen Sensibilität und großem Körperbewusstsein hatten. Sie vermag es, tiefe Emotionalität mit genauen denkerischen und spielerischen Haltungen zu verbinden. Ihr Spiel zeichnet sich durch Authentizität aus, verbunden mit genauer, facettenreicher Figurenzeichnung.

Ariadne Pabst war die expressive Marie in „Woyzeck & Marie“, die naive Dorothy in „Der Zauberer von Oss“, eine fordernde Ina in „Im Rücken die Stadt“. Sie spielt eine sich vom Vater emanzipierende Recha in „Nathans Kinder“ und die taffe Dr. Brigitte Manzinger in „Das Himbeerreich“.

Eine Rolle, die ihre Schauspielkunst in verschiedensten Richtungen forderte und Extreme von ihr abverlangte, ist ihre gemeinsam mit Regisseurin Katka Schroth erarbeitete Nora Helmer in Henrik Ibsens „Nora oder Ein Puppenhaus“. Diese Herausforderung meisterte Ariadne Pabst mit Bravour.


JOHANNES KIENAST, Schauspieler

1986 in Halle/Saale geboren, absolvierte Johannes Kienast seine Schauspielausbildung zwischen 2008 und 2012 an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Noch während des Studiums wurde er für Auftritte an das Schauspielhaus Bochum und das Schauspiel Essen engagiert.

Seit der Spielzeit 2012/2013 ist er am Staatstheater Cottbus. Zudem arbeitet er als Schauspieler für Kino und Fernsehen, u.a. mit den Regisseuren Hermine Huntgeburth, Lars von Trier, Baltasar Kormákur, Marco Petry, Sherry Hormann und Hendrik Hölzemann. In Hölzemanns Film „Axel der Held“ übernahm Johannes Kienast 2014 die Hauptrolle.

Auf der Cottbuser Bühne gestaltete er zuerst drei kleine Figuren in Strittmatters „Der Laden“, die – so klein sie auch schienen – in Erinnerung blieben. Johannes Kienast spielt in „Arsen und Spitzenhäubchen“ mit großer Wahrhaftigkeit und feinem komödiantischem Gespür den Mortimer.

Er verkörperte den Hans in „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ und zeigte hier einen geerdeten, mutigen und zugleich phantasievollen Jungen, der selbstbewusst seinen Weg bis in die Hölle beschreitet.

Mit der Rolle des Kurt in „Nathans Kinder“ gelingt ihm eine widersprüchliche Figur voller Abgründe. Johannes Kienast nimmt als Michael Ehrenreich in „Sonnenallee“ mit großer Wahrhaftigkeit und Tiefe die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die DDR. Als Jannik in „Ich habe Bryan Adams geschreddert“ provoziert er Eltern und deren Freunde mit Elementen des Nō-Theater, mit bissigen Kommentaren, mit schrillem körperlichem Spiel.

Sein Spiel hat stets seinen Ausgangspunkt in der Suche nach einer Klarheit des Gedankens. Seine Figuren sind geerdet. Immer findet er für sie einen charakteristischen körperlichen Ausdruck. Er spielt mit großem Einsatz, den er von Rolle zu Rolle stärker zu fokussieren versteht.

Karl-Newman-Förderpreisträgerin 2015

ANDREA BRAUN, Maskenbildnerin

Andrea Braun ist seit der Spielzeit 2002/2003 am Staatstheater Cottbus als Maskenbildnerin engagiert.  1980 in Leipzig geboren, absolvierte sie eine Ausbildung zur Friseurin und erlernte von 1999 bis 2001 an der Maskenbildnerschule Hasso von Hugo in Berlin den Beruf der Maskenbildnerin.

Ihre erste berufliche Station führte sie in der Spielzeit 2001/2002 an das Schauspielhaus Chemnitz und anschließend nach Cottbus. Seit 2008 gastiert sie als Maskenbildnerin bei den Salzburger Festspielen.

Seit dreizehn Jahren ist Andrea Braun eine sehr bereichernde, phantasievolle, zuverlässige Partnerin der Regisseure und Ausstatter, die es hervorragend versteht, im Sinne eines Inszenierungskonzeptes zu arbeiten. Sie hat mit ihrem Können und ihrem künstlerischen Gespür viele Gesichter und Köpfe im wahrsten Sinne des Wortes geprägt.

Neben vielen anderen wurde unter ihren Händen zum Beispiel aus dem sportlich-modernen Typ der Sabine Paßow im „Rosenkavalier“ eine beeindruckend-damenhafte Feldmarschallin; in „Siegfried“ und der „Götterdämmerung“ eine wilde, löwenmähnige Brünnhilde. Die zarte langhaarige Johanna-Julia Spitzer wurde in Shakespeares „Sturm“ zum haarlosen androgynen Luftgeist Ariel, Jens Klaus Wilde in „Der Troubadour“ zum leidenschaftlichen, schwarzlockigen spanischen Edelmann. Es hört sich ein wenig an wie ein Opernführer, aber Inszenierungen von „Aida“ über „Orpheus in der Unterwelt“ und „Candide“ bis zu „Elektra“ tragen ihre Handschrift. Natürlich betreut Andrea Braun nicht nur „ihre“ Stücke. Sie ist, wie alle Maskenbildner, im ganz normalen Werkstatt- und Bühnendienst eingebunden.

Bayerische Staatsoper München: Kirill Petrenko und Nikolaus Bachler verlängern ihre Verträge

Fotos v. l.:
Nikolaus Bachler © Markus Jans
Kirill Petrenko © W. Hösl

Staatsintendant Nikolaus Bachler und Generalmusikdirektor Kirill Petrenko nehmen das Vertragsangebot von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle an und verlängern ihre laufenden Verträge an der Bayerischen Staatsoper bis Ende August 2021. Aufgrund der Verpflichtung von Maestro Petrenko als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker wird er in seiner letzten Spielzeit 2020/21 als Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper tätig sein.

„Kirill Petrenko und ich sind vor Monaten übereingekommen, unsere Arbeit an der Bayerischen Staatsoper drei weitere Spielzeiten fortzusetzen. Wir haben noch viele Ideen und gemeinsame Projekte, auf die wir uns an diesem einzigartigen Haus zusammen mit allen Mitarbeitern freuen“, so Nikolaus Bachler.

Kirill Petrenko: „Ich fühle mich der Bayerischen Staatsoper, dem Staatsorchester und nicht zuletzt dem wunderbaren Münchner Publikum sehr verbunden. Mir persönlich ist es wichtig, in diesem Haus und mit diesem Orchester an einer kleinen, gemeinsamen Ära zu arbeiten.“

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle: „Unter Nikolaus Bachler und Kirill Petrenko hat die Bayerische Staatsoper künstlerische Höhenflüge erlebt, die von Publikum und Kritikern weltweit als Sternstunden der Oper gefeiert wurden. Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, beide in München zu halten und freuen uns auf die kommenden Spielzeiten.“

Nikolaus Bachler leitet seit September 2008 als Intendant die Bayerische Staatsoper. Die aktuelle Vertragsverlängerung ist die zweite - erstmals wurde das Engagement im Herbst 2013 bis Ende Juli 2018 verlängert. Im Herbst 2010 beriefen Nikolaus Bachler und der damalige Kultusminister Dr. Wolfgang Heubisch Kirill Petrenko in das Amt des Generalmusikdirektors.

Petrenko trat sein Amt im Herbst 2013 mit der Neuinszenierung von Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten an. Seither leitete er die Premieren von La clemenza di Tito, Die Soldaten, Lucia di Lammermoor und Lulu. Bis zum Jahresende folgen Richard Wagners Götterdämmerung und Johann Strauß‘ Die Fledermaus, bevor zu Beginn des neuen Jahres Petrenko mit Miroslav Srnkas South Pole erstmals die Uraufführung einer Oper dirigieren wird (Premiere: 31. Januar 2016). Im Mai folgt die Neuinszenierung von Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg (Premiere: 16. Mai 2016). Auch die Wiederaufnahmen von Ariadne auf Naxos, Lulu, Der Rosenkavalier, Tosca, Die Fledermaus und Götterdämmerung sowie drei Akademiekonzerte stehen unter der Leitung des Generalmusikdirektors.

Sächsische Staatsoper Dresden - Semperoper: Georg Zeppenfeld erhält den Ehrentitel Kammersänger

Foto: Georg Zeppenfeld © Saechsische Staatsoper Dresden

Im Anschluss an die Premiere »Der Wildschütz« in der Semperoper Dresden hat Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange den Ehrentitel Kammersänger an den Bass Georg Zeppenfeld verliehen. Georg Zeppenfeld gab in der Premiere am 10. Oktober sein Rollendebüt als Baculus. Die Ministerin für Wissenschaft und Kunst entscheidet auf Vorschlag des Intendanten der Sächsischen Staatsoper über die Verleihung dieses Ehrentitels Voraussetzung dafür sind neben führenden künstlerischen Leistungen eine kontinuierliche, regelmäßige und erfolgreiche Mitwirkung in den Inszenierungen der Semperoper Dresden. Der Ehrentitel wurde zuletzt am 30. Juni 2009 an den Kammersänger Matthias Henneberg verliehen.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt zur Überreichung der Urkunde: »Ich freue mich, dass der Freistaat Sachsen mit der Verleihung des Ehrentitels Kammersänger die besonders hervorragenden künstlerischen Leistungen von Herrn Georg Zeppenfeld würdigt. Ganz gleich, ob Salzburg, Paris, New York oder hier in Dresden – der Bass Georg Zeppenfeld ist von den namhaften internationalen Opern- und Konzertbühnen nicht mehr wegzudenken. Sein geschmeidiger Bass verfügt über einen  Farbenreichtum, mit dem er nur allzu gerne spielt. Für jede Gemütslage auf der Opernbühne greift Georg Zeppenfeld auf eine andere Farbe zurück — ohne dabei je den Pfad des Singens zu verlassen. Stets bleibt seine Stimme beim Wohlklang und folgt der Devise Wolfgang Amadeus Mozarts, auch in der Darstellung unangenehmer Charaktere selbst nicht unangenehm zu tönen. Georg Zeppenfelds Bass trägt scheinbar spielend über jedes Wagner- und Strauss-Orchester.

Weder ist er besonders hoch oder tief noch besonders laut – es ist die Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten, die ihn zu etwas Besonderem macht.« Doch nicht nur musikalisch setze Zeppenfeld sich mit der jeweiligen Partie auseinander, so die Ministerin weiter. »Er hinterfragt seine Partien auch inhaltlich. Damit ist er einer jener seltenen Künstler, die zusätzlich zu einem perfekten Handwerk die Fähigkeit zur Reflexion und Interpretation mitbringen, die ihre Kunst so besonders und berührend werden lässt. In Kombination mit einer herzlichen Menschlichkeit, Zuverlässigkeit und einem enormen Zukunftspotential entsteht so ein wahres Ausnahmetalent.

Persönliches zu Georg Zeppenfeld

Der 1970 im westfälischen Attendorn geborene Bass Georg Zeppenfeld studierte zuerst Musik und Germanistik auf Lehramt, danach Operngesang an den Musikhochschulen Detmold und Köln. Nach ersten Bühnenjahren in Münster und Bonn wurde er 2001 für das Ensemble der Semperoper Dresden engagiert. Er war bis 2005 Ensemblemitglied und hat seit 2005 einen Residenzvertrag mit der Semperoper. Hintergrund für das Ausscheiden aus dem Ensemble waren die mit seiner Weltkarriere verbundenen vielen Anfragen anderer Häuser. Der Semperoper ist er weiterhin eng verbunden, dort tritt er weiterhin regelmäßig auf. So begeisterte er Zuschauer wie Fachwelt als Landgraf Hermann in Tannhäuser, als Daland in Der fliegende Holländer, als Filipo II. in Don Carlo, als Banco in Macbeth und als Kaspar in Der Freischütz. Seinen Lebensmittelpunkt hat er in Dresden.

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen: Das MiR bekommt ab der Spielzeit 2016/17 einen neuen Geschäftsführer

Foto: Tobias Werner © Jörg Singer

Der gebürtige Hamburger TOBIAS WERNER studierte Musikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Kulturmanagement in Weimar, Jena und Paris.

Nach einer Assistenz bei der Geschäftsführung am Deutschen Nationaltheater Weimar folgte eine Anstellung als Referent in der Kaufmännischen Geschäftsführung der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) GmbH, einem Verbund aus den Berliner Festspielen mit Martin-Gropius-Bau, dem Haus der Kulturen der Welt und den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Zur Spielzeit 2008/09 folgte der Wechsel nach Köln. Dort war er zunächst Referent des Geschäftsführers bei den Bühnen der Stadt Köln, im Anschluss daran Betriebsdirektor der Oper Köln.

Seit Beginn der Spielzeit 2013/14 ist Tobias Werner Verwaltungsdirektor und Prokurist der Städtischen Theater Chemnitz. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins. Ab der Spielzeit 2016/17 wird er in Gelsenkirchen als neuer Geschäftsführer des Musiktheaters im Revier Herrn Dieter Kükenhöner nachfolgen, der auf eigenen Wunsch in den Ruhestand tritt.

Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen: Zukünftiges Leitungsteam GmbH vorgestellt

Foto: Leitungsteam © Birgit Susemihl

In einer Pressekonferenz hat Daniel Klajner, designierter Intendant und Geschäftsführer der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, sein Team präsentiert.

Als Operndirektorin wird Anette Leistenschneider ab der Spielzeit 2016/17 für die künstlerische Leitung des Musiktheaters verantwortlich sein. Die gebürtige Saarländerin ist Musiktheaterregisseurin und Kulturmanagerin. Sie inszenierte vor allem in Deutschland und im deutschsprachigen Raum, aber auch in den Niederlanden, in Polen und Bulgarien. Anette Leistenschneider war Mitgründerin des Festivals „Oper Schenkenberg“ im Schweizer Kanton Aargau und berät Festivals im In- und Ausland in Stückauswahl, Besetzung und in organisatorischen Fragen. „Ich mag’s auf der Bühne opulent und üppig, fröhlich und bunt“, beschrieb sie ihre Regiearbeit.

Designierter Ballettdirektor ist der Italiener Ivan Alboresi. Seine Tanzausbildung genoss er in Turin und Stuttgart. Engagements als Tänzer führten ihn u. a. an die Theater Wiesbaden, Ulm und St. Gallen. Von 2001 bis 2014 war er Mitglied der Ballettcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg. Dort begann er auch zu choreographieren und debütierte 2006 als Regisseur. Seine Arbeit als Choreograph und Regisseur, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, führte ihn u. a. an die Oper Nizza, das Theater Erfurt, nach Ulm, Würzburg und Freiburg/Döbeln. „Musical ist meine große Leidenschaft, daher ist das Theater Nordhausen perfekt für mich: Ich kann mich als Choreograph weiterentwickeln und habe auch die Möglichkeit, zu inszenieren“, freut er sich auf seine neue künstlerische Heimat.

Christian Georg Fuchs wird das Team um Daniel Klajner als Leiter des Jungen Theaters verstärken. Der Düsseldorfer studierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Er war als Dramaturg und Pressedramaturg am Theater Waidspeicher Erfurt tätig und inszenierte als freischaffender Regisseur u. a. in Hamburg, Leipzig, Weimar, Magdeburg, Dessau und Chemnitz. In der laufenden Spielzeit inszeniert er „Il ritorno d’Ulisse in patria von Monteverdi als Koproduktion des Theaters Erfurt mit dem Theater Waidspeicher. „Ich kenne die hervorragende Arbeit von Bianca Sue Henne, in deren Fußstapfen ich trete, und ich kenne das Jugendtheaternetzwerk. Es ist ein Vergnügen, in ein neu startendes Team zu kommen“, so der Wahl-Thüringer.

Als Generalmusikdirektor bleibt Markus L. Frank der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH erhalten. „Ich freue mich, dass er für Kontinuität steht“, so Daniel Klajner.

Die Spielplanstruktur werde im Wesentlichen gleich bleiben, erklärte der designierte Intendant. Auch die Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen wolle er auf gutem Kurs halten. Die Nachfolge des scheidenden Intendanten Lars Tietje trete er mit viel Demut und großem Respekt an.

Neu wird sein, dass es einen Composer in residence geben wird. Der Geiger, Komponist und Dirigent Christoph Ehrenfellner wird über drei Jahre die Theater- und Orchester-GmbH künstlerisch begleiten und als „Erzähler durch seine Musik“ auftreten, kündigte Klajner an. Gemeinsam mit seinem ganzen Leitungsteam freut er sich nun auf die künstlerische Arbeit in Nordthüringen.

Oper Leipzig: Neues Leitungsteam für die Musikalische Komödie

Foto: Torsten Rose, Cusch Jung, Stefan Klingele © Oper Leipzig

Die Spielzeit 2015/16 ist für die Musikalische Komödie in vielerlei Hinsicht ein Neuanfang. Als Teil der Oper Leipzig hat die Musikalische Komödie einige turbulente Jahre durchlebt und war Mittelpunkt kulturpolitischer Debatten. Der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig Prof. Ulf Schirmer hat sich seit Beginn seiner Tätigkeit für das einzigartige Operetten- und Musicalhaus in Lindenau und die Ensembles aus Solisten, Chor, Ballett und Orchester eingesetzt und zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Die Bekanntgabe eines neuen Leitungsteams wurde nun ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg erreicht. Gemeinsam mit dem Betriebsdirektor Torsten Rose leiten Cusch Jung als Chefregisseur und Stefan Klingele als Musikdirektor zunächst bis 2020 die Musikalische Komödie. Daneben schreiten die Sanierungsarbeiten des seit 1913 bestehenden Haus Dreilinden voran und das neue Funktionsgebäude mit Probenräumen und Garderoben in der Dreilindenstraße 24 steht kurz vor seiner feierlichen Eröffnung. 

PROF. ULF SCHIRMER, INTENDANT UND GENERALMUSIKDIREKTOR DER OPER LEIPZIG„Es kommt mir darauf an, dass sich die Musikalische Komödie als selbstdenkende Einheit in enger Abstimmung mit der Oper am Augustusplatz entwickelt. Vor Ort wissen die Menschen besser was notwendig ist. Sie müssen die Mittel dafür erhalten und enger Verabredung miteinander und mit der Oper agieren.“

TORSTEN ROSE, BETRIEBSDIREKTOR DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE„Ich sehe auch in den kommenden Jahren in meiner Arbeit die Herausforderung, der Kunst die Freiheit zu geben, sich zu entwickeln und neue Wege gehen zu können, um den Ansprüchen unseres wachsenden Publikums gerecht zu werden. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es mir, nach dem wir für die Mitarbeiter angemessene Arbeitsbedingungen schaffen konnten, mit den von der Stadt bereit gestellten finanziellen Mitteln, die Sanierung des Zuschauerraumes umzusetzen, um den Theaterbesuch auch optisch zu einem Erlebnis werden zu lassen.“

CUSCH JUNG, CHEFREGISSEUR DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE„In meiner Funktion als Chefregisseur werde ich mich besonders um die Pflege der Operette und des Musicals aber auch der wieder erwachenden Nachfrage nach Revuen widmen. Es gilt diesen Diamanten - die MuKo - noch strahlender und glänzender zu polieren. Geschichten und Storys müssen gefunden werden, mit denen sich verschiedene Generationen heutzutage identifizieren können. Diese Geschichten werden wir in einer Bild- und Regiesprache auf die Bühne bringen, die unseren heutigen Sehgewohnheiten entspricht. Große historische und spannende Geschichten im Musical, in der Operette mit Bezug auf heute und vor allem nach 1900 sollten im Vordergrund stehen. Auch die englische Operette zum Beispiel von Gilbert & Sulivan werden das Repertoire erweitern.“

STEFAN KLINGELE, MUSIKDIREKTOR UND CHEFDIRIGENT DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE„Die besondere Atmosphäre des Theaterraumes, der familiäre Zusammenhalt und besonders das hohe künstlerische Niveau aller Beschäftigten waren für mich starke Gründe, an der Musikalischen Komödie als Musikdirektor und Chefdirigent zu beginnen. Die besondere Tradition fühle ich nicht als Druck sondern als hervorragende Einstiegschance: Operette, Spieloper, Revue und Musical sind und bleiben hier zu Hause und deshalb begegne ich der Verantwortung und der weiteren Entwicklung mit Leichtigkeit und großer Freude. Mit dem Zauber unseres Saals möchte ich viele neue Besucher von jung bis alt verführen und dafür plane ich zusätzliche Konzertformen: „Klangfarben neu“ als einzigartiges Hörerlebnis mit reichen, schönen Chor- und Orchesterklängen aus der grandiosen Kuppel ist dafür ein guter Beginn. Der fertiggestellte Neubau und weitere bauliche Planungen beweisen mir, dass die Politiker dem treuen Leipziger Publikum unsere Institution mit Überzeugung bewahren und ausbauen wollen – das ist eine hohe Verpflichtung für mich.“

BIOGRAFISCHES

TORSTEN ROSE (*1970 in Brandenburg) studierte an der Staatlichen Ballettschule Leipzig und begann 1991 als Ensemblemitglied des Balletts seine Tätigkeit an der Musikalischen Komödie. In der Spielzeit 2001/02 wurde er Chefdisponent und 2008/09 Künstlerischer Produktionsleiter des Operetten- und Musicalhauses der Oper Leipzig. Seit Beginn der Spielzeit 2014/15 ist er der Betriebsdirektor der Musikalischen Komödie.

CUSCH JUNG (*1958 in Kaiserslautern) studierte Schauspiel, Gesang und Tanz. Seit 1981 ist er in zahlreichen Hauptrollen des Theater des Westens Berlin, an den Theatern in Dortmund und Bonn, dem Metropol-Theater Berlin, Theater am Kurfürstendamm, dem Deutschen Theater München und dem Theaters Basel, Colosseumtheater in Essen, dem Operettenhaus Hamburg. Seine Regietätigkeiten führten ihn an das Volkstheater Rostock, das Theater St. Gallen, Opernhaus Halle, Pfalztheater Kaiserslautern und die Brüder Grimm Festspiele Hanau. An der Musikalischen Komödie inszenierte er „Jekyll & Hyde“ sowie „Der Graf von Monte Christo“. An der Oper Leipzig trat er 2014/15 als Kommissar Shrank in „West Side Story“ und 2015/16 als Butler Brassett auf. Mit der Inszenierung des Wildhorn-Musical „Dracula“, wird Cusch Jung im April 2016 garantierten Gruselfaktor auf die Lindenauer Bühne bringen und seinen Einstand als neuer Chefregisseur feiern.

STEFAN KLINGELE (*1967 in Ingolstadt) erhielt an der Hochschule für Musik Würzburg Hauptfachdiplome in Dirigieren und Violoncello. Von 1996 bis 1999 war er als Dirigent im Staatstheater am Gärtnerplatz München beschäftigt. Von 1999 bis 2007 am Bremer Theater engagiert. In der Spielzeit 2006/07, in der er als Interims-Chefdirigent die Oper Bremen leitete, wurde diese von der Zeitschrift „Die Opernwelt“ zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt. 1999 wurde Klingele der Bayerische Förderpreis verliehen, 2006 der Kurt-Hübner-Preis Bremen. Seine Produktion „Intolleranza 1960“ (Luigi Nono) in der Staatsoper Hannover erhielt den Musiktheaterregiepreis „Der Faust“ des Bühnenvereins für die beste nationale Premiere in der Spielzeit 2010/2011. Stefan Klingele gastiert an zahlreichen Bühnen u.a. an der Semperoper Dresden, der Königlichen Oper Stockholm, dem Nationaltheater Weimar, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, der Staatsoper Hannover und an der Wiener Volksoper. Seine jüngsten Konzerte waren mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock, dem Uppsala Kammerorchester, der Jönköping Sinfonietta, dem Orchester des Teatro Massimo in Palermo, der Hofkapelle Stockholm und dem Staatsorchester Halle.

Theater im Bauturm Köln: Neue Leitung des Bauturm-Theaters ab der Spielzeit 2016/17

Am 4. September um 11 Uhr fand das Pressegespräch  zur Nachfolge von Theaterleiter Gerhardt Haag am Theater im Bauturm ab der Spielzeit 2016/2017 statt.

Haag, der mit dem Ende der am 12.09.15 beginnenden Spielzeit nach dann 21 Jahren die Theaterleitung abgeben wird, stellte zusammen mit dem Vorsitzenden des Trägervereins, Prof. Hans-Georg Bögner, das neue Leitungsteam vor:

Laurenz Leky (Theaterleitung)
Bernd Schlenkrich (Geschäftsführung) un
Dr. René Michaelsen (Dramaturgie)

werden mit Beginn der Spielzeit 2016/17 die Geschicke des Theaters leiten.

Nach einer Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg und jahrelanger Tätigkeit an verschiedenen deutschen Stadttheatern (u.a. Osnabrück, Leipzig und Frankfurt) arbeitete Laurenz Leky nach einem Masterstudium in „Conflict Resolution“ (Konfliktlösung) als Schauspieler, Performer  und Regisseur u.a. in der Demokratischen Republik Kongo und im Kaukasus. Seine Erfahrungen verarbeitete er u.a. in den beiden Soloperformances Kongo-Müller und „KoNGOland“ am Theater Rampe, Stuttgart. Seit 2013 ist er daneben als künstlerischer Mitarbeiter und Assistent an der Seite von Gerhardt Haag am Theater im Bauturm tätig

Wie Leky ist auch Rene Michaelsen in Köln geboren und aufgewachsen. Er ist promovierter Musikwissenschaftler und ist nach langjähriger Tätigkeit an der Universität Köln seit einigen Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Frankfurt. Als Teil des Performancekollektivs „Talking Straight“ arbeitet er regelmäßig am Berliner Maxim-Gorki-Theater, als Dramaturg betreute er zuletzt eine Werkstattinszenierung von Phantom der Oper an der Roten Flora, Hamburg.

Der studierte Theaterwissenschaftler Bernd Schlenkrich stammt aus Flensburg und hat seit 2001 als  Regisseur, Dramaturg, Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter für verschiedene Stadttheater und  freie Projekte gearbeitet und leitete die Kinder- und Jugendsparte des Theaters Konstanz. Zuletzt baute Schlenkrich die Spielstätte der freien Tanz- und Theaterschaffenden Stuttgarts, OST – freie Szene im Depot, auf und übernahm die künstlerische Geschäftsführung.

Beim Pressegespräch stellte Laurenz Leky erste grundsätzliche Überlegungen zur Arbeit am Bauturm vor. Lokale Stoffe und globale Fragestellungen sollen miteinander verwoben werden und ineinander aufgehen. Auf der Bauturmbühne sollen auch Kölner Geschichten verhandelt werden, die jedoch immer über sich und das Lokale hinausweisen. Aufbauend auf den bestehenden nationalen und internationalen Netzwerken des Theaters möchte das neue Team die internationalen Kooperationen auch über Afrika hinaus erweitern. Dafür sind die bestehenden hervorragenden Vernetzungen des neuen Teams die Voraussetzung.

Klassiker und kanonische Theatertexte werden neben zeitgenössischen Stücken, Komödien und dokumentarischen Stadtprojekten ebenso ihren Platz im Spielplan haben wie Musiktheater als Sparte, die bisher am „Bauturm“ wenig in Erscheinung getreten ist. Dabei wird es immer darum gehen, die Stoffe unmittelbar an den gesellschaftlichen und politischen Diskurs anzubinden.Neben den neuen Produktionen soll ein Großteil des Repertoires in die Spielzeit 16/17 übernommen werden.

Gerhardt Haag wird dem Theater als Schauspieler, v.a. aber auch als verantwortlicher Organisator und Künstlerischer Leiter des biennalen africologneFESTIVALs erhalten bleiben. Bei Letzterem wird er weiterhin von der langjährigen Dramaturgin Kerstin Ortmeier unterstützt, mit der er das Format „africologne“ entwickelt hat.

Prof. Bögner betonte, dass Laurenz Leky und der Trägerverein mit der derzeitigen Leitung wissen, worauf sie sich gegenseitig einlasse, da Leky bereits seit zwei Jahren am Haus arbeitet. Dass der Übergangsprozess in einer äußerst freundschaftlichen Weise „über die Bühne“ geht, war Haag und Leky wichtig zu betonen.

Auch der Vorsitzende der Freund und Förderer für das Bauturm Theater, Prof. Tassilo Küpper, brachte seine Freude über das neue Leitungsteam zum Ausdruck. Gleichzeitig konnte er den Anwesenden mitteilen, dass seit gestern Abend die vom Förderverein finanzierte neue Webseite online geschaltet ist. Dies ist für das Theater eine großartige Unterstützung!

Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH: „Wir ehren eine ganze Ära“ Landrat Matthias Jendricke überreicht Intendant Lars Tietje den Nordhäuser Theaterpreis

Foto: Theater Nordhausen

Minutenlange Standing Ovations unterbrachen die Laudatio, noch bevor der Name des Preisträgers gefallen war: Zu Beginn seiner letzten Spielzeit in Nordhausen wurde Intendant Lars Tietje am 9. September in der Premiere der Operngala mit dem Nordhäuser Theaterpreis geehrt. Landrat Matthias Jendricke, Vorsitzender des Stiftungsrats der Kreissparkasse Nordhausen, überreichte ihm den Preis gemeinsam mit der Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller, Barbara Rinke, der Vorsitzenden des Fördervereins Theater Nordhausen e. V. und Wolfgang Asche, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Nordhausen. „Wir ehren diesmal eine ganze Ära“, so Jendricke.

„Es ist jemand, den wir Nordhäuser lieben“, beschrieb der Landrat den diesjährigen Preisträger und hob hervor, wie sehr Lars Tietje Menschen für sich einnehmen und für das Theater Nordhausen begeistern könne. Gerade um das Jahr 2006 herum habe dies dazu geführt, dass das Theater gerettet werden konnte. Auch die erfolgreiche Geschichte der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen, die Tietje geschaffen habe, erwähnte der Landrat

Lars Tietje dankte nicht nur der Jury, sondern auch seinem Publikum: „Es macht Spaß, für Sie Theater zu machen!“ Doch ohne alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne sei all das nicht möglich.

Der mit 1000 Euro dotierte Nordhäuser Theaterpreis wird jährlich von der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theater Nordhausen e. V. verliehen. Vor Lars Tietje wurden bereits Ballettdirektorin Jutta Ebnother, Sopranistin Sabine Mucke, die Schauspielerinnen Uta Haase und Sigrid Herforth, Kostüm- und Bühnenbildnerin Elisabeth Stolze-Bley und Ausstattungsleiter Wolfgang Kurima Rauschning, die Leiterin des Jungen Theaters Bianca Sue Henne, der Opernchor, Chefdramaturgin Anja Eisner und Bassbariton Thomas Kohl mit dem Theaterpreis geehrt.

Bogdan Nicula ist tot

Bogdan Nicula ist tot


Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg


Das Ballett am Rhein hat eine seiner prägnanten Tänzerpersönlichkeiten verloren. Am heutigen Sonntag starb der aus Bukarest stammende Bogdan Nicula an den Folgen der Nervenerkrankung ALS. Die Abkürzung steht für „Amyothrophe Lateralsklerose“, eine unheilbare Erkrankung des Nervensystems mit fortschreitendem Schwund der Muskulatur. Auf der Bühne war Nicula zuletzt in der Uraufführung „DEEP FIELD“ beim Festival Musica Sacra in Maastricht im September 2014 zu erleben gewesen. Im Theater Duisburg tanzte er vor fast genau einem Jahr in Martin Schläpfers „Ein Deutsches Requiem“.


Bereits zu Beginn der laufenden Spielzeit musste sich Bogdan Nicula aufgrund der rapiden Verschlechterung seines k.rperlichen Zustands von Proben und Training zurückziehen. Seine Kreativit.t pflegte er dennoch weiter: Für seine T.nzerkollegen Jackson Carroll, Helge Freiberg und Paul Calderone kreierte Nicula in der letzten Phase seines aktiven Schaffens eine Choreographie zu Klaviersonaten Prokofjews, die er gemeinsam mit der Künstlerin Yvonne Schweidtmann im Januar 2015 als Crossover-Projekt „KRIEGSSONATEN“ pr.sentierte. Den Applaus nahm Nicula sichtlich bewegt zu diesem Zeitpunkt bereits im Rollstuhl sitzend entgegen. Konstante Unterstützung erfuhren Bogdan Nicula und sein Lebenspartner durch die Ballettcompagnie und die Ballettfreunde, die sich unter anderem dafür einsetzten, dass die Familie des Tänzers regelmäßig nach Deutschland reisen konnte.

Mit Martin Schläpfer verband Bogdan Nicula eine intensive und ungewöhnlich lange künstlerische Zusammenarbeit von 15 Jahren. Im Jahr 2000 engagierte Schläpfer ihn für das ballettmainz und übernahm ihn 2009 in das Ballett am Rhein. Für Martin Schläpfer gehörte Bogdan Nicula zu den wichtigsten Tänzern, mit denen er je zusammengearbeitet hat. Sein Verlust trifft ihn tief: „Bogdan Nicula war ein großartiger Tänzer und hat mich sehr inspiriert. Eine männliche Muse war er für mich. Unvergesslich werden mir seine geschmeidige und trotzdem in jedem Moment explodieren könnende Körperkraft, seine technische Virtuosität und präzise Linienführung und seine Bühnenpräsenz sein. Er wusste, was er wollte und hat das auch eingefordert – von sich selber, aber auch von seiner Umgebung. Er war ein Künstler – ein Rebell auch. Nur das Beste war für ihn eine Option. Ich – wir alle – sind sehr traurig. Beim Ballett am Rhein liegt seit Monaten eine leise Trauer, eine Ohnmacht in der Luft. Die Radikalität und das gnadenlose Tempo seiner ALS-Erkrankung haben uns alle stumm gemacht. Er selbst hat seiner Krankheit und ihrem brutalen Verlauf mit einer optimistischen Einstellung entgegengestanden, die seinesgleichen sucht. Ich werde ihn sehr vermissen.“ Martin Schläpfer hatte dem Ausnahmetalent sein im Januar 2015 uraufgeführtes Stück „verwundert seyn – zu sehn“ gewidmet, in dem der Umgang mit dem Leben und dem Tod eindrücklich thematisiert wird.

Die letzten Ballett-Vorstellungen in dieser Spielzeit in Düsseldorf und Duisburg werden ebenso Bogdan Nicula gewidmet sein. Vor seinen Tänzerkollegen, die teilweise lange Jahre eng mit ihm verbunden waren, liegt eine schwierige Aufgabe.

Hintergrund:
Ausgebildet an der Floria Capsali-Ballettakademie seiner Heimatstadt Bukarest sowie in Sommer-Kursen im kanadischen Edmonton und an der Académie de Danse Classique Princesse Grace in Monte Carlo tanzte Bogdan Nicula als Mitglied des Oleg Danovski-Balletts in Constanta zahlreiche Solorollen in Ballettklassikern. Als Martin Schläpfer ihn 2001 in sein ballettmainz engagierte, begann eine für beide Seiten äußerst inspirierende Zusammenarbeit, die 2009 im Ballett am Rhein ihre Fortsetzung fand. Zum Repertoire Bogdan Niculas, der 2007 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „ballettanz“ in der Kategorie „Profilierter Tänzer“ genannt wurde, gehörten Ballette von George Balanchine ebenso wie Arbeiten von Christopher Bruce, Nils Christe, Nick Hobbs, Paul Lightfoot und Sol León, Regina van Berkel und Jiří Kylián. Eine besonders enge Verbindung hatte Bogdan Nicula darüber hinaus zu Hans van Manen, aus dessen Oeuvre er zahlreiche Choreographien tanzte.

 

 

Angela Roy hat sehr kurzfristig die Rolle der erkrankten Christine Schild in „Der Kurschattenmann“ übernommen

Angela Roy

Komödie Winterhuder Fährhaus GmbH

Angela Roy hat sehr kurzfristig die Rolle der erkrankten Christine Schild in „Der Kurschattenmann“ (Premiere am 22. Mai 2015, um 19.30 Uhr) übernommen. Die beliebte Hamburger Schauspielerin (u.a. „Rote Rosen“) wird bis zur Genesung der Kollegin in der Komödie Winterhuder Fährhaus live auf der Bühne zu erleben sein.

Vita: Angela Roy
Die Bühne ward ihr in die Wiege gelegt: Angela Roy entstammt einer Artistenfamilie, sie bereisteschon in jungen Jahren mit dem „Iris Roy Trio“ die ganze Welt und lernte zahlreiche Sprachen.

Nach dem Abitur, das sie in Hamburg ablegte, studierte sie Ballett, Gesang und Choreografie. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Als Theaterschauspielerin spielte sie u.a. am Van Brough Theatre in London, am Bayerischen Staatsschauspiel, am Volkstheater München, den Hamburger Kammerspielen, am Ku’damm-Theater und dem Düsseldorfer Theater an der Kö. Seit 1987 gehört Angela Roy zu den meist beschäftigten Schauspielerinnen in Film und Fernsehen, zumeist als Protagonistin bzw. in prägnanten Rollen. Einige wenige seien hierbeispielhaft genannt: „Harry nervt“, „Alles Chefsache“, „Geld. Macht. Liebe“, „Wilde Wellen“,„Reife Leistung“, „Bis in die Spitzen“, „Das Zimmermädchen und der Millionär“, „Traumschiff“, diverse Krimiformate wie „Tatort“, „SOKO“, „Wilsberg“, „Kommissar Stolberg“, „Einsatz in Hamburg“.

Sie war in über 200 Folgen die erste Hauptdarstellerin dererfolgreichen TV-Serie „Rote Rosen“. Der Film „Kalter Frühling“ von Dominik Graf mit Angela Roy in der Hauptrolle wurde 2005 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Zuhause ist die vielseitige Künstlerin auch im Kabarett („Scheibenwischer“), in der Comedy („Ritas Welt“) oder im Musiktheater („Play it again Brecht, „Die Harry-Belafonte Story“ u.a.). Daneben arbeitetsie als Regisseurin, Choreografin, Autorin, Übersetzerin, Moderatorin und Hörspiel-Sprecherin.

Angela Roy hat sehr kurzfristig die Rolle der Alice in René Heinersdorffs Komödie „Der Kurschattenmann“ von der erkrankten Christine Schild übernommen. Bis zu deren Genesung ist sie nun live in der Komödie Winterhuder Fährhaus zu erleben und feiert damit auch ihr Debütauf der Winterhuder Bühne.

Foto: Margaretha Olschewski

Sylvain Cambreling bleibt bis 2018 Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart

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Stuttgart Oper

Im Anschluss an das 6. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart am Montag, 18. Mai 2015, in der Liederhalle teilte Sylvain Cambreling den Musikern mit, dass er seinen Vertrag als Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart bis 2018 verlängert habe. „Ich freue mich auf weitere inspirierende, außergewöhnliche Spielzeiten mit dem Staatsorchester Stuttgart. Bereits die bisherige Zusammenarbeit hat mir große Freude gemacht, ich schätze die besondere Vielseitigkeit dieses Klangkörpers, nicht allein im Opernrepertoire. Zudem können wir alle Kapazitäten der Oper auch in die Programmgestaltung der Sinfoniekonzerte einbringen: den fabelhaften Opernchor und die großartigen Solistinnen und Solisten des Ensembles. Das macht uns einzigartig in Stuttgart.

“Opernintendant Jossi Wieler beglückwünschte den international erfolgreichen Dirigenten zu seiner Entscheidung: „Wir haben noch viel miteinander vor. Sylvain Cambreling ist ein kongenialer Partner in der gemeinsamen Arbeit. Es macht große Freude, seine Lust am Entdecken der musikalischen und theatralen Möglichkeiten einer Partitur zu teilen.“

Zurzeit befindet sich Sylvain Cambreling in den Endproben der nächsten Neuproduktion der Oper Stuttgart: Così fan tutte. Mozarts abgründiges Spiel um Liebe und Treue hat am Sonntag, 31. Mai 2015, um 18 Uhr Premiere. 

Die Biografie von Sylvain Cambreling finden Sie auf unserer Website unter http://www.oper-stuttgart.de/sylvain-cambreling/

Porträtfoto von Sylvain Cambreling © Marco Borggreve

Der neue Ausstattungsleiter am Theater Pforzheim: Dirk Steffen Göpfert

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Theater Pforzheim

Dirk Steffen Göpfert ist ab der kommenden Spielzeit 2015/2016 der neue Ausstattungsleiter am Theater Pforzheim. Er wird verantwortlich zeichnen für die Bühne der Verdi-Oper „Nabucco“, mit der die neue Saison am 18. September feierlich eröffnet wird. Zudem ist er verantwortlich für die Ausstattung mit Bühne und Kostüm des Musicals „West Side Story“, des ersten Podiums-Stücks „Tschick/Bilder deiner großen Liebe“, des Singspiels nach der Oper „Hänsel und Gretel“ sowie des Rockmusicals „Tribute to the Blues Brothers“. Gleichzeitig wird Göpfert die Abteilungen der Schneiderei, der Maske und der Requisite künstlerisch leiten und künstlerisch die Werkstätten betreuen.

Dirk Steffen Göpfert wurde 1970 in München geboren. Er belegte von 1994 bis 1998 die Meisterklasse für Bühnengestaltung bei Prof. Erich Wonder an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von 1999 bis 2009 war er als fester Bühnen- und Kostümbildner am Landestheater Stendal tätig, davon sechs Jahre als Ausstattungsleiter. Er zeichnete für die Ausstattung an Theaterhäusern in Stendal, Darmstadt, Berlin, Trier und in Koblenz verantwortlich. Im Jahre 2013 wurde Dirk Steffen Göpfert mit seiner Bühne für „Die verkaufte Braut“ (Regie Thomas Münstermann) in Trier und Koblenz als ‚Bester Bühnenbilder des Jahres‘ in der Fachzeitschrift „Opernwelt“ nominiert.

Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentierte Göpfert bereits sein Bühnenbild-Modell zum Musical „West Side Story“, das am Samstag, 3. Oktober seine Premiere feiern wird. Das Bühnenbild sei sehr stark auf Bewegung ausgelegt und arbeite mit Bühnenelementen, die dynamisch Verwandlungen erzeugen, so Göpfert. So entstünden immer wieder neue Flächen und Räume, die unmittelbar bespielt werden könnten und entsprechend wünscht er sich: „Diese Interaktion erhoffe ich mir ebenfalls für das Haus: dynamisch, unmittelbar und kreativ.“

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: Generalmusikdirektor Patrik Ringborg verlässt das Staatstheater zum Ende der Spielzeit 2016/17

Patrik Ringborg

Staatstheater Kassel

Patrik Ringborg, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Kassel, hat am Ende März mitgeteilt, dass er seinen Vertrag am Staatstheater Kassel über die Spielzeit 2016/2017 hinaus nicht verlängern wird. Er verlässt dann nach zehn Spielzeiten das Staatstheater und das traditionsreiche Staatsorchester Kassel.

Ich bedaure den Weggang von Patrik Ringborg sehr, hat er doch mit seinem erfolgreichen Wirken nicht nur die großen Traditionen der Musikstadt Kassel fortgeführt, sondern auch im Musiktheater und mit dem Staatsorchester eine neue, sehr persönlich geprägte Ära eingeleitet«, so Minister Boris Rhein.Patrik Ringborg, der 2007 aus Freiburg nach Kassel kam, hat mit Opern wie DIE FRAU OHNE SCHATTEN (für die das Staatsorchester Kassel in der Zeitschrift Opernwelt zum »Orchester des Jahres« nominiert wurde), Spohrs JESSONDA und etlichen Wagner-Werken auch überregional für Aufsehen gesorgt und in bisher über 110 Konzerten (von den oft ausverkauften Sinfoniekonzerten, wie zum Beispiel Brittens WAR REQUIEM und Mahlers DAS KLAGENDE LIED über Kinderkonzerte bis hin zu ABBA und SWING IN CONCERT) die Kasseler Konzertszene entscheiden geprägt und entwickelt. Auch die von ihm ins Leben gerufenen Open-Air-Konzerte in der Karlsaue mit über 30000 Besuchern haben eine große Öffentlichkeit jenseits des Stammpublikums von Oper und Konzert angezogen.

Seit seinem Amtsantritt wurde die Jugendarbeit des Orchesters erheblich erweitert: So betreut eine Konzertpädagogin seit 2008 viele Schulprojekte und -besuche, die Anzahl der Kinderkonzerte wurde erheblich gesteigert, eine Orchesterakademie zur pädagogischen Förderung der Orchesterpraktikanten gegründet und zudem am Staatstheater ein Opernstudio eingerichtet, dem Ringborg als Präsident vorsteht.

Parallel zur Arbeit am Staatstheater Kassel ist Ringborg ein gefragter Gastdirigent, unter anderem in seinem Heimatland Schweden, wo er letztes Jahr als erster Dirigent jemals mit dem Opernpreis der Zeitung Svenska Dagbladet ausgezeichnet wurde.Patrik Ringborg äußert sich dazu folgendermaßen: »Ich fühle mich ich in Kassel wohl und am Staatstheater sehr gut aufgehoben, sowohl beim Publikum als auch bei den Mitarbeitern.

Auf die bevorstehenden letzten beiden Spielzeiten gemeinsam mit dem Staatsorchester Kassel freue ich mich sehr. Zehn Jahre umfassen eine lange Phase meines Lebens und es ist wichtig für mich persönlich, zukünftig mehr Zeit für meine Engagements in Schweden und anderen Ländern zu haben.

«Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen dankt dem scheidenden Generalmusikdirektor für sein herausragendes Wirken am Staatstheater Kassel.»
Er hat uns unvergesslich bleibende Klangerlebnisse geschenkt, sei es im Rahmen der Wagner-Inszenierungen oder auch seiner zahlreichen Konzerte in den letzten acht Jahren.«Auch Intendant Thomas Bockelmann bedauert den Weggang: »Schade. In meinem bisherigen Theaterleben war er mein Lieblings-GMD. Das Kasseler Musikleben verdankt ihm sehr viel. Die Zusammenarbeit mit ihm ist nicht nur fachlich, sondern auch menschlich hervorragend.

«Copyright: Copyright: Ketz

Thomas Köcks „paradies fluten“ ist zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen

Thomas Köck

Städtische Bühnen Osnabrück

Thomas Köcks „paradies fluten“ ist zum Heidelberger Stückemarkt 2015 eingeladen. Das neue Stück des erfolgreichen Nachwuchsautors ist als Auftragswerk des Theaters Osnabrück entstanden und wird im September 2015 im Rahmen von „Spieltriebe 6 – Festival für zeitgenössisches Theater“ in Osnabrück uraufgeführt. Die Dramaturgie des Theaters Heidelberg wählte es unter 117 Einsendungen noch nicht aufgeführter Stücke aus. Neben „paradies fluten“ werden beim Stückemarkt die Texte „Wunderungen durch die Mark Uckermark" (Lisa Engel), „Szenen der Freiheit" (Jan Friedrich), „Der Mann aus Oklahoma" (Lukas Linder), „Alles trennt" (Rebecca C. Schnyder) sowie „Hose Fahrrad Frau" (Stefan Wipplinger) in szenischen Lesungen vorgestellt.Thomas Köck hat im Jahr 2013 mit seinem Stück „jenseits von fukuyama“ den .1. Osnabrücker Dramatikerpreis gewonnen, vor wenigen Monaten wurde ihm der Else-Lasker-Schüler-Stückepreis verliehen.

Copyright:  Foto: Städtische Bühnen Osnabrück

Glanzvolle Preisverleihung an Musicalstars

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Theater Pforzheim

OsnabrückNach der „Dracula“-Vorstellung am  Samstag, 14. März erhielten die Hauptdarsteller Femke Soetenga und Chris Murray den „Da Capo“-Award 2014 als beste Darsteller in einem Short Term Musical. Der Chefredakteur des Musicalmagazins „Da Capo“ Jörg Beese überreichte den Preis im Anschluss an die Vorstellung persönlich. Geehrt wurden großartige Solisten, die von einem ebensolchen Ensemble unterstützt werden, so Beese, und: „Das Theater Pforzheim hat sich in der vergangenen drei Jahren im Bereich Musical überregional einen Namen aufgebaut, der dem Vergleich mit den großen Häusern nicht zu scheuen braucht.“ Einmal pro Jahr wählen die Leser des Magazins ihre Favoriten der Musicalszene in insgesamt elf Kategorien. An dem Abend waren Fans von weit her wie beispielsweise aus Ostfriesland oder aus der Schweiz angereist. Bereits im Dezember 2013 hatten Soetenga, Murray und Regisseur Wolf Widder von „Da Capo“ Awards für „Dracula“ erhalten.

Übrigens erzielte das Theater Pforzheim bei der Wahl der „Da Capo“-Awards 2014 in der Kategorie „Bestes-Preis-Leistungs-Verhältnis“ den erfreulichen zweiten Platz, auch diese Ehrung wurde nochmals besonders hervorgehoben. Nach der Preisverleihung bedankten sich Femke Soetenga und Chris Murray beim Ensemble und beim Publikum. Für Murray war es nach mehreren zweiten, dritten und vierten Plätzen in den vergangenen zehn Jahren nun zum ersten Mal der erste Platz.

Copyright:  Foto: Katrin Wiesemann